Traumstadt am Meer – unsere Tipps für Lissabon

Raus aus dem grauen Alltag und eintauchen in eine Stadt, die vor Leben sprüht und viele interessante Sehenswürdigkeiten bietet, klingt nach eurem Geschmack? Dann solltet ihr nach Lissabon. Dort könnt ihr in einer malerischen Altstadt flanieren, traumhafte Ausblicke genießen und nächtelang tanzen. Wir haben ein paar wertvolle Tipps für eure Städtereise.

Die Umwelthauptstadt Europas des Jahres 2020 hat im Jahr davor den World Travel Award als bestes Reiseziel für eine Städtereise gewonnen. Wie Rom liegt auch Lissabon auf sieben Hügeln, was einen Stadtbummel schon mal etwas anstrengend machen kann. Das Klima ist geprägt von diversen Küstenströmungen, die dafür sorgen, dass die Sommer nicht zu heiß und die Winter angenehm mild sind. Von November bis Februar regnet es zwar häufiger, aber für solche Tage bietet die Stadt dann einige Museen, in denen es sehr interessante Dinge zu sehen gibt.

Inhaltsverzeichnis

Lissabons Sehenswürdigkeiten – ein Spiegel der Geschichte

Die Stadt wurde von den Phöniziern gegründet und hat, wie viele andere Städte auch, eine sehr bewegte Geschichte hinter sich. Die Spuren der Vergangenheit sind in der Stadt heute noch zu sehen. Selbst ein verheerendes Feuer, das 1988 Teile der Altstadt zerstörte, konnte dem Charme der Stadt nicht viel Schaden zufügen.

Praça do Comércio – die gute Stube der Stadt

Bis zum großen Beben von 1755 mit anschließendem Großfeuer und Tsunami stand hier der königliche Palast. Diese Katastrophe sorgte dafür, dass die Stadt mehr oder weniger neu aufgebaut werden musste. Nach reiflicher Überlegung entschied man sich für den Vorschlag des Marquis von Pombal und so entstand ein riesiger Platz, der sich zum Tejo hin öffnet.

Umgeben ist der Platz von dreistöckigen Häusern, die über Arkaden verbunden sind. In der Mitte des Platzes steht ein Standbild des Königs José I, der zwar äußerst unbeliebt war beim Volk, aber den Wiederaufbau bezahlt hat. Der Handelsplatz, wie er auf Deutsch heißt, wurde schnell zum Zentrum des täglichen Lebens in Lissabon. Auch während der Nelkenrevolution trafen sich die Gegner der Diktatur hier, um zu protestieren.

Arcoda Rua Augusta Lissabon

Arco da Rua Augusta, der Eingang zur Baixa Pombalina, der Innenstadt Lissabons

Bis in die 1990-er Jahre wurde der Platz dann als Parkplatz mit Autos verschandelt. Heute habt ihr aber einen freien Blick über den schönen Platz auf die prächtigen Torbögen, durch die ihr die Altstadt betretet. Neben einigen Cafés findet ihr hier auch das Lisboa Story Centre ein teilweise interaktives Museum zur Geschichte der Stadt.

Öffnungszeiten Lisboa Story Centre
täglich von 10:00 Uhr bis 19:00 Uhr

Eintritt:
Erwachsene 6,50 Euro
Senioren 65+ und Studenten 4,50 Euro
Kinder von 6 bis 15 Jahre 3,00 Euro
Kinder bis 5 Jahre frei

Castelo de São Jorge – einer der besten Aussichtspunkte

Vom Praça do Comércio aus könnt ihr euch dann auf einen etwas anstrengenden Weg auf einen der Hügel der Stadt machen. Dieser führt euch durch malerische, mit Steinen gepflasterte Gassen und bietet immer wieder Gelegenheit für eine Rast. Am Ende des Aufstiegs wartet dann eine der schönsten Ausblicke über die Stadt als Belohnung.

Castelo de São Jorge Lissabon

Da lohnt sich der Aufstieg zum Castelo de São Jorge

Die ursprüngliche Burg wurde von den maurischen Herrschern gebaut und war wohl ziemlich beeindruckend. Bei einem Rundgang durch die Anlage seht ihr dann auch Ausgrabungen aus der Antike, als die Phönizier und später die Römer diesen Hügel schon als „Wachturm“ nutzten. Aber stellt euch darauf ein, dass aufgrund der Topografie auch der Rundgang über viele Treppenstufen verläuft.

Wenn ihr euch Zeit lasst bei der Besichtigung, wird das nicht so anstrengend. Unterwegs gibt es ja auch immer wieder was zu bestaunen, wie zum Beispiel eine Camera Obscura im Torre de Ulisses oder ein alter Garten, der zu einer Rast einlädt. Bei dieser Rast könnt ihr euch dann eines der leckeren Pasteis, ein sehr leckeres Gebäck, schmecken lassen.

Öffnungszeiten Castelo de São Jorge:
März – Oktober täglich von 09:00 Uhr bis 21:00 Uhr
November – Februar täglich von 09:00 Uhr bis 18:00 Uhr

Eintritt:
Erwachsene 10,00 Euro
Schüler 5,00 euro
Kinder unter 10 Jahre frei

Calouste Gulbenkian Museum – die bedeutendste Kunstsammlung der Stadt

Calouste Gulbenkian war ein reicher armenischer Ingenieur, der diverse Prinzen und Adelige in seinem Stammbaum vorweisen konnte. Bis zum Zweiten Weltkrieg lebte er in Paris, wo er schon eine beträchtliche Kunstsammlung zusammen getragen hatte. Von Paris flüchtete er nach Lissabon und konnte dabei seine Sammlung mitnehmen.

Als er 1955 verstarb, vermachte er seine komplette Sammlung der Stadt Lissabon und es wurde eine Stiftung gegründet, die sich um die Errichtung eines Museums und den Erhalt dieser unschätzbar wertvollen Kunstwerke kümmern sollte. Beim Bau des Museums wurde darauf geachtet, die jeweiligen Exponate ins rechte Licht zu rücken. Fast so, als hätte man die Kunstwerke platziert und dann das Haus darum gebaut.

