So viel kostet die Kugel Eis im internationalen Vergleich

Sommerzeit, Eiszeit! Jedenfalls, wenn man sich die langen Schlangen an Deutschlands Eisdielen betrachtet. Doch nicht nur hierzulande gehört bei steigenden Temperaturen und Sonnenschein die kühlende Köstlichkeit einfach dazu. Noch mehr gilt das im wohlverdienten Sommerurlaub. Aber gerade im Ausland ist man als deutscher Urlauber höchst erstaunt, wie tief man dann teilweise für den cremigen Genuss in die Tasche greift – gerade, wenn man eine Runde für die ganze Familie bezahlt. Deshalb haben wir uns innerhalb Europas die Preise in Eisdielen einmal genauer angesehen und zeigen euch, wo man finanziell auch mal eine ruhige Kugel schieben kann.

Frau isst eine Kugel Eis in der Waffel

So viel kostet eine Kugel Eis in Europas Metropolen

Für unsere Analyse haben wir die Preise der beliebtesten Eisdielen laut „Yelp.com“ in insgesamt zwölf europäischen Metropolen ermittelt. Während man in Deutschland für eine Kugel in den bestbewerteten Eisdielen in Berlin und München zwischen 1,20 Euro und 1,80 Euro bezahlt, driftet die Preisspanne innerhalb Europas sogar noch weiter auseinander: Bereits für einen Euro bekommt man eine Kugel Eis in Wien, während man bis zu 4,70 Euro in Kopenhagen dafür bezahlt – allerdings mit hausgemachter Waffel, Schlagsahne und Soße obendrauf.

StadtEisdielePreis für 1 Kugel
BarcelonaGelaaati Di Marco3,10 EUR
BarcelonaDelaCrem2,50 EUR
BarcelonaMannà Gelats2,80 EUR
BarcelonaSirvent1,85 EUR
BarcelonaPlanelles Donat1,95 EUR
BarcelonaArtisa Barcelona2,80 EUR
WienEis-Greissler1,60 EUR
WienTichy1 EUR
WienKurt1,95 EUR
WienPaolo Bortolotti1,50 EUR
WienEissalon Tuchlauben1,40 EUR
WienVidoni1,50 EUR
WienVeganista1,70 EUR
WienZanoni & Zanoni1,50 EUR
HelsinkiJädelino2 EUR
HelsinkiHelsingin Jäätelötehdas4,20 EUR
HelsinkiHelsingin Jäätelötehdas Taivallahti4,20 EUR
HelsinkiCiao! Caffé & Winebar3,80 EUR
HelsinkiCiao! Caffé Forum3,80 EUR
HelsinkiIngman jäätelökioski2 EUR
HelsinkiCiao! Caffé3,80 EUR
HelsinkiHelsingin Jäätelötehdas4,20 EUR
MadridMistura2,95 EUR
MadridSani Sapori2,70 EUR
MadriddaROMA2,50 EUR
MadridAcquolina1,50 EUR
BerlinHokey Pokey1,80 EUR
Berlinvanille & marille1,40 EUR
Berlinvanille & marille1,60 EUR
BerlinNunzio1,60 EUR
BerlinEisPiraten1,20 EUR
BerlinFranken & Grunewald Eis1,20 EUR
Berlintanne B1,30 EUR
StockholmStikkiNikki (Söder)35 SEK
(3,39 EUR)
StockholmStikkiNikki (Vasastan)35 SEK
(3,39 EUR)
StockholmStockholms Glasshus38 SEK
(3,68 EUR)
StockholmAllgotths Glassbar30 SEK
(2,90 EUR)
StockholmKungsholmens Glassfabrik30 SEK
(2,90 EUR)
DublinMurphy's Ice Cream4,50 EUR
DublinScoop3,50 EUR
DublinGelato Di Natura Dublin3 EUR
DublinThorntons Chocolates2 EUR
DublinScoop Dessert Parlour3,50 EUR
WarschauCupcake Corner6 PLN
(1,40 EUR)
WarschauLodziarnia Ulica Baśniowa5 PLN
(1,17 EUR)
WarschauTłusty Kotek6 PLN
(1,40 EUR)
WarschauN’Ice Cream Factory14 PLN
(3,27 EUR)
WarschauSucré - Lody Naturalne5 PLN
(1,17 EUR)
KopenhagenISTID32 DKK
(4,30 EUR)
KopenhagenVaffelbageren35 DKK
(4,70 EUR)
KopenhagenIsobar24 DKK
(3,22 EUR)
KopenhagenSocial Foodies25 DKK
(3,36 EUR)
KopenhagenSocial Foodies25 DKK
(3,36 EUR)
LissabonSantini Chiado2,90 EUR
LissabonGelato Therapy2,90 EUR
LissabonNannarella2,50 EUR
LissabonGelados Fragoleto2,50 EUR
LissabonGiallo2,30 EUR
LissabonChef Nino2,80 EUR
LissabonNaturIce2,30 EUR
AmsterdamPisa IJs1,50 EUR
AmsterdamMetropolitan2 EUR
AmsterdamMonte Pelmo1,70 EUR
AmsterdamJordino1,50 EUR
AmsterdamSweetella1,75 EUR
AmsterdamVan Soest2 EUR
MünchenBallabeni Icecream Stammhaus1,60 EUR
MünchenChocolaterie Beluga1,60 EUR
MünchenDer verrückte Eismacher1,60 EUR
MünchenSarcletti1,20 EUR
MünchenJessas Eisdiele1,70 EUR
MünchenEiscafé Italia1,40 EUR

