Witzige Weihnachtsbräuche weltweit: Ein kurioser Traditions-Cocktail

Würstchen mit Kartoffelsalat, Adventskranz und an jeder Ecke ein Christkindlmarkt: Rund um Weihnachten pflegen wir eine Reihe an Bräuchen. Viele davon gehen bis ins Mittelalter zurück. Doch wie sieht es eigentlich in anderen Ländern aus? Kommt mit auf eine Reise um die Welt – und staunt, welche mitunter kuriosen Weihnachtsbräuche es gibt!


Inhaltsverzeichnis:


Leise rieselt der Schnee – am 24. Dezember im Jahre 0 in Bethlehem. Das neugeborene Christkind hat es schön warm in seiner Krippe: Ochs und Esel sorgen für Wärme und bald kommen auch noch die Hirten mit ihren Schafen. Nicht weitersagen: Bei den Hirten hängt wohl gerade der Haussegen schief – oder warum stehen die sonst mitten in der Nacht bei klirrender Kälte auf der Weide herum? Und wie wahrscheinlich ist Schneefall in Israel eigentlich?

Keine Sorge – in anderen Kulturkreisen steckt auch nicht unbedingt mehr Logik in den Weihnachtsgeschichten und -bräuchen. Oder könnt ihr euch etwa vorstellen, wie sich der übergewichtige Fahrer eines Rentiergespanns durch einen Schornstein quetschen soll? Abgesehen davon: Warum kommt eigentlich der Weihnachtsmann in den Niederlanden mit dem Schiff aus Spanien angereist? Und wieso verstecken die Norweger an Weihnachten ausgerechnet ihre Besen?

Wir waren neugierig und haben uns ein bisschen schlau gemacht, wie in anderen Ländern Weihnachten gefeiert wird. Es entstehen schon witzige Bräuche, wenn die alten lokalen Traditionen zur Wintersonnenwende mit der christlichen Überlieferung vermischt werden. Ihr werdet staunen. Spannt eure Rentiere an und kommt mit auf eine Reise rund um den Globus: Wir zeigen euch die interessantesten Weihnachtsbräuche der Welt.

Weihnachtsbräuche in Schweden

Fangen wir unseren Roadtrip mit den skandinavischen Ländern an. Da gibt es wenigstens eine Garantie für weiße Weihnachten. Außerdem haben Weihnachtsbräuche und Traditionen zur Sonnenwende im hohen Norden einen besonders hohen Stellenwert: Die langen Winternächte in Skandinavien wären wohl kaum auszuhalten, wenn dort nicht öfters mal ausgiebig gefeiert würde.

Weihnachten in Schweden

In Schweden fängt die Weihnachtszeit am 13. Dezember an. Bis ins 16. Jahrhundert glaubten die Leute dort nämlich, dass die Nacht vom 12. Dezember die längste Nacht des Jahres sei. Am nächsten Morgen weckte dann die Lussibrud – Lichterbraut – die Familien auf. In weißen Kleidern servierte sie das Frühstück und hatte dabei einen Kranz mit brennenden Kerzen auf dem Kopf.

Natürlich wollten die Schweden ihre uralten Weihnachtsbräuche nicht verändern, als irgendwann einmal die Nacht vom 21. Dezember zur Wintersonnenwende avancierte. Und so blieb es beim Lucia-Fest am Dreizehnten.

An Weihnachten feiern die Schweden dann das Julfest. In der Zwischenzeit wird geputzt, gebacken und geschlachtet. Tomare – eine Art Heinzelmännchen – machen sich während der Vorweihnachtszeit in der Nacht nützlich oder lassen sich kleine Streiche einfallen. Die Kinder im Haushalt haben selbstverständlich überhaupt nichts damit zu tun.

Am Heiligabend geht es zuerst in die Sauna und dann zum Weihnachtsbaum im Wohnzimmer. Aber vorher bekommen die Tomare noch eine Schüssel mit süßem Brei vor die Tür gestellt. Die ist am nächsten Morgen immer ganz blank geleckt. Ob die Katzen wohl hinter den Tomaren sauber machen? Im Wohnzimmer zappeln die Kinder beim Weihnachtsessen herum und können die Bescherung kaum abwarten. Ihre Geduld wird ziemlich strapaziert: Sie müssen erst noch Weihnachtslieder singen und um den Baum herumtanzen, bevor endlich die Geschenke aufgemacht werden.

