Safari Afrika: Die 6 besten Nationalparks für Abenteuer in der Wildnis

Unberührte Natur, wilde Tiere und verlassene Landschaften: Eine Afrika Safari ist der Traum eines jeden Naturliebhabers. Die über 300 Nationalparks locken mit einer unübertroffenen Pflanzen- und Tiervielfalt. Mancherorts idyllisch, andernorts ungezähmt zeigt sich die Landschaft des Kontinents aufregend anders als alles Gewohnte. Da kann kaum ein anderes Land mithalten.

Safari Afrika

Über ganz Afrika verteilen sich abwechslungsreiche Landstriche, die mit unvergleichlichen Naturschauspielen locken. Von der Sahara in Nordafrika über den tropischen Regenwald in der Mitte bis hin zu den Savannen und der Kalahariwüste im Süden warten Tiere und Pflanzen, wie sie unterschiedlicher nicht sein können, auf euch. Wir verraten, welche Nationalparks auf jeden Fall einen Besuch wert sind, was euch dort erwartet und wo ihr die besten Safari-Touren unternehmen könnt.

Inhaltsverzeichnis

Safari Afrika: Die besten Nationalparks für erlebnisreiche Safari-Touren

  1. Kruger Nationalpark: Ältester und größter Nationalpark Südafrikas
  2. Serengeti Nationalpark: Die große Tiermigration
  3. Masai Mara: Filmreife Baum- und Buschsavannen
  4. Arusha Nationalpark: Kleiner Nationalpark als Safari-Einstieg
  5. Tsavo Nationalparks: Zwei Gegenden voller wilder Gegensätze
  6. Bwindi Impenetrable Nationalpark: Undurchdringliches Berggorillaschutzgebiet

Häufig gestellte Fragen zu „Safari Afrika“

  1. Wann ist die beste Zeit für eine Safari in Afrika?
  2. Was kostet eine Safari im Krüger Nationalpark?
  3. Welche Kleidung benötige ich für eine Afrika-Safari?
  4. Wo gibt es die meisten Tiere in Afrika?

Das Wichtigste im Überblick

  • In Afrika befinden sich zahlreiche Nationalparks, die sich durch ihre unterschiedlichen Landschaften auszeichnen.
  • Die Schutzgebiete bieten beste Bedingungen, um wilde Tiere in ihrem natürlichen Lebensraum zu beobachten.
  • Safaris sind ein unvergessliches Erlebnis, das ihr ganz nach euren Vorlieben gestalten könnt.

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Safari Afrika: Die besten Nationalparks für erlebnisreiche Safari-Touren

Unter den Nationalparks Afrikas finden sowohl Tierliebhaber als auch Natur-Entdecker den perfekten Ort für eine Safari nach ihrem Geschmack. Während manche durch beeindruckende Naturspektakel hervorstechen, bieten andere ein nahezu endloses Spektrum an seltenen Tieren und Pflanzen. Viele von ihnen sind weltberühmt, andere wiederum nahezu unerschlossen. Ob auf geführten Touren oder auf eigene Faust, zu Fuß, im Jeep, im Boot oder mit dem Heißluftballon: Die Parks geben aus jeder Perspektive ein atemberaubendes Bild ab.

