Andalusien Rundreise – so plant ihr die perfekte Route

Andalusien, „die Seele Spaniens”. Dieser Bezeichnung stimmten vor allem Urlauber zu, denn immerhin sind so einige Dinge, die wir als „typisch spanisch“ betrachten, eigentlich speziell in Andalusien zu hause, wie etwa der Flamenco-Tanz oder die berühmte kalte Suppe Gazpacho. Die Geschichte der Region umfasst aber darüber hinaus viele verschiedene Kulturen und Epochen, die ihre Spuren mit imposanten Sehenswürdigkeiten hinterlassen haben. Zusammen mit abwechslungsreichen Landschaften, 300 Sonnentagen im Jahr und der fröhlichen Gelassenheit der Einwohner ist Andalusien eines der schönsten Ziele in ganz Spanien.

Die Frage, welche Stadt oder Provinz ihr besuchen solltet, ist bei so vielen malerischen wie spannenden Gebieten wirklich schwer zu beantworten. Darum ist eine Rundreise die beste Art, Andalusien wirklich kennenzulernen. Zwischen den wichtigsten Städten liegen eher kurze Distanzen und dazwischen beeindruckende Landschaftskulissen. Darum zeigen wir euch in diesem Beitrag die ideale Route für eine Rundreise in Andalusien, welche Sehenswürdigkeiten ihr euch nicht entgehen lassen dürft und was es bei der Planung alles zu beachten gilt, um das Beste aus „Al-Andalus“ mitzunehmen.

Allgemeine Infos für Andalusien

Südspanien erreicht ihr am besten per Flugzeug. Es gibt mehrere Flughäfen in den großen Städten Andalusiens, wobei aber nicht alle für internationale Flüge geeignet sind. Almerías Flughafen zum Beispiel eignet sich fast nur für Reisen innerhalb Andalusiens, direkte Flüge aus Deutschland und Umgebung sucht ihr meistens vergeblich.

Wir können euch auf jeden Fall Málagas Costa del Sol als Ausganspunkt empfehlen. Dort findet ihr sehr gute internationale Anbindungen vor, könnt mehrere interessante Städte Andalusiens leicht erreichen und befindet euch gleich selbst an einem bezaubernden Ort der Region. Unsere andere Wahl wäre Sevilla, womit ihr dann gleich in der Hauptstadt der Region landet – ein perfekter Startpunkt für Rundreisen.

Wie ihr euch sicher denken könnt, ist der Süden des sonnigen Urlaubslandes so ziemlich der wärmste Teil des Landes. Um nicht zu sagen: im Hochsommer wird es dort ganz schön heiß und das Thermometer klettert nicht selten über die 30° Grad-Marke. Das soll aber nicht bedeuten, dass eine Reise nach Andalusien im Juli und August gar nicht zu empfehlen ist. In diesen Monaten stellt ihr schnell fest, warum die Siesta gerade hier so verbreitet ist. Währnend der heißesten Stunden des Tages ziehen sich die Andalusier zu einer langen Mittagspause oder gar Mittagsschlaf zurück. Kleinere Geschäfte schließen in diesem Zeitraum ihre Pforten. Dafür haben viele Läden am Abend deutlich länger geöffnet. Macht es während eines Sommerurlaubs in Andalusien also am besten wie die Spanier selbst: nutzt den Morgen und Vormittag sowie die Zeit ab den frühen Abendstunden. Dinner findet in der Regel ohnehin nicht vor 20 Uhr statt und Treffen, Feiern sowie Feste werden bis spät in die milde Nacht zelebriert. Ihr verpasst also nichts, wenn ihr die sehr sonnigen Nachmittage an kühlen Orten verbringt, wobei aber größere Sehenswürdigkeiten und Restaurants oftmals sowieso mit Klimaanlage ausgestattet sind.

Malaga Skyline

Malaga Skyline

Ansonsten könnt ihr im Frühling und im Herbst nichts verkehrt machen. In diesen Monaten ist Andalusien angenehm warm, sowohl für Erkundungstouren als auch Badevergnügen.

Andalusien mit dem eigenen Auto oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln erkunden?