Gulbenkian Museum Lissabon

Gulbenkian Museum

Ein Rundgang führt euch durch 17 Abteilungen, in denen Werke aus drei Jahrtausenden zu sehen sind. So gibt es sechs Abteilungen mit ägyptischer, mesopotamischer und armenischer Kunst. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der europäischen Malerei. So bekommt ihr hier Werke von Rembrandt, Rubens, Degas und Skulpturen von Rodin zu sehen. Ein ganz besonderes Highlight ist die Ausstellung der Glaskunst von Lalique.

Öffnungszeiten Gulbekian Museum:
Mittwochs – Montags von 10:00 Uhr bis 18:00 Uhr

Eintritt:
Erwachsene 10,00 Euro
Jugendliche und Studenten bis 29 Jahre, Senioren 65+ 5,00 Euro
Sonntags ab 14:00 Uhr frei für alle

Elevador de Santa Justa – ein Lift als Kunstwerk

Wie bereits erwähnt, verteilt sich Lissabon auf mehrere Hügel und wenn man da von einem Ort zum anderen möchte, können sich schnell mal ein paar Höhenmeter sammeln. Mit den Neuerungen der industriellen Revolution ergaben sich Möglichkeiten diese Steigungen auf bequemere Art zu überwinden.

So beschloss der Stadtrat 1896 das Viertel Baixa und den 45 Meter höher gelegenen Largo do Carmo mittels eines Aufzugs zu verbinden. Den Auftrag diesen zu bauen bekam Raoul Mesnier de Ponsard, ein Schüler von Gustave Eiffel. Der entwarf eine kunstvoll geschmiedete Hülle mit einem zweistöckigen Aufbau, der als Aussichtsplattform genutzt wird.

Elevador de Santa Justa Lissabon

Der Personenaufzug verbindet den Stadtteil Baixa mit dem höher gelegenen Stadtteil Chiado

Nach der Auffahrt, für die zwei sehr elegante Holzkabinen zur Verfügung stehen, könnt ihr also über eine Treppe noch einen Stock höher klettern und dann die tolle Aussicht über die Stadt genießen. Bevor ihr dann die Oberstadt betreten könnt, müsst ihr noch über einen 25 Meter langen Laufsteg am Rand der Häuser gehen.

Öffnungszeiten Elevador de Santa Justa:
Sommer: täglich von 07:30 Uhr bis 23:00 Uhr
Winter: täglich von 07:30 Uhr bis 21:00 Uhr

Preis inklusive Aussichtsplattform:
Auf- und Abfahrt: 5,30 Euro pro Person

Unser Tipp: Der Aufzug ist Teil des öffentlichen Nahverkehrs von Lissabon. Wenn ihr also ein Tagesticket für den ÖNPV habt, ist die Nutzung des Aufzugs inklusive. Der Eintritt für die Plattform kostet dann nur noch 1,50 Euro.

Igreja de São Roque – außen na ja, innen WOW!

Wenn ihr mit dem Aufzug schon mal in die Oberstadt gefahren seid, solltet ihr unbedingt zum Largo Trinidade Coelho gehen. Der Platz an sich ist jetzt nicht der schönste Platz in Lissabon und von außen schaut die Kirche auch nicht sonderlich spektakulär aus. Die Kirchenfassade ist etwas größer als die Fassaden der anderen Häuser und auf dem Giebel thront ein Kreuz.

Die Geschichte der Kirche beginnt damit, dass man hier 1506, weit außerhalb der Stadt, einen Pestfriedhof und eine Kapelle, die dem Patron der Pestkranken, dem Heiligen Rochus, gewidmet war, anlegte. Im Jahr 1533 übernahmen dann die Jesuiten das Gelände und bauten mit königlicher Unterstützung die heutige Kirche.

Sobald ihr die Tür geöffnet und in die Kirche eingetreten seid, wird euch erst mal der Atem stehen bleiben. Die Pracht aus Marmor, vergoldeten Schnitzereien, opulenten Gemälden und den in Portugal obligatorischen Azulejos, also den blau bemalten Kacheln, erschlägt einen. Natürlich hat der Architekt es auch verstanden diese ganze Pracht ins rechte Licht zu rücken, sodass alles noch mehr strahlt.

Igreja de São Roque Lissabon

Die St.-Rochus-Kirche ist eine Jesuitenkirche im Lissaboner Stadtteil Bairro Alto und gehört zu den prunkvollsten Kirchen der Iberischen Halbinsel

Das absolute Highlight in der Kirche ist aber die Seitenkapelle, die Johannes dem Täufer gewidmet ist. Diese wurde in Rom gebaut, vom Papst geweiht, in ihre Einzelteile zerlegt und dann mit Schiffen nach Lissabon transportiert. Der Aufwand muss sich gelohnt haben, denn die Kirche war eines der wenigen Gebäude, die das Beben von 1755 fast unbeschadet überstanden hat.

Öffnungszeiten Igreja de São Roque:
Montag von 14:00 Uhr bis 19:00 Uhr
Dienstag – Sonntag von 10:00 Uhr bis 19:00 Uhr, Donnerstag bis 20:00 Uhr

Eintritt:
Pro Person 2,50 Euro

Palácio Nacional de Ajuda – die etwas unbekannte Sehenswürdigkeit von Lissabon

Lissabon bietet so viel Sehenswertes, dass die ein oder andere Attraktion übersehen wird. Der ehemalige Königspalast im Viertel Ajuda gehört zu diesen Orten, die von nicht so vielen Menschen besucht werden. Vielleicht liegt es ja daran, dass der Palast nie komplett fertiggestellt wurde.

Palast Ajuda Lissabon

Palácio Nacional da Ajuda war während der Zeit des Königreiches die Wohnstätte der königlichen Familie.