1. Kruger Nationalpark: Ältester und größter Nationalpark Südafrikas

Der Kruger Nationalpark, häufig auch als Krüger Nationalpark bezeichnet, ist das wohl bekannteste Schutzgebiet Afrikas. Er ist nicht nur der erste Nationalpark Südafrikas, sondern auch das größte Natur- und Wildschutzgebiet des Landes. Die Liste der Tiere, die am Rande von Zimbabwe, Mosambik und dem Königreich Swasiland auf einer Fläche von 19.624 km2 zu Hause sind, liest sich wie das „Who is Who“ der Tierwelt. Neben den Big Five, also Elefanten, Nashörnern, Löwen, Leoparden und Büffeln, fühlen sich hier insgesamt 147 Säugetierarten, 114 Reptilien, 34 Amphibien-, 49 Fisch- und 500 Vogelarten wohl. Den besten Blick auf die tierischen Exoten habt ihr in der südafrikanischen Winterzeit. Die Pflanzenwelt geizt ebenso wenig mit ihren Reizen. Den berühmten Baobabbaum könnt ihr genauso bestaunen, wie rund 335 weitere Baumsorten. Die zu erkundende Landschaft wird übrigens noch größer: Durch die Öffnung der Grenzen des Parks nach Simbabwe und Mosambik entsteht hier nach und nach die fast 100.000 km2 große Great Limpopo Transfrontier Conservation area.

Tipp: Gute Plätze, um Tiere zu beobachten, sind die Flüsse des Parks. Im Wasser halten sich Nilpferde und Krokodile auf und auch Elefanten sind nicht weit.
Büffelherde im Kruger-Nationalpark

Büffel sind nur eine von mehreren Hundert verschiedenen Tierarten im Kruger-Nationalpark

 

  • Highlights: Big Five, Albasini Ruins, Letaba Elephant Museum
  • Besonderheit: Größter und ältester Nationalpark Südafrikas
Öffnungszeiten Eintrittspreise
Kruger Nationalpark Januar, Februar, November, Dezember ca. von 05.30 bis 18.30 Uhr

März, Oktober ca. von 05.30 bis 18.00 Uhr

April, August, September ca. 06.00 bis 18.00 Uhr

Mai, Juni, Juli ca. 6.00 bis 17.30 Uhr

Erwachsene ca. 440 Rand (ca. 28,00 Euro)

Kinder zwischen 2 und 11 Jahren ca. 220 Rand (ca. 14 Euro)

 

Zzgl. Kosten für das Fahrzeug ca. 710 Rand (ca. 45 Euro)

Übernachtungstipp: Im Imbali Konzession übernachtet ihr in im typisch afrikanischen Stil ausgestatteten Unterkünften umgeben von sanften Hügeln.

2. Serengeti Nationalpark: Die große Tiermigration

Im Serengeti Park spielt sich jährlich eine spektakuläre Wanderung ab. Wenn Millionen von Gazellen, Zebras und Antilopen durch die Landschaften ziehen, schlägt das Herz eines jeden Naturliebhabers höher. Kein Wunder, dass der Nationalpark zwischen dem Victoriasee und dem Kilimandscharo im Norden Tansanias zum UNESCO-Weltnaturerbe gehört. Auf den fast 15.000 km2 des Parks sind zudem die Big Five heimisch. In der oftmals baumlosen Savanne stehen eure Chancen gut, einen Blick auf die Königsklasse unter den wilden Tieren werfen zu können. Bekannt ist der älteste Nationalpark Tansanias außerdem für seinen Reichtum an Antilopenarten, für das vom Aussterben bedrohte Spitzmaulnashorn und den Ngorongoro-Krater mit seiner unglaublichen Artenvielfalt und der größten Konzentration an Tieren weltweit. Bei der Planung eurer Afrika-Safari solltet ihr beachten, dass während der Großen Regenzeit zwischen März und Mai ein Großteil der Routen nicht passierbar ist und einige Lodges geschlossen sein können.

Tipp: Auf einer Safari im Februar und März erlebt ihr die Geburtensaison hautnah mit.
Gnu-Migration in der Serengeti

In der Serengeti spielen sich große Naturschauspiele wie etwa Gnu-Migrationen ab

 

  • Highlights: Jährliche Tierwanderung, Vielfalt an Antilopenarten, Ngorongoro Krater
  • Besonderheit: UNESCO-Weltnaturerbe
Öffnungszeiten Eintrittspreise pro 24 Stunden
Serengeti Nationalpark Die Gates öffnen um 6.00 Uhr, Fahren ist zwischen 19.00 und 6.00 Uhr nicht erlaubt. März bis Mai:

