Reisetipps für den Oman: Wüsten, Strände und arabische Kultur

Solltet ihr den Oman noch nicht kennen, wird es höchste Zeit! Das Land direkt unter den Vereinigten Arabischen Emiraten bietet eine spannende Mischung aus Abenteuer, arabischer Kultur und weißen Sandstränden. Gerade die Region rund um Salalah ist bei Urlaubern sehr beliebt. Hier gibt es neben tollen Hotels mit eigenem Strand auch große Aquaparks und eine Menge an Ausflugsmöglichkeiten. Auch Taucher haben hier einiges zu entdecken. Wir haben euch die wichtigsten Reisetipps zusammengefasst, damit ihr eine erste Vorstellung von dem großartigen Land bekommt.


Inhaltsverzeichnis


Urlaubsvorbereitung: Reisetipps für den Oman

Der Oman ist sowohl im Sommer, als auch im Winter ein ideales Reiseziel. Vor allem der Norden und der Osten des Landes sind von relativ gleichbleibenden Temperaturen geprägt. In Maskat herrschen zwischen März und November Werte zwischen 24°C und 36°C . Am heißesten ist es von Juni bis September. In diesem Zeitraum erwarten euch Wassertemperaturen von bis 30°C – beste Voraussetzungen zum Baden und für Wassersport. Lediglich von Dezember bis Februar ist es in Maskat mit etwa 20°C etwas kühler. Regenfälle sind in dieser Region ganzjährig selten.

Im Gegensatz dazu zieht im Süden für drei Monate der Monsun über das Land. Zwischen Juni und September kann es an bis zu zehn Tagen heftig regnen. Die beste Reisezeit für einen Badeurlaub in Salalah umfasst daher die Monate von Oktober bis Anfang Juni. Die Temperaturen liegen zwischen 26°C und 33°C. Auf der Insel Masira könnt ihr euch ganzjährig auf ähnliche Werte und nahezu keinen Niederschlag freuen.

In euren Reisekoffer packt ihr je nach Destination Badekleidung und warme Sachen für einen Ausflug in die Berge. Auch für eine Übernachtung in der Wüste solltet ihr einen Pullover bei euch tragen. Unter Umständen benötigt ihr einen Stromadapter, da in einigen Regionen der Steckdosentyp G verwendet wird. 

Einreisebestimmungen in den Oman

Für die Einreise in den Oman benötigt ihr einen gültigen Reisepass. Bei der Ankunft erhaltet ihr gegen Zahlung einer Gebühr von etwa 50 Euro ein Visum für 30 Tage. Ihr könnt die  Aufenthaltserlaubnis auch online beantragen und spart damit vor Ort Zeit ein. Bezahlen können ihr mit Kreditkarte oder in der Landeswährung Rial, die ihr einfach am Bankomaten abheben könnt.


Unsere UrlaubsChecker waren für euch in Salalah und haben sich das Hotel Fanar Salalah Beach angesehen


Landschaftliche Vielfalt: Wadis, Dattelplantagen und weite Wüsten

Landschaftliche Vielfalt macht den Oman zu einem idealen Ziel für echte Entdecker. Wer viel unterwegs sein möchte, sollte sich ein Hotel in Maskat suchen. Von hier aus könnt ihr zu Tagesausflügen oder mehrwöchigen Touren in das Hadschargebirge aufbrechen. Das liegt im Nordosten des Landes an der Grenze zu den Vereinigten Arabischen Emiraten. Das markante Bergmassiv erstreckt sich über mehr als 450 Kilometer hinweg und fasziniert seine Besucher mit schroffen Schluchten und „Wadis“, wie die ausgetrockneten Flussläufe im arabischen Raum heißen.

Wadi Ghul im Norden des Omans

Im Schatten von mächtigen Gipfeln wie dem Dschabal Schams und dem Dschabal Kawr könnt ihr die Canyons zu Fuß durchqueren oder auf dem Rücken eines Kamels reiten. Eines der beliebtesten Reiseziele im Hadschar ist das Wadi Ghul, das als eine Art Grand Canyon des Omans gilt und zum Teil über bis zu 1.000 Meter hohe Steilwände verfügt. Im Winter tragen einige der Bäche sogar Wasser, so im Wadi Shab und im Wadi Bani Khalid. Traumhafte Aussichten habt ihr von der Festung Nakhl, die ein fruchtbares Tal mit Dattelpalmen überragt.

Unser Reisetipp für den Oman: Probiert vor Ort die süßen Früchte – sie sind frisch und getrocknet eine echte Gaumenfreude!

