Top 12 Nationalparks der USA – weite Wälder und endlose Wüsten

Die USA sind ein riesiges Land mit sehr unterschiedlichen Landschaften und entsprechend vielfältiger Natur. Bei einer Reise zu den Nationalparks des Landes entdeckt ihr dichte Urwälder, aber auch faszinierende Wüsten und deren Bewohner. Wir stellen euch die sehenswertesten Nationalparks der USA vor.

Nationalparks USA

Bei der Auswahl der hier aufgeführten USA Nationalparks haben wir uns schwergetan, denn eigentlich verdient es jeder hier erwähnt zu werden. Die Parks sind von Nordost nach Südwest aufgelistet, zeigen euch die Vielfalt und neben den bekanntesten Parks verraten wir euch ein paar Geheimtipps.

Inhaltsverzeichnis

  1. Acadia – das Juwel am Atlantik
  2. Shenandoah – John Denvers Country Roads
  3. Everglades – die Sümpfe der Alligatoren
  4. Great Sand Dunes – Sand, noch mehr Sand und Berge
  5. Yellowstone – der älteste Nationalpark der Welt
  6. Grand Canyon – die Schlucht der Schluchten
  7. Arches – das Land der Felsbögen
  8. Yosemite – die Heimat von El Capitan
  9. Sequoia/Kings Canyon – das Zwillingspaar in der Sierra Nevada
  10. Olympic – faszinierende Natur bei Seattle
  11. Denali – einsame Wildnis am höchsten Berg Nordamerikas
  12. Hawai’i Volcanoes – wo neues Leben aus dem Feuer erwacht

Häufig gestellte Fragen zu den Nationalparks der USA

Das Wichtigste im Überblick

  • Majestätische Berge, tiefe Schluchten oder traumhaft schöne Küsten am Meer – Die Nationalparks der USA bieten euch reichlich Vielfalt.
  • Um die Nationalparks der USA richtig kennenzulernen, braucht es Zeit. Wenn ihr gerne campt, empfiehlt es sich ein Wohnmobil zu mieten. An oder in den Parks gibt es Campingplätze in traumhafter Natur.
  • Auch wenn ihr in den meisten Parks die wichtigsten Sehenswürdigkeiten mit dem Auto erreichen könnt, wird das Naturerlebnis viel intensiver, wenn ihr die Parks zu Fuß oder mit dem Fahrrad erkundet.

Nationalparks der USA – die 12 großartigsten Naturwunder Amerikas

Mit dem Yellowstone Nationalpark, der 1872 gegründet wurde, findet ihr hier den ältesten Nationalpark der Welt. Heute befinden sich im Land verteilt 63 Naturschutzgebiete und über 6.600 State Parks, die oft mindestens genauso sehenswert sind. Der Unterschied ist, dass ein Nationalpark vom bundeseigenen National Park Service verwaltet wird und einige dieser Parks inzwischen Zugangsbeschränkungen haben, während die State Parks von den jeweiligen Bundesstaaten verwaltet werden und touristisch nicht ganz so erschlossen sind.

1. Acadia – das Juwel am Atlantik

Im äußersten Nordosten der USA erwartet euch eine spektakuläre Mischung aus traumhafter Natur und indianischer Kultur. Der Park liegt auf der bergigen und zerklüfteten Insel Mount Desert Island im Meer. Die Landschaft des Parks wurde von Vulkanen und Eis geformt. So entstand eine hügelige Landschaft mit Seen, Sümpfen und Mooren.

Felsige Küstenlinie im Acadia-Nationalpark Bar Harbor Maine

Bar Harbor ist ein malerisches Fischerdorf, das aber in der Hauptsaison sehr gut besucht ist. Hier startet die Park Loop Road, entlang derer ihr zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten des Parks fahren könnt. Das absolute Highlight ist der Blick vom Cadillac Mountain über den Park. Im Park wurden 338 verschiedene Vogelarten gezählt, darunter der Weißkopfseeadler, das Wappentier der USA. In klaren Nächten hört ihr im Park die Eulen rufen und habt freien Blick auf die Milchstraße.

