Fuerteventura: Tipps für Urlaub auf der Kanareninsel

Auf Fuerteventura, einer der „Inseln des ewigen Frühlings“ könnt ihr das ganze Jahr Urlaub machen. Dort liegen die Temperaturen selbst im Winter noch zwischen 15 und 20 °C. Diese Insel bietet daher ganzjährig beste Voraussetzungen für sportliche Aktivitäten aller Art und Besichtigungstouren durch die hübschen Orte. Wegen ihrer schönen Strände ist Fuerteventura aber auch ein beliebtes Ziel für einen Badeurlaub. Wenn ihr baden oder Wassersport treiben möchtet, besucht ihr die Insel am besten im Hochsommer, wenn die Lufttemperatur bei bis zu 30 °C liegt und das Wasser mit über 20 °C angenehm warm ist.

Das solltet ihr über Fuerteventura wissen

Fuerteventura gehört wie Gran Canaria, Lanzarote, Teneriffa, La Palma, La Gomera, El Hierro und weitere unbewohnte Inseln zur Inselgruppe der Kanaren. Diese Inseln liegen zwar westlich von Afrika, gehören politisch jedoch zu Spanien und damit zur Europäischen Union. Für die Einreise benötigt ihr deshalb nur einen gültigen Personalausweis. Falls euer abgelaufen ist, reicht auch ein vorläufiger Personalausweis, den ihr innerhalb weniger Tage bekommt. Ein Geldumtausch ist ebenfalls nicht nötig, denn auch auf Fuerteventura wird mit dem Euro gezahlt.

Fuerteventura besitzt einen eigenen Flughafen, der von Deutschland direkt angesteuert wird. Die Anreise nimmt daher nur wenig Zeit in Anspruch. Der Airport von Fuerteventura befindet sich in der Nähe der Hauptstadt Puerto del Rosario. Von dort könnt ihr mit einem der Busse weiterreisen, sofern ihr keinen Transfer zum Hotel gebucht habt. Busse fahren regelmäßig und sind günstig. Ihr könnt aber natürlich auch einen Mietwagen ausleihen, wenn ihr die gesamte Insel erkunden möchtet.

Die Amtssprache auf Fuerteventura ist Spanisch. Vor allem in den Hotels sowie in vielen Restaurants und Geschäften wird aber auch Englisch und zum Teil sogar Deutsch gesprochen. Ein kleines Wörterbuch ist jedoch immer hilfreich. Mit ihm könnt ihr euch selbst außerhalb der touristischen Orte verständigen, sofern ihr nicht ohnehin Spanisch sprecht. Denkt außerdem daran, bei eurer Ankunft auf Fuerteventura die Uhren um eine Stunde zurückzustellen.

Das unterscheidet Fuerteventura von anderen Inseln 

Fuerteventura ist die zweitgrößte und älteste Insel der Kanaren, die alle durch Vulkanausbrüche entstanden sind. Auf sämtlichen Inseln hat sich daher eine ganz besondere Landschaft entwickelt, die an vielen Stellen sehr karg ist. Auf Fuerteventura habt ihr jedoch auch die Möglichkeit, euch riesige Wanderdünen anzusehen. Fuerteventura unterscheidet sich von den anderen kanarischen Inseln außerdem durch die geringe Menge Regen, die dort fällt, und die guten Windverhältnisse, die Surfer aus aller Welt anlockt. Darüber hinaus besitzt diese Insel besonders schöne, endlos lange Sandstrände, an denen reichlich Platz für alle Urlauber ist. Mehr Infos zu allen kanarischen Inseln und deren Unterschiede, gibt es in unserem Beitrag: Die Kanaren – Immergrün und abwechslungsreich

An herrlichen Stränden baden, unsere Lieblinge

Welcher Strand nun der schönste ist, darüber lässt es sich vermutlich streiten. Dennoch möchten wir euch unsere Lieblinge zeigen. Den Anfang macht unsere Redakteurin Bianca und stellt ihre Top 5 vor. 

6: Große Dünen, heller Sand
Zu den schönsten Stränden Fuerteventuras, an denen ihr mal wieder so richtig entspannen und die Seele baumeln lassen könnt, gehört der Strand südlich von Corralejo. Er ist Teil eines Nationalparks mit großen Dünen und besteht daher aus feinem hellen Sand. Von diesem rund elf Kilometer langen Strand habt ihr einen tollen Blick auf die Nachbarinsel Lanzarote und die kleine Insel Los Lobos. Falls es windig sein sollte, könnt ihr es euch in einer der Steinburgen gemütlich machen. Solche Burgen findet ihr übrigens auch an vielen anderen Stränden. Der Strand bei Corralejo ist zwar kein ausgewiesener FKK-Strand, Nacktbaden ist jedoch durchaus möglich.

