Thailand-Reisebericht: Abseits von Phuket und Samui – die unbekannten Inselparadiese

Sawasdee Kah – Willkommen in Thailand. Im „Land des Lächelns“ erwarten euch neben Phuket und Koh Samui knapp 500 weitere Inseln. Dieser Reisebericht zu Thailand befasst sich mit einigen der unbekannteren Destinationen, die durch Tauchparadiese, Bilderbuchstrände für Ruhesuchende sowie Nationalparks für abenteuerlustige Naturliebhaber bestechen. Zudem erhaltet ihr Insiderinformationen über die Hotspots der jeweiligen Inseln.


Inhaltsverzeichnis


Thailand hat sich in den letzten Jahren zu einem der beliebtesten Fernreiseziele der Deutschen entwickelt. Der Mix aus ganzjährig tropischem Klima, der Vielzahl an prunkvollen, buddhistischen Tempelbauten und die vielfältige, geschmacksintensive Küche sind nur drei der vielen Gründe, das südostasiatische Land zu bereisen. Für die Anreise aus Deutschland solltet ihr bei einem Nonstop-Flug in die thailändische Hauptstadt Bangkok etwa zehn bis elf Stunden einkalkulieren.

Einer der wichtigsten Punkte, den ihr vor eurem Strandurlaub bedenken solltet, ist das ganzjährig vorherrschende, tropische Klima. Während sich die Wintermonate als beste Reisezeit für einen Strandbesuch eignen, kann es im April und Mai extrem schwül werden und zwischen Juni und August täglich für mehrere Stunden ausgiebig regnen. Allerdings gibt es klimatische Unterschiede zwischen den Inseln an der Westküste und den Stranddestinationen im Golf von Thailand, weshalb sich hier die optimale Reisezeit jeweils unterscheiden kann.

Similan-Inseln: Das Taucherparadies in der Andamanensee

Strandurlaub im thailändischen Inselparadies, wie man es sich in seinen kühnsten Träumen vorstellt – das geht auf den Similan-Inseln, weshalb wir mit diesem Schmuckstück Thailands in unserem Reisebericht starten möchten. Die Inseln liegen etwa 50 Kilometer vom Festland entfernt. Sie bestechen durch kristallklares Wasser und spektakuläre Korallenriffe, die sie zur Traumdestination für Wasserratten machen. Das seit den 1980er-Jahren unter Naturschutz stehende Archipel besteht aus elf Inseln und wurde von der National Geographic Society zu einer der Top-10-Tauchdestinationen der Welt gekürt.

Unser sonnenklar.TV Moderator Kai war für uns schon vor Ort und hat die Lage unterwasser gecheckt. Seht euch im Video an, was euch auf den Similan-Inseln erwartet!

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Am schnellsten erreicht ihr die Similan-Inseln über Phuket oder Khao Lak in zwei bis vier Stunden mit einem der zahlreichen Speedboat-Anbieter. Zudem solltet ihr wissen, dass die Inselgruppe während der Regensaison von Mai bis Oktober komplett für Besucher gesperrt wird. Hauptgrund hierfür ist das von der thailändischen Regierung verabschiedete Naturschutzprogramm zur Regeneration der Flora und Fauna.

 

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Einen der absoluten Taucher-Hotspots findet ihr am Manta Point auf Koh Bon, der berühmt für die Population von Riesenmantarochen ist. Für Tauchgänge mit Walhaien empfiehlt sich hingegen Koh Tachai. Eine absolute Sehenswürdigkeit, die ihr euch auf Koh Similan nicht entgehen lassen solltet, ist die einzigartige Felsformation des „Sailing Rock“, die aussieht, als würde sie der Schwerkraft trotzen.

Similan Island, Khao Lak, Thailand

Wir versprechen: An dem Gebiet rund um die Similan Islands könnt ihr euch weder unter noch ober Wasser satt sehen!