Gut zu wissen


So heißt der Weihnachtsmann in Schweden: Jultomten


So sagt ihr „Frohe Weihnachten“ auf Schwedisch: God Jul

Weihnachtsangebote für Schweden

Weihnachtsbräuche in Island

Wenn ihr so richtig abgefahrene Weihnachtsbräuche erleben wollt, müsst ihr euer Rentiergespann nach Island lenken. Dort ist nämlich eine bestimmte Art von Trollen für die Weihnachtsgeschenke zuständig. Ab dem 12. Dezember kommt jeden Tag ein anderer der dreizehn Jólasveinar aus seiner Höhle in den Bergen und besucht heimlich die Häuser der Menschen. Die isländischen Weihnachtsmänner sind Söhne einer Riesin und sorgen für Trubel und gute Laune in der Vorweihnachtszeit.

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Da gibt es zum Beispiel Kertasníkir, den Kerzenklauer, der am Heiligabend die Lichter vom Weihnachtsbaum zu stehlen versucht. Oder Ketkrókur, den Fleischkraller, der gern das beste Bratenstück mit in seine Höhle nehmen würde. Alle dreizehn Trolle tragen Namen, die auf ihre Unarten hinweisen: Gluggagægir – der Fensterglotzer, Gáttaþefur – der Türschlitzschnüffler, Hurðaskellir – der Türzuschläger und so weiter.

Aber die Jungs haben nicht nur Unfug im Kopf, sie bringen auch Geschenke. Die isländischen Kinder stellen deshalb ab dem 12. Dezember jeden Abend ihre Stiefel vors Fenster. Braven Kids bringen die Trolle Leckereien und kleine Spielsachen. Den anderen legen sie eine alte Kartoffel in den Schuh.

Aber es gibt nicht nur lustige Weihnachtsgeister in Island. In der Vorweihnachtszeit geht nämlich auch die gruselige Weihnachtskatze um. Sie frisst alle Menschen auf, die ihre Wolle von der letzten Schafschur nicht bis Weihnachten gesponnen haben.

Trotz aller Trolle und Geister läuten am 24. Dezember pünktlich um 18:00 Uhr die Kirchenglocken den Heiligabend ein. Vorher besuchen die Familien noch den Friedhof und ehren die Verstorbenen. In ganz Skandinavien haben die Wiedergeburt des Lichts und der Weihnachtsabend auch einen Bezug zu den Toten: Für die alten Naturvölker gehörten Geburt und Tod einfach zusammen. Und vor der Kulisse der Nordlichter am Winterhimmel werdet ihr euch nicht mehr wundern, dass in Island Mystik großgeschrieben wird.

Weihnachtsbrauch in Island ist der jährliche Friedhofsbesuch

Gut zu wissen


So heißen die Weihnachtsmänner in Island: Jólasveinar

So sagt ihr „Frohe Weihnachten“ auf Isländisch: Gleðileg Jól

Weihnachtsangebote für Island

Weihnachtsbräuche in Finnland

Ihr wollt herausfinden, wie die Weihnachtsbräuche in Finnland aussehen? Eure Rentiere haben das wohl gehört und sind schon ganz zappelig. Sie hoffen darauf, Petteri Punakuono in Korvatunturi zu treffen. Dieses Rentier ist nämlich ein Star. Es gehört zum Gespann des Weihnachtsmanns und war das Vorbild für Rudolf Rotnase. Der finnische Weihnachtsmann heißt übrigens Joulupukki und lebt mit seiner Frau Joulumuori fast 1.000 Kilometer von Helsinki entfernt in Finnisch-Lappland.

Rentier im Weihnachtsdorf in Lappland / Finnland

Deshalb kommt er auch mit einem Rentiergespann zu den finnischen Kindern. Schon am ersten Adventswochenende macht er sich auf den Weg in die Städte Südfinnlands, damit er bis Weihnachten noch die Kurve kriegt. Zum Glück hat er ja seine kleinen Helfer: die Tonttuja, so eine Art Wichtel. Die sortieren beim Schein der Polarlichter die Geschenke, damit auch jeder das Passende bekommt.

