Mit dem Auto eine Woche durch Israel – Meine Highlights

Im September 2020 ging es für mich nach Israel. Der Grund für meine Reise war, dass mich schon lange die Bedeutung, die Israel für viele hat, faszinierte. Das Land ist ein Schmelztiegel aus verschiedenen Kulturen, unterschiedlichen Glaubensrichtungen und geprägt von einer bewegten Geschichte.  Und doch sind sich alle Einwohner dieses kleinen Staats in einem einig: Das Gebiet, auf dem sich Israel befindet, ist für sie unabdingbar! Dementsprechend groß ist seit Jahrzehnten der Konflikt um dieses kleine Land im Nahen Osten, was man ja auch bei uns in den Medien immer wieder mitbekommt.

Ich gebe zu, ein wenig Bedenken hatte ich deshalb schon vor der Reise. Da ich aber von etlichen Arbeitskollegen, Freunden und Verwandten bereits nur positive Geschichten über ihre Zeit in Israel gehört hatte und die Faszination gegenüber diesem Landes meine Bedenken bei Weitem überwogen haben, hieß es für mich im September 2020: Auf nach Israel.

Eines kann ich euch schon jetzt verraten: Auch von mir werdet ihr kein einziges negatives Erlebnis in Israel erzählt bekommen. Nicht, weil ich sie euch verschweige, damit ihr auch nach Israel fahrt, sondern weil sie schlicht und ergreifend nicht passiert sind. Meine Erfahrungen waren durchweg positiv und ich habe mich zu keiner Zeit unwohl gefühlt. Ganz im Gegenteil: Die Menschen, denen ich begegnet bin, waren allesamt sehr freundlich, haben mich mit offenen Armen und großer Gastfreundschaft empfangen. Mir hat es dort so gut gefallen, dass ich mir sicher bin, es war nicht mein letztes Mal in diesem faszinierenden Land. Was mich am meisten an Israel begeistert hat, werde ich euch hier verraten:

1. Große Jerusalem-Liebe

Schon allein wegen dieser Stadt bin ich mir sicher, dass ich noch einmal nach Israel reisen werde. Ich habe buchstäblich mein Herz an Jerusalem verloren. In kaum einer anderen Stadt erlebt man eine so große Vielfalt an verschiedenen kulturellen und religiösen Einflüssen. Dennoch ist Jerusalem in keinster Weise eine Museumsstadt, die hauptsächlich von Touristen wegen ihrer Fülle an Sehenswürdigkeiten besucht wird. Egal, in welche geschichtsträchtige Ecke der Stadt man blickt, man sieht: Hier wird gelebt!

Quirlige Gassen der Jerusalemer Altstadt

Am deutlichsten sieht man das in den engen Gassen von Alt-Jerusalem. Die Altstadt ist von einer Stadtmauer umgeben und man gelangt auch nur über einige wenige Tore hinein. Wenn man einmal durch eines der Tore getreten ist, findet man sich in einem riesigen Gassengewirr wieder, von dem jeder Labyrinth-Architekt nur träumen kann.

Gewürze auf einem israelischen Markt

Leckere Gewürzmischungen gibt es hier an jeder Ecke zu kaufen

Die Straßen der Jerusalemer Altstadt sind mal recht breit – beispielsweise die Via Dolorosa, durch die Jesus mit dem Kreuz auf dem Rücken zum Ölberg laufen musste – mal so eng, dass man kaum hindurchpasst. Es geht teilweise steil nach oben, dann gelangt man wie durch ein Wunder auf einen großen Platz, auf dem sich ein bedeutsames Gotteshaus befindet. Links und rechts von (wirklich!) jeder Straße befinden sich kleine Läden mit Souvenirs, leckerem Essen und etliche Straßenhändler mit kleinen Snacks auf die Hand.