Strand bei Corralejo

7: Der schwarze Strand
Fuerteventura besitzt sowohl Strände mit weißem Sand als auch Küstenabschnitte, an denen der Sand eine schwarze Farbe hat. Solch einen Strand, den ihr in anderen Teilen der Welt kaum findet, solltet ihr deshalb unbedingt auch einmal besuchen. Ein lohnenswertes Ziel ist der Strand von Ajuy an der Westküste der Insel. Dort ist der Sand besonders schwarz und bildet dadurch einen starken Kontrast zum blauen Meer. Eine tolle Aussicht habt ihr von der Klippe, auf die ein kleiner Weg führt. Baden solltet ihr am Strand von Ajuy wegen der starken Brandung allerdings besser nicht.

8: Schwarzer Lavansand
Möchtet ihr an einem Strand mit dunklem Lavasand auch baden, könnt ihr den Strand von Taralejo besuchen. Er liegt an der Westküste der Insel und ist auch bei Einheimischen beliebt. Nach eurem Sonnenbad macht ihr am besten einen Spaziergang über die schöne Promenade, die von Palmen gesäumt ist, und schaut euch den hübschen kleinen Ort an, der ein wenig verschlafen wirkt. Am Hafen könnt ihr außerdem den Fischern bei der Arbeit zusehen. Dieser Strand ist daher ideal, wenn ihr Ruhe sucht. Dennoch habt ihr auch viele Möglichkeiten, Wassersport zu treiben und beispielsweise zu schnorcheln oder zu surfen.

schwarzer Lavasand

9: Strand für die ganze Familie
Wenn ihr mit kleinen Kindern auf Fuerteventura Urlaub machen möchtet, ist die Playa de La Concha eine gute Wahl. Sie liegt in der Nähe des Fischerdorfes El Cotillo an der nordwestlichen Küste der Insel. Diese Badebucht ist von einem hufeisenförmigen Riff umgeben, sodass nur wenig Wellengang entsteht. Die Playa de La Concha hat außerdem den Vorteil, dass dort das Wasser seicht und sehr klar ist. An diesem Strand können die Kleinen daher unbeschwert im Meer plantschen und mit eurer Unterstützung aus dem feinen weißen Sand riesige Burgen bauen. Solltet ihr hungrig werden, findet ihr ganz in der Nähe ein Restaurant mit einer Aussichtsterrasse.

Wassersport auf Fuerteventura: Kiten, Surfen & Co

Auch für alle Arten von Wassersport bietet Fuerteventura beste Voraussetzungen. Diese Insel lockt wegen ihrer guten Windverhältnisse vor allem Surfer an, deshalb findet ihr in vielen Orten Surfschulen, die Kurse anbieten und euch die nötige Ausrüstung ausleihen. Perfekte Bedingungen für Windsurfer, Wellenreiter und Kitesurfer bieten die bereits erwähnte Halbinsel Jandía und die Playa de Sotavento. Auf Fuerteventura werden sogar die Weltmeisterschaften im Windsurfen und Kiteboarden ausgetragen. Wenn ihr eure Reise für die entsprechende Zeit plant, habt ihr daher die Möglichkeit, den besten Surfern der Welt zuzuschauen und von ihnen zu lernen. Als Surfanfänger seid ihr auf Fuerteventura jedoch ebenfalls gut aufgehoben.

Surfen Fuerteventura

Auf Fuerteventura könnt ihr außerdem sehr gut schnorcheln und tauchen. Besonders spektakulär ist die Unterwasserwelt zwischen Fuerteventura und der Insel Los Lobos. Sie ist unbewohnt, wird jedoch von kleinen Fähren und zahlreichen Ausflugsbooten angesteuert. Sehr beliebt bei Tauchern sind aber auch die vorgelagerten Riffe, in denen Muränen, Baracudas, Engelhaie, Tintenfische, Schildkröten und viele kleine bunte Fische leben. Sie lassen sich im kristallklaren Wasser mit einer entsprechend großen Sichtweite sehr gut beobachten. Falls ihr noch keine Taucherfahrung habt, könnt ihr auf Fuerteventura einen Schnupperkurs machen und ausprobieren, ob euch diese Sportart gefällt. Die beeindruckende Unterwasserwelt lässt sich aber auch sehr gut beim Schnorcheln erkunden.

