Weihnachten in anderen Ländern: Faszinierende Feiertage rund um die Welt

Weihnachten ist ein traditionelles Fest – allerdings weltweit mit sehr unterschiedlichen Brauchtümern. Von kuriosen Geschenkebringern über rauschende Partys bis hin zum Saunabesuch an Heiligabend feiern einige Länder das Fest der Liebe auf ganz erstaunliche Weise. 

Weihnachten in anderen Ländern

Lebkuchen, Weihnachtsmarkt und ein geschmückter Baum gehören fest zum Programm. An Weihnachten findet ihr in anderen Ländern jedoch ganz andere Bräuche, Speisen und Dekorationen vor. Was macht man eigentlich an Orten, in denen im Dezember Sommerwetter herrscht? Wie feiert man in Japan, wo man Weihnachten erst vor einigen Jahren für sich entdeckt hat? Und was hat Donald Duck mit Heiligabend zu tun? Wir stellen euch zehn verschiedene Länder vor, in denen das Fest der Liebe so ganz anders ausfällt als bei uns.

Inhaltsverzeichnis

Häufig gestellte Fragen zu Weihnachten in anderen Ländern

Das Wichtigste im Überblick

  • Weihnachten wird in vielen Ländern der Welt gefeiert. Mal ruhig und besinnlich, mal laut und fröhlich, hat jedes Land seine eigenen Traditionen und Bräuche.
  • Geschenke gehören in den meisten Ländern zum Weihnachtsprogramm, allerdings gibt es sehr unterschiedliche und teils kuriose Figuren, die für die Bescherung verantwortlich sind.
  • Auch Länder, in denen Weihnachten nicht Teil der Religion oder ein Feiertag ist, schließen sich dem Spaß mittlerweile an und feiern auf ganz besondere Weise.

Weihnachten in den USA: Festtage der Extraklasse

In den Vereinigten Staaten ist Weihnachten ein echtes Schauspiel. Beim Dekorieren des Hauses kann es gar nicht genug Lichterketten und ähnlichen Schmuck geben.

Traditionelle Bräuche gibt es am Fest der Feste in den USA eher weniger, dafür genießen einige Weihnachtslieder weltweite Berühmtheit und laufen mittlerweile auch in anderen Ländern in der Dauerschleife, darunter Mariah Careys Klassiker „All I want for Christmas“.

Metropolen wie New York kommen aus dem Funkeln gar nicht mehr heraus und natürlich wird in den zahllosen Geschäften und Einkaufszentren auch kräftig konsumiert. Den König unter den Weihnachtsbäumen findet ihr in New York am Rockefeller Center, wo die stattliche Tanne über 20 Meter in die Höhe reicht und mit gut 50.000 Lichtern geschmückt ist.

Lesetipp: Was New York noch zur Weihnachtszeit so besonders macht, lest ihr in unserem Beitrag 7 Highlights in New York zur Weihnachtszeit – der Big Apple im Lichterglanz .

Ein für uns etwas seltsam anmutender, aber für die USA typischer Christbaumschmuck ist übrigens Popcorn, das auf einen Faden aufgezogen und dann wie eine Kette um die Zweige des Baumes gelegt wird.

In der Nacht zwischen dem 24. und dem 25. Dezember kommt Santa Claus mit seinem Rentierschlitten vom Nordpol angeflogen. Der freundliche ältere Herr basiert auf Sagengestalten wie dem englischen Father Christmas und dem deutschen Nikolaus. Über die Jahrzehnte hinweg hat sich Santa Claus ein charakteristisches Outfit aus weißem Rauschebart und rotem Mantel angeeignet.

In der Nacht des 24. Dezember rutscht Santa dann durch den Kamin und legt Geschenke ab. Früher wurden diese in einen Strumpf gesteckt, der über dem Kamin hängt, aber je nach Menge und Größe der guten Gaben kann natürlich nicht mehr viel in einem Socke untergebracht werden. Als Dankeschön und Wegzehrung für die weite Reise legen die Kinder gerne ein Glas Milch und Kekse für Santa bereit.

Verschneites Manhattan

Weihnachten in Spanien: Scherze und Paraden

In Spanien muss man sich bei den Weihnachtsgeschenken etwas gedulden. Die Heiligen Drei Könige („los reyes magos“) haben diese nämlich mit im Gepäck, sodass diese traditionell erst am 6. Januar ausgepackt werden. Vielerorts erfolgt die Bescherung allerdings mittlerweile an den Weihnachtstagen im Dezember, weil der 6. Januar das Ende der Schulferien markiert und dem Nachwuchs dann nur wenig Zeit bleibt, die neuen Spielzeuge in Ruhe zu genießen.