Lage:Im Norden Maines an der Grenze zu Kanada
Größe:Ca. 200 km²
Gründung:19.01.1929
Beste Jahreszeit:Sommer und Herbst, Ende September bis Mitte Oktober berauschen die bunten Blätter der Wälder die Besucher. Dann sind auch die meisten Gäste zu erwarten.
Besonderheiten:Herbstlaub im Indian Summer, raue Atlantikküste, Sterne beobachten, Bademöglichkeiten
Öffnungszeiten:1. Wochenende im Mai bis 31.10. täglich von 08:30 – 16:30 Uhr
Die Wander- und Bike Wege sind das ganze Jahr über zugänglich
Eintrittspreise:  Private Fahrzeuge 30,00 USD
Motorräder 25,00 USD
Personen ohne Fahrzeug: 15,00 USD
Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren frei
Hoteltipp: Das Best Western Acadia Park Inn ist ein gemütliches kleines Hotel in Bar Harbor zwischen dem Zentrum und dem Zugang zum Nationalpark.

2. Shenandoah – John Denvers Country Roads

Ihr alle kennt das Lied “Country Roads“ und habt euch vielleicht schon mal gefragt, welche Landschaft John Denver darin besingt. Im Tal des Shenandoah, nur etwa 90 Minuten westlich von Washington, DC findet ihr die Antwort. Die bewaldeten Hügel der Blue Ridge Mountains beheimaten Wiesen, die im Frühjahr bunt leuchten, beeindruckende Wasserfälle und spektakuläre Aussichtspunkte. Eilige durchqueren den Park auf der Skyline Road in etwa drei Stunden. Dabei verpasst ihr jedoch das Beste. Entlang dieser Straße findet ihr steinerne Mileposts, die euch zur Orientierung dienen und auf besondere Sehenswürdigkeiten hinweisen.

Wunderschöne Wasserfälle findet ihr im Shenandoah National Park

Wenn ihr viel Zeit mitbringt, könnt ihr den Park auf einem Teilstück des Appalachian Trails, der über 3.500 Kilometer von Maine nach Georgia führt, erwandern. Wandern ist überhaupt das große Thema in diesem Park. Es gibt etwa 800 Kilometer an ausgewiesenen Wanderwegen. Bei euren Touren trefft ihr mit etwas Glück auf Schwarzbären, Luchse, Hirsche und manchmal sogar Stinktiere. Im Mai blühen in den Wäldern die wilden Rhododendren und im Herbst leuchten die Wälder in feurigen Rot- Orange und Gelbtönen.

Lage:Im Westen Virginias, etwa zwei Stunden Fahrt von Washington, DC
Größe:ca. 800 km²
Gründung:26.12.1935
Beste Jahreszeit:Frühjahr und Herbst. Im Shenadoah verfärbt sich das Laub etwas später als im Acadia. Aber auch hier ist das die Zeit mit den meisten Besuchern.
Besonderheiten:Die Panoramastraße Skyline Drive, der Appalachian Trail, Campen in der Wildnis
Öffnungszeiten:Der Park kann das ganze Jahr über besucht werden. Einzelne Einrichtungen sind im Winter geschlossen.
Eintrittspreise:Private Fahrzeuge 30,00 USD
Motorräder 25,00 USD
Personen ohne Fahrzeug 15,00 USD
Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren frei
Hoteltipp: Am südlichen Ende des Parks in Waynesboro bietet euch das Days Inn by Wyndham eine komfortable Unterkunft mit Pool zum Relaxen.

3. Everglades – die Sümpfe der Alligatoren

Die Südspitze Floridas ist von einer riesigen subtropischen Sumpflandschaft bedeckt. Bereits etwa 1.000 vor Christus gab es hier bereits Indianerstämme, und ab dem 19. Jahrhundert ließen sich in den Sümpfen und Wäldern auch Siedler nieder. Das Land war schwer zu bewirtschaften und in den Sümpfen und Kanälen lauerten die Alligatoren auf Beute. So wurde dieses einzigartige Sumpfgebiet weitestgehend erhalten und ihr könnt es heute noch bestaunen.

Kajakfahren in den Mangrovenwäldern der Everglades, ein Highlight was Ihr nicht verpassen solltet.

Neben Alligatoren und Krokodilen tummeln sich noch einige Schlangen in den Sümpfen. In den Mangrovenwäldern direkt an der Küste könnt ihr die Manatees (Seekühe) beobachten. Etwa 360 verschiedene Vogelarten bevölkern den Park, darunter viele Rosa Löffler. Den Park könnt ihr mit dem Fahrrad erkunden, auf befestigten Wanderwegen oder paddelnd in einem Kanu durch die Kanäle. Allerdings ist das einzigartige Ökosystem durch den Klimawandel stark bedroht.