(Stand: Mai 2018)

Daraus ergeben sich pro Stadt folgende Durchschnittspreise (alle in Euro):

StadtDurchschnittspreis
Berlin1,44 EUR
Wien1,52 EUR
München1,52 EUR
Warschau1,70 EUR
Amsterdam1,74 EUR
Madrid2,41 EUR
Barcelona2,50 EUR
Lissabon2,60 EUR
Stockholm3,25 EUR
Dublin3,30 EUR
Helsinki3,50 EUR
Kopenhagen3,79 EUR

Die Daten zeigen: Das günstigste Eis in Europa bekommen wir in Deutschland. Berlin führt die Liste mit durchschnittlichen 1,44 Euro für eine Kugel an, gefolgt von Wien und München – beide Städte landen mit 1,52 Euro auf dem zweiten Platz.

Am meisten blättern Kunden für die Kugel im Schnitt in Dublin (3,30 Euro), Helsinki (3,50 Euro) und Kopenhagen (3,79 Euro) hin. Allerdings lohnt es sich bei den meisten Eisdielen in Europas Metropolen, zwei oder mehr Kugeln zu nehmen. Der Gesamtpreis pro Portion sinkt dadurch erheblich.

Alle Eisdielen, Preise und weitere Infos findet ihr als PDF hier zum Download.

Ein Preis pro Kugel Eis – viele Faktoren

Zu beachten ist allerdings, dass es sich hierbei um die Durchschnittswerte einiger der bestbewerteten Eisdielen in entsprechend guter Lage handelt und die Portionsgrößen teilweise stark variieren. Die hängen häufig schon allein davon ab, ob das Eis mit einem Kugelportionierer geschöpft, ganz nach italienischer Methode mit dem Spatel auf die Waffel aufgetragen, oder Portionsgrößen von S bis L angesetzt werden. Gerade dann, wenn die Eiscreme aus eigener Herstellung stammt, handverlesene Zutaten verwendet werden oder zum Eis noch ein Topping gewählt werden darf, zahlt man eben für das Plus an Qualität – und Geschmack.

Viele Eisdielen setzen hierbei auf einen aufwändigen Herstellungsprozess. Werden neben Milchprodukten und Zucker auch noch echte Nüsse, frische Früchte und Schokolade verarbeitet, steigt letztlich auch der Endpreis, da die Kosten für die Rohstoffe in den letzten Jahren stark gestiegen sind. Außerdem muss beachtet werden, dass die Eisdielen ja auch noch Miete sowie ihre Mitarbeiter bezahlen müssen – von weiteren laufenden Kosten abgesehen. Welcher Endpreis sich letztlich für eine Eisdiele rechnet, hängt von vielen Faktoren ab. Die Unterschiede sind daher teilweise recht groß.

Nicht zu verachten ist außerdem das Wetter. Spielt der Sommer also mal nicht so mit, wie es sich die Betreiber von Eisdielen wünschen würden, ist das schon ein gewichtiger Risikofaktor, der an schönen Tagen wieder ausgeglichen werden muss.

Doch eigentlich geht es beim Eis ja um den Genuss im Moment – und gerade im Urlaub gilt: Wer schaut da schon aufs Geld?

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