Die Top 11 Strände in Spanien: Von außergewöhnlich bis familienfreundlich

Ihr wollt im Urlaub nach Spanien, habt aber keine Lust auf einen 08/15-Strand? Irgendwo auf den etwa 5.000 Kilometer Küstenlinie in Spanien gibt es unter Garantie den perfekten Strand, der genau zu euren Vorstellungen passt. Nachfolgend findet ihr Beschreibungen der elf interessantesten spanischen Strände. Jeder davon hat seinen eigenen Charme und punktet mit einem unverwechselbaren Charakter. 

Und wo genau ihr die folgenden elf Strände in Spanien findet, seht ihr hier in dieser Karte:

1. Nicht nur für Surfer: Playa de Valdevaqueros bei Tarifa

Playa de Valdevaqueros bei Tarifa ist einer der spannendsten Strände Spaniens für Wassersportler. Er befindet sich direkt an der Straße von Gibraltar. Zwischen der Playa de Valdevaqueros und Marokko liegen nur 14 Kilometer Meer. Der vier Kilometer lange Sandstrand ist im Mittel 120 Meter breit und befindet sich direkt am Ortsausgang von Tarifa. Auch in der Hochsaison ist er nicht überlaufen.

Die Playa de Valdevaqueros zählt zu den 11 schönsten Stränden in Spanien

Außer gutem Wind zum Kiten, Surfen und Windsurfen bietet die Playa de Valdevaqueros eine super Infrastruktur. Bei Ebbe entsteht hier eine Art Lagune – und der Strand verläuft mitten hindurch. Der östliche Strandbereich wird von einer wüstenartigen Dünenlandschaft eingerahmt. Wenn ihr den Aufstieg zur Spitze der Punta Paloma wagt, – mit 100 m Höhe die höchste Düne Europas – werdet ihr mit einem fantastischen Blick bis nach Afrika belohnt.

2. Top-Familienstrand an der Costa Blanca: Playa de Les Marines

13 Kilometer flach abfallende Sandstrände, Sonne im Überfluss und sanft murmelnde Wellen – die Playa de Les Marines an der Costa Blanca bei Dénia ist ein wahres Kinderparadies. Hier buddeln und planschen eure Jüngsten in sauberem Wasser: Über fast allen Strandabschnitten der Playa de Les Marines weht die „Blaue Flagge“. Auf dem fein-goldenen Sand tollen die Kids gefahrlos barfuß herum. Lifeguards überwachen verschiedene Strandbereiche, sodass ihr eure größeren Kinder unbesorgt allein ins Wasser lassen könnt.

Nördlich der Altstadt von Dénia beginnen die Strände: Direkt am Meer laden Spielgeräte und Klettergerüste die Kinder zum Austoben ein. Inzwischen relaxt ihr unter Sonnenschirmen auf Strandliegen oder in einer Strandbar. Je weiter ihr nach Norden kommt, desto ruhiger wird das Strandleben. Ganz am Ende der Playa de Les Marines liegt ein Abschnitt für Surfer und Kiter. Die einzelnen Strandabschnitte sind zu Fuß oder per Pkw von Dénia aus gut zu erreichen.

3. Paradies für Naturfreunde: Playa de Mazagón bei Sevilla

23 Kilometer fast unberührter Strand in Spanien? Natürlich steckt da ein Naturschutzgebiet dahinter. Und zwar genau hinter dem Strand: Der Nationalpark Coto de Doñana, in dem Rehe, Wildschweine und Luchse eine Zuflucht gefunden haben. Davor, in Richtung Strand, erstreckt sich eine weitläufige Dünenlandschaft. Der Strand selbst liegt am Fuß von spektakulären 100 Meter hohen Sandklippen. Ihr findet die Playa de Mazagón zwischen Matalascañas und Mazagón, etwa 20 Kilometer von Huelva entfernt.

Die Playa de Mazagón bei Sevilla gehört aufgrund seiner Lage an spektakulären Klippen zu den schönsten in Spanien

Wenn ihr im Urlaub Ruhe sucht und die Natur genießen möchtet, ist die Playa de Mazagón genau das Richtige für euch. Hier gibt es glasklares Wasser und einen endlosen feinsandigen Strand – Infrastruktur ist aber nur rund um die Ortschaften Matalascañas und Mazagón vorhanden. Von den Ortschaften aus erreicht ihr den Strand bequem mit einem gemieteten Mountainbike oder Pkw bis zum Parkplatz Cuesta Maneli an der A494. Hier führt ein 1.200 Meter langer Holzsteg durch die Dünen zum Meer.

4. Top Allrounder: Playa de l’Aigua Morta bei Valencia

Ganz in der Nähe der Stadt Oliva an der Costa Azahar liegt ein 1.600 Meter langer Sandstrand, der so vielseitig ist, dass hier jeder seine Nische findet. Die Stimmung dort ist locker und kommunikativ, das Publikum kunterbunt zusammengewürfelt. Besucher des gediegenen 18-Loch-Golfplatzes „Oliva Nova“ trinken in den Strandbars ihren eisgekühlten Piña Colada neben Familien mit tobenden Kids.