Lage:An der Südspitze von Florida
Größe:ca. 5.670 km²
Gründung:06.12.1947
Beste Jahreszeit:Die Sommer in den Everglades sind feucht und heiß, daher empfiehlt es sich den Park im Winter während der Trockenzeit zu besuchen.
Besonderheiten:Das Shark Valley und der Anhinga Trail sind die besten Orte für Tierbeobachtungen und teilwiese sogar barrierefrei.
Öffnungszeiten:Homestead und Everglades City/Naples: rund um die Uhr
Miami (Shark Valley): täglich von 8.30 Uhr bis 18.00 Uhr
Eintrittspreise:  Private Fahrzeuge 30,00 USD
Motorräder 25,00 USD
Personen ohne Fahrzeug 15,00 USD
Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren frei
Hoteltipp: Sehr viel Charme und die typische Südstaatengastfreundschaft erwarten euch im Trianon Old Naples Hotel. Die Traumstrände des Golfs von Mexiko sind nur wenige Minuten entfernt.

4. Great Sand Dunes – Sand, noch mehr Sand und Berge

Vom tiefen Süden der USA geht es nun in das Herz des Landes in die Rocky Mountains. Westliche Winde bringen den Sand von den Ufern des Rio Grande und seinen Nebenflüssen an die Füße des Sangre de Cristo Gebirgszuges. Inzwischen türmen sich die dadurch entstandenen Dünen bis zu einer Höhe von 230 Metern auf. An einigen Stellen dürft ihr mit speziellen Schlitten oder Boards die Dünen hinunter sausen.

Great Sand Dunes National mit dem Berg Park Sangre de Cristo im Hintergrund.

Auch wenn man meinen könnte, dass in diesem riesigen Sandgebiet nur wenige Tiere und Pflanzen überleben können, bietet sich euch hier ein sehr diverses Bild an Fauna und Flora. Der Park umfasst aber noch andere Landschaftsformen wie Wiesen, Sümpfe, alpine Tundra und Wälder. Insgesamt gibt es etwa 250 Vogelarten und selbst größere Säugetiere wie Hirsche, Antilopen, Bighorn Schafe und Bisons sind hier anzutreffen. Wenn ihr im Frühsommer in den Park kommt, erwarten euch Wiesen, auf denen es in allen Farben blüht. Seit 2019 ist dieser Park offiziell als Dark Sky Park anerkannt.

Lage:Im Süden von Colorado
Größe:Ca. 434 km²
Gründung:13.09.2004
Beste Jahreszeit:Frühsommer oder Herbst, vor allem wenn ihr zum Sterne gucken kommt
Besonderheiten:In klaren Nächten erkennt ihr die Milchstraße mit bloßem Auge, ein Highlight ist es mit den Boards über die Dünen zu rutschen
Öffnungszeiten:Der Park ist immer zugänglich, das Besucherzentrum in der Regel von 9.00 Uhr bis 18.00 Uhr
Eintrittspreise:   Private Fahrzeuge 25,00 USD
Motorräder 20,00 USD
Personen ohne Fahrzeug 15,00 USD
Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren frei
Hoteltipp:  Das Ramada Pueblo ist ein komfortables Haus, das relativ nah an dem etwas abseits gelegenen Park liegt.

5.Yellowstone – der älteste Nationalpark der Welt

Der im Jahr 1872 gegründete Yellowstone Park sollte ganz oben auf eurer Liste stehen, wenn ihr eine Reise durch die Nationalparks der USA plant. Er ist nicht nur der älteste, sondern auch einer der größten. Immerhin entspricht die Fläche in etwa der Größe Korsikas. Damit nicht genug an Superlativen. Den größten Teil des Parks bildet die Caldera eines Supervulkans, die vor etwa 640.000 Jahren entstanden ist. Daher ist hier etwa die Hälfte aller Geysire der Welt – rund 500 Stück – zu sehen. Der höchste Punkt des Parks ist mit 3.462 Metern der Eagle Peak.

Große prismatische Quelle, Midway Geysir, Yellowstone

Unter den 67 Säugetierarten, die den Park bevölkern, finden sich Schwarzbären, Grizzlys, Pumas, Coyoten und Wölfe. Harmloser, aber zuweilen auch nicht ganz ohne, ist ein Treffen mit Bisons, Bighorn Schafen, Elchen, Hirschen und Bergziegen. Dichte Wälder sind hier ebenso zu finden wie Steppenlandschaften, Sümpfe und heiße Quellen, ein Anzeichen dafür, dass weite Teile des Parks ein schlafender Supervulkan sind.