Eingangstor Altstadt Jerusalem

Hinter dem Tor zur Jerusalemer Altstadt befindet sich ein Labyrinth aus Gassen

Mein Tipp: Probiert hier unbedingt einen Saft aus Jaffa-Orangen, der überall angeboten wird. Die Orangen sind weit verbreitet in Israel, schmecken recht süß und sind die perfekte Erfrischung an heißen Tagen!

Aber egal, wo man sich im Gassengewirr der Jerusalemer Altstadt befindet, man kann sich sicher sein, egal wohin man läuft, über kurz oder lang gelangt man zum Ziel eines jeden Israel-Reisenden, dem Platz vor der Klagemauer mit der – wie der Name schon sagt – Klagemauer.

Der Tempelberg mit der al-Aqsa-Moschee und der Klagemauer

Ja, ich gebe zu, die Klagemauer war auch für mich die Sehenswürdigkeit Nummer eins in Israel. Nicht nur, weil das wohl berühmteste jüdische Bauwerk wirklich beeindruckend hoch ist und die Steine schon allein aufgrund ihres Alters Ehrfurcht erwecken. Sondern auch die Aura, die von diesem Ort ausging, war wirklich überwältigend.

Gut zu wissen: Männer und Frauen müssen zu unterschiedlichen Mauerabschnitten gehen, um ihre „Klage“ in die Ritzen der Mauer zu stecken. Zettelchen, Stift und Kippa (die Kopfbedeckung ist für Männer verpflichtend) bekommt ihr am jeweiligen Eingang. Der Besuch der Mauer ist kostenlos und für Gläubige wie Nicht-Gläubige möglich.

Es ist Tradition, dass die gläubigen Juden ihre Sorgen und Wünsche auf kleine Zettelchen schreiben und in die Ritzen der Mauer stecken, in der Hoffnung, dass der jüdische Gott Jahwe sich ihrer Klagen annimmt und ihnen hilft.

Klagemauer in Jerusalem

Das Ziel eines jeden Israel-Reisenden: Die Klagemauer

Auch ich habe meinen Zettel geschrieben – nicht, weil ich eine große Klage gehabt hätte, sondern weil ich bei der Besichtigung der Mauer nicht als Tourist geoutet werden wollte. Um den Eindruck der Klagemauer auf sich wirken zu lassen, stehen Stuhlreihen mit etwas Abstand davor. So entzerrt sich der Besucheransturm und man hat so viel Zeit wie man möchte, um sie sich anzusehen.

Schon hier war die Stimmung wirklich extrem. Ich habe noch nie in meinem Leben die Gefühle mir unbekannter Menschen so deutlich gespürt. Von tiefster Trauer, Wut bis hin zu Hoffnung konnte ich alles in ihren Gesichtern lesen. Direkt an der Klagemauer, als ich mein Zettelchen in das Mauerwerk stecken wollte, hat es mich dann komplett mitgerissen. Links und rechts neben mir standen Frauen, die geweint, gebetet und gefleht haben. Auf einmal spürte ich, wie auch mir die Tränen runterkullerten. Und das völlig ohne Grund, einfach aus Mitgefühl für alle, die zur Klagemauer gekommen sind, um ihren Leiden Linderung zu verschaffen, aber auch aus großer Dankbarkeit für meine Lebenssituation, die es mir ermöglicht, als Touristin die Klagemauer zu besuchen und dieses Gefühl zu spüren. Dieser Moment war für mich der Innbegriff vom Sinn des Reisens: Völlig überwältigt sein von den Eindrücken und Gefühlen, die man nicht in Reisedokus oder Büchern erfahren kann, sondern nur bekommt, wenn man sie selbst erlebt.

Nach diesem emotionalen Ereignis ging es für mich weiter zur al-Aqsa-Moschee auf dem Tempelberg. Die Moschee befindet sich direkt oberhalb der Klagemauer. Der Weg dorthin führt über einen Steg, von dem man den Platz und die Klagemauer von oben sehen kann. Ein Anblick, der sich definitiv lohnt!

