Kopenhagen Sehenswürdigkeiten: Tradition trifft Moderne

Mit knapp 645.000 Einwohnern zählt Kopenhagen zwar bei Weitem nicht zu den ganz großen Städten des Kontinents und fliegt im Vergleich der europäischen Hauptstädte stets etwas unter dem Radar, dennoch muss sich das Zentrum Dänemarks mitnichten verstecken – ganz im Gegenteil! In puncto Historie, Kultur und Wirtschaftskraft gilt die dänische Hauptstadt als eine der bedeutendsten Metropolen Nordeuropas und als kosmopolitisches Aushängeschild unter den Städten Skandinaviens.

Kopenhagen Sehenswürdigkeiten

Neben vielseitigen Sehenswürdigkeiten bietet Kopenhagen auch eine der höchsten Lebensqualitäten weltweit, was alljährlich in entsprechenden Ranglisten ebenso bestätigt wird, wie von den weltoffenen, humorvollen und charmanten Einwohnern der Stadt. Im folgenden Beitrag zeigen wir euch, welche Highlights und Sehenswürdigkeiten Kopenhagen zu bieten hat, was ihr auf keinen Fall verpassen solltet und was die „Schatztruhe Dänemarks“ so einzigartig macht. Bereit? Til Kobenhavn (auf nach Kopenhagen)!

Inhaltsverzeichnis

Das Wichtigste im Überblick

  • Kopenhagen ist der kulturelle, historische und gesellschaftliche Fixpunkt Dänemarks und als Hauptstadt die größte Metropole des skandinavischen Landes. Im Großraum Kopenhagen leben 1,4 Millionen Menschen.
  • Der Name Kopenhagen (dänisch: Kobenhavn) geht auf das mitteldänische Wort für „Kaufmannshafen“ zurück, was die wirtschaftliche Bedeutung der Stadt seit dem Mittelalter verdeutlicht.
  • Kopenhagen gilt als eine der fortschrittlichsten und nachhaltigsten Städte Europas. So kommen Radfahrer in den Genuss eigener Radwege und abgetrennter Straßen, sodass der Anteil der Biker am städtischen Verkehrs- und Pendleraufkommen bei 65 % liegt.

Kopenhagens Sehenswürdigkeiten: Die „Schatztruhe“ Dänemarks

In Kopenhagen erwartet euch ein ebenso attraktiver wie faszinierender Mix, der eine unvergessliche Städtereise garantiert! Die allermeisten Kopenhagen Sehenswürdigkeiten sind zentral um den Hauptplatz zu verorten, sodass ihr viele Attraktionen zu Fuß verbinden könnt. Eine der Ausnahmen bildet hierbei gleich unser erstes Highlight, das es allerdings trotzdem zum Wahrzeichen der Stadt gebracht hat!

Kleine Meerjungfrau: „Leidendes“ Symbol der Stadt

Die erste Kopenhagen Sehenswürdigkeit, die wir euch vorstellen wollen, liegt etwas außerhalb des Stadtzentrums unweit jener Stelle, an der die zahlreichen und stadtbildprägenden Hafenkanäle der dänischen Hauptstadt in die Öresund Meerenge (diese ist vor allem durch die Verbindungsbrücke zwischen Kopenhagen und der schwedischen Großstadt Malmö berühmt) münden. Dort sitzt auf mehreren Findlingen im seichten Meer die Kleine Meerjungfrau und schaut etwas melancholisch auf die Wasseroberfläche. Mit nur 125 Zentimetern gilt die Statue, die auf das gleichnamige Märchen des dänischen Nationalpoeten Hans Christian Andersen zurückgeht, als kleinstes Wahrzeichen der Welt.

Langelinie-Promenade in Kopenhagen

Entlang der schönen Langelinie-Promenade könnt ihr die Kleine Meerjungfrau besichtigen

An der Figur, die einst vom kunstliebenden Gründer der berühmten Carlsberg-Brauerei gestiftet wurde, scheinen sich die Geister mitunter etwas zu scheiden: Gemeinsam mit dem Brüsseler Manneken Pis führt die Kleine Meerjungfrau die Liste der „am wenigsten beeindruckenden Statuen der Welt“ an; oftmals wurde die Skulptur aus Bronze Opfer von Vandalismus, indem sie mit Schriftzügen versehen ins Meer gestoßen oder gar enthauptet wurde. Die Kopenhagener setzten ihr Wahrzeichen aber immer wieder in Stand, sodass die Statue trotz aller Widrigkeiten nach wie vor unzählige Touristen anzieht. Unser Tipp: Wenn ihr ein „romantisch-ruhiges“ Foto von oder mit der Kleinen Meerjungfrau machen wollt, solltet ihr früh am Tag oder abends kommen.