Auf Fuerteventura könnt ihr außerdem sehr gut segeln. In vielen Häfen werden Segeltörns angeboten. Dort findet ihr auch Kutter, die euch zum Hochseeangeln mitnehmen. Ihr könnt es euch aber natürlich auch einfach auf einem Ausflugsboot bequem machen und eine Tour zu den schönsten Stellen der Insel buchen. Bei diesen Ausflügen habt ihr die Wahl zwischen eher gemütlichen Fahrten und aufregenden Trips auf Speedbooten oder Rennyachten. Viele Boote legen an einem schönen Strand einen Stopp ein, damit ihr euch durch einen Sprung ins Wasser erfrischen könnt. Getränke und eine leckere Mahlzeit sind ebenfalls oft inklusive.

zu Fuß oder mit dem Rad die Insel erkunden

Auch für Landratten hat Fuerteventura einiges zu bieten. Eines der interessantesten Gebiete ist der Parque Natural de Corralejo im Nordosten der Insel. Dort könnt ihr durch große Wanderdünen gehen und werdet euch fast wie in einer nordafrikanischen Wüste fühlen. Trotz des wüstenartigen Charakters sind dort jedoch viele endemische Pflanzenarten zu sehen. Auch in allen anderen Teilen der Insel wurden Wanderwege angelegt, sodass euch insgesamt einige hundert Kilometer zur Verfügung stehen. Sehr schön sind außerdem lange Spaziergänge entlang der Küste.

Natural Park Corralejo

Als Naturfreunde solltet ihr die Insel Los Lobos besuchen, die unbewohnt ist und komplett unter Naturschutz steht. Dort könnt ihr zahlreiche Vogelarten und andere Wildtiere beobachten und die ganz besondere Pflanzenwelt der Kanaren erkunden. Der höchste Berg der Insel ist zwar nur 127 Meter hoch, bietet aber trotzdem eine herrliche Aussicht. Von dort seht ihr die Küste von Fuerteventura und sogar die beeindruckenden Dünen bei Corralejo. Weitere interessante Ziele auf der Insel sind der erloschene Vulkan Montaña La Caldera und der Leuchtturm Faro de Martiño.

Zieht es euch eher in die Berge, könnt ihr auf den 397 Meter hohen Berg Tindaya wandern. Er bietet einen schönen Panoramablick bis nach Lanzarote. Darüber hinaus erfahrt ihr auf dem Tindaya mehr über die Ureinwohner und könnt euch deren Felsritzungen ansehen. Wenn ihr fit und im Bergwandern schon ein wenig geübt seid, könnt ihr aber auch auf den Pico de la Zarza steigen. Er ist mit 807 Metern der höchste Berg der Insel. Sehenswerte Schluchten findet ihr dagegen vor allem in der Nähe des Ortes Ajuy.

Tindaya berg

Auch für Mountainbiker, Rennradfahrer und Urlauber, die ganz gemütlich radeln möchten, bietet Fuerteventura beste Voraussetzungen. Diese Insel ist etwa 98 Kilometer lang und nur 28 Kilometer breit, sodass ihr von einer Küste zur anderen fahren könnt. Bei diesen Touren seht ihr viel von der wüstenartigen Vulkanlandschaft, die für die Kanaren typisch ist. Auf Fuerteventura sind die Straßen gut ausgebaut und mit dem Rad daher gut zu befahren. Sonderlich viel Verkehr gibt es ebenfalls nicht, denn auf der gesamten Insel leben nur etwa 100.000 Menschen. Auch geführte Touren mit dem Rad werden in vielen Orten angeboten.

Die interessantesten Sehenswürdigkeiten der Insel

Zu den interessantesten Sehenswürdigkeiten der Insel gehört die Kirche Nuestra Señora de Regla. Sie steht in der Altstadt von Pájara und besitzt ein kunstvoll mit verschiedenen Tieren verziertes Portal, das an die Kunst der Azteken erinnert. Wenn ihr in die Kirche hineingeht, sehr ihr eine ebenso aufwändig gestaltete Holzdecke und einen goldenen Barockaltar. Er sieht noch schöner aus, wenn ihr einen kleinen Geldbetrag spendet, damit sich der Scheinwerfer einschaltet. Gleich vor der Kirche könnt ihr euch außerdem einen Schöpfradbrunnen ansehen. Er wurde in früheren Zeiten zur Bewässerung der Felder genutzt.