Gut zu wissen: Als Tourist kann nur zweimal am Tag, vor und nach dem Mittagsgebet, auf den Tempelberg gelangen. Seid am besten eine Stunde vor dem Termin da, damit ihr möglichst weit vorne in der Warteschlange seid, um auch wirklich reinzukommen. Vorab anmelden geht leider nicht. Der Eintritt ist kostenlos.
Al Aqsa Moschee in Jerusalem

Wirklich beeindruckend: Die Al Aqsa-Moschee auf dem Tempelberg

Oben angekommen, eröffnet sich euch ein riesiger Platz. Die al-Aqsa Moschee ist nur ein Highlight von vielen Fotomotiven auf dem Tempelberg, von denen ich als begeisterte Fotografin gar nicht genug bekommen konnte. Am häufigsten kam aber definitiv die Moschee selbst vor meine Linse. Mit ihrer goldenen Kuppel und den filigranen türkisen Mosaiken bietet jeder Winkel ein neues tolles Motiv.

Fantastische Aussicht auf dem Ölberg

Das gleiche Motiv, allerdings von einem ganz anderen Winkel aus, bekommt ihr vom Ölberg. Um auf den kleinen Berg zu gelangen, müsst ihr es Jesus gleich tun und über die Via Dolorosa die Stadt verlassen. Ich muss zugeben, beim Besteigen des Ölbergs ist mir der ein oder andere Schweißtropfen heruntergeronnen.

Blick vom Ölberg auf Jerusalem

Diesen fantastischen Blick könnt ihr vom Ölberg aus genießen

Ohne Kreuz und ohne das gesamte Schicksal der Menschheit im Nacken, kann ich euch sagen: Der schweißtreibende Anstieg lohnt sich aber definitiv! Vom Ölberg aus habt ihr eine fantastische Sicht auf das Panorama der historischen Stadt. Mein Highlight war dabei definitiv die in der Sonne goldglitzernde Kuppel der al-Aqsa-Moschee, die das Stadtbild Jerusalems prägt.

2. Tel Aviv: Kontrast der modernen City of Cool und der traditionellen Altstadt

Genug von Jerusalem, auf geht’s zur nächsten Stadt, die sicherlich bei keinem Israel-Besuch fehlen darf: Tel Aviv. Die Stadt wird auch „City of Cool“ genannt und ist ein krasser Kontrast zum traditionellen Jerusalem. An jeder Ecke befindet sich ein hippes Café oder Restaurant, überall sind junge modern gekleidete Leute und auch die Häuser könnten zu Jerusalem nicht konträrer sein.

Katze in Tel Aviv

Auch den Vierbeinern gefällt es in Tel Aviv!

Die Stadt ist geprägt von Wolkenkratzern, aber auch der Bauhausarchitektur der 1930er Jahre. Das kann einem gefallen oder nicht (so wie ehrlich gesagt mir), aber, was man definitiv nicht leugnen kann, ist der ganz besondere Vibe, der von dieser Stadt ausgeht. Hier pulsiert das Leben.

Haus in der Altstadt von Tel Aviv

Hinter jeder Ecke wartet ein neues Fotomotiv

Wer es, so wie ich, lieber etwas traditioneller mag, wird die Altstadt Tel Avivs lieben. Der alte Stadtkern hat mich durch seine kleinen Gässchen und Häuschen mit wunderschönen Türen und bunten Blumen verzaubert. Die Altstadt wirkt fast wie ein Museum, so sauber und ordentlich sind die einzelnen kleinen Gässchen und Shops mit Kunsthandwerk und Gemälden. Mein Tipp: Kommt zur Mittagszeit. Als ich da war, war es relativ ruhig. Die perfekte Auszeit vom hippen Rest Tel Avivs.

