Was bedeutet englisches Frühstück?

„Frühstücken wie ein Kaiser, Mittagessen wie ein König, Abendessen wie ein Bettelmann.“ Eigentlich eine deutsche Volksweisheit – aber wer jemals ein englisches Frühstück probiert hat, kommt da ins Zweifeln. Wenn ihr das mehr-gängige English Breakfast mit unserem kontinentalen Frühstück vergleicht, belegen die Briten ganz eindeutig den ersten Platz in puncto kaiserlichem Frühstück.


Inhaltsverzeichnis


Was ist eigentlich ein English Breakfast?

Vielleicht liegt es daran, dass England eine Insel ist und so viele Fischer oder Seeleute beherbergt: Bei einem englischen Frühstück bekommt ihr das Gefühl, dass euer Gastgeber euch eine solide Basis an Vital- und Nährstoffen für bevorstehende Abenteuer mitgeben möchte. Mit einem Full English Breakfast im Bauch habt ihr wahrscheinlich den ganzen Tag über bis zum Abend keine Lust mehr auf weitere Mahlzeiten.

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Das mehrgängige Frühstück versorgt euch für lange Zeit mit Vitaminen, Proteinen und Kohlehydraten. Ursprünglich als Energiedepot für die hart arbeitende Bevölkerung gedacht, findet das englische Frühstück auch bei Urlaubern mit ausgedehntem Sightseeing-Programm und bei Sparfüchsen mit Halbpension großen Anklang.

Woraus besteht ein englisches Frühstück?

Das English Breakfast beginnt mit einem Vitamin C-Flash aus Orangen- oder Grapefruitsaft. Manchmal wird auch eine halbe Grapefruit mit dem dazugehörigen gezahnten Löffel serviert. Danach wäre traditionell die Reihe an Porridge – einem ungesüßten Haferbrei, der heutzutage nicht mehr so viele Liebhaber hat. Stattdessen werden euch eher Cornflakes in verschiedenen Varianten angeboten.

Der Hauptgang wird auf einem großen Teller serviert und besteht je nach Region oder Etablissement aus einer individuellen Kombination von Spiegel- oder Rühreiern, gebratenen Würstchen oder Frühstücksspeck und gegrillten Tomaten oder Pilzen. In den letzten Jahren erfreuen sich auch die aus den USA stammenden Baked Beans – gebackene weiße Bohnen in Tomatensauce – einer immer größer werdenden Beliebtheit.

Dazu gibt es Toast oder in der Pfanne geröstete Brotscheiben. Den Abschluss bildet ein „Dessert“ aus Toast, Butter und Konfitüren aus Zitrusfrüchten. Manchmal wird stattdessen auch Erdbeer-, Kirsch-, oder Aprikosenmarmelade gereicht – was für Traditionalisten in England einem Stilbruch gleichkommt. Wenn wir schon bei dem Thema „Tradition“ gelandet sind: Kein Grund zur Panik für Coffee-Addicts. Bei englischem Frühstück wird mittlerweile ebenso Kaffee wie der traditionelle Frühstückstee mit Milch serviert. Euch schwirrt der Kopf von den vielen Details? Dann verschafft euch einen schnellen Überblick.

Englisches Frühstück

Was beinhaltet englisches Frühstück?

Englisches Frühstück beinhaltet:

  • O-Saft oder andere Vitaminbombe
  • Kohlehydrate in Form von Zerealien wie Cornflakes oder Porridge
  • Proteinreiche warme Hauptmahlzeit
  • Süßer Abschluss per Toast mit Konfitüre oder Marmelade
  • Jederzeit Nachschlag von Kaffee oder Tee

Frühstückskategorien in Hotels

Im deutschsprachigen Raum gibt es verschiedene Begriffe zur Kategorisierung der Frühstücksangebote.

Laut DIN EN ISO 18513 wird zwischen drei Kategorien unterschieden:

  • Einfaches Frühstück oder Continental Breakfast
  • Erweitertes Frühstück
  • Frühstücksbuffet

Ein einfaches Frühstück oder Continental Breakfast umfasst zumindest ein heißes Getränk, Brot, Butter und Konfitüre oder Marmelade. Bei einem erweiterten Frühstück bekommt ihr – zumindest – ein Heißgetränk, einen Fruchtsaft, Obst, Brot und Brötchen, Marmelade, Butter, Käse und Wurst. Damit ein Frühstücksangebot als Frühstücksbuffet bezeichnet werden darf, muss es mehr Komponenten als das erweiterte Frühstück anbieten. Dazu zählen häufig Eierspeisen, Müsli, Joghurt, Croissants oder Hefeteilchen.

Ein Sonderfall unter den Frühstücksangeboten ist der Brunch – die Kombination von Frühstück und Mittagessen. Brunch wird häufig als Buffet mit einer besonders reichhaltigen Auswahl angerichtet.

Welches Frühstück passt zu euch?

Frühstücksmuffel, die morgens mit Müh und Not eine Scheibe Toast herunterwürgen, sind in jedem Fall mit einem einfachen Frühstück bestens bedient. Wenn ihr etwas mehr Auswahl am Frühstückstisch bevorzugt, ist das erweiterte Frühstück eine gute Option. Das Frühstücksbuffet passt gut zu Feinschmeckern, die gern möglichst viele verschiedene Köstlichkeiten probieren.

Für kostenbewusste Reisende ist das Buffet außerdem eine gute Möglichkeit, das Mittagessen einzusparen. Dasselbe gilt auch für das englische Frühstück. Wenn ihr deftiges Essen mögt, ist das Full English Breakfast genau das Richtige für euch. Und falls ihr zu den Spätaufstehern gehört, ist der Brunch eindeutig das beste Arrangement.

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