Lage:Im Nordwesten von Wyoming, kleine Teile liegen in Montana und Idaho
Größe:Ca. 9.000 km²
Gründung:01.03.1872
Beste Jahreszeit:Sommer und Herbst, in den höher gelegenen Gebieten kann es bis in den Juni und ab September schneien. Das Wetter im Park kann sich sehr schnell ändern.
Besonderheiten:Geysir Old Faithfull, Grand Canyon of the Yellowstone River
Öffnungszeiten:Der Park öffnet in der Regel Mitte-Ende Juni und schließt je nach Höhenlage zwischen Anfang September und Ende Oktober
Eintrittspreise:  Private Fahrzeuge 35,00 USD
Motorräder 30,00 USD
Personen ohne Fahrzeug 20,00 USD
Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren frei
Hinweis: Wenn ihr über den Südeingang in den Park fahrt, müsst ihr zunächst den Grand Teton Nationalpark durchqueren, der ein separates Eintrittsgeld berechnet.
Hoteltipp: Nur etwa 15 Fahrminuten trennen euch im Under Canvas Yellowstone vom westlichen Parkeingang. In diesem Glamping Resort übernachtet ihr in komfortablen Zelten.

6. Grand Canyon – die Schlucht der Schluchten

Mit etwa 445 Kilometern Länge und 1.828 Metern Tiefe ist der Grand Canyon nicht die größte Schlucht der Welt, aber sicherlich eine der beeindruckendsten. Doch nicht nur der Canyon ist Teil des Nationalparks, sondern auch das angrenzende Hochland. Vor etwa 11.000 Jahren lebten hier schon die Indianer verschiedener Stämme und haben ihre Spuren hinterlassen. Ende des 19. Jahrhunderts kamen dann die Europäer und beuteten die vielen Bodenschätze in Minen aus.

Grand Canyon am Nachmittag kurz vor dem Sonnenuntergang

Da der Canyon zwischen sechs und dreißig Kilometer breit ist, solltet ihr euch genau überlegen, von wo aus ihr dieses Naturwunder anschauen wollt. Die meisten Besucher fahren von Süden über Flagstaff zum Park. Am sogenannten South Rim liegt das Grand Canyon Village, das als Ausgangspunkt für viele Aktivitäten fungiert. Ortsansässige Indianer bringen euch bei geführten Touren zum Boden der Schlucht. Beliebt sind auch mehrtägige Kanutouren auf dem Colorado, um sich die Felswände vom Wasser aus anzuschauen. Den höher gelegenen North Rim (2.438 Meter) erreicht ihr nicht ganz so einfach über Page.

Lage:Im Norden von Arizona etwa 4 Stunden Fahrzeit östlich von Las Vegas.
Größe:ca. 4.900 km²
Gründung:26.02.1919
Beste Jahreszeit:Den South Rim könnt ihr das ganze Jahr über erreichen, wobei es im Sommer dort sehr heiß wird. Der Zugang zum North Rim ist von Mitte Mai bis Mitte Oktober möglich.
Besonderheiten:Weite Teile des Parks und der unmittelbaren Umgebung gehören wieder den indianischen Ureinwohnern. Die präsentieren euch voller Stolz ihre Kultur.
Öffnungszeiten:South Rim täglich rund um die Uhr, North Rim ca. 15.05. – 15.10.; Bei eventuell auftretenden Wetterextremen kann der Park kurzfristig geschlossen werden.
Eintrittspreise:    Private Fahrzeuge 35,00 USD
Motorräder 30,00 USD
Personen ohne Fahrzeug 20,00 USD
Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren frei
Hoteltipp: Streng genommen liegt das Grand Hotel at the Grand Canyon nicht im Nationalpark, sondern im Kaibab National Forest, der aber an den Nationalpark angrenzt.

7. Arches – das Land der Felsbögen

In der schier unendlichen Wüstenlandschaft des Westens der USA befinden sich viele Nationalparks. Der Arches in Utah bietet dabei einen Kontrast zu den Canyons, die der Colorado in den Stein gegraben hat. Hier bestaunt ihr über 2.000 Steinbögen, die durch Erosion entstanden sind. Außerdem erwartet euch eine Vielzahl an rot leuchtenden Felsnadeln, die oft von riesigen Felsbrocken gekrönt werden. Besonders bei Sonnenauf- und Sonnenuntergang ist das Rot der Steine so richtig intensiv.