3. Die Zitadelle in Akkon

Kommen wir zu meinem absoluten Highlight und gleichzeitig meinem Geheimtipp für Israel: Die Stadt Akkon. Sie befindet sich im Norden Israels und wird oftmals im Schatten von Jerusalem und Tel Aviv vergessen. Ich finde, völlig zu Unrecht, denn die Stadt direkt am Meer hat eine bewegende Geschichte, von der man noch so einiges besichtigen kann.

Die Stadt ist von einer großen Befestigungsanlage umschlossen, auf der ihr auch spazieren gehen und die Stadt und das Meer von oben bestaunen könnt.

Meer bei Akkon

Die Hafenstadt Akkon liegt direkt am Meer

Das eigentliche Highlight liegt aber unterhalb der Stadt. Hier befindet sich nämlich eigentlich noch einmal eine ganze Stadt, die zu Zeiten der Kreuzfahrer gebaut und bewohnt wurde. Das Areal der Zitadelle ist riesig und beinhaltet unter anderem ein Hospiz, eine Kirche, verschiedene Gassen, Ritterhallen und sogar ein Gefängnis.

Man kann sich hier gut und gerne einen halben Tag aufhalten und ich würde euch auf jeden Fall raten, einen Audioguide zu nehmen. Hiermit lernt man so einiges über die Geschichte Israels zu Zeiten der Kreuzzüge – eine wichtige Grundlage, um den Konflikt in der Region verstehen zu lernen.

Unterirdische Tunnel in Akkon

Unterirdische Tunnel durchziehen die Stadt

Doch nicht nur Geschichtsinteressierte kommen hier voll auf ihre Kosten. Auch eure Kinder werden aus dem Staunen kaum mehr herauskommen, wenn ihr ihnen erzählt, dass sich alles, was man von den beeindruckenden Sälen, Straßen und riesigen Gebäuden sieht, unterhalb der Erde befindet.

4. Die Bibel-Schauplätze einmal mit eigenen Augen sehen

Ich muss zugeben, meine Bibelkenntnisse waren vor meinem Urlaub in Israel etwas angestaubt. Dennoch wollt ich mir natürlich, wenn ich schon einmal vor Ort bin, die Schauplätze der Bibel selbst ansehen. Was man in Dubrovnik mit „Das Lied von Eis und Feuer“ macht, sollte man schließlich auch in Israel mit dem meistgelesenen Buch aller Zeiten machen. Also ging es für mich nicht nur nach Jerusalem, sondern auch nach Nazareth, zum See Genezareth und über die Grenze nach Bethlehem.

Frau am See Genezareth

Was ihr nicht sehen könnt: Links und rechts von mir versuchen etliche, übers Wasser zu laufen…

Jeder der drei Orte hatte etwas für sich, daher würde ich euch auch raten, alle drei zu besuchen, wenn ihr schon einmal vor Ort seid. Nazareth hat eine Vielzahl von Kirchen, die jeweils einem der vielen Erlebnisse im Neuen Testament geweiht ist. Am See Genezareth steht zwar nur eine bedeutsame Kirche, aber die ist schon allein wegen des kleinen Mosaiks am Altar einen Besuch wert. Und wer etwas zu lachen haben möchte, sollte am See nach Leuten Ausschau halten, die versuchen, übers Wasser zu laufen. Ich bin mir sicher, ihr werdet die ein oder andere Lachnummer sichten ;). Und dann wäre da noch Bethlehem. Die Stadt, in der Jesus geboren wurde. Sie befindet sich im Westjordanland, ist aber mit dem Bus von Jerusalem aus innerhalb von einer Stunde erreichbar.