Erwachsene ca. 60,00 US-Dollar

Kinder zwischen 5 und 15 Jahren ca. 20,00 US-Dollar

Mai bis März:

Erwachsene ca. 70,00 US-Dollar

Kinder ca. 20,00 US-Dollar

Zzgl. Kosten für das Fahrzeug je nach Gewicht zwischen ca. 40,00 und 500,00 US-Dollar

Übernachtungstipp: Die Ngorongoro Serena Safari Lodge am Rande des Kraters fügt sich harmonisch in die Landschaft ein und bietet einen atemberaubenden Ausblick.

 

3. Masai Mara: Filmreife Baum- und Buschsavannen

Direkt angrenzend an den Serengeti Park, im kenianischen Teil der Serengeti, befindet sich der rund 1.510 km2 große Masai Mara Nationalpark, der größte und tierreichste Nationalpark Kenias. Wenn ihr den Hollywoodfilm „Jenseits von Afrika“ gesehen habt, ist euch der Park nicht unbekannt. Auch hier könnt ihr die Wanderungen der unzähligen Gnus und Antilopen, die zuvor die tansanische Serengeti durchquert haben und nun, zwischen Ende Juli und November, die grünen Savannen der Masai Mara aufsuchen, verfolgen und die majestätischen Raubkatzen bei ihrer Jagd beobachten. Die weiten Baum- und Buschsavannen mit Hügeln und Akazienwäldern geben dazu ein eindrucksvolles Hintergrundbild ab. Sowohl bekannte Tiere wie die Big Five als auch weniger bekannte wie Warzenschweine und Zebramangusten streifen hier umher, während rund 400 Vogelarten durch die Lüfte schweben.

Tipp: Besonders beeindruckend ist die Tierwanderung über den Fluss Mara. Aus einer etwas anderen Perspektive verfolgt ihr das Spektakel hoch in der Luft aus einem Heißluftballon.
Giraffen in der Masai Mara in Kenia

Die Savannen der Masai Mara liefern beeindruckende Naturbilder

 

  • Höhepunkte: Tiermigration mit Flussüberquerung, Big Five, Besuch eines Massai Dorfs
  • Besonderheit: Kenias tierreichstes Reservat
Öffnungszeiten Eintrittspreise pro 24 Stunden
Masai Mara Nationalpark Wer nicht übernachtet, muss den Park ab 19:00 Uhr verlassen, nachts ist das Fahren nicht gestattet.

 

Bei Übernachtung im Park:

Erwachsene ca. 70,00 US-Dollar

Kinder zwischen 3 und 11 Jahren ca. 40,00US-Dollar

Bei Übernachtung außerhalb des Parks:

Erwachsene ca. 80,00 US-Dollar

Kinder ca. 45,00 US-Dollar

Zzgl. Kosten für das Fahrzeug je nach Sitzanzahl zwischen ca. 3,50 und 9,00 US-Dollar

Übernachtungstipp: Im Mara Intrepids Camps übernachtet ihr in großen Safarizelten mit Blick auf den Talek-Fluss.

 

4. Arusha Nationalpark: Kleiner Nationalpark als Safari-Einstieg

Kleiner Park, großer Geheimtipp: Aufgrund seiner geringen Größe gehört der Arusha Nationalpark nicht unbedingt zum Standardprogramm einer Safari-Tour. Dabei hat der rund 137 km2 kleine Park in Tansania, der im Jahr 1960 als Ngurdoto Krater Nationalpark gegründet wurde, unheimlich viel zu bieten. So ist er perfekt geeignet, um Safari-Neulingen den Einstieg zu erleichtern. Doch auch erfahrenere Abenteurer erleben hier abseits von Touristenpfaden noch Überraschendes. Die Besteigung des 4.566 Meter hohen Vulkans Mount Meru ist nur einer der Höhepunkte. Der üppige Regenwald, die weiten Steppen und die bezaubernden Momella Seen mit den rosafarbenen Flamingos sind eine wahre Augenweide. Auf Elefanten und Löwen trefft ihr hier zwar wahrscheinlich nicht, doch neben über 400 Vogelarten, Zebras, Giraffen und Pavianen erlangt ihr sogar einen Blick auf den seltenen schwarz-weißen Kolobus-Affen. Zudem sind hier sogar Buschwanderungen möglich, bei denen ihr den wilden Tieren besonders nahekommt. Um den Regenzeiten zu entgehen, reist ihr am besten zwischen Juni und September oder Dezember und Februar in den Park. Möchtet ihr den Ausblick auf den Kilimandscharo auf euch wirken lassen, ist die Sicht zwischen Dezember und Februar ideal.