Mit öffentlichen Verkehrsmitteln kommt ihr zwischen den einzelnen Städten und Orten in Südspanien und innerorts gut zurecht. Falls ihr euch nur in ein oder zwei Städten während eures Urlaubs aufhaltet, ist ein Mietwagen also kein Muss. Plant ihr aber eine Rundreise durch Andalusien, ist ein Auto auf jeden Fall empfehlenswert. Damit könnt ihr nicht nur euer eigenes Tempo bestimmen, sondern unterwegs jederzeit an reizvollen Landschaften, kleineren Ortschaften und abseits gelegenen Sehenswürdigkeiten halt machen. Wenn ihr euren Urlaub gerne individuell gestaltet, lohnt sich der Mietwagen also definitiv.

Mietwagen Allgemein

Mit einem Mietwagen ist man flexibel unterwegs.

Welche öffentlichen Verkehrsmittel gibt es? Wo kann man sich Tickets dafür besorgen?

Das gängige öffentliche Verkehrsmittel für Provinz-übergreifende Reisen nennt sich Renfe. Es handelt sich dabei um Spaniens Zugsystem, das auch in Andalusien sehr gut ausgebaut ist und euch zu sämtlichen wichtigen Orten der Region bringt. Zwischen den großen Städten verkehrt außerdem der AVE, der spanische Hochgeschwindigkeitszug, mit dem ihr noch schneller ans Ziel kommt. Tickets könnt ihr für beide Zugsysteme vorab auf der Webseite online erwerben. Ansonsten kauft ihr sie vor Ort am Schalter.

 Andalusien Zug

In Andalusien trefft ihr auf ein sehr gut vernetztes Schienennetz.

Busse verkehren zwischen einigen ausgewählten andalusischen Großstädten ebenfalls, allerdings spürbar unregelmäßiger als der Zug. Dass der Bus eher das Stiefkind ist, merkt ihr schon daran, dass die Webseite für den Ticketkauf nicht sehr intuitiv ist. Gerade im Sommer ist der Zug mit mehr Platz und besserer Belüftung sowie sanitären Anlagen ohnehin deutlich angenehmer. Busse lohnen sich wenn dann innerhalb der größeren Städte, wo sie meistens regelmäßig zwischen Sehenswürdigkeiten und interessanten Ecken verkehren.

Wollt ihr so richtig mit Stil reisen und genießt ein herrschaftliches Urlaubsbudget, dann ist der berühmte Al-Andalus natürlich auch eine Möglichkeit. Der historische Luxuszug lässt den Geist der Belle Epoque aufleben und bringt euch während einer Rundreise an alle wichtigen Orte der Region. Mit seiner komfortablen Einrichtung und umfangreichen Ausstattung ist der Al-Andalus quasi ein sehr charmantes Hotel auf Rädern. Dementsprechend hoch sind allerdings auch die Preise.

Andalusien mit dem Mietwagen – Das müsst ihr beachten

Da Málaga und Sevilla das größte internationale Flugangebot besitzen, landet ihr in den meisten Fällen dort. Das ist auch für Mietwagen Rundreisen in Südspanien perfekt, weil an diesen Flughäfen zahlreiche Mietwagen-Unternehmen warten. Euren Wunschwagen solltet ihr euch natürlich vorab online sichern. Das gilt ebenso für Tickets zu den ganz großen Attraktionen wie die Alhambra oder den Königspalast, wenn ihr vor Ort nicht stundenlang anstehen möchtet. Plant eure Route und die Tage, an denen ihr dieses oder jenes sehen wollt, also vorher gut durch. Dazu findet ihr im nächsten Kapitel unsere Vorschläge.

Mietwagen allgemein

Eine Rundreise ist perfekt mit einem Mietwagen zu planen

Bei den meisten (aber nicht allen) Mietwagen-Anbietern in Spanien muss der Fahrer mindestens 21 Jahre alt sein.

Die Höchstgeschwindigkeit liegt in ganz Spanien bei 120 km/h. Einen Mietwagen mit extra hohen PS-Zahlen braucht ihr euch für eure Rundreise in Andalusien also nicht zulegen, den zum Ausfahren dieser gibt es keine Gelegenheit.

Die ideale Route für eure Andalusien Rundreise:

Los geht’s! Wir haben für eure Mietwagen Rundreise durch Andalusien eine Route zusammengestellt, mit der ihr eine bequeme An- und Abreise genießt, die wichtigsten Städte und Sehenswürdigkeiten entdeckt und dazwischen an bezaubernden Landschaften vorbeikommt. Die einzelnen Sehenswürdigkeiten der jeweiligen Städte stellen wir euch dann noch weiter unten vor.

Unsere Route ist für eine 14-tägige Rundreise ausgelegt. Falls ihr weniger Zeit mitbringt, könnt ihr eure Aufenthalte natürlich verkürzen, bzw. den ein oder anderen Ort überspringen.