Der Weihnachtsbaum ist traditionell nicht so integriert wie die Krippe („belén“), in den meisten Haushalten aber mittlerweile ebenfalls zu finden. Vor allem in der Kirche gibt es unter den handgefertigten Krippen echte Kunstwerke zu bewundern.

Zwischen den Feiertagen kommt in den Spaniern die Ulknudel hervor, denn während bei uns der 1. April der Tage der Scherze und Streiche ist, findet dieser in Spanien am 28. Dezember statt. Am 6. Januar wird die Ankunft der Heiligen Drei Könige dann vielerorts mit Paraden begrüßt.

Traditionelle Weihnachtsmenüs enthalten in Spanien oftmals Schinken. Unter den festlichen Naschereien sind weißer Nougat („turrón“) sowie Schmalzgebäck („polvorones“) beliebt.

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Weihnachtslichter beleuchten die Straßen im Zentrum von Malaga, Andalusien

Weihnachten in Schweden: Saunagänge und Donald Duck

In Schweden beginnen die Feierlichkeiten schon am 13. Dezember in Form des Luciafests. Einst galt die Nacht des 13. als längste Nacht des Jahres und somit als Wintersonnenwende. Heute ist das der 21. Dezember, der den astronomischen Winter markiert. Da Tradition aber nun mal Tradition ist, bleiben die Schweden beim 13. Dezember.

An diesem Tag finden viele Festzüge statt, die von einem Mädchen angeführt werden, das zur Lucia, der sogenannten Lichterbraut, gewählt wurde. Innerhalb der einzelnen Haushalte übernimmt diese Rolle die älteste Tochter und bringt den Eltern Frühstück ans Bett. Zum klassischen Lucia-Kostüm gehört ein weißes Gewand mit rotem Samtband sowie ein Kranz aus Preiselbeeren mit elektrischen Kerzen (der Brauch schreibt zwar echtes Kerzenfeuer vor, doch das wurde verständlicherweise irgendwann als zu riskant erachtet).

Am Abend des 23. stellen schwedische Kinder süßen Brei für die Wichtel („Tomare“) vor die Haustür. Die Tomare sind für eventuelle Streiche und seltsame Vorkommnisse in der Vorweihnachtszeit verantwortlich und dem Übernatürlichen kann man – im Gegensatz zum Nachwuchs – für solche Dinge schließlich keinen Vorwurf machen. Die Wichtel sind dann auch für die Bescherung verantwortlich.

Am 24. gehen die Schweden gleich zwei kuriosen Traditionen nach: einem Saunabesuch und einer Runde Donald Duck, dort als „Kalle Anka“ bekannt. In den 60ern weigerte sich die schwedische Politik, Disneys berühmten Erpel im Fernsehen zu zeigen, weil die fiktive Welt rund um Entenhausen ihrer Ansicht nach unschöne kapitalistische Werte vermittelte. Donald Duck durfte deshalb ausschließlich einmal pro Jahr an Weihnachten gezeigt werden. Auch wenn man Disney dank Internetzugang mittlerweile rund um die Uhr genießen kann, halten die Schweden an einer Folge Kalle Anka vor der Bescherung fest.

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Saunieren zu Weihnachten in Schweden

Weihnachten in Italien: Glückspiel und Hexerei

In Italien erlebt ihr in der Weihnachtszeit ähnliche Bräuche wie bei uns, allerdings mit Besonderheiten. Die Krippe („presepe“) wird schon lange vor dem 24. Dezember aufgebaut. Nur das Jesuskind wird natürlich erst an Heiligabend in sein Bettchen gelegt.

Weihnachtsbäume stecken im italienischen Haushalt meist in einem gigantischen Topf, weil man dort lieber lebende Tannen mit Wurzeln aufstellt, anstatt die Bäume zu fällen.

Mit der Mitternachtsmesse des 24. Dezembers beginnt in Italien das eigentliche Weihnachtsfest. Am 25. gibt es dann Familientreffen, ein großes Festessen – und Glücksspiel. Das ganze Jahr über wird Kleingeld in Säckchen gesammelt, die dann beim weihnachtlichen Bingo gewonnen werden können.

Ähnlich wie in Spanien mussten italienische Kinder sich früher bis zum 6. Januar gedulden, um Geschenke auszupacken. Diese wurden aber nicht von den Heiligen Drei Königen, sondern von der Hexe Befana gebracht. Mittlerweile gibt es zweimal Geschenke, einmal von Befana und einmal von Babbo Natale, der dem amerikanischen Santa Claus ähnelt und am 25. Dezember vorbeischaut. In religiöseren Haushalten übernimmt das Jesuskind diese Aufgabe.