Bei den Ausmaßen, die der Palast hat, ist es allerdings nur schwer vorstellbar, dass er nicht komplett sein soll. Der ursprüngliche Königspalast wurde ja bei dem großen Beben von 1755 zerstört, also musste ein neuer her. Gebaut wurde der neue Palast auf den Hügeln von Ajuda, weil in diesem Gebiet ein Großteil der Häuser das Beben überstanden hat. Damals war Portugal ja ein Weltreich und der neue Palast sollte dies unterstreichen. Geplant war der größte Palast Europas und die Gärten sollten sich eines Tages bis zum Tejo hinunterziehen. Leider kam Napoleon dazwischen und der Bau blieb unvollendet.

Für einen Rundgang durch den Palast wurden zwei Stockwerke in ein Museum verwandelt. Ihr seht dabei die verschwenderische Einrichtung mit Original Möbeln, Skulpturen, Gemälden und jeder Menge opulenter Dekoration. Hier wurde definitiv geklotzt und nicht gekleckert. Besonders beeindruckend ist natürlich der Thronsaal, der den kompletten Südflügel einnimmt.
Das fast genauso große Esszimmer wird noch heute für Staatsempfänge genutzt. Da der Palast ja schon so voll ist, baut man derzeit einen Anbau, in dem dann ein Museum extra für die Kronjuwelen untergebracht werden soll. Diese Schmucksammlung zählt zu den größten ihrer Art auf der Welt.

Öffnungszeiten Palácio Nacional:
Donnerstag – Dienstag von 10:00 Uhr bis 18:00 Uhr

Eintritt:
Erwachsene 5,00 Euro
Senioren 2,50 Euro
Kinder bis 12 Jahre frei

Torre de Belém – das Wahrzeichen der Stadt

Im 16. Jahrhundert war Portugal ja eine der führenden Weltmächte. Das erforderte natürlich besondere Schutzmaßnahmen für die Hauptstadt Lissabon. Nun war Portugal vor allem reich an Kolonien, die sich über den Erdball verteilten. Das wiederum erforderte viele Schiffe, um das Reich zu kontrollieren. Somit musste der Hafen einerseits geschützt werden und andererseits sollten die ankommenden Schiffe gleich sehen, was für ein mächtiges Land sie anfahren.

So entstanden an der Hafeneinfahrt zwei imposante Festungsanlagen mit reichen Verzierungen. Eine davon war eben der Torre de Belém, der noch heute die ankommenden Schiffe empfängt. Ihm gegenüber stand ein zweiter Festungsturm, der wurde allerdings beim großen Beben von 1755 zerstört. Nachdem im späten 16. Jahrhundert dann die Spanier Lissabon besetzten, wurde der Turm in ein Gefängnis und Zollhaus umgewandelt.

Turm von Belem

An der Hafeneinfahrt ist der Turm von Belém eines der ersten Dinge, das ankommende Schiffe von Lissabon sehen.

Wenn ihr euch über die Brücke wagt, um den Turm näher zu begutachten, erwarten euch vier sehr unterschiedliche Ebenen. Im Erdgeschoss war die Waffenkammer und später die Gefängniszellen. Im ersten Stock gibt es den Königssaal, der sehr prachtvoll ausgestattet ist. Daneben dann das Gouverneurszimmer für hochdekorierte Soldaten. Im dritten Stock empfing der König seine Untertanen zu Audienzen und im vierten und obersten Stock gibt es eine kleine Kapelle zu sehen, in der die Seefahrer vor ihrer Abreise für eine gesunde Wiederkehr beteten. Die Statue „Unserer Lieben Frau der sicheren Heimkehr“ blickt noch heute aufs Meer hinaus und beschützt die Seeleute.

Öffnungszeiten Torre de Belém:
Oktober bis März: Dienstag – Sonntag von 10:00 Uhr bis 17:30 Uhr
April – September: Dienstag – Sonntag von 10:00 Uhr bis 18:30 Uhr

Eintritt:
Erwachsene 6,00 Euro
Kinder unter 12 Jahre frei

Mosteiro dos Jeronimos – imposantes Zeugnis portugiesischer Baukunst

In der Blütezeit im 16. Jahrhundert entwickelte sich in Portugal dank des Reichtums, der aus den Kolonien kam, ein eigener prächtiger Baustil. Dieser wurde nach dem damaligen König Manuel I. als manuelischer Stil bekannt.

Das Kloster des Heiligen Hieronymus wurde vom König in Auftrag gegeben, nachdem Vasco da Gama von seiner ersten Reise mit Schiffen voller Gold zurückkam. Ganze 42 Jahre dauerten die Bauarbeiten und entstanden ist ein echtes Prachtstück sakraler Baukunst, das seit 1983 auf der Liste des UNESCO-Weltkulturerbes steht.

Hieronymoskloster

Es ist das wichtigste und beeindruckendste spätgotische Bauwerk in Lissabon.

Der riesige Innenhof ist ein wunderschön gestalteter Garten, der von einem zweistöckigen, reich verzierten Kreuzgang umgeben ist. Besonders prachtvoll ist natürlich die Kirche ausgestaltet. Verspielte Säulen, imposante Stuckarbeiten an den Decken und kunstvolle Glasfenster werden euch ins Staunen versetzen. Bemerkenswert ist, dass das Gewölbe des Querschiffs ohne tragende Säulen auskommt.

Das Kloster hat das große Beben von 1755 nahezu unbeschädigt überstanden und so seht ihr heute noch die ganze Pracht, die es von Anbeginn zierte. In der Kirche wurden neben Königen auch weitere bedeutende Persönlichkeiten Portugals beerdigt, wie zum Beispiel Vasco da Gama und einige Dichter.

Öffnungszeiten Kloster:
Oktober – April Dienstag bis Sonntag von 10:00 Uhr bis 17:00 Uhr
Mai – September Dienstag bis Sonntag von 10:00 Uhr bis 18:30 Uhr

Eintritt:
Erwachsene 10,00 Euro
Kinder unter 12 Jahre frei

Cristo Rei – der Hüter der Stadt

Wenn ihr von einem der vielen Miradouros in Lissabon auf das südliche Ufer des Tejo blickt, sticht euch eine riesige Christusstatue ins Auge. Wenn ihr dabei das Gefühl habt auf eine ähnliche Statue auf dem südamerikanischen Kontinent, nämlich der in Rio de Janeiro zu blicken, ist das durchaus normal.

