So habt ihr die Türkei garantiert noch nie gesehen

Vielseitig, bunt und wunderschön – die Türkei zählt nicht umsonst zu unseren begehrtesten Reisezielen. Wert dort Urlaub macht, wird vom Land und der Gastfreundlichkeit der Türken verzaubert. Auch Clemens hat diese Erfahrung gemacht und für euch gleich noch ein paar gute Tipps mitgebracht.

Die Türkei ist eines der absoluten Lieblingsreiseziele der Deutschen. Denkt man an die Türkei, dann denkt man an die großen Metropolen von Istanbul und Ankara, an die Küstenstädte von Alanya und Antalya, aber auch an kleinere Reiseziele wie Bodrum und Side. Vor allen Dingen kommt einem die traumhaft schöne Türkische Ägäis in den Sinn und natürlich die schöne Mittelmeerregion. Auch denkt man schnell an die zahlreichen Sehenswürdigkeiten der Türkei, von den Postkartenmotiven der Strände bis hin zu den großen Moscheen und wilden Basaren von Istanbul.

Dabei hat das Land der drei Meere weitaus mehr zu bieten als Urlaub, Strand und Sonne satt. Wer über den Tellerrand hinausschaut, den erwartet eine Vielzahl an unberührten Ecken. Darüber hinaus wartet auch das ein oder andere überraschende Erlebnis und für manche Reisende vielleicht sogar eine noch unbekannte Seite des türkischen Volkes. Mit diesen sechs Tipps könnt ihr das Reiseland Türkei wunderbar neu entdecken. Vorhang auf für eine Türkei abseits des Mainstreams.

Panorama von Istanbul mit Katze im Vordergrund

© Clemens Sehi / travellersarchive.de

1. Entdecke ungewohnte Ecken der Türkei

Die Region der türkischen Ägäis ist zusammen mit der Mittelmeerküste des Landes der Klassiker unter den beliebtesten Reisezielen der Türkei. Und das aus gutem Grund, allen voran den zahlreichen Bilderbuchstränden.

Türkische Ägäis

© Clemens Sehi / travellersarchive.de

Eher unbekannt ist jedoch für die meisten deutschen Touristen die türkische Schwarzmeerküste. Der hohe Norden und Nordosten des Landes ist touristisch bei Weitem nicht so gut erschlossen wie die beliebten Reiseziele im Süden und Westen. Die Flughäfen an der Schwarzmeerküste sind nicht so groß, so modern und so gut angebunden, wie jene an der Süd- und Westküste der Türkischen Republik. Auch das Straßensystem ist längst nicht bis ins hintere Bergdorf ausgebaut.

Dafür lockt die Region mit umso urigeren Landschaften, verschlafenen Dörfern und einsamen Sandstränden. Zu den absoluten Highlights einer Reise an die türkische Schwarzmeerküste zählt der Besuch des zauberhaften Kloster Sumela, einem ehemaligen griechisch-orthodoxen Kloster aus byzantinischer Zeit in der Region Trabzon. Es klebt so pittoresk an einer Felswand, als sei es in ein Panorama hineingemalt.

Auch die Küstenstädte Ünye, Ordu und Giresun können sich sehen lassen und laden mit langen Strandpromenaden und quirligen Innenstädten zum Verweilen ein.

Türkische Schwarzmeerküste

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2. Schlemme dich durch die Kulinarik der Türkei

In ganz Deutschland kennt man den Döner Kebab. Der wurde aber bekanntlich gar nicht in der Türkei erfunden, sondern in Deutschlands Hauptstadt Berlin. Während seine Wurzeln jedoch sehr wohl türkisch sind, hat die Türkei eine viel größere Kulinarik zu bieten, als man vielleicht annehmen mag.

Die türkische Küche entwickelte sich durch Einflüsse des Mittelmeerraums, des Orients und sogar aus Indien. Kein Wunder also, dass die kulinarische Bandbreite des Landes überhaupt nicht in einen einzigen Türkei-Urlaub passt. Wer das dennoch versuchen möchte, der sollte mit den Klassikern anfangen. Dazu gehören das Fladenbrot Pide, die türkischen Frikadellen Köfte, die Ofenkartoffel Kumpir, den strudelartigen Börek und natürlich die zahlreichen Suppen.