Im Süden des Omans verlocken die Berge und Wüstenlandschaften von Dhofar zu einer Reise. Dieses Gebiet war einst Ausgangspunkt der Weihrauchstraße. Sogar heute wird das wohlduftende Harz hier gewonnen. Nur eine Stunde nördlich von Salalah könnt ihr die Wüstenstadt Thumrait besuchen und auf einer der Dünen übernachten. Weiter nördlich entdeckt ihr etliche Bergdörfer, wo noch auf traditionelle Weise Kunsthandwerk gefertigt wird.

Wadi im Oman

Im Süden sind es die goldenen Strände, die zu einem erholsamen Urlaub einladen. Neben dem berühmten Urlaubsort Salalah gibt es zahlreiche weitere Städte, in denen ihr eure Zeit am Indischen Ozean rundum genießen könnt. Nordöstlich schließen sich die weiten Wüstengebiete von Wahiba an, die mit ihren meterhohen Dünen eines der Highlights auf Reisen auf der arabischen Halbinsel sind. Abgeschiedene Festungen und idyllische Fischerdörfer ergänzen das Ambiente.

Die bedeutendsten Sehenswürdigkeiten des Oman

Arabische Kultur kompakt kennenzulernen, ist vor allem in der Hauptstadt Maskat möglich. Zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Stadt gehören die beiden Festungen Al Jalali und Al Mirani, die ihr an der Straße Qasr Al Alam besichtigen könnt. Ursprünglich wurden die Anlagen im 16. Jahrhundert als Gefängnisse von den Portugiesen erbaut. Heutzutage können Urlauber eine Besuchserlaubnis auf der Webseite des Kulturministeriums beantragen und das Museum von innen ansehen. Zu größeren Anlässen finden vor dem Gebäude Militärparaden mit Feuerwerken über dem Hafen statt.

Zwischen den beiden Forts befindet sich der Königspalast Qasr Al Alam, in dem der heutige Sultan residiert. Wichtiger Reisetipp für den Oman: Fotos dürfen hier nur von der prächtigen Außenfassade aufgenommen werden.

Wer mehr über die Geschichte des Omans erfahren möchte, begibt sich am besten in das Museum Bait al-Zubair in Maskat. Es zeigt zahlreiche Exponate aus der Vergangenheit und vermittelt einen Eindruck vom früheren Leben der Beduinen im Einklang mit der Natur. Thematisiert wird selbstverständlich auch der kulturelle Wandel, der mit der Bedeutung des Öls einhergegangen ist.

Ihm sind viele der Prachtbauten in Maskat, darunter die drittgrößte Moschee der Welt, genannt Sultan Qaboos, zu verdanken. Nichtmuslime können das Bauwerk von Samstag bis Donnerstag von 08.00 bis 11.00 Uhr besuchen. Zu sehen gibt es prunkvolle Kronleuchter, den zweitgrößten Perserteppich auf Erden und wertvolle Marmorpaneele.

Einen Hauch von Moderne versprüht das 2011 eröffnete Königliche Opernhaus im Stadtteil Schati al-Qurm.

Sultan Qaboos Moschee, Oman

Etwas überschaubarer ist das Städtchen Salalah im Süden des Omans. Auf kleinem Raum reihen sich zahlreiche Attraktionen wie der Sultanspalast Al-Husn und die traditionellen Wohnhäuser aus Kalkstein aneinander. Auch hier gibt es eine prächtige Moschee, die in den Morgenstunden besichtigt werden kann. Auf den arabischen Märkten füllen die Düfte von Weihrauch ganze Straßenzüge.

Das Harz ist seit mehr als 2.000 Jahren der Exportschlager der Dhofarregion und darf selbstverständlich als Mitbringsel – und an dieser Stelle als Oman-Reisetipp – nicht fehlen. In der Antike wurde die Ware vom Weihrauchhafen Al-Baleed verschifft. Dessen Überreste sind heute von der UNESCO als Weltkulturerbe geschützt. Diese Ehre wurde gleichsam dem Hafen Khor Rori 40 Kilometer östlich von Salalah zu Teil. Das Museum des Weihrauchlands in Al-Baleed informiert über die alten Handelswege und die kulturhistorische Bedeutung des Harzes. Eine weitere Ausstellung gibt es im Kulturministerium zu sehen.

Weihrauch im Oman

In der näheren Umgebung Salalahs gibt es mehrere international bekannte Sehenswürdigkeiten, so das Mausoleum von Nabi Ayub, der im Christentum als Hiob geläufig ist. Das Heiligtum erreicht ihr nach etwa 20 Kilometern und dürfen es auch als Nichtmuslim betreten. Frauen müssen dabei ein Kopftuch tragen. Lohnenswert sind darüber hinaus Ausflüge zu den 30 bzw. 75 Kilometer entfernten Festungen von Taqa und Mirbat.