Cristo Rei Lissabon

Mit ausgebreiteten Armen wendet sich die Figur des Christus König der Ponte 25 de Abril und der Stadt Lissabon zu.

In den 1930-er Jahren reiste der damalige Kardinal Manuel Cerejeira nach Brasilien und bestaunte dort dieses neue Kunstwerk über der Stadt. Klar, dass er sowas auch für Lissabon haben wollte. Nach seiner Rückkehr beschlossen die portugiesischen Bischöfe, so eine Statue als Dank an Gott zu bauen, sollte Portugal von den Wirren des Zweiten Weltkrieges verschont bleiben.

So begannen also 1949 die Bauarbeiten an diesem eindrucksvollen Monument, das dann 1959 an Pfingsten feierlich eingeweiht werden konnte. Ihr erreicht die Statue am besten mit einer Fähre ab den Cais do Sodre in Lissabon und einer kurzen Busfahrt.

Im Sockel des Monuments ist die Kapelle „de Nossa Senhora da Paz“ untergebracht. Schon von dort habt ihr einen tollen Blick auf Lissabon und die Tejomündung. Allerdings solltet ihr unbedingt mit dem Aufzug zur oberen Plattform fahren, denn dort, in 82 Metern Höhe, erwartet euch neben einer weiteren Kapelle und einem Souvenirladen der vielleicht beste Ausblick über Lissabon und die Umgebung. Atemberaubend schön!

Öffnungszeiten Cristo Rei Monument:
21. September bis 30. Juni täglich von 09:30 Uhr bis 18:00 Uhr
01. Juli bis 20. September täglich von 09:30 Uhr bis 18:45 Uhr
15. Juli bis 31. August täglich von 09:30 Uhr bis 19:30 Uhr

Eintritt:
Erwachsene 5,00 Euro

Straßenbahnlinie 28 – eine nostalgische Stadtrundfahrt

Ein Lissabon Besuch ist nicht komplett ohne eine Fahrt in den historischen Wagen der Tramlinie 28. Diese führt euch in Wagen, die teilweise noch mit Bauteilen aus den 1930-er Jahren fahren, durch die Altstadtviertel Graca, Alfama, Baixa und Estrela.

Es ist ja nicht so, dass man nicht schon mal darüber nachgedacht hätte, die zu modernisieren, aber die modernen Bahnen können die engen Kurven in den Gassen und vor allem die Anstiege in der Altstadt nicht bewältigen. Also bleibt uns diese schöne nostalgische Bahn wohl noch eine Weile erhalten.

Lissabon Straßenbahnlinie 28

Die Straßenbahnlinie 28 verbindet in Lissabon Martim Moniz mit Campo Ourique

Die gesamte Strecke der Linie ist sieben Kilometer lang und hat 38 Haltestellen. Wenn ihr die Fahrt ohne Unterbrechung macht, seid ihr fast eine Stunde unterwegs. Wir empfehlen euch aber mindestens ein Tagesticket für den öffentlichen Nahverkehr zu kaufen, dann könnt ihr die Linie nach dem Hop on Hopp off Prinzip nutzen.

An der Strecke gibt es nämlich so einiges zu sehen. Wie zum Beispiel einige der Miradouros, die euch so spektakuläre Aussichten über die Stadt bieten. Diese sind besonders zum Sonnenuntergang besonders reizvoll. Dann ist auch die Bahn nicht mehr so voll.

Lissabons Viertel – eine bunte Mischung aus Tradition und Moderne

Die Stadt wurde im Lauf der Geschichte immer wieder von Naturgewalten teilweise zerstört. Daher lässt sich in den älteren Stadtteilen die Entwicklung der Baustile ganz gut nachvollziehen. Es gibt aber durchaus auch moderne Stadtteile, die zeigen, dass Lissabon sich der Zukunft gegenüber sehr offen zeigt.

Baixa – die quirlige Unterstadt

Rund um den Praça do Comércio zwischen den Hügeln und dem Tejo liegt dieses Viertel. Es war einer der Stadtteile, die beim großen Beben 1755 besonders hart getroffen wurde. Das ist der Grund, warum hier die Straßen schachbrettförmig angelegt sind und die Bebauung ein relativ einheitliches Bild zeigt.

Fachada Baixa Lissabon

Baixa ist der historische Stadtkern und das Geschäftszentrum von Lissabon

Baixa ist heute ein Viertel, das zum Flanieren und Shoppen einlädt. Die Rua Augusta ist die beliebteste Einkaufsstraße der Stadt und auf den vielen wunderschön gestalteten Plätzen findet ihr in den Straßencafés immer ein lauschiges Plätzchen für eine Pause. Der Praça dos Restauradores ist einer dieser Plätze. Hier findet ihr auch einen bunten Mix aus verschiedenen Baustilen.
Ein weiterer sehenswerter Platz, vor allem wegen seines wellenförmigen Pflasters, ist der Rossio, der offiziell Praça de Dom Pedro IV heißt. Er ist so etwas wie das zweite Wohnzimmer der Stadt. Hier findet ihr viele Cafés und Restaurants.

Perfekt für: Entdecker, Einkaufen
Must-See: Aufzug Santa Justa
Bester Spot fürs Feiern: Cerveja Canil – große Bierauswahl und Tapas bis spät in die Nacht
Wenn man mal ausruhen will: die Straßencafés am Rossio
Bestes Restaurant: Lisboa Tu & Eu 2 – leckeres portugiesisches Essen und eine Wand, die als Gästebuch fungiert
Bestes Café: Frutaria Café – Süßes und Gesundes für zwischendurch
Hoteltipp: Das komfortable Gat Rossio Hotel befindet sich in der Nähe des Rossio und somit mitten im Viertel Baixa. Hinter der historischen Fassade verbirgt sich ein modernes Designhotel.