Wichtiger Hinweis: Ihr könnt leider nicht selbst mit eurem Mietwagen von Israel ins Westjordanland fahren. Ich habe die Fahrt mit dem Bus selbst getestet und kann euch versichern, wenn ihr als Deutsche euren Reisepass dabei habt, funktioniert das ohne Probleme.
Graffiti in Bethlehem

Ein Bild sagt oft mehr als tausend Worte: Graffiti in Betlhehem

Angekommen in Bethlehem ging es dann natürlich für mich zuerst in die Geburtskirche. Um euch aber auch ein umfassendes Bild von der Lage vor Ort zu machen, solltet ihr auch der Grenzmauer einen Besuch abstatten. Allein die Graffitis vom weltberühmten Künstler Bansky sind einen Besuch schon wert. Aber wenn ihr einmal selbst auf der anderen Seite der Mauer steht und sie euch von unten anseht, wird das sicherlich nicht der einzige bleibende Eindruck sein, den ihr von eurer Fahrt ins Westjordanland bekommen werden. Mich hat der Anblick tief berührt.

5. Die Freundlichkeit der Einwohner

Um möglichst viel von Land und Leuten kennenzulernen, habe ich während meiner Rundreise in Privatunterkünften geschlafen. Was ich aus Studentenzeiten (der kleine Geldbeutel, ihr wisst sicher, wovon ich spreche) von anderen Ländern kannte, hat mich in Israel sehr überrascht. Oftmals bekommt man von seinem Gastgeber ja nur einen Schlüssel in die Hand gedrückt, falls man ihn überhaupt trifft.

In Israel haben sich wirklich ausnahmslos alle meine Gastgeber viel Zeit für mich genommen, um mir die Wohnung zu zeigen, mir etliche Tipps für Restaurants, Cafés und Ausflüge in der Umgebung zu geben und auch einfach nur, um mich kennenzulernen und etwas von ihrem Leben in Israel zu erzählen. Ich habe dabei viel gelernt, einerseits über die verschiedenen Geschichten von älteren Gastgebern, die schon in vielen anderen Ländern vorher gelebt haben und jetzt schließlich in Israel wohnen, aber auch darüber, wie sie die Konflikte in ihrem Land wahrnehmen.

Altstadt von Tel Aviv

Ein Begegnungsort der Kulturen: Die Altstadt von Tel Aviv

Mein Tipp: Da ich anschließend noch in Jordanien unterwegs war, habe ich auch die andere Seite der Geschichte gehört, was wirklich sehr interessant war. Schon allein deshalb (und natürlich auch wegen dem absolut atemberaubenden Petra), würde ich euch empfehlen, eure Israel-Reise mit einer Jordanien-Rundreise zu kombinieren.

Egal, mit wem ich gesprochen habe, ich bin wirklich ausnahmslos mit offenen Armen und freundlichen Gesichtern empfangen worden. Und was mir besonders gut gefallen hat: Es ging meinen Gastgebern nie darum, Freundlichkeit zu spielen, um den ein oder anderen Euro Trinkgeld zu ergattern. Ich habe ihnen angemerkt, dass sie sich für mich als Person wirklich interessieren und sich freuen, dass ich mich mit ihrem Land und ihrer Geschichte befasse.

6. Kein Strand wie ein anderer: Die Küsten Israels

Wer jetzt langsam genug von Kultur hat: Keine Sorge! Israel kann noch mehr. Das kleine Land auf der Arabischen Halbinsel hat gleich drei verschiedene Meere: Das Mittelmeer, das Rote Meer und das Tote Meer (genau genommen ist das zwar kein Meer, sondern ein See, aber es wird Meer genannt, daher darf es hier mit in diese Aufzählung rein).

Ich war an allen drei Küsten des Landes und kann euch sagen, jede hat etwas für sich! Der lange Strand direkt in Tel Aviv ist gut besucht und das eigentliche Zentrum der Stadt. Hier treffen sich Familien zum Baden, Freunde zum gemeinsamen Sportmachen und abends zum Feierabendbierchen mit Blick auf den Sonnenuntergang.