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Familientreffen zu Weihnachten mit großen Festessen

Weihnachten in Australien: Heiße Festtage

Mit rund 30 °Grad und Sonnenschein präsentiert sich der Dezember am anderen Ende der Welt, denn hier sind die Jahreszeiten das Gegenteil zu unseren. Das hält Down Under aber nicht davon ab, festliche Stimmung aufkommen zu lassen.

Bunte Weihnachtsbäume sind in Australien beliebt, allerdings greift man dabei meistens auf die Plastikversion zurück, da echte Tannen bei diesem Wetter schnell sämtliche Nadeln verlieren. In manchen Haushalten liegen die Geschenke schon ein, zwei Wochen vor den Festtagen unter dem Baum und die Kinder versuchen den Inhalt zu erraten.

Aufgrund der Temperaturen finden viele Zusammenkünfte im Freien statt, etwa „Carols by Candlelight“, bei der sich zahlreiche Menschen in den Städten zusammenfinden, Kerzen anzünden und gemeinsam Weihnachtslieder singen oder Konzerten lauschen. Meistens ist auch Santa Claus anwesend – hier allerdings nicht im roten Mantel, der bei dem Wetter viel zu warm ist, sondern in kurzen Hosen.

Fester Bestandteil des Festtagsschmauses ist Plumpudding, ein Kuchen, der auf dem britischen Vorbild basierend, mit Trockenobst und Nüssen gefüllt ist. Bei den meisten Australiern kommt außerdem Putenbraten auf den Tisch. Je nach Lage gehören aber auch Meeresfrüchte zum Menü.

Am 25. Dezember finden angesichts des schönen Wetters dann Ausflüge und Grillfeste statt.

Familie, die am Weihnachtstag ein Selfie am Strand macht

Weihnachten in Mexiko: Feierliche Fiestas

Ein reiches Land ist Mexiko nicht – dafür aber reich an Lebensfreude, die vor allem zur Weihnachtszeit zum Vorschein kommt. Vor etwa 300 Jahren wurde an diesen Tagen die Wintersonnenwende zusammen mit der Ankunft des Gottes Huitzilopochtli gefeiert. Die Spanier führten dann europäische Weihnachtsbräuche ein. Hauptsache Fiesta, dachte man sich damals wohl und ging vom aztekischen Sonnengott zum Christkind über.

Am 16. Dezember finden die Posadas statt. Dabei wird Maria und Josephs Suche nach einer freien Herberge nachgestellt. Zwei ausgewählte Personen gehen in Verkleidung bei ausgewählten Gebäuden von Tür zu Tür. Nachdem sie wie in der biblischen Geschichte zweimal abgewiesen wurden, werden sie bei der dritten Unterkunft hineingelassen und eine schwungvolle Fiesta beginnt.

Dazu gehören für die Kinder Piñatas – große bunte Pappfiguren, die in diesem Fall wie Sterne geformt und mit Süßigkeiten oder kleinen Geschenken gefüllt sind – sowie „ponche“, ein Fruchtpunsch. Die Gläser der Erwachsenen erhalten noch einen „piquete“ – einen Schuss Tequila. Laute Musik, viel Essen und gute Laune runden den Spaß ab. Weil’s so schön war, findet am nächsten Tag gleich die nächste Posada in einer anderen Unterkunft statt. So geht das dann weiter bis zum 24. Dezember. Am Weihnachtsfest gehören dann wie bei uns geschmückte Bäume, Geschenke und Festessen zum Programm.

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Weihnachten in Griechenland: Bunte Stimmung

Die Griechen bereiten sich auf das Weihnachtsfest mit Würde und Zurückhaltung vor. Eine klassische Adventszeit gibt es nicht. Stattdessen beginnt am 14. November – Gedenktag des Apostel Philippus – eine 40-tägige Fastenzeit.

Am 24. Dezember wird der Tag mit Liedern eingeleitet. Kinder singen sogenannte „Kalandas“ und ziehen mit Trommeln und Zimbeln durch die Straßen, um den Häusern Segen zu bringen. Dafür werden sie mit Süßigkeiten belohnt.

Echte Weihnachtsbäume findet ihr in Griechenland eher selten. Im Norden werden dafür Bäume gepflanzt. In anderen Teilen des Landes müssen diese dann erst aus dem Norden geliefert werden, weshalb man aus logistischen Gründen lieber auf Plastikbäume zurückgreift. In größeren Städten sind bunte Lichterketten allgegenwärtig. Hier werden ganze Bilder wie riesige Christbäume aus funkelnden Lichtern darstellt und ein sehr beliebtes Motiv ist das leuchtende Segelschiff.