Chiado – zwischen Bairro Alto und Baixa

Auch das Viertel Chiado hat eine Katastrophe überstanden. Bei einem großen Feuer 1988 wurden in der Rua do Carmo einige Häuser zerstört. Glücklicherweise blieben aber die Fassaden erhalten. Der Architekt Alvaro Joachim de Melo Siza Vieira erhielt den Zuschlag für den Wiederaufbau und wurde für seine Arbeit mit dem renommierten Pritzker-Architekturpreis ausgezeichnet.

Convento do Carmo Lissabon

Die Klosterruine Convento do Carmo

Die Rua do Carmo und Rua Garrett gelten als die exklusivsten Einkaufsstraßen Portugals. Hier haben die großen Designer ihre Boutiquen. Ihr findet in diesem Viertel aber auch die Livraria Betrand, eine Buchhandlung, die es bereits seit 1732 gibt, und somit die älteste der Welt ist. Gönnt euch also beim Shoppen mal ne kleine Kulturpause.

Überhaupt hat Kultur und vor allem Literatur in diesem Viertel eine lange Tradition, denn in Chiado waren schon immer die Redaktionen und Verlagshäuser ansässig. Das führte dazu, dass sich hier zu Beginn des 20. Jahrhunderts viele Künstler und Schriftsteller in den Cafés trafen. So hat sich hier bis heute ein Flair gehalten, das auch so ein bisschen was von Bohème hat.

Perfekt für: Luxusliebhaber, Kulturinetressierte
Must-See: Convento do Carmo – Klosterruine mit archäologischem Museum und sommerliche Konzertbühne
Bester Spot fürs Feiern: Entretanto Rooftop Bar – Cocktails schlürfen mit Blick auf das Castelo Sao Jorge und die Stadt
Wenn man mal ausruhen will: Convento do Carmo – Stille genießen zwischen den Ruinen
Bestes Restaurant: ALMA Henrique Sá Pessoa – portugiesische Küche, die mit zwei Michelin Sternen dekoriert wurde
Bestes Café: Café A Brasileira – das legendäre Café in Lissabon
• Hoteltipp: Mittendrin im Chiado liegt das charmante Hotel Lisboa Carmo. Es ist der perfekte Ausgangspunkt, um die Stadt zu erkunden.DMouraria – das ehemalige maurische Ghetto

Nachdem die Christen die von den Mauren besetzten Städte im 11. Jahrhundert zurückerobert hatten, wurden die verbliebenen muslimischen Einwohner in eigene vor den Stadttoren gelegen Viertel umgesiedelt. In den portugiesischen Städten nannte man diese Mouraria. Nur wenige dieser Viertel haben die Zeit überdauert, das in Lissabon sogar in einem relativ guten Zustand.

Mouraria in Lissabon wurde aber im Lauf der Zeit zu einem sozialen Brennpunkt und auch die Einheimischen mieden das Viertel. Dabei war das eines der wenigen Viertel, die beim großen Beben nicht zerstört worden waren. Also beschloss die Stadtverwaltung Mouraria zu sanieren. Heute ist es ein echtes Multikulti Viertel und auch die Einheimischen kommen abends gerne hierher.

Ihr erreicht das Viertel mit der historischen Tram 28. An deren Endstation befindet sich der Praça Martim Moniz, der zu einem modernen und lebendigen Platz umgestaltet wurde. Rund um diesen Platz gibt es viele kleine Bars, oftmals mit Live-Musik. So trifft man sich abends auf dem Platz und lauscht der Musik.

Fado Gitarristen

Fado bedeutetet „Schicksal“ – die Klänge der Seele

Ihr habt sicher schon mal vom Fado, dem traditionellen portugiesischen Gesang gehört. Die Lieder erzählen mit viel Wehmut von Herzschmerz und Liebe. Mouraria ist eines der Viertel, wo diese Musik noch besonders lebendig ist. Einige der bekanntesten Fado Künstler sind hier aufgewachsen.

Perfekt für: Entdecker, Mulit-Kulti Fans
Must-See: Amália Rodrigues Casa Museum – das Haus einer Fadolegende
Bester Spot fürs Feiern: Maria da Mouraria – Restaurant mit Live-Fado Künstlern
Wenn man mal ausruhen will: Miradouro da Senhora do Monte – schöner Blick über die Stadt und den Tejo
Bestes Restaurant: Ze da Mouraria – authentische portugiesische Küche
Bestes Café: Pastelaria Santo Antonio – leckere Pasteis und andere süße Versuchungen
Hoteltipp: Das Stay Hotel Lisboa Centro Saldanha bietet euch eine komfortable Unterkunft mit einem guten Preis-Leistungsverhältnis

Alfama – das älteste Viertel der Stadt

Im ältesten Teil Lissabons findet ihr viele enge Gässchen und sehr viel Charme. Das hat sich allerdings auch bei den Besuchern der Stadt herumgesprochen und so kann es hier schon mal etwas voller werden. Man muss aber auch sagen, dass es in diesem Viertel besonders viele Sehenswürdigkeiten gibt.

Der Name des Viertels geht auf die maurische Zeit zurück und bedeutet so viel wie Bäder. Zur Zeit der Mauren war dieses Viertel am Fuß des Castelos das Zentrum Lissabons, verlor aber an Bedeutung, als die Christen wieder das Sagen hatten. Ab den 1970-er Jahren hat man dann angefangen, die alten Häuser zu sanieren. Durch Alfama führt der spektakulärste Teil der Tram 28 –Strecke.

Alfama Lissabon

Aussicht & Architektur im Bezirk Alfama

Sehenswert sind hier vor allem das Castelo São Jorge und die traumhafte Aussicht von diesem, sowie die Kathedrale Se Patriarchal. Bei eurem Bummel durch die Gassen seht ihr hier auch immer wieder wunderschöne Wandbilder, die mit den typischen Azulejos gemacht wurden. Auch wenn in Alfama viele Touristen unterwegs sind, ist es doch ein sehr authentisches Viertel geblieben.