Reiter, die vom Training auf den malerisch gelegenen Turnierplätzen hinter dem Strand kommen, feiern mit Besuchern aus Frankreich und Deutschland die Nächte durch. Kiter haben im Norden der Playa de l’Aigua Morta ihr Revier. Nach dem Adrenalin-Kick wird zu Elektro-Beats in Himmelbetten mit Meerblick relaxt. Und Naturfreunde machen Wanderungen durch die geschützte Dünenlandschaft, die den Strand zu den Orangenhainen im Hinterland begrenzt.

5. Robinson-Feeling pur: Playa de los Genoveses an der Costa del Sol

Kaum zu glauben, dass es an der Costa del Sol einen Strand gibt, wo im Hochsommer so gut wie keine Menschenseele anzutreffen ist. Die 1.200 Meter lange Playa de los Genoveses in der Nähe von Almería gehört zum Naturpark Cabo de Gata-Níjar. Deshalb gibt es dort weder Hotels noch irgendwelche Annehmlichkeiten der Zivilisation. Hier findet ihr nichts außer glasklarem Wasser, fein-goldenem Sand und sehenswerten Naturphänomenen.

Zwischen versteinerten Dünen, Agavenwäldern, kleinen Vulkanen und Eukalyptusbäumen gehen große und kleine Robinsons nach dem Schwimmen auf Exkursion. Wer gern schnorchelt, nimmt die Riffs vor der Playa in Angriff. Der sanft abfallende Strand lockt auch einheimische Familien an, die unter den duftenden Eukalyptusbäumen ihr Lager aufschlagen. Wenn ihr auf den Komfort der üblichen Infrastrukturen verzichten könnt, findet ihr hier einen richtigen Traumstrand.

6. Einer der schönsten 100 Strände der Welt: Praia de Carnota in Galicien

Die sieben Kilometer lange Praia de Carnota an der Costa da Morte in der spanischen Provinz A Coruña punktet mit Sandbänken und Dünen, einem einzigartigen Ausblick auf den steilen Monte Pindo im Hinterland und unzähligen Fjorden in der Umgebung. Praia de Carnota ist ein Geheimtipp für alle, die ihren Urlaub weitab vom Massentourismus verbringen möchten.

Weißer Sand und tiefblaues Meer, im Hintergrund der majestätische Berg, die endlose Weite des Horizonts: Das ist Balsam für eure Psyche. Praia de Carnota ist Teil eines 4.500 Hektar großen Naturschutzgebiets und gehört zu den wenigen unberührten Stränden Spaniens. An manchen Stellen ist der Strand bei Ebbe bis zu 500 Meter breit. Eure Strandausrüstung müsst ihr hier natürlich selbst mitbringen – an der Praia de Carnota sind keine touristischen Infrastrukturen vorhanden.

Was das spanische Festland sonst noch so auf Lager hat, verraten wir euch hier!

7. Eleganz und Ambiente: Playa del Duque auf Teneriffa

Wenn ihr euch im Urlaub einen Hauch von Luxus leisten möchtet, wird euch die Playa del Duque an der Costa Adeje gefallen. Der Strand gehört zur Playa las Americas im Südwesten Teneriffas. Der feine helle Sandstrand ist makellos sauber und die Wasserqualität ist hervorragend – weshalb der Strand regelmäßig mit der „Blauen Flagge“ ausgezeichnet wird.

Playa del Duque auf Teneriffa ist einer der Top-11-Strände in Spanien

Familien besuchen gern die Playa del Duque, weil der Strand einen flachen Einstieg ins Wasser bietet und den ganzen Tag über von Lifeguards überwacht wird. Wellenbrecher mildern die Brandung des Atlantiks zu kleinen Wellen ab: gerade richtig für Jetski- oder Bananaboat-Kapitäne. Adrenalin-Junkies holen sich ihren Kick beim Surfen oder Paragliding – und anschließend geht es zur Entspannung in den Beachclub. Im Hintergrund liegt die geschmackvoll gestaltete grüne Promenade, über die ihr bei einem Bummel noch weitere Strände erreicht.

8. Temporäre Lagune mit Insel: Risco del Paso auf Fuerteventura 

Etwa 20 Fahrminuten von Costa Calma entfernt liegt einer der tollsten Strände Spaniens: Risco del Paso. Er gehört zum großen Strand Sotavento im Süden Fuerteventuras. Bei Flut entsteht hier eine Lagune, aus deren Mitte sich eine sandige Insel erhebt. Die etwa 300 Meter bis zur Sandbank sind eine spannende Herausforderung für eure Kids – die Kleinsten bringt ihr am besten im Gummiboot zum Inselchen.