Oman-Reisetipp für Entdecker: Im Wadi Darbat erblühen während der Regenzeit die sonst so kargen Landschaften. Die Flüsse führen wieder Wasser und fallen an manchen Stellen einige Meter zu Tale.

Wer auf den geheimnisvollen Spuren Sindbads wandeln möchte, reist nach Suhar im Nordosten. Über Jahrtausende hinweg war der Ort ein wichtiger Handelshafen. Eine mächtige Burg, erschaffen im 14. Jahrhundert von den Emiren von Hormuz, zeugt vom einstigen Wohlstand Suhars. Mittlerweile ist dort ein Museum untergebracht. Die Geschichte des antiken und mittelalterlichen Warenverkehrs durch die Wüste versinnbildlicht am besten die Oasenstadt Bahla, die gleichzeitig einer der ältesten Königssitze des Landes ist. Beeindruckend ist die zwölf Kilometer lange Lehmziegelmauer, die das Zentrum umschließt. Die wuchtige Festung Hisn Tamah verfügt zudem über 15 Tore und mehr als 130 Wehrtürme.

Reisetipps für Taucher und Wassersportler im Oman

Der einfachste Weg zu unvergesslichen Taucherlebnissen im Oman führt über Salalah. Das Badeparadies ist direkt oder mit einem Umstieg von Mitteleuropa aus zu erreichen. Vor Ort checkt ihr in eines der hochwertigen Hotels ein und könnt gleichzeitig euren Tauchkurs buchen. Viele der Unterkünfte in Salalah betreiben ihre eigenen Wassersportschulen und verleihen auf Wunsch Ausrüstung. Auch unser sonnenklar.TV Moderator Kai war in Salalah und zeigt sich in diesem Video von den Delfinen, die sich vor der Küste tummeln, beeindruckt:

Die Ausbildung beginnt an den kleineren Korallenriffs vor der Küste. Einige Hotels verfügen sogar über eigene Strand- und Küstenabschnitte, in denen ihr in aller Ruhe trainieren und das international gültige PADI-Zertifikat ablegen könnt. Wer bereits Erfahrung hat, kann sich mit dem Boot zu einem der Tauchspots bringen lassen und sich unter die Wasseroberfläche begeben. Dort warten tropische Fischschwärme und majestätische Rochen auf die Teilnehmer.

Professionelle Taucher bevorzugen meist spezielle Tauchresorts, z.B. auf der lang gezogenen Insel Masira. Vorteilhaft ist die Destination vor allem aufgrund der geringen Niederschlagswahrscheinlichkeit. Ganzjährig dürft ihr hier mit ruhigem, klaren Wasser und vielen Fischschwärmen rechnen. Die einziehenden Monsunwinde machen die Gegend im Sommer zudem zu einem Paradies für Kitesurfer. Mit einer gut ausgebauten Infrastruktur für Urlaubsgäste gehört Masira zu den besten Spots für Wassersport überhaupt im Oman.

Meeresschildkröte beim Tauchen im Oman

Ein wahres Juwel unter den Tauchregionen des Oman sind die Daymaniyat Inseln. Viele Urlauber reisen speziell hierher, um die sich vor der Küste tummelnden Walhaie zu sichten. Diese sammeln sich in der Gegend zwischen Juli und September. Die neun felsigen Eilande vor Maskat und Barka sind der einzige Meeresnaturpark des Landes. Geschützt werden vor allem die reichen Korallengärten und Steilwände, an denen diverse Kleinstlebewesen auf Nahrungssuche gehen. Zudem entdeckt ihr dort mühelos Meeresschildkröten und Stachelrochen. Da die Inseln selbst nur in Ausnahmefällen betreten werden dürfen, steuern Tauchschulen die etwa 21 Spots im Rahmen einer Bootssafari vom 18 Kilometer entfernten Barka aus an.

Auch wenige Meter vor dem Hafenort taucht ihr an einigen Stellen in die farbenprächtige Unterwasserwelt ein. Gut geeignet sind hierfür die Buchten von Bandar Jussa und Bandar Khairan. Rund um die Insel Fahal bewundert ihr Riffhaie und Schildkröten. Die große Anzahl an Meeresräubern hat der Insel den Beinamen „Shark Island“ eingebracht. Daneben stoßt ihr rund um Fahal immer wieder auf Delfine und Rochen. In ca. 27 Metern Tiefe können erfahrene Taucher zu den Wracks zweier Schiffe aufbrechen, die als Lebensraum für verschiedenste Meerestiere dienen.