Perfekt für: Entdecker, Romantiker
Must-See: Castelo São Jorge – die maurische Burg
Wenn man mal ausruhen will: Miradouro do Recolhimento – schöner Blick über die Altstadt und den Tejo
Bestes Restaurant: Restaurante o cartacheiro – authentisch und gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
Bestes Café: Mercearia Castelo – nettes Café direkt neben der Burg
Hoteltipp: Die Lisbon Serviced Apartments Castelo de São Jorge bieten euch die Möglichkeit sich ein bisschen wie ein Einheimischer zu fühlen. Dank einer kleinen Küchenzeile eignen sie sich auch für einen längeren Aufenthalt.

Bairro Alto – das Partyviertel

Tagsüber ist die mehr oder weniger autofreie Oberstadt, das bedeutet der Name auf Deutsch, ein eher ruhiges und charmantes Viertel. Früher saßen hier viele Redaktionen von Zeitungen, aber als die Papierrollen immer größer wurden und die Gassen zu eng um sie zu den Druckereien zu bringen, zogen diese an den Stadtrand.

Bairro Alto Lissabon

Einige der jahrhundertealten Häuser im Viertel sind mit farbenfroher Street-Art verziert

Geblieben ist ein Hauch von intellektuellem und sehr viel Charme. Seit 2003 wurde der Autoverkehr so gut wie komplett aus dem Viertel verbannt und seither füllen sich die ehemaligen Parkplätze mit Tischen und Stühlen der Straßencafés. Bei einem Bummel durch dieses Viertel entdeckt ihr viele Galerien und Ateliers von Kunsthandwerkern.

So richtig zum Leben erwacht das Viertel aber erst mit Einbruch der Dunkelheit. Dann strömen Einheimische wie Touristen in die Gassen um zu essen, auf der Straße ein Schwätzchen zu halten oder in einem der vielen Clubs zu tanzen. Anderswo wird es in der Nacht dunkel, im Bairro Alto wird es dann erst richtig bunt.

Perfekt für: Partypeople, Nachtschwärmer
Must-See: Igreja de São Roque – unscheinbare Kirche, die innen prachtvoll dekoriert ist
Bester Spot fürs Feiern: Lux-Frágil – einer der coolsten Clubs der Stadt, John Malkovich ist Teilhaber
Wenn man mal ausruhen will: Miradouro de Santo Estevao
Bestes Restaurant: A Nossa Casa – Brasilianische und portugiesische Spezialitäten
Bestes Café: Pastelaria Orion – nicht nur für den Heißhunger auf Süßes perfekt
Hoteltipp: In einer ehemaligen Druckerei wurden um ein lichtdurchflutetes Treppenhaus 13 Lofts angelegt, die aus dem Raw Culture Art & Lofts ein sehr hippes Hotel machen.

Belém – das grüne Viertel

Im 15. Jahrhundert war Belém das Hafen- und Werftenviertel. Von den alten Werften ist nicht mehr viel zu sehen. Dafür gibt es hier eine Reihe an Sehenswürdigkeiten, die mit dem Reichtum aus den Kolonien gebaut wurden. Außerdem findet ihr hier sehr viele schöne Parks, die ansonsten im dicht bebauten Stadtbild fehlen.

Am besten beginnt ihr euren Rundgang durch das Viertel morgens am Mosteiro dos Jeronimos, weil dann noch nicht so viele Besucher in der Schlange stehen. Nur einen Steinwurf entfernt ist das Padrão dos Descobrimentos, ein Denkmal zu Ehren der berühmten Seefahrer Portugals. Dort könnt ihr mit einem Aufzug nach oben fahren und eine spektakuläre Aussicht über den Tejo genießen.

Torre de Belém

Torre de Belém

Einen kurzen Spaziergang entlang des Flussufers entfernt steht dann die wohl bekannteste Sehenswürdigkeit Lissabons, der Torre de Belém. Wenn ihr danach eine Pause braucht, könnt ihr euch im Jardim Bótanico etwas ausruhen. Oder ihr schnappt euch eine Erfrischung und bestaunt vom Flussufer aus die Ponte 25 de Abril bevor ihr euch eines der vielen Museen im Viertel anschaut.

Perfekt für: Kulturinteressierte
Must-See: Mosteiro des Jeronimos
Bester Spot fürs Feiern: The View Rooftop by Frize – chillige Eventlocation
Wenn man mal ausruhen will: Jardim da Torre de Belém
Bestes Restaurant: Maritima Do Reselo – wenn ihr mal Lust auf Fisch und Meeresfrüchte habt
Bestes Café: Pastéis da Belèm – der Geburtsort der süchtig machenden Pastetchen
Hoteltipp: Der Palácio do Governador war ursprünglich der Sitz des Gouverneurs, der über den Torre de Belém wachte. Bei der Restaurierung des Gebäudes entdeckte man römische Ruinen. Heute ist es ein besonders schmuckes Boutique-Hotel mit einem Spa.

Parque das Nações – das Viertel der Expo 1998

Wo früher Fabriken standen und die Schlote rauchten, wurde zur Internationalen Weltausstellung 1998 ein komplett neues Viertel errichtet. Hier zeigt sich Lissabon von seiner modernen Seite. Auch nach der Expo wurde das Viertel weiter entwickelt und ist heute das Wirtschaftszentrum Lissabons mit vielen Büros, aber auch Grünanlagen und einigen Sehenswürdigkeiten. Wenn ihr also genug habt von alten Steinen, schaut euch dieses Viertel an.

Neben sehr viel moderner und futuristischer Architektur könnt ihr bei eurem Bummel viel Street Art und schöne Gärten bewundern. Zu einem modernen Viertel gehört natürlich auch ein großes Shoppingcenter. Wenn ihr euer Glück herausfordern wollt, findet ihr hier sogar ein Casino. Lieber ein cooles Konzert? Dann schaut, was in der Altice Arena so auf dem Programm steht. Auch für die Kids gibt es hier einiges, wie zum Beispiel das Ozeanarium oder ein interaktives Wissenschaftsmuseum für Kinder.