Geschenke finden griechische Kinder traditionell am Morgen des ersten Januars unter ihrem Bett vor, die dort von dem Heiligen Vassilius versteckt wurden. Auch hier ist man aber mittlerweile dazu übergegangen, die Geschenke am 24. oder 25. Dezember vom Weihnachtsmann („Ágios vasílis“) bringen zu lassen.

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Segelboot dekoriert und beleuchtet für Weihnachten, Insel Syros, Griechenland

Weihnachten in Polen: Eine Extraportion Nächstenliebe

„Wigilia“ nennt sich das Fest der Liebe in Polen. Unsere Nachbarn läuten die Adventszeit ebenfalls gerne mit Weihnachtsmärkten ein. Besonders in größeren Städten sind diese einen Besuch wert. Neben Glühwein gibt es dort „piernik“, die polnische Version des Lebkuchens sowie landestypische Spezialitäten, darunter Piroggen und Rote Beete Suppe.

Das Festtagsessen am 24. Dezember beginnt ,sobald sich der erste Stern am Himmel zeigt. Manche warten sogar erst die Ankunft des Polarsterns ab. Vor dem großen Schmaus bekommt jedes Familienmitglied noch eine eckige Oblate ausgehändigt, auf der Maria und das Jesuskind abgebildet sind. Man bricht sich dann jeweils eine Hälfte von der Oblate eines anderen Familienmitglieds ab und wünscht einander viel Glück, bevor man beide Hälften verputzt.

Zwölf Speisen gehören an Weihnachten in Polen auf den Tisch, von denen jeder Anwesende etwas probieren soll. Deshalb werden alle Gerichte wie ein Buffet aufgebaut, damit sich jeder nach Wunsch nehmen kann – ein 12-Gänge-Menü wäre selbst an Weihnachten zu viel des Guten. Der Tradition nach lässt man am Tisch einen Platz frei, um an Verstorbene zu erinnern, aber auch für den Fall, dass in letzter Minute noch ein unerwarteter Gast erscheint.

Wie ihr seht, ist Weihnachten in Polen ein sehr geschätztes Familienfest, bei dem es viel um das Miteinander und Teilen geht.

Breslauer Weihnachtsmark. Eine der beliebtesten Weihnachtsmärkte Europas.

Weihnachten in Frankreich: Ein ganz großer Genuss

Die Franzosen feiern genau genommen nur anderthalb Tage lang das Weihnachtsfest, dafür dann aber so richtig. Am 24. Dezember herrscht bis zum Abend ganz normaler Alltag. Die Geschäfte haben normale Öffnungszeiten und die Familienmitglieder sind entweder in der Schule oder auf der Arbeit.

Am Abend folgt dafür ein ganz großer Festtagsschmaus. Hier zeigt die französische Küche, was sie kann: Muscheln, Schnecken, Austern, Foie Gras (Gänseleber), Truthahn gefüllt mit Kastanien, um nur einige der beliebtesten Gerichte zu nennen. Auch beim Nachtisch lässt man sich nicht lumpen. In der Provence sind bis zu dreizehn verschiedene Desserts keine Seltenheit. Traditionell überall mit dabei ist der „bûche de noël“, ein Kuchen, der wie der Stamm eines Weihnachtsbaums geformt ist.

Wer zwischen all dem Futter eine Verschnaufpause braucht, besucht zwischendurch die Messe. Die Geschenke bringt in der Nacht vom 24. auf den 25. Dezember Papa Noël, der dem Weihnachtsmann ähnelt. Der geschmückte Baum und die Krippe sind in Frankreich optional. Einige Haushalte begnügen sich damit, Mistelzweige oder Stechpalmenzweige zu dekorieren.

Tipp: Weihnachten in der Stadt der Liebe? Wir haben die passenden Städtereisen nach Paris für einen romantischen Trip zu zweit.

Glückliches Paar genießt die Weihnachtstage in Paris

Weihnachten in Japan: Colonel Sanders statt Santa

In Japan ist Weihnachten weder ein traditionelles noch religiöses Fest und auch kein Feiertag. Das hält die Japaner aber nicht davon ab, sich dem fröhlichen Trubel anderer Länder anzuschließen und für gute Stimmung zu sorgen.

In der Vorweihnachtszeit werden vor allem große Städte wie Tokyo mit viel Beleuchtung geschmückt. Kirschbäume werden mit Lichterketten behangen, die an die Bäume in voller Blüte erinnern sollen.