Zierlicher Bogen im Arches National Park

Um die fragile Natur zu schützen, wurde der Zugang zu diesem Nationalpark begrenzt und ihr müsst von April bis Oktober vorab ein Zeitfenster buchen, in dem ihr den Park betretet. Danach könnt ihr euch Zeit lassen, denn das Ticket ist für den Rest des gebuchten Tages gültig. Eine Ansammlung der faszinierendsten Felsformationen findet ihr an der Windows Section. Trotz des speziellen Klimas findet ihr hier noch eine Vielzahl an Tieren wie Hirsche, Koyoten und putzige Streifenhörnchen.

Lage:Im Osten von Utah, nahe der Stadt Moab
Größe:Ca. 310 km²
Gründung:12.04.1929
Beste Jahreszeit:Die Sommertage im Arches Nationalpark sind recht heiß (bis zu 40 °C). Dafür sind die Nächte auch im Sommer sehr kühl. Für einen Besuch empfiehlt sich das Frühjahr oder der Herbst.
Besonderheiten:Der Delicate Arch ist das Wahrzeichen des Staates Utah, Fiery Furnace ist ein Labyrinth aus natürlichen Felsen.
Öffnungszeiten:Der Park ist das ganze Jahr über zugänglich
Eintrittspreise:   Private Fahrzeuge 30,00 USD
Motorräder 25,00 USD
Personen ohne Fahrzeug 15,00 USD
Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren frei
Hoteltipp: Das Moab Valley Inn liegt in der charmanten kleinen Stadt, die das Tor zum Arches Nationalpark ist. Der Parkeingang ist ca. 8 Kilometer entfernt.

8. Yosemite – die Heimat von El Capitan

Wenn ihr nach so viel roten Steinen Lust auf sattes Grün habt, fahrt ihr weiter nach Kalifornien. Der Yosemite (gesprochen: Josemiti) Nationalpark besticht mit grünen Tälern und hohen Felswänden, über die zahlreiche Wasserfälle in die Tiefe rauschen. In den Höhen der Sierra Nevada findet ihr sogar noch Gletscher. Auch zu diesem Park ist der Zugang von Ende Mai bis Ende September reguliert und ihr müsst euch rechtzeitig einen Termin reservieren. Das berechtigt euch dann, den Park drei Tage lang zu erkunden.

Schöne Aussicht vom Yosemite National Park auf den El Capitan.

Das Herz des Parks ist das Yosemite Valley mit dem Felsgipfel El Capitan und dem Bridalveil Fall. Den besten Blick auf das Tal habt ihr vom Aussichtspunkt Tunnel View. In den dichten Wäldern, die das Bild des Parks bestimmen, leben Schwarzbären, Adler und viele weitere Tiere. Die Biodiversität im Yosemite ist besonders hoch, da er viele Klimazonen umfasst.

Lage:Im Norden Kaliforniens, etwa 4 Stunden Fahrt östlich von San Francisco
Größe:Ca. 3.000 km²
Gründung:01.10.1890
Beste Jahreszeit:Im Frühsommer ist es im Park besonders schön, wenn die Wiesen in einer echten Farbenpracht erblühen.
Besonderheiten:Aufgrund der großen Höhenunterschiede könnt ihr im Park fünf verschiedene Klimazonen erkunden
Öffnungszeiten:Der Park ist ganzjährig geöffnet. Allerdings ist die berühmte Tioga Road, die den Park von Ost nach West durchquert von November bis Ende Mai wegen Schnee gesperrt.
Eintrittspreise:  Private Fahrzeuge 35,00 USD
Motorräder 30,00 USD
Personen ohne Fahrzeug 20,00 USD
Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren frei
Hoteltipp: Die Tenaya Lodge at Yosemite ist eine luxuriöse Lodge nur wenige Fahrminuten vom Westeingang des Parks entfernt.

9. Sequoia/Kings Canyon – das Zwillingspaar in der Sierra Nevada

Offiziell ist dieser Park in den Sequoia und den Kings Canyon Nationalpark aufgeteilt. Da die beiden aber direkt aneinander grenzen, werden sie meist als ein Park angesehen. Auch in diesem Park erkundet ihr mehrere verschiedene Klimazonen. Der tiefste Punkt liegt hier bei 412 Metern während der höchste Punkt der Gipfel des 4.418 Meter hohen Mount Whitney ist. Der Kings Canyon ist ein langes Flusstal, das am Ende zum tiefsten Tal der USA wird. Am Big Stump Trail seht ihr Baumstümpfe, die vermutlich mal die Füße der größten Mammutbäume waren.