Jedenfalls ist Joulupukki im Dezember im Vollstress – eine riesige Verantwortung, endlose Transportwege und noch dazu die Temperaturen… Vielleicht ist er deshalb vernünftiger als der Weihnachtsmann in den USA und versucht nicht, durch den Kamin einzusteigen. Er kommt ganz offiziell an die Haustür und fragt, ob dort artige Kinder wohnen. Aber bevor er am Heiligabend die Bühne betritt, haben die Finnen noch einiges zu erledigen.

Zuerst wird am 24. Dezember um 12:00 Uhr mittags in Turku der traditionelle Weihnachtsfrieden ausgerufen. Dann gibt es das erste Weihnachtsessen. Nachmittags geht die ganze Familie in die Sauna. Anschließend werden die Gräber der Verstorbenen mit unzähligen Kerzen, Laternen und Kränzen verziert. Schließlich wird das große Weihnachtsessen in Angriff genommen und irgendwann zwischendrin klopft dann endlich der Joulupukki an die Tür.

Gut zu wissen


So heißt der Weihnachtsmann in Finnland: Joulupukki

So sagt ihr „Frohe Weihnachten“ auf Finnisch: Hyvää Joulua

Weihnachtsangebote für Finnland

Weihnachtsbräuche in Norwegen

Eigentlich wollten eure Rentiere jetzt gleich weiter zu ihren Kollegen in den USA. Aber nachdem es ja mehr oder weniger auf dem Weg liegt, könnt ihr euch auch noch schnell die Weihnachtsbräuche in Norwegen anschauen. Es lohnt sich tatsächlich, hier einen Zwischenstopp einzulegen – allein schon wegen dem üppigen Julebord. Dieses traditionelle Weihnachtsbuffet besteht aus bis zu 70 verschiedenen Gerichten und ist einzigartig auf der ganzen Welt. Wenn da nicht mal wieder irgendwelche Geister die Finger im Spiel haben …

Norwegen im Winter

Tatsächlich glaubten die Norweger früher, dass um die Weihnachtszeit ganze Schwärme von Toten durch die Gegend geistern würden. Um die verstorbenen Vorfahren bei guter Laune zu halten, wurde für sie ein zusätzliches Gedeck am Esstisch aufgelegt. Je üppiger das Weihnachtsbuffet war, desto ertragreicher sollte das neue Jahr ausfallen. Allerdings tummelten sich damals nicht nur Geister in den Esszimmern – die Hexen waren auch in Ausgehstimmung. Deshalb wurden alle Besen eingeschlossen, damit die zauberkräftigen Damen nicht mit ihnen davonritten.

Wenn am Nachmittag des 24. Dezember die Kirchenglocken den Heiligen Abend einläuten, wird auch heute noch in ländlichen Gebieten für den Hauskobold eine Schüssel Brei in die Scheune gestellt. Alle Tiere des Haushalts bekommen eine Festmahlzeit und für die wilden Vögel wird der Julenek – eine Garbe Hafer – an einen Pfahl gebunden. Danach gibt es das traditionelle Weihnachtsessen für die Menschen, den Reigen um den Tannenbaum und schließlich die Geschenke. Die hat übrigens der Julenissen – der Weihnachtskobold – gebracht.

Gut zu wissen


So heißt der Weihnachtsmann in Norwegen: Julenissen

So sagt ihr „Frohe Weihnachten“ auf Norwegisch: God Jul

Weihnachtsangebote für Norwegen

Weihnachtsbräuche in den USA

Ganz gleich, wo ihr euch in den USA um die Weihnachtszeit umseht: Es herrscht eine Art Las-Vegas-Flair. Glitzernde Hausfassaden, Rentiere mit blinkenden roten Nasen, schwebende Weihnachtsmänner und aufblasbare Schneemänner inmitten von Kunstschnee – hier versucht jeder, den Nachbarn mit seinen Weihnachtsdekorationen zu übertreffen. Noch dazu gibt es an allen Straßenecken mindestens zehn verschiedene Versionen von „Jingle Bells“ zu hören. Ein gefundenes Fressen für Instagramer, die mit knallbunten Weihnachtskitsch-Fotos punkten wollen.