Auf in die Wüste: Safaris über die Dünen Arabiens

Ein typisches Reiseziel für eine Wüstensafari im Oman sind die Wahiba-Dünen. Das karge Gebiet erstreckt sich über eine Fläche von etwa 12.500 Kilometern und lässt sich am besten von Maskat aus erreichen. In der Hauptstadt geht es mit dem Jeep in Richtung Süden, wo ihr auf das Kamel umsteigt. Ausgerüstet mit Nahrung, Schlafsäcken und einem guten Fotoapparat reist ihr für mehrere Tage auf den Wüstenschiffen über die mächtigen Berge aus Sand. Am Abend wird ein Lagerfeuer gemacht und gegrillt. Dazu gibt es warmen Tee oder einen kräftigen Kaffee.

Bisweilen erzählen die Beduinenführer von den Abenteuern Sindbads oder anderen Erzählungen aus 1001 Nacht. Wenn die Sonne allmählich untergeht, werden die Millionen Sterne am Himmel sichtbar. Ohne umliegende Lichtquellen erkennt ihr die Sternzeichen klarer denn je und der Mond erstrahlt in einem gleißenden Weiß. 

Nach einer Übernachtung auf den Dünen folgt die Tour auf den alten Karawanenwegen zu einer der vielen Oasen inmitten von Wahiba. Ein klassisches Zwischenziel ist Al Huyawah, wo von Juni bis September Datteln geerntet werden. Hier kommt ihr mit den regionalen Beduinenstämmen in Kontakt, die auch ihr Kunsthandwerk an Besucher verkaufen. Ihr werdet erstaunt sein, wie viele Pflanzen in einer scheinbar so trockenen Wüste wachsen!

Weitere Ausflugsziele für eine Wüstensafari befinden sich in Dhofar, der historischen Weihrauchregion. Von Salalah aus fahren die Tourenanbieter zunächst 175 Kilometer in die verlassene Stadt Ubar. Von der Zerstörung des antiken Handelspostens berichtet übrigens sogar der Koran.

Inmitten der kargen Landschaften des südlichen Omans sind einige Ruinen erhalten geblieben und können mit dem Kamel oder einem Allrad-Jeep erreicht werden. In der Nähe gibt es eine kleine Ortschaft, in der Fundstücke und Aufnahmen von den Ausgrabungen des „Atlantis im Sand“ ausgestellt sind. Rings um Ubar breiten sich die mächtigen Dünen des „leeren Viertels“ aus, wie man im Oman die Wüste Al Rub al Khali nennt. Im Wadi Dawka findet ihr eine große Anzahl an Weihrauchbäumen, die einen scharfen Kontrast zu der sonst raren Vegetation bilden.

Kultur und 1001 Nacht – Feeling im Oman

Kulturell fasziniert der Oman unter anderem mit arabischem Essen, orientalischen Märkten und großer Gastfreundschaft. In jeder Stadt des Landes findet ihr einen traditionellen Souk, wie die Einkaufsstraßen genannt werden. Aufwendig gestaltete Tücher, Silber- und Goldschmuck, Emaille-Teller und Keramik gehören zu den beliebtesten Souvenirs. Darüber hinaus könnt ihr auf dem Basar hochwertige Räucherwaren, insbesondere Weihrauch, einkaufen. Viele Urlauber gönnen sich außerdem edle Parfüme.

Weihrauch in Salalah

Zwischen den Warenständen findet ihr nicht zuletzt eine ganze Reihe an Garküchen. Probiert beispielsweise das mit Safran gewürzte Reis-Lamm-Gericht Arsia. Für den kleinen Hunger zwischendurch sind außerdem die Fleischspieße Mishkak ideal. Auf dem Land wird Shuwa zubereitet, Fleisch, das mit Kräutern über mehrere Tage hinweg im Erdofen gegart und dadurch besonders zart wird.

Typisches Essen im Oman

Kultureller Oman-Reisetipp: Wenn ihr die besten Rezepte des Omans zu Hause nachkochen möchten, kauft in den vielen Gewürzläden am besten gleich die passenden Aromen ein.

Keine Reise in den Oman ist zudem komplett, ohne den kräftigen Mokkakaffee mit Kardamom probiert zu haben. Einheimische genießen ihn meist am Nachmittag zusammen mit Datteln, Halva, türkischem Honig und einer Wasserpfeife.

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