Koh Lipe: Die Malediven Thailands

Thailands südlichste Insel galt lange als absoluter Geheimtipp unter den Einheimischen und hat sich damit ihren Platz in diesem Reisebericht redlich verdient. Den Namen „Malediven Thailands“ erhielt sie aufgrund ihrer paradiesischen Strände. Dank einer Entfernung von 60 Kilometern zum Festland werdet ihr ähnlich wie auf den Similan-Inseln auch hier von Menschenmassen verschont.

Von Thailands Hauptstadt Bangkok empfiehlt es sich, ins ca. eine Flugstunde entfernte Hat Yai zu fliegen. Von dort verkehren Shuttlebusse zum nahe gelegenen Pak Bara Pier. Da die Überfahrt nach Koh Lipe etwa vier Stunden dauert und die Speedboote nur bis zum frühen Nachmittag in Betrieb sind, solltet ihr euren Flug aus Bangkok unbedingt vormittags buchen. Als Hauptreisezeit empfehlen wir November bis April. Obwohl die Fähren zwischen Thailands Westküste und Koh Lipe ganzjährig pendeln, wird der Betrieb in der eher stürmischen Regenzeit aufgrund des hohen Wellengangs häufig kurzfristig eingestellt.

Pattaya Beach, Koh Lipe, Thailand

Pattaya Beach wird euch in seinen Bann ziehen.

Auf Koh Lipe selbst werdet ihr außer ein paar Moto-Taxis keine öffentlichen Verkehrsmittel finden. Die Insel ist allerdings so klein, dass alles zu Fuß erkundet werden kann. Während der „Pattaya Beach“ als Hauptstrand der Insel gilt (sämtliche Speedboote und Fähren legen hier an), erstreckt sich der Großteil der Unterkünfte entlang des Sunrise Beach. Wenn ihr auf der Suche nach einem etwas ruhigeren Strand seid, solltet ihr den dritten Strand vor Ort, den Sunset Beach, in Betracht ziehen.

Koh Lipe, Thailand

Einmal mit dem Kajak um Koh Lipe herum – eine schöne Gelegenheit für einen romantischen Ausflug.

Zur Freizeitbeschäftigung auf Koh Lipe leiht euch unbedingt ein Kajak aus, um die Insel vom Wasser aus zu erkunden. Bei ruhigem Wellengang empfiehlt sich zudem ein Ausflug auf das benachbarte Koh Adang, das auch ungeübte Kajakfahrer nach maximal einer Stunde erreichen. Da es auf Koh Lipe eher ruhiger zugeht, findet man das von anderen thailändischen Inseln bekannte, pulsierende Nachtleben nur bedingt. Euer einziger Anlaufpunkt ist die „Walking Street“, auf der ihr Souvenirs ergattern, die leckere thailändische Küche probieren, oder den Abend bei einem Cocktail in einer der zahlreichen Bars ausklingen lassen könnt.

Koh Mak: Rückzugsort für Ruhesuchende

Nachdem wir in diesem Reisebericht auf Inseln an Thailands Westküste eingegangen sind, geht es nun an den Golf von Thailand im Osten des Landes. Koh Mak befindet sich etwa 300 Kilometer südöstlich, unweit der kambodschanischen Grenze, in der Provinz Trat. Für die Anreise stehen euch entweder Flüge mit Bangkok Airways, öffentliche Busse vom Bahnhof Morchit in Bangkok oder zahlreiche private Shuttle-Unternehmen zur Auswahl. Habt ihr Trat einmal erreicht, benötigt ihr vom dortigen Laem-Ngop-Pier etwa weitere 45 Minuten bis zu eurem Ziel.