Opulenter Weihnachtsschmuck an einem Haus - typischer Weihnachtsbrauch in den USA

Wenn ihr aber schon mal in New York City seid, solltet ihr euch den Weihnachtsbaum am Rockefeller Center nicht entgehen lassen. Mit 50.000 Lichtern geschmückt reckt sich der weihnachtliche Star Manhattans mehr als 20 Meter weit in die Höhe. Santa Claus trefft ihr persönlich im Santa-Land bei Macy’s. Eure Kids dürfen auf seinen Schoß klettern und sich mit ihm fotografieren lassen – falls ihr vorher einen Platz reserviert habt.

So richtig uralte Weihnachtsbräuche gibt es in den USA natürlich nicht. Dazu sind die Staaten einfach noch zu jung. Ein lustiger Brauch ist die Show mit Santa Claus und der Feuerwehr New York’s Bravest. Jedes Jahr bleibt Santa nämlich irgendwo in einem Kamin stecken und die Feuerwehrmänner retten ihn. In den meisten Fällen quetscht er sich aber problemlos durch die Schornsteine, um in der Nacht vom 24. zum 25. Dezember die Weihnachtsstrümpfe der Kinder mit Geschenken zu füllen. Als Dankeschön stellen ihm die Kids eine Tasse warme Milch und Zuckerstückchen für die Rentiere vor ihre Christmas-Stockings.

Gut zu wissen


So heißt der Weihnachtsmann in den USA: Santa Claus

So sagt ihr „Frohe Weihnachten“ auf Amerikanisch: Merry Christmas

Weihnachtsangebote für die USA

Weihnachtsbräuche in Mexiko

Falls ihr Lust auf weniger kommerzielles Weihnachten habt, solltet ihr einen Abstecher nach Mexiko machen. Mexiko ist ein armes Land – hier käme kaum jemand auf die Idee, sein Haus mit einer Flut von elektrischen Blinklichtern zu dekorieren. Aber trotzdem wird hier Weihnachten ausgiebig gefeiert.

Vor etwa 300 Jahren brachten die Spanier ihre Weihnachtsbräuche nach Mexiko. Dort feierten die Ureinwohner traditionell zur Wintersonnenwende die Ankunft des Gottes Huitzilopochtli. Heute steigt die Party wegen der Ankunft des Christkinds – die gut gelaunten Latinos sehen das nicht so eng. Santa Claus besucht nur die touristisch erschlossenen Gegenden wie Cancun oder Playa del Carmen. Dort stehen auch Weihnachtsbäume in den Hotels und aufblasbare Schneemänner in den Straßen.

Auf dem Land sieht es dagegen völlig anders aus. Da fangen die Weihnachtsfeiern schon am 16. Dezember mit den Posadas an. Dabei werden die Figuren von Jesus, Maria und einem Engel durch das Dorf getragen. In den neun Tagen vor Weihnachten dürfen die sogenannten „Peregrinos“ bei ausgesuchten Familien jeweils eine Nacht verbringen. In den Häusern werden sie nach indianischem Brauch zur Begrüßung mit Blumen bekränzt und zum Hausaltar gebracht.

Die Träger und Prozessionsteilnehmer werden anschließend zum traditionellen Aguinaldo – einer Tasse Kaffee mit einem Stück Brot – eingeladen. Am kommenden Abend zieht die heilige Familie zu ihrer nächsten Gastfamilie weiter. Zum Abschied gibt der Hausherr dem Kirchenvorsteher eine Piñata für die Mitternachtsmesse am 24. Dezember mit. Das ist eine mit Süßigkeiten gefüllte Fantasiefigur aus Pappmaché, die nach der Messe von den Kindern mit Stockschlägen geknackt werden soll.

Zum Weihnachtsbrauch in Mexiko gehören Pinatas

An Heiligabend versammeln sich alle Dorfbewohner kurz vor Mitternacht bei der Kirche und es werden Freudenfeuer und Feuerwerk abgebrannt. Nach dem Baile de la Flor – einem Tanz – fängt die Mitternachtsmesse an.