Nyhavn: Der Hafen mit besonderer Aura

Der Kanal Nyhavn (dänisch für „neuer Hafen“) liegt unweit des Stadtzentrums und gilt unter den Sehenswürdigkeiten in Kopenhagen als absolutes Must-see. Einst aus rein praktischen Gründen erbaut (im Jahr 1673 sollte eine Verbindung vom Hafen zum wichtigen Platz Kongens Nytorv geschaffen werden), mauserte sich die Wasserstraße zu einem der schönsten Orte der dänischen Hauptstadt, was vor allem an den farbenfrohen Bürger- und Fachwerkhäusern liegt, die mehr als 300 Jahre alt sind. Unglaublich: Der heute fotogenste Stadtteil Kopenhagens war lange Zeit der unbeliebteste, was auch an den zahlreichen Seefahrern auf Landgang lag, mit denen Kriminalität, Prostitution und alkoholbedingte Schlägereien einhergingen.

Bunte Häuser in Kopenhagen Nyhavn

Bunte Häuser sind das Erkennungsmerkmal von Nyhavn

Diese Zeiten sind aber lange vorbei, sodass ihr die maritim-urige Szenerie auf euch wirken lassen könnt, während ihr in einem der zahlreichen Straßencafés ein Heißgetränk oder ein Pint dänisches Bier genießt. Ein besonderes Highlight am Nyhavn sind übrigens die historischen Dampfer und altertümlichen Segelschiffe, die entlang der Uferpromenade ankern. Auch wenn die Besichtigung dieser Kopenhagener Attraktion völlig kostenlos ist, empfehlen wir euch, an einer der hier startenden Hafen- und Kanalrundfahrten teilzunehmen – für circa 10 Euro erwartet euch ein unvergessliches Erlebnis!

Amalienborg: Royal, zentral, pompös

Angesichts des liberal-progressiven dänischen Staatswesens ist es etwas überraschend, dass in unserem nördlichen Nachbarland die älteste Monarchie Europas zu Hause ist. Obwohl die Königsfamilie heutzutage (ähnlich wie im Vereinigten Königreich) hauptsächlich traditionell-repräsentativ in Erscheinung tritt, hat sie im Laufe ihrer Geschichte in ganz Dänemark in Form von Prachtbauten ihre Spuren hinterlassen. In Kopenhagen ist das zentral gelegene Schloss Amalienborg das wohl eindrucksvollste „royale Juwel“. Streng genommen ist der Name etwas verwirrend, denn es handelt sich weniger um ein Schloss, als vielmehr um einen Palastkomplex.

Platz vor Schloss Amalienborg in Kopenhagen

Der Platz vor Schloss Amalienborg

Um den weitläufigen achteckigen Platz Slotplats, in dessen Mitte ihr ein imposantes Reiterstandbild von König Friedrich V. bestaunen könnt, sind vier identische Bauwerke mit kolossaler Säulenfassade und klassizistischer Optik angeordnet, die jeweils verschiedenen historisch bedeutenden Regenten Dänemarks gewidmet sind. Im Palast von Christian VIII. befindet sich ein Museum, in dem ihr mehr über die Geschichte der dänischen Monarchie erfahrt und allerhand Goldschätze, Schmuck, Kunst und Porzellan bestaunen könnt. Übrigens: Jeden Tag findet vor dem Schloss ein besonderes Schauspiel statt, wenn von 11:30 bis 12 Uhr die zeremonielle Ablösung der Palastwachen vollführt wird.

Frederiks Kirke: Kopenhagens schönste Kirche

Die nächste Sehenswürdigkeit in Kopenhagen erreicht ihr, wenn ihr den Schlossplatz gen Westen verlasst. Sofort werdet ihr die Frederikskirche erblicken, eine evangelische Kirche aus dem 18. Jahrhundert, die nicht umsonst als schönster Sakralbau der dänischen Hauptstadt gilt und auch Marmorkirche genannt wird: Die Fassade des Gotteshauses brilliert mit italienisch anmutender Barockoptik, goldenen Zierelementen, mächtigen Säulen und detailreichen Statuen und Heiligenskulpturen.