Tipp: Spektakulär ist der riesige Feigenbaum am Mount Meru, durch dessen Stamm ihr mit einem Jeep hindurch fahren könnt. Der perfekte Spot für eine Fotosafari!
Mount Meru in Tansania

Neben einer Safari könnt ihr auch einen Aufstieg auf den Mount Meru wagen

 

  • Highlights: Momella Seen, Tulusia Wasserfall, Mount Meru, Kolobus-Affen
  • Besonderheit: Einer der kleinsten Nationalparks Tansanias

 

Öffnungszeiten Eintrittspreise pro 24 Stunden
Arusha Nationalpark Wer nicht übernachtet, muss den Park zwischen 18.30 und 06.30 Uhr verlassen, nachts ist das Fahren nicht gestattet.

 

Juli bis September:

Erwachsene ca. 50,00 US-Dollar

Kinder zwischen 5 und 15 Jahren ca. 15,00 US-Dollar

Oktober bis Juni:

Erwachsene ca. 45,00 US-Dollar

Kinder ca. 15,00 US-Dollar

Zzgl. Kosten für das Fahrzeug je nach Gewicht zwischen ca. 50,00 und 500,00 US-Dollar

5. Tsavo Nationalparks: Zwei Gegenden voller wilder Gegensätze

Genau genommen handelt es sich beim Tsavo Nationalpark zwischen Nairobi und Mombasa nicht um einen Park, sondern um zwei verschiedene – Tsavo Ost und Tsavo West. Die beiden durch die Eisenbahnlinie Madaraka-Express getrennten Parks sind derart unterschiedlich, dass ihr auf jeden Fall sowohl den östlichen roten als auch den westlichen grünen Teil besuchen solltet. Der wie eine rote Mondlandschaft anmutende rund 13.747 km2 große Tsavo East ist insbesondere zum Sonnenaufgang wie gemacht für farblich spektakuläre Fotos. Von Halbwüsten über üppige Vegetation an den Flussufern bis hin zu Trockenwäldern ist die Landschaft unheimlich vielseitig. Da sie so spärlich bewachsen ist, findet ihr zudem beste Bedingungen, um die bezaubernden Tiere wie Löwen und die durch den Staub roten Elefanten und Meerkatzen zu beobachten. Ins Auge stechen werden euch vor allem die großen roten Ameisenhügel.

Elefanten im Tsavo-Nationalpark in Kenia

Staubbedeckte Elefanten im Tsavo-Nationalpark

Der mit 9.067 km2 kleinere Tsavo West präsentiert sich nach der Regenzeit im März als ein weißes Blütenmeer. Zwar erschwert die blühende Landschaft die Beobachtung der Big Five, doch auch die hohen Vulkane, tiefschwarzen Lavafelder und beeindruckenden Felsformationen sind mehr als einen Blick wert. In einem extra angelegten Unterwasserbau an den Mzima Springs steht ihr Flusspferden und Krokodilen von Angesicht zu Angesicht gegenüber.