Startpunkt: Sevilla

In Andalusiens Hauptstadt heißen euch gleich mehrere tolle Sehenswürdigkeiten willkommen. Es lohnt sich, zwei Tage hier zu verbringen, um alles in Ruhe zu bewundern.

Die Playa de Mazagón bei Sevilla gehört aufgrund seiner Lage an spektakulären Klippen zu den schönsten in Spanien

Auch außerhalb von Sevilla gibt es spektakuläre Plätze, wie hier die Playa de Mazagón

Sevilla – Cadíz

Cadíz ist eine Hafenstadt auf einer Landzunge im Südwesten Andalusiens, die ihr nach etwa eineinhalb Stunden Fahrt erreicht. Wenn ihr am frühen Vormittag ankommt, reicht ein Tag Aufenthalt, um Cadíz Sehenswürdigkeiten zu erkunden und die Strände noch ein bisschen zu genießen.

Blick auf Cadiz an der Costa de la Luz in Spanien

Cadiz – schöne Stadt mit traumhafter Lage am Meer.

Cadíz – Gibraltar

Über die A-381 gelangt ihr innerhalb von eineinhalb Stunden zur kleinen Halbinsel Gibraltar. Wenn ihr 45 – 60 Minuten zusätzliche Fahrtzeit in Kauf nehmen und dafür der Küste näher sein wollt, dann wählt stattdessen die N-340 und E5.

Affe Gibraltar

Vielleicht wichtigste Sehenswürdigkeit Gibraltars? Die Berberaffen!

Genau genommen handelt es sich bei Gibraltar um britisches Territorium, aber gerade die Mischung mit Südspanien macht die Enklave natürlich besonders spannend. Ein, zwei Tage reichen aus, um sich richtig umzusehen.

Gibraltar – Ronda

Knapp zwei Stunden Fahrzeit führen euch immer höher ins Berggebiet hinauf – bis ihr schließlich Ronda, die Stadt auf dem Fels-Plateau erreicht. Plant zwei Tage ein, um Aussicht, Sehenswürdigkeiten und lokale Tapas zu genießen.

Aussicht Ronda Schlucht Stadt

Ronda – durch eine Schlucht geteilte Stadt

Optional: Ronda – Caminito del Rey

Ihr seid leidenschaftliche Wanderer und obendrein schwindelfrei? Dann lohnt es sich, einen Stopp im Wandergebiet Caminito del Rey einzulegen, wo ihr imposante Schluchten überquert und Steilwände bewundert. Ihr erreicht den Ort in knapp einer Stunde von Ronda aus.

Caminito del Rey

Traumhaftes Wanderziel – Caminito del Rey

Ansonsten fahrt ihr einfach direkt zum nächsten Ziel:

Ronda/Caminito del Rey – Córdoba

Von beiden Orten aus benötigt ihr etwa zwei Stunden und zwanzig Minuten, um Córdoba zu erreichen. Auch hier lohnen sich zwei Tage, um die historische Seite der Stadt zu erkunden und noch ein wenig von der alltäglichen Kultur mitzunehmen.

Mezquita-Catedral de Cordoba

Mezquita – Catedral de Córdoba

Córdoba – Granada

Nach gut zwei Stunden erreicht ihr die Stadt mit dem Highlight Andalusiens: Granada und ihre Alhambra. Die Festung selbst nimmt gut und gerne einen halben Tag in Anspruch und zusammen mit anderen Must-Sees solltet ihr auf jeden Fall zwei Tage Aufenthalt festlegen.

Granada Alhambra

Traumhafter Sonnenuntergang mit Blick auf die Alhambra

Granada – Sierra Nevada

Andalusiens Berggebiete zeigen sich in der Sierra Nevada von ihrer schönsten Seite. In ein paar Stunden habt ihr die Möglichkeit viele schöne Eindrücke von der Natur mitzunehmen, doch einen Tag mit Übernachtung einzuplanen lohnt sich unserer Meinung ebenfalls sehr.

Sierra Nevada – Nerja

Gut eine Stunde Richtung Küste fahrt ihr, bis ihr das Städtchen erreicht. Nerja ist ein kleines Juwel für Naturliebhaber. Eine Tropfsteinhöhle, Aussichtspunkte in den Bergen und Wanderwegen entlang des Flusses Chillar erwarten euch.

