Sir Bani Yas Island: Zu Besuch auf der Antilopeninsel

CarolinDie sonnenklar.TV Fernseh-Redaktion ist immer den neuesten Urlaubstrends auf der Spur. Dafür hat sich unsere Kollegin Carolin ein ganz besonderes Schmuckstück in Abu Dhabi, dem Urlaubsland des Jahres, ausgesucht: ein Ausflug nach Sir Bani Yas Island. Der Name verheißt Exotik und genau das erwartet Besucher dort auch: ein geschütztes Naturparadies für alle möglichen Tierarten, darunter auch bedrohte. Wie Carolin Giraffen, Geparden, Gazellen und Co. auf Sir Bani Yas Island erlebt hat, erzählt sie euch hier.

Mit dem Verlassen der Stadt Abu Dhabi und der etwa zweieinhalb stündigen Fahrt zum Bootsanleger verließen wir auch das Abu Dhabi, wie es sich uns sonst immer präsentierte: modern, glitzernd, prunkvoll. Mit einer Personenfähre setzten wir auf die Insel Sir Bani Yas über, auf der wir das Emirat Abu Dhabi von einer ganz anderen Seite kennenlernten: wild und authentisch.

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Sir Bani Yas: Auf Tuchfühlung mit Wildtieren

Ein neugieriges Paar Augen starrte uns an. Aber nur noch einen kurzen Moment schenkten sie uns ihre Aufmerksamkeit. Dann tapste die Gazelle davon.

Sie bewegte sich etwas hölzern, so als hätte das kleine Kitz gerade erst das Laufen erlernt. Wie wir später feststellten, laufen Gazellen eben etwas steif. Woher dann der Ausdruck „grazil wie eine Gazelle“ kommt, ist mir ein Rätsel.

Die Sonne war noch gar nicht ganz aufgegangen. Ein orangener Feuerball aber war am Horizont schon erkennbar. Die kleine Gazelle, die uns eben noch so neugierig angestarrt hatte, wandte sich nun wieder – wie all die anderen Tiere – ihrem Frühstück zu. Allmorgendlich kamen die Ranger Sir Bani Yas Islands kurz nach Sonnenaufgang zu den Futterplätzen, um etwas zur guten Ernährung der tierischen Inselbewohner beizutragen.

Gazellen und Antilopen bei einer Jeep-Safari auf Sir Bani Yas Island

Unglaubliche Vielfalt: So funktioniert das Zusammenleben unter den Tieren

Sir Bani Yas ist die Wildlife Project Insel Abu Dhabis. Der zuvor regierende Scheich Zayed bin Sultan Al Nahyan der Vereinigten Arabischen Emirate wollte einst den ihm geschenkten Tieren einen möglichst natürlichen Lebensraum geben. Anfänglich war die Insel seinen privaten Zwecken vorbehalten.

Allgemeine Informationen zu Sir Bani Yas Island:



  • 250 Kilometer südwestlich von Abu Dhabi City

  • Luxuriöse Übernachtungsmöglichkeiten für Entdecker

  • Schutzraum für über 10.000 Tiere, darunter gefährdete Arten und 400 Oryx-Antilopen

  • Sanfter Tourismus zum Schutz von Natur und Tieren

  • Traumstrände

  • Geführte Safari-Touren im Jeep

  • Geführte Wadi-Wanderungen, Spaziergänge, Mountainbike-Touren

  • Kajak-Touren und Schnorchelgänge



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https://www.youtube.com/watch?v=3x5izO_Hkaw


Vor meinem ersten Besuch habe ich mir Sir Bani Yas wie eine Arche Noah in Form einer Insel vorgestellt. All die Tiere würden mir pärchenweise begegnen. An diesem Futterplatz aber waren Hunderte von Wildvögeln, Gazellen, Antilopen und viele andere, und keine erschienen nur pärchenweise. Sie kamen in Rudeln, kleinen Grüppchen, und aus allen Ecken gesellten sich temporäre Einzelgänger dazu.

Die Tiere von Sir Bani Yas Island beim Frühstück

Keines der Tiere hatte es eilig. Und keines der Tiere interessierte sich für uns oder unseren Jeep. Solange wir nur leise sein und keine hektischen Bewegungen machen würden, mahnte uns der Ranger, der uns heute begleitete.

Unser Jeep hatte schon was … bzw. ihm fehlte etwas, nämlich die Fenster. Das ergab Sinn, so befand sich keine spiegelnde Scheibe zwischen meiner Kameralinse und den Tieren. Auch die Sitze waren bequem und das Auto war stilecht für eine Safari.