  • Highlights: „Rote Elefanten“, Ost: rote Ameisenhügel, Lugards Falls, West: Rhino Sanctuary, Mzima Springs, Shetani-Lavafelder
  • Besonderheit: Größte Elefantenpopulation Kenias
Öffnungszeiten Eintrittspreise pro 24 Stunden
Tsavo Nationalpark Wer nicht übernachtet, muss den Park zwischen 18.00 und 06.00 Uhr verlassen, nachts ist das Fahren nicht gestattet. Erwachsene ca. 60 US-Dollar

Kinder zwischen 3 und 18 Jahren ca. 35 US-Dollar

Zzgl. Kosten für das Fahrzeug je nach Sitzanzahl zwischen ca. 3,00 und 9,00 US-Dollar

Das Ticket ist für einen einmaligen Eintritt gültig.

6. Bwindi Impenetrable Nationalpark: Undurchdringliches Berggorillaschutzgebiet

Seinen Namen trägt der seit 1994 zum UNESCO-Welterbe zählende Bwindi Impenetrable Nationalpark in Südwest-Uganda aus gutem Grund: Die Berg- und Regenwälder des 331 km2 großen Gebietes sind derart dicht bewachsen, dass sie nahezu undurchdringlich (auf Englisch „impenetrable“) sind. Daher kommt ihr größtenteils auch nur zu Fuß voran. Als weitere landwirtschaftliche Besonderheit erwarten euch verschiedene Sumpfgebiete, allen voran das größte Mubwindi Swamp. Der Grund, weshalb der Park bei vielen als Sehnsuchtsort für Safaris in Afrika gilt, ist jedoch meist das Gorilla-Trekking. Aufgrund der außerordentlich hohen Population an Berggorillas, die zudem an Menschen gewöhnt sind, kommt ihr den sanften Riesen ganz nahe. Besonders gut stehen die Chancen dafür zwischen Juni und September. Daneben ist es nicht unwahrscheinlich, dass euch weitere Primaten wie Schimpansen und Weißnasenkatzen sowie die unterschiedlichsten Reptilien begegnen und euch die über 200 Schmetterlingsarten verzaubern. Die meiste Sonne bekommt ihr von Mai bis September und im Februar ab, doch auch in der Regenzeit lohnt sich ein Besuch, wenn ihr den Regenwald in seinen sattesten Farben bewundern möchtet.

Bwindi-Regenwald in Uganda

Der dicht bewaldete Bwindi-Nationalpark ist Heimat für zahlreiche Berggorillas

  • Highlights: 23 endemische Vogelarten, Gorilla-Trekking und -Habituierung
  • Besonderheit: Heimat von fast der Hälfte der Weltpopulation an Berggorillas
Öffnungszeiten Eintrittspreise pro 24 Stunden
Bwindi Impenetrable Nationalpark Abhängig von der Saison Erwachsene ca. 40 US-Dollar

Kinder zwischen 5 und 15 Jahren ca. 20 US-Dollar

Zzgl. Kosten für das Fahrzeug je nach Art zwischen ca. 30,00 und 100,00 US-Dollar

Gorilla-Tracking-Permit ca. 700,00 US-Dollar

Lesetipp: Ihr möchtet nach eurer Afrika-Safari noch mehr afrikanisches Lebensgefühl schnuppern? Dann kommen unsere Tipps für eine Südafrika-Rundreise wie gerufen.

 

Häufig gestellte Fragen zu „Safari Afrika“

Eine Safari in Afrika ist ein besonderes Erlebnis, das man nicht alle Tage macht. Kein Wunder also, wenn euch bei der Planung die ein oder andere Frage durch den Kopf schießt. Wir haben die Antworten auf die häufigsten Fragen, damit ihr euch bald schon auf eure (erste) Afrika-Safari freuen könnt.

Wann ist die beste Zeit für eine Safari in Afrika?

Zu welcher Zeit ihr euer Safari-Abenteuer startet, hängt von dem Nationalpark, den ihr besuchen möchtet und was ihr sehen und erleben wollt ab.