 

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Obwohl Ko Mak im Vergleich zur Westküste nicht so stark von der Regensaison betroffen ist, plant euren Aufenthalt am besten zwischen November und März ein. Da es auch auf Koh Mak keine öffentlichen Verkehrsmittel gibt, mietet euch am besten einen Motorroller. Es sollte in diesem Thailand-Reisebericht nicht unerwähnt bleiben, dass es auf der Insel viele Sandmücken gibt. Daher ist eine Unterkunft im östlichen Teil empfehlenswert, da hier die Beschaffenheit des etwas dunkleren Sandes dieses Problem minimiert.

Den Hauptstrand der Insel findet ihr mit dem Ao Kao Beach im Südwesten Koh Maks. Hier erwarten euch fünf Kilometer feinster Sandstrand sowie zahlreiche Open-Air-Restaurants. Ao Kao gilt auch als Hotspot für die beste Aussicht auf romantische Sonnenuntergänge.

Koh Mak, Thailand

Wer auf Koh Mak ankommt, sollte zu diesem Pier – als Fotomotiv unbezahlbar!

Solltet ihr zu den Frühaufstehern zählen, plant unbedingt einen Sonnenaufgang am Ao Suan Yai Beach im Nordosten der Insel ein. Als absoluter Geheimtipp für einen fast menschenleeren Strand gilt der Ao Tan Beach im Nordosten der Insel. Dort befindet sich auch ein malerischer, aus Holz gefertigter Pier, der 200 Meter ins Meer hineinragt und sich für einzigartige Urlaubsfotos eignet.

Koh Samed: Urlaub wie die Einheimischen

Die „Insel des Cajeputbaumes“, das bedeutet „Koh Samed“ übersetzt ins Deutsche, gehört zu den beliebtesten Inseln der in Bangkok lebenden Thais. Die gute Lage, gerade 200 Kilometer südöstlich von der Hauptstadt entfernt, und die Vielfalt der 16 Strände vor Ort sind optimale Voraussetzungen für einen gelungenen Wochenendaufenthalt. Wenn ihr euren Aufenthalt auf Koh Samed etwas ruhiger angehen lassen wollt, dann plant ihn besser unter der Woche ein. Die einfachste Anreise ist, einfach einen der zahlreichen Busse am East Terminal in Bangkok Ekamai zu nehmen, die euch in 3,5 bis vier Stunden zum Ban Phe Pier befördern.

Koh Samed, Thailand

Ein Abstecher von Bangkok nach Koh Samed lohnt sich schon allein wegen dieses Ausblicks.

Da die Provinz Rayong nicht so stark von der Regenzeit geprägt ist, könnt ihr Koh Samed, abgesehen von Juni bis August, ganzjährig besuchen. Auf der Insel selbst seid ihr am flexibelsten, wenn ihr euch Motorroller in eurer Unterkunft mietet.

Den touristischen Teil der Insel findet ihr rund um den Ao-Phai-Strand. Während ihr hier tagsüber entspannt, locken nach Sonnenuntergang zahlreiche Restaurants mit traditionellem Barbecue sowie Bars mit Livemusik. Hier erlebt ihr auch allabendlich die beliebten, spektakulären Feuershows und Feuertänze.

Zum Ausprobieren diverser Wassersportarten wie Windsurfen und Katamaransegeln empfiehlt sich der Strand Hat Sai Keaw, der auch als Diamond Beach bekannt ist. Der Großteil von Koh Samed steht mit dem Nationalpark Khao Laem Ya – Mu Ko Samet unter Naturschutz. So eignet sich besonders der Südwesten der Insel mit seinen Klippen für ausgedehnte Ausflüge mit dem Mountainbike.

 

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Ein absoluter Geheimtipp für Reisende, die ihre Ruhe haben wollen, ist der Ao-Phrao-Beach. Da es hier nur eine kleine Anzahl an Unterkünften gibt, werdet ihr auf diesem besonders feinsandigen Strand fast unter euch sein. Für den kleinen Hunger zwischendurch könnt ihr ins Lima Coco Ressort einkehren, dessen Restaurant inselweit für sein leckeres Essen bekannt ist.

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