Den bekanntesten Mammutbaum General Sherman findet ihr im Sequoia National Park.

Im Sequoia erwartet euch ein komplett anderes Bild. Hochalpine Täler werden von majestätischen Gipfeln gesäumt. Dieser Teil des Parks erinnert ein bisschen an den Yosemite Nationalpark. Sequoia ist der botanische Name der Mammutbäume und von denen findet ihr hier wahre Prachtexemplare. Am bekanntesten ist der etwa 2.000 Jahre alte General Sherman Tree, der mit einer Höhe über 81 Metern und einem Umfang von fast 11 Metern einer der größten Bäume der Welt ist. Ihr findet ihn im Giant Forest mit vielen ausgeschilderten Wanderwegen.

Lage:Im Osten Kaliforniens, jeweils etwa 4 Stunden Fahrt von San Francisco und Los Angeles entfernt
Größe:Ca. 3.500 km²
Gründung:25.09.1890 (Sequoia), 04.03.1940 (Kings Canyon)
Beste Jahreszeit:Die schönste Zeit ist der Frühsommer, wenn die vielen Wiesen blühen. In manchen Teilen des Parks liegt bis in den Juni noch Schnee.
Besonderheiten:Hier stehen einige der größten Bäume der Welt. Vor allem im Giant Forest und Grant Grove findet ihr viel davon auf dichtem Raum.
Öffnungszeiten:Ganzjährig. Manche Straßen sind im Winter aber wegen Schnee geschlossen.
Eintrittspreise:Private Fahrzeuge 35,00 USD
Motorräder 30,00 USD
Personen ohne Fahrzeug 20,00 USD
Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren frei
Hoteltipp: Die John Muir Lodge ist ein sehr gemütliches Hotel im Kings Canyon Nationalpark, nur wenige Fahrminuten vom Grant Grove entfernt.

10. Olympic – faszinierende Natur bei Seattle

Auf einer Halbinsel vor Seattle an der kanadischen Grenze liegt dieser Park. Er gehört zu den Geheimtipps, bietet euch aber eine Biodiversität, die ihresgleichen sucht. Über 100 Kilometer wilder Pazifikküste sind ebenso Teil dieses Parks wie uralte Regenwälder und von Gletschern gekrönte Berggipfel. Bis im 19. Jahrhundert die europäischen Siedler das Land für sich beanspruchten, lebten hier acht verschiedene indianische Stämme, die an vielen Stellen ihre Spuren hinterlassen haben.

Hoh Rainforest mit seinen gigantischen mit Moos überzogenen Bäumen.

Die Halbinsel ist vor Millionen von Jahren durch vulkanische Aktivität entstanden und noch heute gibt es vor der Küste aktive Unterwasservulkane. An Land trefft ihr auf Schwarzbären, Hirsche und Pumas während sich im Wasser Seelöwen und diverse Walarten tummeln. Durch das feuchte Klima sind viele der Bäume im Regenwald mit Moosen überzogen, was für eine mystische Atmosphäre sorgt. Das gilt besonders für den Hoh Rain Forest. An anderer Stelle, etwa im Quinault Rain Forest, wandert ihr entlang alpiner Wiesen mit tiefblauen Seen und schneebedeckten Gipfeln im Hintergrund.

Lage:Auf einer Halbinsel im Pazifik vor Seattle
Größe:ca. 3.750 km²
Gründung:29.06.1938
Beste Jahreszeit:Die beste Zeit den Park zu besuchen ist der Sommer. Allerdings müsst ihr auch dann immer wieder mit Regen rechnen.
Besonderheiten:An kaum einem anderen Ort findet ihr so viele verschiedene Klimazonen.
Öffnungszeiten:Der Park ist das ganze Jahr über geöffnet. Im Winter können einige Straßen unpassierbar sein.
Eintrittspreise:Private Fahrzeuge 30,00 USD
Motorräder 25,00 USD
Personen ohne Fahrzeug 15,00 USD
Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren frei
Hoteltipp: Im malerischen Fischerort Port Angeles mit Blick auf Vancouver Island befindet sich das komfortabel eingerichtete Super 8 Motel.

