Mein Reisbericht über Inverness: Gateway zu den schottischen Highlands

Einer unserer sonnenklar.TV Urlauber hat mit uns seine Urlaubserlebnisse in Schottland geteilt. Für ihn ging es in die wunderschönen und rauen schottischen Highlands. Ausgangspunkt seiner Ausflüge war Inverness. Was er selbst in der Gegend erleben durfte und welche Tipps er für euch hat, erfahrt ihr hier.

Für mein letztes einmonatiges Reiseabenteuer wählte ich die schottischen Highlands aus. Auch wenn ich diesen wild-romantischen Norden der Britischen Inseln schon mehrmals seit meiner Jugend bereist habe, wirkt er für mich immer wieder faszinierend. Ob es auch daran liegt, dass ich seit ein paar Jahren eine Liebe zu Whisky entwickelt habe? Oder sind es die unzähligen Lochs, die von den urtümlichen Gebirgen der schottischen Highlands umgeben sind?

Zu Beginn meiner Reise stand vor allem eines fest: Mein erstes Ziel sollte Inverness sein, das offiziell den Status einer Hauptstadt hat und als Gateway zu den schottischen Highlands gilt.

Skyline von Inverness

Die Ankunft im Norden Schottlands

Einmal in Inverness angekommen, macht ihr es euch zuerst einmal bequem in einer der vielen Unterkünfte. Denn je nach Art der Anreise (auch ein kurzer Flug kann beschwerlich sein!), ist ein Schwarztee mit Milch angesagt – ein „cup of tea“ also. Ihr habt richtig gehört, auch die Schotten lieben diesen Tee, der bei jeder Tageszeit und zu jeder noch so kurzen Gelegenheit serviert wird. Er wirkt nicht nur bei regnerischem Wetter oder kühlen Temperaturen wohltuend, sondern ist auch ein Stimmungsheber, wie ich es selber erlebt habe.

Nachmittagstee in Großbritannien

Wenn ihr euch aber gleich ins schottische (Highland-)Leben stürzen möchtet, dann nichts wie los in einen der Pubs. Die haben hier in Inverness fast alle einen Bezug zur Rebellion von 1745 bis 1746. Damals schlugen die Engländer ihre „letzte Schlacht auf britischem Boden“ und besiegten dabei die schottischen Jakobiter auf dem nahegelegenen Schlachtfeld Culloden Moor.

Die TV-Saga „Outlander“ mit bärtigen Schotten in gemusterten Kilts und exzellenten Schauspielerinnen und Schauspielern richtet sich im Übrigen an alle Fans schottischer Geschichte. Mein Geheimtipp für alle Highland-Begeisterte und solche, die es noch werden wollen.

Inverness: Die Stadt, die ihren Namen vom Fluss Ness hat

Jetzt aber folgen auserlesene Vorschläge für einen erlebnisreichen Aufenthalt in Inverness: Da ist sicherlich die Uferpromenade am Fluss Ness einen Spaziergang wert. Denn in 20 Minuten erreicht ihr vom Stadtzentrum den Gestaden entlang eine parkähnliche Landschaft namens „Ness Islands“ mit – wie es der Name schon vermuten lässt – kleinen Inseln und viktorianischen Brücken. Ein idealer Picknickort also.

Die Ness Islands sind ein wunderbarer Ort in Inverness

Zudem passiert ihr westlich des Flusses die anglikanische Kathedrale St. Andrews und das Eden Court Theatre. Hier liegt das kulturelle Herz von Inverness. Die Abende sind dementsprechend gefüllt von Theater- und Musikvorführungen, Diskussionen und Lesungen.

Sollte es regnen, bleibt ihr im Gebäude des „Victorian Market“ trockenen Fußes. An der Academy Street gelegen, versprüht dieser quirlige Markt viel viktorianischen Charme. Die Souvenirjäger unter euch werden sich hier garantiert wohlfühlen. Im Pub Castle Tavern an der View Place habe ich manchen lauen Sommernachmittag verbracht. Auf der Terrasse könnt ihr es euch im Schatten gemütlich machen und lokale Biere probieren.

Schon einmal eine Bibliothek in einer umfunktionierten alten Kirche gesehen? „Leakey’s Bookshop“ ist der ideale Ort, um ein bisschen in den alten dicken Wälzern herumzublättern. Nicht vergessen, in den Highlands ist das Wetter ziemlich abwechslungsreich, und man braucht zwischendurch einen Unterstand!