Frederikskirche in Kopenhagen

Kopenhagener Frederikskirche

Die größte Auffälligkeit der Frederiks Kirke ist aber die monumentale Kuppel, die jenen Dachkonstruktionen des Pantheons in Rom und des Petersdoms im Vatikan nachempfunden ist und mit 46 Metern Deckenhöhe und einem Durchmesser von 33 Metern die größte Kirchenkuppel Skandinaviens ist. Im Inneren der Kirche erwarten euch prachtvolle Steinmetzarbeiten, farbenfrohe Mosaike und aufwendige Wandmalereien ebenso wie eine beeindruckend verzierte Orgel.

Rosenborg: Das idyllische Schloss

Nur 15 Gehminuten entfernt von der Frederikskirche befindet sich mit Schloss Rosenborg eine weitere Kopenhagener Attraktion. Das kleine Renaissance-Bauwerk verströmt ein märchenhaft-verwunschenes Flair und erinnert mit seinem rötlichen Gestein, den verspielten Türmchen und den grünen Dächern etwas an Harry Potters Zauberschule Hogwarts. Wenn ihr 125 Dänische Kronen (etwa 16,50 Euro; Stand November 2022) löhnt, könnt ihr das Museum im Inneren besichtigen, was mehr als lohnenswert ist: Hier erwarten euch neben prunkvollen Sälen mit allerlei royalem Pomp auch die Schätze und Juwelen der dänischen Krone.

Schloss Rosenborg in Kopenhagen

Sowohl Schloss Rosenborg selbst als auch der umliegende Park sind einen Besuch wert

Nachdem ihr den königlichen Zauber und die Schönheit des Schlosses gebührend auf euch wirken lassen konntet, solltet ihr es euch nicht nehmen lassen, dieses Erlebnis mit einem Spaziergang durch den Konges Have abzurunden, der direkt an das Schloss grenzt: Der älteste königliche Garten Dänemarks gleicht einem großen Park und wird euch mit seinen gepflegten Rasenplätzen, bunten Blumen- und Pflanzenbeeten, Statuen, Alleen und Brunnen verzaubern und lädt zu einer entspannten Pause ein.

Botanischer Garten: „Grüner Schatz“ der Stadt

Der Botanische Garten liegt direkt gegenüber von Schloss Rosenberg und gilt als einer der grünsten Orte in Kopenhagen. Die von zahlreichen Fußwegen durchzogene Anlage ist sage und schreibe 10 Hektar groß und wird von den Einwohnern der Stadt als Oase der Ruhe und Idylle im Zentrum geschätzt – kein Wunder, schließlich lassen sich hier unglaubliche 13.000 Pflanzenarten finden!

Palmenhaus im Botanischen Garten von Kopenhagen

Palmenhaus im Botanischen Garten

Architektonisch auffallend sind die prachtvollen Gewächshäuser des Botanischen Gartens, wobei die meisten in den 1870er Jahren erbaut wurden. Highlight ist hierbei ohne Frage das riesige Palmenhaus das mit imposanten Glasdachkonstruktionen und verschiedensten Pflanzenarealen aufwarten kann.

Christiansborg: Das Zentrum Kopenhagens

Wie ihr bereits gemerkt habt, machen Schlösser einen großen Teil der Kopenhagener Sehenswürdigkeiten aus – so darf Schloss Christiansborg in unserer Liste natürlich nicht fehlen … Nicht nur geografisch liegt das Bauwerk, dessen Ursprünge auf das 12. Jahrhundert zurückgehen, im Zentrum Kopenhagens! Christiansborg liegt nämlich auf einem von Kanälen umgebenen Eiland, das von den Stadtbewohnern auch „Insel der Macht“ genannt wird, da hier viele der wichtigsten Institutionen Dänemarks (beispielsweise das Justizministerium oder das Finanzamt) beheimatet sind.

Schloss Christiansborg im Zentrum von Kopenhagen

Schloss Christiansborg im Zentrum der Stadt

Den Turm des Schlosses mit seinem aufwendig verschnörkelten Spitzdach werdet ihr schon Weitem entdecken – er bringt es auf eine Höhe von 106 Metern und ist damit der höchste Turm in Kopenhagen. Nicht minder beachtlich ist das flankierende, symmetrisch aufgebaute Gebäude im Rokoko-Baustil, das majestätisch-machtvollen Glanz verströmt. Dabei blickt dieses Highlight in Kopenhagen auf eine bewegte Geschichte zurück, immerhin brannte der Königspalast zweimal komplett ab. Noch heute könnt ihr im Untergeschoss von Schloss Christiansborg die Ruinen der früheren Bauten besichtigen.