Nerja – Málaga

Nach ungefähr 45 Minuten mit dem Mietwagen erreicht ihr das letzte Ziel auf eurer andalusischen Rundreise. Nehmt euch zwei Tage Zeit, um die Reise gebührend ausklingen zu lassen. Nachdem ihr die Sehenswürdigkeiten Málagas bewundert habt, könnt ihr es euch einfach am Meer gutgehen lassen, bevor euch der Flieger zurück nach Deutschland bringt.

Strand Málaga

Die Rundreise am Strand von Málaga ausklingen lassen

Das sind die wichtigsten Sehenswürdigkeiten und Highlights auf eurer Strecke

Sevilla: Königspalast

Die Alcázar ist mit Abstand das beeindruckendste Bauwerk der andalusischen Hauptstadt. Die königliche Festung ist eine atemberaubend prachtvolle Mischung aus zahlreichen Elementen verschiedener Epochen und Stile, darunter christlich, maurisch und gotisch. In jedem der inneren Säle gibt es unendlich viele Details zu entdecken. Auch in den malerischen Gärten treffen unterschiedliche Stilelemente aufeinander. Die Wege, die durch die grüne Anlage führen, sind für Naturliebhaber, Geschichtsfreunde sowie Fotografen und Selfie-Jäger ein wunderbarer Hintergrund.

Königspalast

Königspalast

Die Kathedrale von Sevilla

Gleich neben dem Königspalast erhebt sich Sevillas  Santa María de la Sede Kathedrale, eine der größten Kirchen der ganzen Welt. Seit 1987 ist das außergewöhnliche Bauwerk mit seinen Kunstschätzen Teil des UNESCO Weltkulturerbes. Selbst wenn ihr keine großen Fans von Sakralbauten seid, dieses Denkmal muss man einfach erlebt haben. Neben berühmten Gemälden und imposanter Baukunst findet ihr hier das Grabmal von Christoph Columbus vor.

Sevilla Kathedrale

Kathedrale von Sevilla

Sevilla: Plaza de España

In der andalusischen Hauptstadt gibt es mehr als einen pittoresken Platz und definitiv ältere, dennoch ist der Plaza de España einer der beliebtesten und sehenswertesten. Am Ufer des Flusses Guadalquivir gelegen, soll der rund 50.000 Quadratmeter große Platz mit seinen Türmen und Kanal-Brücken ein Sinnbild Spaniens darstellen. 48 andalusische Azulejos (Keramikfliesen) wurden zu Ehren aller spanischen Provinzen in das Halbkreis-förmige Gebäude eingebettet. Auf ihnen sind Wappen und geschichtliche Momente der einzelnen Provinzen dargestellt. Überhaupt begeistert der Platz mit viel verschwenderischer Pracht, an der ihr euch kaum sattsehen könnt.

Plaza de España

Plaza de España in Sevilla

Die Kathedrale von Cadíz

Im historischen Zentrum der Stadt und gleich neben dem Meer des Atlantiks thront das bedeutsamste Sakralbauwerk von Cadíz. Die Kathedrale stammt aus dem 18. Jahrhundert und wurde erst nach rund 116 Jahren fertigstellt. So treffen auch hier verschiedene Baustile aufeinander, darunter Barock und Neoklassik. Das Innere ist auffallend hell und geräumig. Vom Westturm aus genießt ihr einen fantastischen Ausblick auf Stadt und Meer.

Skyline-of-Cadiz

Skyline von Cadíz mit der Kathedrale

Cadíz: Festungen

Die Küstenstadt nennt mehrere eindrucksvolle Festungen ihr Eigen. Die Altstadt wird von der sogenannten Baluarte umgeben, die Santa Catalina schützte den westlichen Teil von Cadíz und die Castillo de San Sebastián führt direkt ins Meer hinein. Beim Spazieren bieten sich euch tolle Ausblicke und interessante historische Details.

Cadíz – Gibraltar: Playa de Bolonia

Ihr wollt ein paar Stunden Traumstrand genießen? Fahrt auf dem Weg nach Gibraltar auf der Hälfte der Strecke (etwa beim Dorf San Jose del Valle) Richtung Küste, dann erreicht ihr das Örtchen Bolonia, wo ein langer weißer Strand mit klarem Meerwasser wartet. Hier trefft ihr oftmals Surfer und andere Wasser-Windsportler an, denn dafür herrschen an diesem Teil der Küste meistens hervorragende Bedingungen. Einen Verleih für Ausrüstung gibt es ebenfalls. An Land befindet sich außerdem ein Restaurant. So könnt ihr euch für die restliche Fahrt erholen und stärken – oder ihr bleibt gleich eine Nacht lang. Im Ort selbst habt ihr noch die Gelegenheit, eine römische Ausgrabungsstätte zu besichtigen.