Oceanarium Lissabon

Das Ozeaneum von Lissabon beherbergt das größte Indoor-Aquarium Europas

Vieles in diesem Viertel erinnert an Vasco da Gama, den großen Seefahrer der Portugiesen. Das Einkaufszentrum Vasco da Gama wurde in der Form eines Schiffes erbaut und der Torre Vasco da Gama, der zwar inzwischen zu einem Hotel gehört, stellt einen Mast und ein aufgeblähtes Segel dar.

Perfekt für: Architekturfans, Familien
Must-See: Teleférico – Seilbahn, die den Torre Vasco da Gama mit dem Oceanário verbindet
Bester Spot fürs Feiern: Sky Bar Oriente im Tivoli Oriente Hotel – coole Bar im 16. Stock
Wenn man mal ausruhen will: Jardins da Água – erfrischendes Erlebnis an einem heißen Tag
Bestes Restaurant: D’Bacalhau – die Spezialität, wie der Name sagt, ist Kabeljau und Fisch
Bestes Café: Amorino Vasco da Gama – Französische Eisdiele mit sehr leckerem Eis und anderen süßen Verführungen
Hoteltipp: Das Tivoli Oriente ist ein modernes und stylisches Hotel in einem der Hochhäuser im Parque das Nacoes. Hier befindet sich auch die Sky Bar.

Nachtleben – von Fado bis Hip Hop

Viele, die eine Stadt besuchen, wollen sich in Clubs und Bars amüsieren und auch abends und nachts was erleben. Das geht in Lissabon wunderbar. Allerdings starten die nächtlichen Aktivitäten erst relativ spät. Wie in vielen anderen südlichen Städten, braucht ihr euch vor Mitternacht gar nicht auf den Weg machen.

Bairro Alto ist immer eine gute Adresse, wenn ihr euch einfach treiben lassen und spontan entscheiden wollt, was ihr nun mit der angebrochenen Nacht so anfangt. In der Oberstadt findet ihr eine Riesenauswahl an Kneipen und Clubs. In vielen kleinen Bars hört ihr Fado, aber es gibt auch ultramoderne Clubs, in denen ihr zu Electro und House tanzen könnt. Das Viertel ist auch bei der LGBTQ Community sehr beliebt. Lasst euch also treiben, die eigentliche Party findet hier eh auf der Straße statt.

Auch im Viertel Cais do Sodre das unterhalb von Bairro Alto liegt geht es hoch her. In der Rua Nova do Carvalho, besser bekannt als Pink Street, haben die Bars noch geöffnet, wenn im Bairro Alto die Läden runter gehen. Die Music Box unter einer Brücke ist DIE Partylocation schlechthin und hier könnt ihr außer sonntags jeden Tag bis 6 Uhr feiern.

Rua Nova do Carvalho Lissabon

Pink street – Rua Nova do Carvalho

Auch am Fuß der Brücke de 25 Abril gibt es noch eine Partyzone. Die Lagerhäuser der ehemaligen Docks wurden hübsch renoviert und ihr findet dort nun eine große Auswahl an Restaurants, Bars und die hippsten Clubs der Stadt. Bei so einem großen Angebot, kann man dann schon mal vergessen, dass man ja eigentlich da ist, um die Stadt zu erkunden.

Aktivitäten und Ausflüge in und um Lissabon – ans Meer oder doch lieber in die Berge?

Lissabon bietet ja schon wirklich viel Sehenswertes und ihr könnt dort locker eine Woche verbringen, ohne dass Langeweile aufkommt. Wenn ihr dann aber mal raus aus der Stadt wollt, bietet auch die Umgebung eine riesige Auswahl an genialen Ausflugszielen.

Cascais und Estoril – zauberhafte Orte am Meer

Was gibt es schöneres als an einem heißen Sommertag die Badesachen zu packen und ein paar Stunden am Strand in der Sonne zu liegen? Von Lissabons Zentrum aus fahrt ihr mit der S-Bahn in ca. 30 Minuten in den wirklich schmucken Badeort Cascais.

Die prachtvollen Villen von Estoril sind dann nur noch zwei Kilometer entfernt. Dort wartet dann auch noch ein Casino und eine ehemalige Formel 1 Rennstrecke auf euch.

Kite Surf Cascais Lissabon

Kite Surf mit traumhafter Landschaft – Cascais

Sintra – Paläste im Grünen

Euch steht der Sinn eher nach etwas kühlerer Luft und grünen Hügeln? Kein Problem. Dann setzt euch in den Zug und fahrt zur Sommerresidenz der portugiesischen Könige in Sintra.

Das Schloss Palácio Nacional da Pena thront hoch über der Stadt und wird aufgrund seines Baustils auch das Neuschwanstein von Portugal genannt.

Pena-Palast Sintra Lissabon

Der Pena-Palast befindet sich auf dem mit 480 m zweithöchsten Hügel der Serra de Sintra

Cabo da Roca – der westlichste Punkt des europäischen Festlands

Steile Klippen und blaues Meer soweit das Auge reicht, könnt ihr am westlichsten Punkt des europäischen Festlands bestaunen. Wenn ihr von hier aus westwärts weiter fahren würdet, kämt ihr zu den nördlichen Azoren Inseln und danach in den US- Bundestaat Delaware.

Und so ein Selfie an einem solchen Ort, macht sich doch auch gut auf euren Social Media Kanälen. Um hierher zu kommen braucht ihr mit Zug und Bus von Lissabon aus nicht ganz zwei Stunden.

Cabo da Roca

Cabo da Roca ist der westlichste Punkt des Festlands des europäischen Kontinents

Fátima – der bedeutendste Wallfahrtsort Portugals

Im Jahr 1917 soll hier die Jungfrau Maria drei Hirtenkindern mehrmals erschienen sein. An der Stelle, wo sich das zugetragen haben soll wurde eine prachtvolle Kirche errichtet und heute strömen über vier Millionen Menschen jährlich hierher.