Strand Tel Aviv

Der Strand von Tel Aviv ist kilometerlang, sodass hier wirklich jeder ein Plätzchen findet

Das nächste Meer auf meiner Rundreise war, wie schon gesagt, gar kein echtes Meer, aber dennoch ein absolutes Highlight. Durch den hohen Salzgehalt im Toten Meer kann man darin „Floaten“. Also genau das, wofür man in Wellness-Tempeln in Deutschland viel Geld zahlt. Man schwebt dabei auf der Wasseroberfläche und kann ganz ohne Anstrengung im Meer herumliegen. Das Beste: Es tut sogar der Haut gut, denn der hohe Salzgehalt wirkt wie eine Beautybehandlung! Aber bei aller Liebe zum Wellness: Vergesst vor lauter Erholung nicht das obligatorische Touri-Bild, wie ihr eine Zeitung lest, während ihr auf dem Wasser liegt!

Frau im Toten Meer

Dieses Bild ist einfach ein muss: Gemütlich lesen im Toten Meer

An meinem letzten Tag in Israel gab es für mich noch einen letzten Höhepunkt, der schon seit vielen Jahren auf meiner Bucketlist stand: Ich nutzte die Chance am Roten Meer, um mit Delfinen zu schwimmen. Natürlich gibt es dieses Angebot nicht nur in Israel, aber oftmals befinden sich die Delfine in Gefangenschaft und schwimmen nicht wirklich freiwillig neben ihren menschlichen Besuchern her. Das wollte ich auf keinen Fall unterstützen, daher hat es mich umso mehr gefreut, dass die Anlage am Roten Meer sehr tierfreundlich ist und ich guten Gewissens mit diesen wunderschönen Meeressäugern schwimmen konnte.

Mit Delfinen schwimmen

Ein absoluter Glücksmoment: Schnorcheln mit Delfinen

Selbstverständlich war eine erfahrene Tierpflegerin (falls man das so nennen kann, die Tiere waren schließlich nicht in Gefangenschaft und sind freiwillig zu uns gekommen) dabei, die mir genaueste Anweisungen gegeben hat, um das Tierwohl nicht zu gefährden. Anfassen war beispielsweise verboten. Was ich nicht schade, sondern sehr gut finde! So konnte ich guten Gewissens meinen Traum in Erfüllung gehen lassen und einen weiteren tollen Moment auf meinem Urlaubskonto verbuchen.

Ihr seht, jede der drei Küsten Israels weiß mit einem anderen Highlight aufzuwarten. Welche wäre euer Favorit? Verratet es mir in den Kommentaren!

7. Falafel, Hummus und Co. – Meine kulinarischen Highlights

Last but not least: Essen! Für mich eigentlich immer ein Highlight im Urlaub, aber nirgends so sehr wie in Israel! Ich kann euch versprechen, Liebhaber der arabischen Küche werden hier voll auf ihre Kosten kommen, denn die Spezialitäten Israels sind denen der arabischen Küche sehr ähnlich.

Falafel und Hummus gibt es beispielsweise an jeder Ecke. Und wenn ich Ecke sage, meine ich Ecke. Kaum eine Straße kommt ohne einen kleinen Imbiss aus, in dem der leckere vegane Snack pur auf die Hand oder in einem Fladenbrot angeboten wird. Und das Beste: Wirklich jedes Falafel-Pita wird besser schmecken als das, was ihr aus Deutschland kennt. Die Israelis arbeiten sehr viel mit frischen Kräutern und Zitrone, sodass der Snack deutlich frischer als bei uns schmeckt. Von fetttriefenden Händen, die man nach manch einem Falafel-Döner in Deutschland hat, ist nicht zu reden!