Kenia ist das ganze Jahr über ein begehrtes Ziel für Safaris, am meisten habt ihr jedoch in der Trockenzeit von Mitte Dezember bis Anfang März und von Anfang Juli bis Ende Oktober davon.

In Tansania sind die Zeiträume zwischen Dezember und März sowie zwischen Juli und September ideal. Während der großen Regenzeit von März bis Anfang Juni dagegen sind viele Nationalparks nicht durchquerbar.

Eine Reise nach Namibia lohnt sich am meisten zwischen Juni und Oktober für Tierbeobachtungen vor allem im August und September.

Sambia lockt von Mai bis November mit idealen Bedingungen. Für Tierbeobachtungen sind zudem die Monate Oktober und November eine gute Wahl, dann wird es allerdings zuweilen extrem heiß.

In Simbabwe sind die Monate Juni bis August empfehlenswert. Wer Vögel beobachten möchte, findet zwischen November und April ideale Bedingungen vor.

Möchtet ihr nach Südafrika reisen, sind die Monate August, September und Oktober gut geeignet.

Habt ihr Lust auf Gorilla-Trekking in Ruanda oder Uganda, sucht euch dafür am besten die Monate Mai bis Oktober und Dezember bis März aus.

Möchtet ihr die große Tiermigration miterleben, könnt ihr euch an folgenden Zeitspannen orientieren:

  • Südosten der Serengeti: Dezember – Februar
  • Süden der Serengeti: März – April
  • Westen der Serengeti: Mai – Juni
  • Überqueren des Grumeti Flusses zur Massai Mara: Juli – August
  • Massai Mara: September – Oktober
  • Rückweg in die Serengeti: November
Gnu-Migration zwischen Kenia und Tansania

Gnu-Herde auf großer Wanderung am Fluss Mara

Was kostet eine Safari im Krüger Nationalpark?

Die Kosten für eine Safari im Kruger Nationalpark setzen sich aus mehreren Komponenten zusammen und unterscheiden sich je nachdem, ob ihr den Nationalpark mit einer geführten Tour oder als Selbstfahrer erkundet. Unternehmt ihr die Safari auf eigene Faust, zahlt ihr grundsätzlich erst einmal einen Eintrittspreis, die sogenannte Daily Conservation Fee in Höhe von ca. 440 Rand, was rund 28 Euro entspricht, Kinder zahlen die Hälfte. Bucht ihr die Tickets vorab, kommt zusätzlich eine Gebühr von ca. 48 Rand (ca. 3 Euro) bzw. ca. 24 Rand (ca. 1,50 Euro) für Kinder hinzu. Die Kosten für eure Unterkunft hängen davon ab, ob ihr direkt im Park oder außerhalb übernachten möchtet, auf welchen Standard ihr Wert legt und zu welcher Zeit ihr reist. Die Schlafmöglichkeiten reichen von einfachem Camping in Zelten über Bungalows und Lodges bis hin zu luxuriösen Hotels. Hier könnt ihr zwischen rund 310 Rand und 8.000 Rand (ca. 20 bis 500 Euro) pro Nacht einplanen. Zusätzlich müsst ihr Verpflegung und Tankfüllungen einkalkulieren. Möchtet ihr Aktivitäten, wie Morning Walks, Night Drives oder andere geführte Touren hinzubuchen, werden zwischen ca. 300 und 11.000 Rand (ca. 20 bis 200 Euro) fällig.

Tipp: Besucht ihr mehrere Nationalparks in Afrika, kann sich für euch die sogenannte Wild Card, mit der ihr Eintritt in verschiedene Parks bekommt, lohnen.

Bucht ihr eine geführte Tour, seid ihr im Vergleich zu einer Selbstfahrer-Tour zwar etwas weniger flexibler, dafür wissen die erfahrenen Ranger genau, wo und wann es am meisten zu sehen und zu erleben gibt. Außerdem müsst ihr euch nicht aufs Fahren konzentrieren, sondern könnt die Umgebung genießen. Die Kosten unterscheiden sich hier nach Dauer, Unterkunft, Verpflegung und Aktivitäten der gebuchten Safari-Tour.