Dieses Wunder machte aus einem verlorenen Kaff im Nirgendwo eine Großstadt. Neben der prächtigen Wallfahrtskirche wurde 2007 eine weitere moderne Kirche mit Platz für 8700 Menschen geweiht. Auch nicht gläubige Menschen erstarren an diesem Ort schon mal in Ehrfurcht.

Wallfahrtsort Fatima

In Portugal die wichtigste Anlaufstelle für Pilger aus der ganzen Welt.

Óbidos – einen Zeitreise ins Mittealter

Im Jahr 1210 erhielt Königin Urraca diese kleine Stadt als Hochzeitsgeschenk. Ganze 700 Jahre blieb die Stadt dann auch immer im Besitz der jeweiligen Königin. In dieser Zeit hat Óbidos sein Gesicht kaum verändert. Hoch über der Stadt thront die Burg und die Stadtmauer umgibt noch immer das historische Zentrum.

In den engen Gassen der Altstadt reihen sich schöne alte, weiß getünchte Häuser aneinander und es gibt auffällig viele Kirchen zu sehen. Wenn es in der Hauptsaison nicht so voll wäre, könnte man diese Stadt als eine der romantischsten Portugals beschreiben. Óbidos ist aber auch bekannt für die Liebesgeschichten, die man sich hier erzählt. Was dann wiederum dem Ruf als Romantikstadt zuträglich ist.

obidos portugal

Óbidos ist umgeben von einer Stadtmauer

Essen in Lissabon – eine kleine Weltreise

In einer Stadt am Meer isst man traditionellerweise natürlich viel Fisch. Aus den vielen Kolonien in Amerika, Afrika und Asien kamen neue, exotische Gewürze und Obst. Daraus entstand eine mediterrane Küche mit sehr viel Abwechslung.

Die bekannteste Spezialität ist der Bacalhau, oder Stockfisch. Das ist getrockneter Kabeljau. Angeblich gibt es 365 verschiedene Möglichkeiten ihn zuzubereiten, die beliebteste Art ist Bacalhau á bras, bei der der Fisch mit Kartoffeln und Zwiebeln gebraten wird.

Einmal probiert haben sollte man aber auch Carne de Porco Alentejana, eine Art Eintopf aus Schweinefleisch und Muscheln. Oft wird aber der frische Fisch nur gegrillt und mit Reis oder Kartoffeln und Salat serviert.

Die Portugiesen lieben aber auch Süßes und vor allem in Lissabon müsst ihr unbedingt die Pastéis probieren. Das ist ein Törtchen aus Mürbteig, das mit Pudding gefüllt wird. Vorsicht: Suchtgefahr! Wo es die besten Pastéis gibt, haben wir euch ja schon verraten, nämlich in Belém.

Pastéis de Belém

Pastéis de Belém

Richtig gut portugiesisch essen könnt ihr im Augusto Lisboa in der Rua Santa Marinha oder im Lumi Rooftop Restaurant & Bar in der Rua do Diario de Noticias.

Herumkommen – historische Tram oder moderne U-Bahn

Lissabon ist eine eher kleine und kompakte Stadt und ließe sich theoretisch gut zu Fuß erkunden. Da die Stadt aber auf sieben Hügeln erbaut wurde, kann so ein Stadtspaziergang schnell zu einer sportlichen Angelegenheit werden. Wie gut, dass es ein dichtes Nahverkehrsnetz gibt, das euch diesen Spaziergang erleichtert.

Für weitere Strecken empfiehlt sich die U-Bahn, deren 4 Linien euch fast überall hinbringen. Die empfiehlt sich vor Allem auf dem Weg vom Flughafen in die Stadt. Kürzere Strecken könnt ihr mit Bussen oder mit der Tram zurücklegen. Ein Einzelfahrschein kostet derzeit 1,50 Euro und ist dann eine Stunde lang gültig. Da es aber zwei verschiedenen Verkehrsgesellschaften gibt (Carris für Bus und Tram, EPE für U-Bahn) solltet ihr beim Kauf darauf achten, dass euer Ticket auch bei beiden gültig ist.

Wir empfehlen euch aber den Kauf der Lisboa Card. Mit der könnt ihr die Öffis unbegrenzt nutzen, inklusive Flughafentransfer, Tram 28 und die Züge nach Cascais, Etsoril und Sintra. Zusätzlich habt ihr damit kostenlosen Eintritt bei 28 Sehenswürdigkeiten und erhaltet bis zu 50% Rabatt bei anderen. On Top umgeht ihr an 18 Sehenswürdigkeiten mit dieser Karte die Warteschlangen. Die Lisboa Card spart also Zeit und Geld.

Kosten Lisboa Card:
24 Stunden: Erwachsene 20,00 Euro, Kinder von 5 bis 11 Jahre 13,00 Euro
48 Stunden: Erwachsene 34,00 Euro, Kinder von 5 bis 11 Jahre 19,00 Euro
72 Stunden: Erwachsene 42,00 Euro, Kinder von 5 bis 11 Jahre 22,50 Euro

Die ultimative Bucket List – das müsst ihr in Lissabon gemacht haben

1. In einer Bar oder Restaurant dem wehmütigen Fado lauschen
2. Pasteis essen – wir sind uns sicher, dass ihr das nicht nur einmal macht
3. Selfie am Torre de Belém
4. Mit dem Elevador de Santa Justa fahren
5. Einen Bica (Kaffee) in einer der Bars trinken
6. Mit der Tramlinie 28 durch die Gassen der Stadt ruckeln
7. Zu einem der Miradouros aufsteigen und den Sonnenuntergang erleben
8. Bei der Herstellung der Azulejos zuschauen
9. Die besten Kunstwerke der Street Art suchen
10. Ein Bummel über den Mercado da Ribeira
11. Einen Ginjinha (Kirschlikör) aus einem Schokobecher trinken und den Becher danach essen.

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