Weihnachtsbäume sucht man in den meisten japanischen Haushalten vergeblich. Geschenke gibt es für Kinder irgendwann zwischen dem 23. und dem 26. Dezember, so richtig festlagen mag sich da niemand, da Weihnachten in Japan nun mal keine traditionelle Größe hat.

Nichtsdestotrotz haben sich im Laufe der Zeit einige kuriose Bräuche verbreitet. Der interessanteste ist Kentucky Fried Chicken, die Schnellkost-Kette, die für ihre frittierten Hähnchenteile bekannt ist. Colonel Sanders, der das Logo von KFC ziert, sieht ja mit seinen weißen Haaren ein bisschen aus wie der Weihnachtsmann, fanden die Japaner. Mittlerweile kann man in den japanischen Kentucky-Restaurants ein Weihnachtsmenü vorbestellen. Als Nachtisch genießen die Japaner an Weihnachten gerne eine kleine Erdbeer-Sahne-Torte.

Übrigens ist Weihnachten zugleich eine Art Valentinstag. Junge Paare gestalten sich den Heiligen Abend mit romantischen Spaziergängen, einem Restaurantbesuch und nicht selten einem Kurzurlaub im Hotel, da es zu Hause nicht gerne gesehen wird, wenn unverheiratete Pärchen sich ein Zimmer teilen.

Junges paar am Heilig Abend und gleichzeitig Valentinstag

Tipp: Noch mehr lustige Rituale am Fest der Feste findet ihr in unserem Beitrag zu Weihnachtsbräuchen weltweit.

Häufig gestellte Fragen zu Weihnachten in anderen Ländern

Zum Abschluss widmen wir uns noch einigen häufigen Fragen zum Weihnachtsfest in anderen Ländern.

  • In welchem Land gibt es kein Weihnachten?

In vielen islamischen Ländern wird Weihnachten wenig bis gar keine Beachtung geschenkt. Es gibt sogar Länder, in denen das Weihnachtsfest offiziell verboten ist. Dazu gehören Tadschikistan, Somalia und Brunei.

  • In welchen Ländern feiert man am 6 Januar Weihnachten?

Einige orthodoxe Kirchen feiern die Geburt Jesus noch nach dem julianischen Kalender, der dieses Ereignis dreizehn Tage nach Heiligabend ansetzt, sodass der 6. Januar als eigentlicher Weihnachtstag gilt. So handhaben es heute zum Beispiel noch die serbisch-orthodoxe sowie die russisch-orthodoxe Kirche.

  • Wer bringt die Geschenke an Weihnachten in anderen Ländern?

In vielen Ländern ist das Jesuskind oder eine Version des Weihnachtsmannes für die Geschenke verantwortlich, doch in einigen fällt dieser Job ganz anderen Figuren zu. So kommt in Russland Väterchen Frost mit den guten Gaben vorbei. In Island wird die Aufgabe unter 13 Trollen aufgeteilt. In Italien schwingt sich die Hexe Befana mit Geschenken auf ihren Besen. Eine Besonderheit gibt es in Spanien in der Region Katalonien: Der Holzklotz „tió de nadal“, der auf vier Beinen steht und ein aufgemaltes Gesicht hat, verteilt die Geschenke. Nach altem Brauch wird der Tió vorne mit Obst gefüttert, das sich in seinem Inneren zu Süßigkeiten umwandelt. An Weihnachten wird er dann mit einem Stock geschlagen, damit die guten Gaben hinten rausfallen.

  • Wie feiert man Weihnachten in Alaska?

Der mit Abstand kälteste Bundesstaat der USA bietet mit seinem allgegenwärtigen Schnee und Eis eine fantastische Weihnachtskulisse. Praktischerweise heißt eine der Kleinstädte dort North Pole, also Nordpol, wo laut Sagen ja der der Weihnachtsmann lebt. North Pole will seinem Namen gerecht werden und stellt dort jedes Jahr ein richtiges Spektakel mit liebevoll geschmückten Gebäuden, riesigen Zuckerstanden, Rentieren und ähnlichen tollen Kulissen auf, was zahlreiche Besucher anlockt.

Tipp: Auch wenn auf den Pyramiden kein Schnee liegt, wird Weihnachten im Land der Pharaonen festlich begangen. In unserem Blogbeitrag zu Weihnachten in Ägypten erfahrt ihr, wie in der Wüste Weihnachtstimmung aufkommt.

So unterschiedlich können die Feiertage also auf der Welt ausfallen. In welchem Land würdet ihr gerne mal das Weihnachtsfest erleben?

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