Dabei warten die Kinder schon ganz ungeduldig, dass die Kirchbänke zur Seite geschoben werden. Dann fängt nämlich die Geburtstagsparty für das Christkind an: Die Piñatas werden aufgehängt und alle versuchen nacheinander, sie mit verbundenen Augen zu treffen. Sobald es klappt, regnet es Süßigkeiten auf die Kinder herab.

Gut zu wissen


So heißt der Weihnachtsmann in Mexiko: Santa Claus

So sagt ihr „Frohe Weihnachten“ auf Mexikanisch/Spanisch: Feliz Navidad

Weihnachtsangebote für Mexiko

Weihnachten in Ägypten

Weihnachtsbräuche auf den Philippinen

Wenn euch die fröhlichen Weihnachtsbräuche der Mexikaner gefallen haben, müsst ihr unbedingt auch noch das Weihnachts-Spektakel auf den Philippinen kennen lernen. Hier geht mindestens genauso bunt und lustig zu wie in Mexiko. Nur dass hier noch viel länger gefeiert wird: Die Weihnachtszeit der Filipinos ist die längste auf der ganzen Welt. Spätestens Anfang November werden die Schaufenster in Manila weihnachtlich dekoriert und im Radio hört ihr die ersten Weihnachtslieder. Anfang Dezember tauchen dann die ersten Paroles auf. Das sind weihnachtliche Papierlaternen, die in jedem Fenster und sogar in den öffentlichen Verkehrsmitteln leuchten.

Weihnachten auf den Philippinen

Am 16. Dezember wird gleich nach dem ersten Hahnenschrei die kirchliche Weihnachtszeit eingeläutet. Auf den Straßen werden Feuerwerke oder Festumzüge veranstaltet und die Kinder feuern kleine Bambuskanonen ab. Das alles passiert, damit niemand die erste Misa de Gallo verpasst: eine Frühmesse, die von jetzt an bis zum 24. Dezember jeden Tag zelebriert wird. Die Hahnenschrei-Messe hat ihren Ursprung im Simbang Gabi – einem kunterbunten Erntedankfest der Tagalog. Nach der Messe frühstücken die Filipinos mit Ingwerbier und warmem Reiskuchen in den Innenhöfen ihrer Kirchen.

In der Nacht zum 25. Dezember versammelt sich die ganze Familie nach der Mitternachtsmesse zum Weihnachtsessen. Die Noche Buena – die gute Nacht – ist angebrochen und von jetzt an wird nur noch gefeiert. Der Weihnachtstag – Pasko ng mga Bata – ist für die Kinder reserviert. Sie besuchen ihre Verwandten und bekommen dort gute Ratschläge und kleine Geschenke.

Am 28. Dezember findet ein weiteres Kinderfest statt: Ninos Innocentes. Da dürfen die Kinder Streiche spielen und Lügenmärchen erzählen. „Pasko ng mga Binata’t Dalaga“ bedeutet „Weihnachten für junge Männer und Frauen“. Das lärmende Fest wird an Neujahr gefeiert und gipfelt in einem berauschenden Feuerwerk.

Am ersten Sonntag im Jahr feiern die Filipinos schließlich noch das beschauliche „Pasko ng mga Matatanda“ – „Weihnachten für alte Menschen“. Dann ist auch Weihnachtszeit auf den Philippinen zu Ende.

Gut zu wissen


So heißt der Weihnachtsmann auf den Philippinen: Santa Claus

So sagt ihr „Frohe Weihnachten“ auf Filipino: Maligayang Pasko

Weihnachtsangebote für die Philippinen

Weihnachtsbräuche in Australien

Ihr braucht nicht lange, um die Weihnachtsbräuche in Australien kennen zu lernen. Bei mehr als 30˚C im Schatten ist es einfach schwierig, die richtige Weihnachtsstimmung aufkommen zu lassen.

Weihnachtsbrauch in Australien ist ein Besuch am Strand

In Down Under fängt gerade der Sommer so richtig an, wenn in unseren Breiten fast jeder auf weiße Weihnachten hofft. Die Aussis verbringen deshalb den Heiligabend oft im Garten – ganz stilecht mit Plumpudding und dem traditionellen Weihnachtstruthahn. Am 25. Dezember geht es zumeist an den Strand. Natürlich zum Grillen: Die Australier lieben Gegrilltes und nutzen jede Gelegenheit für ein gemütliches Barbecue. Oft genug ist auch noch ein aufblasbarer Weihnachtsbaum mit von der Partie.