wilde Strand Playa de Bolonia

Der wilde Strand Playa de Bolonia

Der Felsen von Gibraltar

Die Hauptattraktion der britischen Enklave ist gar nicht zu übersehen. Der monolithische Fels aus Kalkstein nimmt den größten Teil der Halbinsel ein. Er ist auch als Affenfelsen bekannt, denn hier tummeln sich viele dieser amüsanten Tierchen. Die kleinen Berberaffen sind Menschen schon lange gewöhnt. Auch wenn es schwerfällt, solltet ihr sie aber nicht füttern oder anfassen. Zum einen weil es verboten ist, zum anderen werden die Äffchen sehr schnell aufdringlich und vergreifen sich gerne mal an eurem Hab und Gut. Die Spitze des Felsen könnt ihr zu Fuß oder mit der Seilbahn erklimmen und dann in aller Ruhe die gigantische Aussicht genießen.

Gibraltar: Einkaufsparadies

In den zahlreichen Geschäften Gibraltars entfällt die Mehrwertsteuer. Schnäppchenjäger können sich hier also so richtig austoben. Von Schnitzereien über Genusswaren bis hin zu Elektronik findet ihr Unmengen an Produkten vor. Allerdings ist nicht jeder einzelne Artikel billiger als im Rest von Andalusien, wo die Preise ohnehin eher günstig ausfallen.

Ronda

Die Stadt an sich ist bereits eine Sehenswürdigkeit, denn sie liegt direkt auf mächtigen Felssäulen. Besonders eindrucksvoll ist die Puente Nuevo, die Steinbrücke, welche die beiden Stadtteile Rondas über eine tiefe Schlucht hinweg verbindet. Rund um die Stadt entdeckt ihr fantastische Kulissen und Aussichtspunkte. Die wilde Berglandschaft eignet sich vorzüglich für Wanderausflüge. Im Inneren sind vor allem das Geschichtsmuseum Bandolero sowie der Palast Casa Don Basco einen ausgiebigen Besuch wert.

Altstadt Ronda

Altstadt von der Ronda

Caminito del Rey

Wenn ihr schwindelfrei seid und von Wanderwegen in imposanten Höhen gar nicht genug kriegen könnt, lohnt sie wie schon erwähnt ein Zwischenstopp in diesem Gebiet, wo euch – gut gesicherte – Wege über Schluchten hinwegführen.

Córdoba: Mezquita

Córdobas gewaltige Moschee-Kathedrale ist nicht nur ein Highlight dieser Region, sondern in ganz Andalusiens. Sie ist ein spanisches Nationaldenkmal und seit 1984 UNESCO-Weltkulturerbe. Im achten Jahrhundert unter den Mauren als Moschee erbaut, wurde sie ihm elften Jahrhundert im Zuge der christlichen Rückeroberung zu einem katholischen Heiligtum. Ihr begebt euch also auf die Spuren von über 1.000 Jahren Geschichte. Ihr stoßt auf viele beeindruckende Details, doch der imposanteste Teil der Mezquita ist zweifellos die riesige Gebetshalle mit einem Geflecht aus Hunderten von Säulen über rot-weißen Rundbögen.

Mezquita von Córdoba

Córdoba – Granada: Montefrío

Auf dem Weg nach Granada empfehlen wir euch einen kurzen Aufenthalt im Ort Montefrío, der ebenso malerisch wie geschichtlich interessant ist. Schon aus der Ferne bewundert ihr die kleine Burg, die am Rande eines Felsen thront. Sehr gut gefallen haben uns in Montefrío außerdem zwei Museen: Im Olivenmuseum erfahrt ihr alles über die Geschichte, Anbau und Verarbeitung der typisch spanischen Früchte. Das Weihnachtsmuseum zeigt euch, wie das hohe Fest von 1890 bis 1960 zelebriert wurde.

Montefrío

Montefrío

Inmitten der grünen Hügellandschaft, etwa fünf Kilometer vom Stadtrand entfernt, stoßt ihr auf das Gebiet Las Peñas de los Gitanos, wo ihr einige Höhlen aus der Jungsteinzeit entdeckt.