11. Denali – einsame Wildnis am höchsten Berg Nordamerikas

Der Denali Park in Alaska ist mit einer fast 5,5-mal so großen Fläche wie Mallorca der drittgrößte Nationalpark der USA. In den Ebenen des Parks wandert ihr durch dichte Wälder. In den höher gelegenen Gebieten schweift euer Blick über hochalpine Tundra bis zum Horizont und über allem thront der fast 6.200 Meter hohe, schneebedeckte Gipfel des Denali. Hier genießt ihr Einsamkeit, Stille und unberührte Wildnis.

Wandernder Caribou-Bulle in der herbstlichen Tundra.

Der Denali hat seine eigenen Big Five: Elche, Caribous (so heißen die Rentiere in Nordamerika), Dall-Schafe, Wölfe und Grizzly Bären bevölkern die Weiten des Parks. Die Lüfte werden von Weißkopfsee– und Steinadlern sowie vielen anderen Vögeln beherrscht. Überraschend dürfte die Tatsache sein, dass es im hohen Norden über 1.500 Pflanzenarten gibt. Darunter viele verschiedene Beeren, die die Bären so lieben. Wenn Ende Mai – Anfang Juni der Frühling oft über Nacht Einzug hält, verwandeln sich die Wiesen in ein buntes Blütenmeer.

Lage:Im Süden Alaskas zwischen Anchorage und Fairbanks
Größe:ca. 19.185 km²
Gründung:26.02.1917
Beste Jahreszeit:Juni-Juli zur Blüte, Indian Summer im September, Nordlichter von Dezember bis Februar
Besonderheiten:Wenn ihr die Einsamkeit sucht, werdet ihr hier garantiert fündig.
Öffnungszeiten:Teile des Parks können bei günstigen Wetterbedingungen bereits ab Mitte April besucht werden. Erste Schneefälle können bereits im August niedergehen, meistens ist die Denali Park Road bis Mitte September befahrbar. Im Winter ist der Park nur mit Schneeschuhen, Langlaufskiern oder Schneemobilen zu betreten.
Eintrittspreise:Pro Person 15,00 USD
Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren frei
Anders als in anderen Nationalparks gibt es im Denali keine Preise pro Fahrzeug

12. Hawai’i Volcanoes – wo neues Leben aus dem Feuer erwacht

Weit draußen im Pazifik erwartet euch ein einzigartiges Naturerlebnis. Nach einer Sage der polynesischen Ureinwohner lebt Pele, die Göttin des Feuers, auf dem Mauna Loa, einem Berg mit etwas über 4.100 Metern Höhe. Wenn sie erzürnt ist, spuckt sie Feuer. Und das tut sie am etwas tiefer gelegen Kilauea ununterbrochen seit 1983. Nur selten kommt es zu größeren Eruptionen, meist fließt die Lava gemächlich und so könnt ihr hier so nah an die fließende Lava wie sonst nirgends auf der Welt. Besonders beeindruckend ist das Schauspiel, wenn die Lava an der Küste über hohe Klippen in einer Art Wasserfall ins Meer stürzt.

Kilauea Iki Crater wo neues Leben aus den Lavaspalten wächst.

Was den Park außerdem so einzigartig macht, ist die Tatsache, dass ihr seht, wie die Lava zunächst alles Leben zerstört, um dann kurze Zeit später Platz zu machen für neues Leben, das aus den Lavaspalten erwächst. Neben den vielen Lavafeldern findet ihr im Park auch tropischen Regenwald. Zwei Panoramastraßen ermöglichen euch den Park mit dem Auto zu erkunden. Der Crater Rim Drive führt euch durch Regenwald zum Gipfel des Kilauea. Während euch die Chain of Craters Road von den Bergen hinunter ans Meer leitet.