Tivoli: Vergnügungspark mit Nostalgie-Faktor

Wir beenden unseren Trip zu den schönsten Sehenswürdigkeiten Kopenhagens mit einem Highlight der spaßigen Sorte. Von April bis September könnt ihr im Tivoli Park vergnügliche Momente erleben, denn das direkt am Kopenhagener Hauptbahnhof liegende Areal bietet so einiges: Achterbahnen (darunter eine Holzachterbahn), Themenwelten, Theateraufführungen, Lichteffekte, Musikshows, Grünflächen, künstliche Gewässer und vieles mehr erwarten euch! Insgesamt verfügt der der Tivoli über 23 Fahrgeschäfte verschiedenster Größe, während 37 Restaurants und Imbisse leibliches Wohl und kulinarische Genüsse garantiert.

Freizeitpark Tivoli in Kopenhagen

Spaß und Action garantiert der Kopenhagener Tivoli

Jährlich besuchen bis zu 5 Millionen Menschen den über die dänischen Landesgrenzen hinweg bekannten „Rummel“, der bereits 1843 eröffnet wurde und damit der älteste Vergnügungspark des Kontinents ist und nach dem Disneyland in Frankreichs Hauptstadt Paris der zweitgrößte! Der Eintritt für Erwachsene beträgt umgerechnet circa 20 Euro, wobei das Geld für dieses Erlebnis sehr gut investiert ist – schließlich hat sich der Tivoli trotz moderner Fahrgeschäfte und aktueller Einflüsse im Laufe seiner langen Historie seinen nostalgischen Charme erhalten können, wovon vor allem die Pavillons und das opulente Eingangsportal zeugen.

Häufig gestellte Fragen zu den Kopenhagen Sehenswürdigkeiten

Ihr seid nun vollends von Kopenhagen überzeugt und wollt am liebsten schon die Koffer packen? Super! Aber einige Fragen wären davor dann doch noch offen? Kein Problem! Wir helfen euch gerne weiter und beantworten häufige Fragen zu Kopenhagens Sehenswürdigkeiten.

Wie viele Tage sollte man in Kopenhagen verbringen?

Für Kopenhagen solltet ihr mindestens ein Wochenende einplanen. Dann habt ihr Zeit, alle Attraktionen zu besichtigen und könnt euch entspannt durch die städtischen Szenerien treiben lassen. Es lohnt sich aber durchaus, ein paar Tage länger zu bleiben.

Wann ist die beste Zeit für Kopenhagen?

Theoretisch ist Kopenhagen ein Ganzjahresziel: Im Winter wird es selten richtig kalt, die Niederschläge verteilen sich im Jahresverlauf fast gleichmäßig auf alle Monate. Die angenehmsten Temperaturen herrschen zwischen Juni und September vor, wenn das Thermometer über 20 Grad klettert.

Kann man Kopenhagen zu Fuß erkunden?

Ja! Viele Sehenswürdigkeiten Kopenhagens liegen sehr zentral und nah beieinander, sodass Erkundungstouren zu Fuß problemlos machbar sind. Lediglich die Kleine Meerjungfrau ist etwas weiter vom Zentrum entfernt und sollte mit Ausflugsboot oder öffentlichen Verkehrsmitteln aufgesucht werden.

Was macht man abends in Kopenhagen?

Kopenhagen ist eine junge, dynamische Stadt und hat ein entsprechendes Nachtleben. Die Gegend um Nyhavn bietet von Bars über Clubs bis hin zu Restaurants und Kneipen alles für eine individuelle Abendgestaltung.

Fazit zu den Sehenswürdigkeiten in Kopenhagen

Kopenhagen verzaubert mit maritimem Ambiente, progressiv-nachhaltigem Stadtleben, royalem Glanz und vielseitigen Sehenswürdigkeiten. Ein besonderer Mix, der Dänemarks Hauptstadt zu einem perfekten Ziel für all jene macht, die fernab der „europäischen City-Klassiker“ eine kosmopolitische Großstadt entdecken wollen.

Info: Ihr wollt der kleinen Meerjungfrau mal einen god dag wünschen? Das passende Hotel dafür findet ihr auf unserer Angebotsseite.
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