An manchen Stränden taucht dann der Weihnachtsmann mit Wasserskiern oder einem Surfbrett auf – Weihnachten in Australien ist einfach eine lustige Party.

Wer trotzdem versuchen möchte, in Weihnachtsstimmung zu kommen, sollte die Weihnachtstage in der Stadt verbringen. Vorzugsweise in Sydney: Dort steht der höchste Weihnachtsbaum der südlichen Hemisphäre. Das Plastik-Ungetüm ist 26 Meter hoch und wird jedes Jahr mit 4.000 goldenen Kugeln, 1.500 bunten Bändern und 21.000 kleinen Lichtern geschmückt.

In Melbourne haben sich seit 1938 sogar echt australische Weihnachtsbräuche entwickelt, die in den letzten Jahren auch in anderen Städten praktiziert werden. Anstelle in ein Weihnachtskonzert zu gehen, machen die Leute lieber selbst Musik in Parks, in Schulen und an den Stränden. Sie breiten Decken auf dem Boden aus, zünden Kerzen an und singen alle zusammen Weihnachtslieder. Und natürlich bekommen die australischen Kinder auch Weihnachtsgeschenke. Father Christmas füllt ihre Weihnachtssocken in der Nacht zum 25. Dezember.

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So heißt der Weihnachtsmann in Australien: Father Christmas

So sagt ihr „Frohe Weihnachten“ auf Aussi-Englisch: Merry Christmas

Weihnachtsangebote für Australien

Weihnachtsbräuche in den Niederlanden

Hups, was ist denn in unserem Nachbarland los? Die Holländer feiern Weihnachten am Nikolausabend – in der Nacht vom 5. zum 6. Dezember. Zumindest in ländlichen Gegenden, in den Städten machen sich langsam die amerikanischen Weihnachtsbräuche breit. Wobei es viele Niederländer gibt, die gegen die Kommerzialisierung ihrer alten Bräuche protestieren. Die offizielle Festzeit beginnt hier traditionsgemäß schon Mitte November. Dann soll nämlich – der Legende nach – der heilige Nikolaus mit seinem Schiff aus Spanien in den Niederlanden eingetroffen sein.

Weihnachten in den Niederlanden

Mittlerweile wurde der offizielle Ankunftstermin des Heiligen auf den letzten Samstag im November verlegt. So haben die Kinder am Sonntagmorgen genügend Zeit, um sich mit ihren Nikolaus-Geschenken zu befassen. Sie stellen nämlich am Samstagabend einen Holzschuh mit einem Wunschzettel vor den Kamin. Daneben befinden sich eine Karotte und etwas Wasser für das Pferd des Weihnachtsmanns. Der wird in den Niederlanden übrigens „Sinterklaas“ genannt und reitet auf einem Schimmel. Sein Gehilfe ist der Zwarte Piet. Die beiden erreichen die Niederlande meistens per Dampfschiff: dem Pakjesboot 12.

Glaubt aber nicht, dass die niederländischen Kinder zu Weihnachten nur einen Holzschuh voller Plätzchen und Schokoladenweihnachtsmännern bekommen. Am 6. Dezember gibt es die richtigen Weihnachtsgeschenke. Allerdings sind sich die Holländer nicht ganz einig, wie der Sinterklaas die Päckchen am Pakjesavond zu den Kindern transportiert.

Auf dem Land legen die Leute einen leeren Sack vor die Tür, der am nächsten Morgen mit Geschenken gefüllt ist. In den Städten scheint der Weihnachtsmann mit seinem Schimmel über die Dächer zu reiten und mit seinem Helfer durch die Schornsteine in die Häuser einzusteigen. Aber egal wie, in jedem Fall bekommen die Kinder in den Niederlanden genauso wie in Deutschland ganz viele bunte Päckchen zu Weihnachten – nur etwas früher.

Gut zu wissen


So heißt der Weihnachtsmann in den Niederlanden: Sinterklaas

So sagt ihr „Frohe Weihnachten“ auf Niederländisch: Vrolijk Kerstfeest

Weihnachtsangebote für die Niederlande

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