Jepp-Safari auf Sir Bani Yas Island

Mittlerweile ist Sir Bani Yas Island für interessierte Besucher zugänglich. Die Tiere, die hier auf die allmorgendliche Fütterung warteten, waren es also gewohnt, dass Fahrzeuge wie das unsere durch ihr Territorium fuhren. Sie wussten, dass von uns keine Gefahr ausging.

Nun drängt sich dem ein oder anderen von euch vielleicht der Gedanke auf, dass die wilden Tiere auf der Sir Bani Yas Insel wie in einem Tierpark gehalten würden, und dann doch gar nicht so wild seien. Sie werden schließlich gefüttert und schienen zahm zu sein. Das stimmt allerdings nur teilweise.

Es gibt verschiedene, weitläufige, abgezäunte Areale, um die Tiere voneinander zu trennen, die einander jagen würden. Sie werden morgens gefüttert, weil ihnen immerhin teilweise ein Stück weit die natürliche Ernährung fehlt, wenn ihre Beute nicht in ihrem Bereich lebt. Auf Grund der geführten Safaris, die doch regelmäßig stattfinden, sind die Tiere an Besuche von Fahrzeugen gewöhnt.

Im Normalfall ist es den Gästen aber nicht gestattet, die Fahrzeuge zu verlassen. Somit sind die Tiere nicht an Menschen gewöhnt und scheuen sich. Langsam und unauffällig traten sie den Rückzug an, als wir unser Auto verließen.

Oberstes Gebot auf Sir Bani Yas Island: Respekt vor den Tieren

Nur wenig später überließen wir den vorsichtigen Bewohnern wieder ihr Territorium und verließen auch das Areal, in dem wir uns sieben noch befanden. Wir fuhren in einen anderen abgezäunten Bereich, in dem wir hoffentlich auf Geparden treffen würden.

Es dauerte nicht lang und direkt neben uns lagen zwei zuckersüße Geparden unter einem Baum und schliefen. Von uns ließen sich die Zwillinge in keiner Weise beeindrucken. Ich fühlte mich an meinen Kater daheim erinnert. Der schlief auch immer so friedlich.

Schlafende Geparden auf Sir Bani Yas Island

Ich schien nicht die erste Besucherin zu sein, die so reagierte. Und sofort mahnte mich unser Guide. Sobald einer von uns den Wagen verlassen würde, würden sich die Gepardenzwillinge bedroht fühlen. In jedem Fall würden sie uns angreifen und in jedem Fall wären sie schneller als wir, erreichen sie doch Höchstgeschwindigkeiten bis zu 130 Stundenkilometer.

Im nächsten Territorium trafen wir unter anderem auf die Arabischen Oryx-Antilopen. Einst waren Sie vom Aussterben bedroht. Im geschützten Raum der Insel Sir Bani Yas konnten sie sich aber wieder vermehren. Sie waren über unser Kommen offensichtlich weniger erfreut und zwangen uns zurück in unseren Wagen. Schon verstanden! Kameras finden sie wohl auch nicht soooooo genial.

Unseren ganz besonderen Ausflug in die Wildnis ließen wir uns davon aber noch nicht beenden. Wir machten uns auf die Suche nach den Giraffen. Die können wohl bis zu sechs Meter hochwachsen und müssten dementsprechend schwer zu übersehen sein.

Es dauerte nicht lange, bis wir sie fanden. Entgegen der Windrichtung schlichen wir uns ein wenig an die Giraffen heran. Gebührenden Abstand zu halten, war auch hier die oberste Regel. Einige der Giraffen hatten Junge dabei und einer aggressiven Mutter wollte keiner von uns zu nah kommen.

Giraffe auf Sir Bani Yas Island

Wir alle hatten zu Beginn unseres Ausfluges keine Ahnung, was uns erwarten würde. Uns war schon klar, dass wir nicht irgendwo in Afrika unterwegs waren. Wie Entdecker fühlten wir uns dennoch.

Tierparkfeeling kam zu keiner Zeit auf, da die tierischen Bewohner der Insel scheu waren. Aber wir kamen dennoch nah genug heran, um sie wirklich gut beobachten zu können.

Giraffe bei Jeep-Safari auf Sir Bani Yas Island

Fast hatten wir vergessen, dass wir in den Vereinigten Arabischen Emiraten sind, denn so hat sich uns Abu Dhabi noch nie präsentiert.

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