 

 
 
 
 
 
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Munros: Schottlands „Alpen“ rufen dich

Wenn ihr wie ich die Glücksgefühle kennt, die man nach einem beschwerlichen Aufstieg auf einen Gipfel kriegt, solltet ihr unbedingt einen Abstecher nach Aviemore machen. Rund eine Stunde Autofahrt südlich von Inverness liegt dieser Ort im schottischen Nationalpark Cairngorms, bekannt als das Outdoor-Eldorado Schottlands schlechthin.

Hier findet ihr alles, was euer Bergsteigerherz begehrt – von coolen Outdoorläden zu urigen Pubs und lokalen Bergführern, die euch in ihrem breiten schottischen Akzent sicher auf einen Munro führen. Ein Munro ist ein Gipfel, der über 3.000 Fuß bzw. 914 Meter hoch ist, benannt nach dem schottischen Naturalisten Sir Hugh Munro.

Ein Munro in Glencoe in Schottland

Verhältnismäßig niedrig, findet ihr? Wartet ab, bis ihr so ein Ding erklettern müsst! In Schottland existieren über 280 solcher Munros, und die Besteigung mache süchtig, erklärte mir der Outdoorspezialist und Buchautor Cameron McNeish. Sein Buch „There’s always the Hills“ enthällt eine Fülle von Vorschlägen und persönlichen Empfehlungen für den Highland-Fan. Ein idealer Begleiter für meinen Aufenthalt. Bücher wie dieses gibt es im lokalen Bücherladen von Aviemore.

Wer einen leichten Aufstieg sucht, wählt die Cairnwell-Munros aus. Für diese legt ihr knapp 300 Höhenmeter zurück. Der Munro Ben Macdui ist mit rund 1.300 Metern Gipfelhöhe der zweithöchste Berg Großbritanniens und wurde nach einem alten schottischen Clan benannt.

Whiskytrail: Nichts führt an Schottlands Nationalgetränk vorbei

Dem Whisky ist in Schottland der ganze Monat Mai gewidmet, der das „Wasser des Lebens“ von der Ost- bis zur Westküste mit vielen Veranstaltungen feiert. Von Inverness aus könnt ihr den weltweit einzigen Malt Whisky Trail mit eigenem Auto oder geführt im Rahmen einer Bustour begehen.

Unsere Reisetipps zu Whisky in Schottland

In der Whiskyregion Speyside, östlich von Inverness gelegen, findet ihr viele traditionelle Whiskybrennereien und sogar eine alte Küferei. Der Fluss Spey führt durch dieses Gebiet, sodass die Kombination „Whisky and Fishing“ bei vielen Urlaubern beliebt ist.

Meine Tipps für eure Highland Tour

Mit Fischen habe ich es nicht so am Hut. Dafür buchte ich eine Tagestour auf dem Rücken eines Pferdes. Ich war begeistert von den wilden Landschaften, dem üppigen grünen Gras. Nun weiß ich auch, warum die vielen Reisebücher von der „grünen Insel“ sprechen. Weil der Atlantik ein großer Feuchtigkeitsspender ist, gedeiht auf den Britischen Inseln einfach manches viel besser als in Kontinentaleuropa. Rosenliebhaber und -züchter „pilgern“ wortwörtlich zu den „garden shows“ auf den Britischen Inseln.

Apropos Garten und Gärtnerei: In Inverness befindet sich sehr zentral gelegen der Botanische Garten. Zu entdecken gibt es seltene tropische Pflanzen und eine ganze Kakteenwelt – und dies alles ohne Eintritt zu zahlen.

 

 
 
 
 
 
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Zum Abschluss empfehle ich euch den Besuch des Schlosses Cawdor Castle, das eine Viertelstunde Autofahrt von Inverness entfernt ist. Die Parkanlage stammt aus dem 14. Jahrhundert und lockt jeden Frühling viele Blumenliebhaber heran. Es gibt sogar ein kleines Heckenlabyrinth und eine Ecke mit einem uralten „walled garden“. Hierhin zog es mich schließlich mit einem „cuppa“ – denn was gibt es Schöneres für einen Reisejournalisten, als es sich in einem Gartenparadies gemütlich zu machen und mit einer Tasse Tee dem Weltenlauf zuzusehen?

Wollt ihr die Highlands auch von ihrer wilden, natürlichen Seite kennenlernen? Dann entdeckt hier unsere aktuellen Angebote für Schottland-Rundreisen!

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