Börek

© Clemens Sehi / travellersarchive.de

Mein Tipp: Balik Ekmek, ein Sandwich aus einem Filet von gebratenem oder gegrilltem Fisch, serviert mit verschiedenem Gemüse in einem Brötchen aus türkischem Brot. In Istanbul empfehlen sich dafür besonders die Fischrestaurants unter der Galata-Brücke. Kulinarischer Hochgenuss auf Streetfood-Level und mit einem atemberaubenden Ausblick. Was will man mehr?
Galata-Brücke in Istanbul

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Wer dem ganzen noch eine Schippe drauf legen will, sollte einen türkischen Kochkurs machen. Diese finden in der Türkei häufig nicht in Showküchen statt, sondern in den eigenen vier Wänden der Köche. Man kauft zuerst gemeinsam auf dem Markt die Zutaten und verwandelt diese in der heimischen Küche des Kochs in leckere Speisen. Authentischer geht’s nicht. Wie so ein Kochkurs im Türkisch Kochen genau abläuft, könnt ihr auf „Travellers Archive“ nachlesen.

3. Fahre mit den Transportmitteln der Türken

Alle reden über Uber und Co. – und auch das klassische Taxi hat noch lange nicht ausgedient. In größeren Städten der Türkei wiederum wie in Istanbul und Ankara greift man gerne auch auf die U-Bahn zurück. Auch die urige, alte Straßenbahn entlang der Istiklal-Straße in Istanbul erfreut sich großer Beliebtheit, sowohl bei Einheimischen als auch bei Touristen.

Istanbul Städtereise Banner

Es geht aber sogar noch authentischer: mit dem sogenannten Dolmuş. Der Name steht für einen Minibus, der wie ein Sammeltaxi funktioniert. Er fährt entlang festgelegter Strecken und oft auch zu festgelegten Uhrzeiten. Der Clou jedoch ist, dass der Minibus an beliebigen Orten hält, um Passagiere ein- oder aussteigen zu lassen. Wer ein Dolmuş fahren möchte, winkt also einfach eines an der Straße herbei. Drinnen wird es oft so richtig gemütlich und man kommt schnell mit der Bevölkerung in Kontakt.

4. Lerne die echte türkische Gastfreundschaft kennen

Apropos Bevölkerung: Die Türken gelten als eines der gastfreundlichsten Völker Europas. Tatsächlich muss man in der Türkei oft nicht lange warten, bis man von Einheimischen begrüßt und eingeladen wird. Sei es zu einer Tasse türkischem Tee, Kaffee, auf ein Ayran-Joghurtgetränk oder sogar zu einem spontanen Stadtrundgang.

Türkischer Kaffee

© Clemens Sehi / travellersarchive.de

Gerade in den untouristischen Ecken des Landes wie zum Beispiel entlang der Schwarzmeerküste sind die Einheimischen oft geradezu stolz, dich als Touristen in ihrer Stadt willkommen zu heißen. Nicht selten kommt es zu freundschaftlichen Gesten, umgekehrten Gastgeschenken und vielen, hilfreichen Tipps für die weitere Reise vor Ort.

5. Hipster durch das hippe Istanbul

Istanbul kann mehr als Sultanahmet. Während das bei Touristen beliebteste Stadtviertel mit den Hochkarätern der Sehenswürdigkeiten wie der Haghia Sophia, der blauen Moschee, dem großen Basar und dem Topkapi-Palast lockt, gibt es anderswo viele unentdeckte Stadtteile.

Hagia Sophia Moschee, Istanbul

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Eines davon ist Karaköy, ein Viertel im Stadtteil Beyoğlu auf der europäischen Seite der Stadt. Während sich andere Ecken zu Tourismusmagneten mausern, zieht Karaköy die junge, hippe Garde der Stadt an. Hier wimmelt es nur so von hübschen Cafés, kleinen Boutiquen und engen Gässchen, die drauf warten, entdeckt zu werden. Wer die hippe Seite von Istanbul sucht, wird hier ganz schnell fündig.

6. Entdecke die neue künstlerische Seite der Türkei

Hat jemand hip gesagt? Die Kunstszene des Landes hat sich in den letzten Jahren neu erfunden. In einem Land im Zwiespalt zwischen Altertum und Moderne, zwischen Europa und Asien findet eine junge Szene voller Kreativer immer wieder neues Futter für kreative Höhepunkte.

Besonders in den Großstädten hat sich eine unglaubliche Street-Art-Szene entwickelt, die sich hinter jener von London, Berlin oder Porto nicht verstecken muss. Im Gegenteil, ganze Straßenzüge wurden in Istanbul hochoffiziell der Straßenkunst überlassen und im Rahmen eines Festivals in riesige Kunstwerke verwandelt.

Street Art in Istanbul

© Clemens Sehi / travellersarchive.de

Wer durch die Straßen der Stadt wandelt, der kann sich auf die ein oder andere künstlerische Überraschung gefasst machen. Wo genau? Das erfahrt ihr in diesem Artikel über die beste Street Art in Istanbul.

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