Risco del Paso auf Fuerteventura: ein einzigartiger spanischer Strand

Durch ihre geschützte Lage ist die temporäre Lagune am Risco del Paso einer der schönsten Kinderstrände in Spanien. Kilometerlange Strandwanderungen bei Ebbe, ein riesiger Salzwasser-Pool bei Flut: Da lohnt sich die Anfahrt von Costa Calma. Kiter und Surfer zieht es wegen den konstanten Windbedingungen nach Risco del Paso. Hier liegt übrigens eine Surfschule, bei der ihr euch Equipment zum Kiten und Surfen ausleihen könnt. Einen FKK-Bereich gibt es auch: Er liegt südlich der Surfschule und ist durch Büsche vom übrigen Strand abgetrennt.

9. Eldorado für Surfer: Flag Beach Corralejo auf Fuerteventura

Bei Surfern und Kitern ist der Flag Beach als eines der spektakulärsten Surfreviere Spaniens bekannt. Der weitläufige Sandstrand mit seiner ausgedehnten Dünenlandschaft lockt aber auch viele Naturfreunde und Ruhesuchende an. Damit alle Badegäste auf ihre Kosten kommen, ist der Flag Beach in verschiedene Bereiche eingeteilt: für Windsurfer, Kiter, Wellenreiter und Wasserratten ohne sportliche Ambitionen.

Flag Beach von Corralejo ist einer der schönsten spanischen Strände auf Fuerteventura

Wenn ihr Spaß an ausgedehnten Strandwanderungen habt, erreicht ihr den Flag Beach von Corralejo aus auch zu Fuß: Er liegt nur zwei Kilometer von der Ortschaft entfernt. Von Corralejo aus in Richtung Flag Beach tummeln sich einige FKK-Anhänger. Wassersportliebhaber können sich in einer Surfschule am Flag Beach das passende Equipment ausleihen oder an Kursen teilnehmen. Der Strand ist fast völlig unverbaut, nur ein einziges Hotel liegt am südlichen Ende. Wenn ihr Lust auf Romantik habt, besucht ihr die Strandbar gegen Abend und schaut euch den Sonnenuntergang über der vorgelagerten Isla de Lobos an.

Fuerteventura bietet außerdem noch viel mehr – was genau, verraten wir euch hier!

10. Regenbogenstrand: Playa De Maspalomas auf Gran Canaria

Seitdem Maspalomas in den 1960er-Jahren völlig umgebaut wurde, erinnert die Ortschaft mit ihrer eleganten Promenade und den Palmenalleen stark an Palm Beach in Florida. Bekannt für erstklassige Hotels und schicke Bars ist Maspalomas nicht nur ein Anlaufpunkt für Urlauber mit gehobenen Ansprüchen, sondern auch ein Hotspot für die Schwulen- und Lesbenszene. Hier gilt das Motto „Canarian Pride“ und am Meer weht die Regenbogenfahne über fast allen Strandbars.

Playa Maspalomas, Gran Canaria

Am südwestlichsten Punkt des zwölf Kilometer langen Sandstrandes liegt der Leuchtturm El Faro de Maspalomas. Im Osten schließt sich die bekannte Playa del Inglés an. An der Playa de Maspalomas gibt es neben den üblichen Wassersportangeboten auch Katamaran-Touren und Bootsausflüge zum Delfin-Watching. Auf dem westlichen Strandabschnitt drängen sich exklusive Beachclubs dicht an dicht – hier könnt ihr den Abend ganz zünftig mit einem Cocktail direkt aus der Ananas beschließen. Wer dem quirligen Strandleben für eine Weile entfliehen möchte, macht einen Spaziergang zum Wahrzeichen von Gran Canaria: den legendären Dünen von Maspalomas. 

11. Der Vielseitige: Playa de Muro auf Mallorca

Im Nordosten von Mallorca liegt der sechs Kilometer lange Sandstrand Playa de Muro mitten in der Bucht von Alcúdia. An beiden Enden der Playa befinden sich Hotels und Ferienunterkünfte – hier gibt es alle Infrastrukturen, die ihr euch nur wünschen könnt. Das geschützte Dünengebiet des Naturparks s’Albufera liegt im mittleren Strandabschnitt in Richtung Can Picafort. Es bietet euch eine Auszeit vom turbulenten Strandleben bei den Hotels.

Playa de Muro, Mallorca

Für Wassersportler wird an der Playa de Muro viel geboten: Stand-up-Paddling, Kitesurfen, Windsurfen und sogar Katamaransegeln. In den Dünen gibt es ausgeschilderte Wege zum Nordic Walking und zum Wandern. Wenn ihr Lust auf nahtlose Bräune und Abgeschiedenheit habt, solltet ihr eine Strandwanderung zum Abschnitt Es Comu machen. Dort gibt es nicht viel mehr als Sonne, Sand, die Dünen und das Meer.

Ihr seht: Mallorca ist so viel mehr als eine reine Party-Hochburg. Die schönsten Ecken der Insel zeigen wir euch hier.

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