Safari

Eine geführte Tour ist die einfachste Möglichkeit, den exotischen Tieren nahe zu kommen

Welche Kleidung benötige ich für eine Afrika-Safari?

Was soll ich bloß anziehen? Eine Frage, die vor einer Safari-Tour durch Afrika unweigerlich aufkommt. Schließlich erwartet euch auf dem wilden Kontinent ein für uns unbekanntes Klima und andere Landschaften. Welche Kleidung ihr mitnehmt, hängt etwas von Zeitpunkt und Ort ab, doch generell könnt ihr euch an folgender Liste orientieren:

  • Fleece-Jacke für die Morgen- und Abendstunden
  • Leichtes Shirt
  • Leichte Regenjacke (für Reisen in den Regenwald)
  • Handschuhe (bei Reisen im afrikanischen Winter)
  • Kurze und lange Hose
  • Nachtwäsche (je nach Ausstattung der Unterkunft und Reisezeit in lang oder kurz)
  • Badesachen (wenn eure Unterkunft einen Pool hat)
  • Geschlossene, leichte Wanderschuhe
  • Sandalen / Flip Flops für die Zeit in eurer Unterkunft
  • Atmungsaktive Socken
  • Mütze für kalte Morgende
  • Kopfbedeckung (Tuch, Kappe oder der klassische Safarihut)
  • Sonnenbrille

Entscheidet euch am besten für helle, gedeckte und atmungsaktive Kleidung, damit ihr nicht zu sehr ins Schwitzen kommt. Unternehmt ihr einen Buschmarsch, sind khakifarbene Klamotten ratsam. Das Wichtigste: Bequem sollte es sein!

Wo gibt es die meisten Tiere in Afrika?

Afrika ist ein unheimlich tierreicher Kontinent. Hier könnt ihr so viele verschiedene Tierarten beobachten, wie sonst an kaum einem anderen Ort. In Südafrika leben etwa 250 Landsäugetierarten und rund 43 verschiedene Meeressäugetierarten. Die Big Five erspäht ihr in verschiedenen Nationalparks wie dem Kruger Nationalpark, der Masai Mara und der Serengeti. Am Ngorongoro Krater ist die weltweit größte Konzentration an Tieren zu Hause. Beste Bedingungen also, um an einem Ort die tierische Vielfalt zu bestaunen. Eine große Menge an Gnus und Zebras seht ihr während der Tiermigration zwischen der Serengeti und der Masai Mara. Die größten Chancen, viele Tiere zu beobachten, habt ihr während der Trockenzeit, da sie sich zu dieser Zeit um die wenigen Wasserstellen sammeln und weniger Pflanzen die Sicht erschweren.

Tipp: Während einer Big Five Safari durch verschiedene Nationalparks habt ihr beste Aussichten, den königlichen Tieren zu begegnen.

Fazit zu den schönsten Nationalparks für eine Afrika Safari

Eine Safari in Afrika ist ein unvergessliches Erlebnis, das Natur- und Tierliebhaber ins Schwärmen versetzt. Die Atmosphäre der unberührten Landschaften und der Schauer, der einen bei der Beobachtung von wilden Tieren in ihrem natürlichen Lebensraum überläuft, sind einzigartig. Die verschiedenen Nationalparks locken mit unterschiedlichen Highlights und zeigen die Vielseitigkeit des Kontinents auf beeindruckende Weise. Wer sich nicht entscheiden kann oder einfach möglichst viele verschiedene Naturerlebnisse mitnehmen möchte, unternimmt eine Tour durch mehrere Nationalparks und kehrt mit unzähligen unvergesslichen Erinnerungen zurück.

Die Wildnis ruft! Wir haben spannende Safaris durch die schönsten Nationalparks Afrikas für euch zusammengestellt.

 

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