Granada: Alhambra

Es gibt viele Sehenswürdigkeiten in Granada die wir euch wärmsten empfehlen können, aber das Prunkstück Andalusiens darf bei einem Besuch ganz einfach nicht fehlen. Die historische Anlage umfasst unglaublich viel Geschichte, Kultur und Schönheit. Seid ihr zum ersten Mal dort, lohnt sich eine Führung, um all die Details und spannenden Hintergründe der Paläste und Verzierungen zu entdecken und zu verstehen. Allein in den herrlichen Gärten mit ihren Wasserspielen, Blumen und Brunnen könnten wir selbst Stunden verbringen.

Tipp: Unbedingt vorab Tickets online sichern. Nicht nur für den Eintritt, sondern auch für die Nasridenpaläste, denn für die benötigt ihr ein eigenes Ticket. Auch geführte Touren auf Deutsch sind schnell ausgebucht, entscheidet also rechtzeitig im Voraus, ob ihr einen Guide möchtet.

Nationalpark Sierra Nevada

Serpentinenstraßen, die sich durch grüne Berglandschaft schlängeln, verträumte Dörfer und nicht zuletzt Spaniens Skigebiet befinden sich in diesem Teil Andalusiens. Die Naturfreunde und Aktivurlauber unter euch werden die Wanderwege und Outdoor-Aktivitäten lieben, die in dieser Region möglich sind.

Sierra Nevada

Sierra Nevada

Málaga: Alcazaba

Málagas maurische Festung trägt den Spitznamen „Kleine Alhambra“. Tatsächlich rufen Teile der Anlage die Schönheit der großen Schwester in Granada in Erinnerung. Die Palastgärten sind vor allem im Frühjahr ein Erlebnis für die Sinne, wenn die Jasmin- und Orangenbäume in voller Blüte stehen und die Luft mit bezaubernden Düften erfüllen. Die Innenhöfe werfen Licht- und Schattenspiele und das angenehme Plätschern der Wasserspiele umschmeichelt das Ohr.

Alcazaba

Alcazaba Festungsmauer

Kathedrale von Málaga

Offiziell lautet der Name des imposanten Bauwerks Santa Inglesia Catedral Basílica de la Encarnación. Vor Ort hört ihr die Malaganer aber meistens von “La Manquita“ sprechen, was so viel heißt wie „die Einarmige“. Diese Bezeichnung hat sich Málagas Kathedrale deshalb eingefangen, weil von den geplanten Süd- und Nordtürmen nur letzterer fertigstellt wurde. Trotzdem gibt es heute viel zu bestaunen, sowohl entlang der Außenfassade als auch im prachtvollen Inneren. Wie bei so vielen Sakralbauten Andalusiens sind hier bei den Bauarbeiten über die Jahre hinweg ebenfalls verschiedene Baustile eingeflossen, darunter Renaissance, Barock sowie Neoklassizismus.

Centre Pompidou

Sogar Kunst, die es sonst eigentlich nur in Paris gibt, könnt ihr in Málaga bewundern. Im Ableger des Centre Pompidou dort werden abwechselnd berühmte Werke aus dem französischen Original ausgestellt. Wenn ihr euch für Kunstgeschichte interessiert, erwarten euch im Málaga also ein paar echte Schmankerl. Dazu finden regelmäßig Workshops und Events im Gebäude statt, das auch als „El cubo“ bekannt ist – der Würfel. Ein solcher thront nämlich auf dem Dach des Kulturzentrums.

Centre Pompidou Malaga

Centre Pompidou Malaga – Kunst erleben

Málaga: Botanischer Garten

Bevor ihr eure andalusische Rundreise an den Stränden Málagas ausklingen lasst, haben wir noch eine letzte Sehenswürdigkeit für euch, die auf jeden Fall auf eurer Liste für diesen Urlaub stehen sollte. Der Jardín Botánico“ zeigt euch Südspaniens Pflanzenwelt von ihrer schönsten Seite. Entlang der Wasserläufe kommt ihr an duftenden Obstbäumen, riesigen Kakteen und sogar Pflanzen aus der Urzeit vorbei. Auch zwei Wasserfälle gehören zur Anlage und runden den Spaziergang in der Natur ab.

Es gibt viele Gründe, Spaniens Süden zu erkunden. Nur wenige Orte dieser Welt bieten euch eine derart faszinierende Mischung diverser Kulturen, Naturerlebnissen und kulinarischer Genüsse. Verbunden mit dem meist traumhaften Wetter und Badegelegenheiten wird euch eure Andalusien Rundreise noch lange nach eurer Rückkehr zum Träumen bringen.

 

 

 

 

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