Ein weiteres beeindruckendes Bauwerk ist die Villa Winter in der Nähe des Ortes Cofete an der westlichen Küste der Halbinsel Jandía. Sie liegt einsam an einem Hang und fällt dadurch schon von Weitem ins Auge. Um dieses Gebäude, das vom deutschen Ingenieur Gustav Winter in Auftrag gegeben wurden, ranken sich viele Legenden. Niemand scheint jedoch genau zu wissen, welchen Zweck es einmal erfüllen sollte. Es ist aber schon allein wegen seiner Bauweise mit einem Turm an der Seite und seiner exponierten Lage einen Besuch wert. Auch die Innenräume könnt ihr zum Teil besichtigen.

Auch die Casa Santa María in der Altstadt von Betancuria ist ein schönes Ziel für einen Tagesausflug. Dieses im 17. Jahrhundert erbaute Bauernhaus wurde komplett renoviert und beherbergt heutzutage unter anderem ein gutes Restaurant, in dem ihr die kulinarischen Spezialitäten der Insel genießen könnt, und ein 3D-Kino. In diesem Kino werden vor allem Filme gezeigt, die unter Wasser vor der Küste gedreht wurden. In der Gartenanlage erfahrt ihr vieles über die Tier- und Pflanzenwelt der Insel. Darüber hinaus könnt ihr euch dort das typische Kunsthandwerk der Kanaren und alte landwirtschaftliche Geräte ansehen. Souvenirs für euch und eure Lieben bekommt ihr in den Geschäften.

Faro de Toston Leuchtturm

Möchtet ihr mehr über die Fischerei erfahren, könnt ihr das Museum am Leuchtturm Faro de El Toston besuchen. Er liegt etwas außerhalb des Ortes El Cotillo an der Nordwestküste Fuerteventuras und bietet gleichzeitig eine herrliche Aussicht auf die Buchten, an denen sich viele Surfer tummeln. Dort beginnt außerdem ein Naturlehrpfad, auf dem ihr vieles über die besondere Natur der Insel erfahrt. Beim Faro de El Toston handelt es sich genaugenommen um drei Leuchttürme, die zu verschiedenen Zeiten erbaut wurden. Der älteste stammt aus dem Jahr 1897 und ist sechs Meter hoch. Die beiden neueren sind 15 beziehungsweise 30 Meter hoch.

Auch der Hauptstadt Puerto del Rosario solltet ihr einen Besuch abstatten. In ihrer Altstadt stehen viele historische Gebäude, die rund um das Jahr 1900 erbaut wurden. Ebenso schön ist das Hafenviertel, das inzwischen ein beliebter Treffpunkt ist. In Puerto del Rosario könnt ihr euch außerdem einige hübsche Kirchen wie die Pfarrkirche Nuestra Senora del Rosario ansehen und euch zwischendurch in kleinen Parks ausruhen. Falls ihr shoppen möchtet, ist die Calle Leon y Castillo zu empfehlen. An ihr haben sich sowohl kleine Läden als auch große Einkaufszentren angesiedelt. Auch das Nachtleben kommt in der Hauptstadt nicht zu kurz, denn dort leben rund 38.000 Menschen, die sich ebenfalls amüsieren möchten.

Urlaubschecker Ulli live vor Ort

Bei dem Format „Urlaubschecker ferngesteuert“ könnt ihr live einen Rundgang durch Hotels verfolgen und mitbestimmen was gezeigt wird! Über Facebook habt ihr die Möglichkeit den jeweiligen Moderator durch das Hotel zu dirigieren und Fragen zu stellen. Ulli Potofski war für euch auf Fuerteventura und hat sich die Insel aber auch einige Hotels angesehen.

Ullo Potofski

Eine Insel in die man sich möglicherweise nicht sofort verliebt ! Aber  Die Liebe auf den zweiten Blick ist oft intensiver . Ein „wildes“ Land . Eine Kulisse die zum Nachdenken führen kann. Blicke die unendlich werden – und hinaus führen …auf unendliche ( na…fast) Strände. Das Meer mit Wellen, die man auch so nennen kann. Man trifft Menschen, die Stolz auf ihre Heimat sind. Offen – und doch voller Respekt. Man braucht etwas Verständnis für diese Insel. Hat man es gefunden – ist es eine Liebe für immer … Ach ja , alle Hotels die ich besucht habe, waren gut geführt und boten alles, was man als Pauschalurlauber so sucht. Will man sich aber verlieben, muss man raus auf die Insel , eintauchen in ungewöhnliche Landschaften und Geschichten!

Am 17. Oktober 2017 ging es ins Bahia de Lobos

Und danach ins Labranda Cactus Garden

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