Lage:Im Süden der Insel Hawai’i, in der Nähe der Stadt Hilo
Größe:Ca. 1.300 km²
Gründung:01.08.1916
Beste Jahreszeit:Das tropische Klima Hawai’is macht den Besuch des Parks rund um das Jahr möglich.
Besonderheiten:Seit 1994 hat die Lava hier ca. 200 Hektar neues Land geschaffen. Auf der Webseite des Parks wird täglich aktualisiert, an welchen Orten gerade der Lavafluss beobachten werden kann.
Öffnungszeiten:Der Park hat immer geöffnet. Der Zugang zur Kahuku Unit im Süden des Parks ist von Donnerstag bis Sonntag zwischen 8.00 Uhr und 16.00 Uhr möglich.
Eintrittspreise:Private Fahrzeuge 30,00 USD
Motorräder 25,00 USD
Personen ohne Fahrzeug 15,00 USD
Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren frei
Hoteltipp:  Das Grand Naniloa Hotel, a Doubletree by Hilton in Hilo liegt direkt an einem kleinen Sandstrand. Zum Nationalpark sind es von hier ca. 45 Minuten mit dem Auto.
Unser Tipp: America The Beautiful – Jahrespass Wenn ihr bei eurer nächsten USA Reise plant, mehr als einen Nationalpark zu besuchen, empfehlen wir euch den Kauf dieses Passes. Damit erhaltet ihr kostenlosen Zutritt zu über 2.000 Naturschutzgebieten und nationalen historischen Stätten im ganzen Land. Im Kaufpreis enthalten ist der Eintritt für ein Fahrzeug mit allen Insassen oder bis zu vier Erwachsenen. Dieser Pass kostet ca. 80,00 US-Dollar, ein Preis, den ihr schnell wieder eingespart habt.

Häufige gestellte Fragen zu den Nationalparks in den USA

Wie viele Nationalparks gibt es in den USA?

Derzeit gibt es in den USA 63 Nationalparks mit einer Gesamtfläche von etwas über 211.000 Quadratkilometern. Das entspricht in etwa der Fläche von Großbritannien. Somit sind die USA eines der Länder dieser Welt mit der größten Dichte an Nationalparks. Zu diesen Nationalparks kommen noch die State Parks, National Historic Monuments und andere Formen an Schutzgebieten.

Auch die State Parks sind wunderschöne Ziele hier z.B. Palouse Falls State Park, Washington State.

Was ist der größte Nationalpark in den USA?

Von den flächenmäßig zehn größten Nationalparks liegen sieben in Alaska. Der größte Park ist der Wrangell-St-Elias Nationalpark im Süden des Staates, dessen 53.320 Quadratkilometer 1,5 mal die Fläche Baden-Württembergs umfassen. Nummer zwei ist der Gates-of-the- Arctic Nationalpark im Norden Alaskas.

Kennicott River im Wrangell-St. Elias National Park.

Was ist der berühmteste Nationalpark in der USA?

Geht man nach den Besucherzahlen, ist der Great Smoky Mountain Nationalpark mit 12 Millionen Besuchern jährlich der bekannteste Park. Er liegt in den Appalachen auf dem Gebiet der Staaten North Carolina und Tennessee. Platz zwei nimmt der Grand Canyon mit halb so vielen Besuchern ein. Bei uns am bekanntesten sind sicherlich Grand Canyon, Yosemite und Yellowstone.

Blick vom Clingmans Dome in den Great Smoky Mountains National Park.

Was kann man in einem Nationalpark machen?

In den meisten Nationalparks der USA könnt ihr mit dem eigenen Fahrzeug eine Rundfahrt zu den Highlights unternehmen. Da einer der Hauptgründe solche Parks überhaupt einzurichten aber der Erhalt besonderer Naturschönheiten und seltener Pflanzen und Tiere ist, empfehlen wir euch, die Parks bei Wanderungen, Radtouren oder anderen Outdooraktivitäten zu erkunden. Dazu gehören je nach Topographie Rafting, Klettern, Kanu fahren, Reiten und vieles mehr.

Die Natur einfach auf sich wirken lassen…

Fazit zu den Nationalparks in den USA

Viele Menschen reisen in die USA, um die großen Städte zu besuchen. Die sind durchaus faszinierend und sehenswert. Wenn ihr aber wirklich sehen wollt, was dieses riesige Land ausmacht und ihr euch auch für die Kultur der Ureinwohner interessiert, solltet ihr euch die Zeit nehmen, in den Nationalparks die wahren Schätze der USA zu erkunden.

Die Natur dieses Landes ist so facettenreich und wird euch immer wieder ins Staunen versetzen. Neben spektakulären Landschaften trefft ihr dort auf seltene Tiere und Pflanzen. Wenn ihr nicht nur Natur pur wollt, sucht euch eine Region aus und verknüpft den Besuch der USA Nationalparks mit dem Besuch der nächstgelegenen Großstadt. Das ist ein faszinierendes Kontrastprogramm, das euch für immer in Erinnerung bleiben wird.

Info: Im Land der unbegrenzten Möglichkeiten gibt es noch so viel mehr zu sehen als die Nationalparks. Schaut doch mal auf unsere Angebotsseite und lasst euch inspirieren.

 

 

 

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