Hippes Cafe in Tel Aviv

So lecker kann frühstücken sein

Die absolute Metropole für alle Foodies ist eindeutig Tel Aviv. Hier wimmelt es nur so vor hippen Cafés mit Acai Bowls, veganen Kuchen und gesunden Lunch Bowls. Weniger hip, aber in keinster Weise weniger lecker geht es in den Restaurants am Mittag und Abend zu. Von Hummus mit Lammfleisch, Fleischspießchen, leckerem Brotsalat, Auberginendip bis hin zu Baklava zum Dessert – ich habe wirklich noch nirgends so gut gegessen wie in den Restaurants von Tel Aviv! Alles war so hervorragend gewürzt, dass man einfach nie genug davon bekommen konnte. Was übrigens ganz gut war, denn die Portionen in den israelischen Restaurants sind meist sehr üppig.

Gut zu wissen: Essengehen kostet in Israel ungefähr  so viel wie in Deutschland. Für ein Hauptgericht zahlt man in einem normalen Restaurant zwischen 10 und 25 Euro, je nachdem, was man bestellt. Doch die Mengen, die man für sein Geld bekommt, übersteigen Portionen in Deutschland deutlich. Vor allem, wenn man bedenkt, dass man vor dem Essen immer noch ein kleines Amuse-Gueule in Form von Oliven, Brot und oftmals kleinen Häppchen bekommt.
Smoothie Bowl

Smoothie Bowl

Trotz der vielen guten Restaurants muss ich allerdings sagen: Mein bestes Essen hatte ich auf meinem Balkon in meiner Unterkunft – und das, obwohl sie nicht einmal eine Küche hatte! Ganz in der Nähe befand sich nämlich der Carmel Market, ein absolutes Paradies für Foodies!

Auf dem Markt gibt es von duftendem frischem Brot, saftigen Früchten, aromatischen Oliven bis hin zu süßen Gebäckteilchen, alles, was man für ein stattliches Picknick benötigt. Vielleicht lag es am Urlaubsgefühl, aber ich würde nach wie vor bezeugen, dass das die leckersten Feigen und das beste Baklava war, das ich in meinem je Leben gegessen habe!

Baklava

Ein wahr gewordener Traum: Baklava soweit das Auge reicht

Falls ihr also jetzt auch Lust bekommen habt, Israel zu besuchen, müsst ihr mir versprechen, nach den dreieckigen Baklava mit einer Füllung aus Frischkäse Ausschau zu halten und sie zu probieren. Durch den Frischkäse, waren sie nicht so süß wie andere Sorten und haben einfach himmlisch geschmeckt! Ich habe sie leider nur auf diesem Markt in Tel Aviv gefunden und beneide euch um jeden Bissen, den ihr davon in eurem Urlaub in Israel nehmen werdet!

Mein Fazit: Eine Woche Israel

Ich war eine Woche in Israel unterwegs und habe in dieser Zeit noch deutlich mehr erlebt, als ich jetzt hier in meinen Highlights beschrieben habe. Das Land ist wirklich unglaublich vielschichtig und man versteht es erst, wenn man es einmal selbst bereist hat und auch wirklich mit den Leuten ins Gespräch gekommen ist. Vor allem Jerusalem hat es mir sehr angetan und die Stadt hat es auf Anhieb in meine Top 5 der schönsten Städte aller Zeiten geschafft!

Frau in Tel Aviv

Die Altstadt von Tel Aviv sieht aus wie ein Museum

Ich würde euch raten, Israel mit einer Reise durch Jordanien zu kombinieren, so wie ich es gemacht habe. So nehmt ihr in einem Urlaub auch noch die Highlights Petra und das Wadi Rum mit und ihr bekommt auch noch einen Einblick in das Leben der Beduinen, die für diese Region so prägend sind.

Ich hoffe sehr, dass ich euch von meiner Begeisterung für dieses kleine Land angesteckt habe und ihr Israel vielleicht bald selbst einen Besuch abstattet. Viel Spaß im Urlaub! Wenn ihr auf der Suche nach passenden Angeboten seid, kann ich euch diese Seite auf sonnenklar.TV empfehlen. Hier findet ihr zahlreiche Angebote für einen günstigen Urlaub in Israel.

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