Urlaub an der Küste von Athen: Hier lernte ich Griechenlands natürliche Schönheit kennen

Die Athener zieht es in den Sommermonaten an die Küste, aber auch von weit her kommen Besucher an die Athener Riviera. Die Küstenregion südwestlich und südöstlich der Stadt ist bekannt für ihre traumhaften Badeorte mit kristallklarem Wasser und weißen Sandstränden, eine üppige Naturlandschaft, beeindruckende Felsformationen und Mineralseen mit heilender Wirkung. Jede Stadt der Region bietet hervorragende Möglichkeiten zum Shoppen, Flanieren und Essen, mit einem ganz eigenen Charme. Einer unserer sonnenklar.TV Urlauber war selbst vor Ort und hat sich vom Charme der Athener Riviera verzaubern lassen. Lest hier seinen Reisebericht!

Wenn ihr gerne segelt oder taucht, findet ihr hier vor Athens Küste ein Paradies. Gemeinsam mit Freunden haben wir ein Pärchen- und familienfreundliches Ferienhaus an einem Hang der attischen Kleinstadt Artemis gemietet. Wir haben viel Platz auf zwei Etagen und einen Pool mit einem Ausblick, der einem Postkartenmotiv gleicht. Über die roten Dächer von Artemis schweift der Blick zum tiefblauen Mittelmeer am Horizont.

Wir nehmen uns zwei Wochen Zeit, um die so vielversprechend betitelte Riviera Athens – einen der schönsten Küstenstreifen der Region – zu erleben. Wir haben einen Mietwagen und einige Tagesausflüge in andere Orte dieser Region geplant. Natürlich ist auch ein Besuch in Athen fester Bestandteil. Großer Vorteil eines Urlaubs an der Küste Athens ist die Nähe zu allen möglich Ausflugszielen. Allein die Autofahrt vom Eleftherios-Venizelos-Flughafen in Athen dauert gerade einmal 15 Minuten und unsere verschiedenen Ziele von der südöstlichen zur südwestlichen Küste Athens sind stets in circa einer Stunde Autofahrt zu erreichen. In dieser Karte habe ich euch markiert, wo wir überall unterwegs waren:

Tour durch Artemis und Umgebung an der Küste Athens

An unserem ersten Tag erkunden wir Artemis (Artemida) und die direkte Umgebung. Nahe der Nachbarstadt Vravrona schauen wir uns die Überreste der antiken Kultstätte Brauron an und genießen die Abendsonne bei einem anschließenden Spaziergang entlang des herrlichen Sandstrands. Hier reihen sich viele kleine Bars und Tavernen unterschiedlicher Couleur aneinander. In einigen Tavernen stehen die Tische direkt im Sand.

Wir entscheiden uns für die Xypolitos Fischtaverne, ein kleines Restaurant mit einer Terrasse direkt am Wasser. Als Starter gibt es Ouzo für alle und wir dürfen uns den fangfrischen Fisch an der Kühltheke selbst aussuchen. Serviert wird er dann mit reichlich Salat und Gemüse. In Fischrestaurants wird der Fisch in der Regel nach Kilo berechnet. Wir lassen den Tag mit Blick aufs Meer und herrlichem Essen ausklingen.

Ausgrabungsstätte von Vavrona, Griechenland

Die Ausgrabungsstätte ist auch landschaftlich herrlich gelegen.

Am folgenden Tag geht es an den Strand. Wir fahren los, schauen, wo es uns gefällt, und landen in Porto Rafti. Verschiedene Restaurants verteilen sich auf der einen Straßenseite, auf der anderen Seite liegt das Meer. Der schmale Strand mit grobem Sand kommt nicht bei allen aus meiner Gruppe gut an, aber hier gibt es ordentliche Wellen, es ist nicht viel los und so bleiben wir.

Nach einem entspannten Badetag fahren wir im Anschluss zur Taverna Artemis, sie liegt gut versteckt an einer kleinen Bucht am Rand von Artemis. Eine schmale Straße führt zu diesem wahren Geheimtipp. Von der Terrasse haben wir einen wunderbaren Blick über die kleine Bucht, die die Abendsonne in ein rötliches Licht taucht. Die Besitzer sind sehr freundlich und aufmerksam und das Essen ist ausgesprochen gut. Auch hier könnt ihr euch den Fisch aussuchen, der auf dem Grill landet.

Städtetrip nach Athen: Eine Stadt zwischen Antike und Moderne

Am dritten Tag teilt sich unsere Reisegruppe auf, zu dritt fahren wir für eine Übernachtung nach Athen. Um uns die anstrengende Fahrerei in der quirligen Großstadt zu ersparen, nehmen wir für circa 30 Euro ein Taxi. Unser Hotel liegt direkt im Zentrum und wir erkunden die Stadt hauptsächlich zu Fuß. Spontan entscheiden wir uns für eine sehr informative Hop-on- / Hop-off-Bustour, bei der man an verschiedenen Stationen ein- und aussteigen kann.

Es gibt unglaublich viel zu entdecken. Athen ist eine Stadt der Gegensätze: Hier trifft Geschichte auf Moderne und Zerfall. Neben futuristischen Neubauten wie dem Stavros Niarchos Foundation Cultural Center mit der Zentralbibliothek und der Athener Oper stehen zerfallene Mietshäuser. Ein paar Schritte weiter befindet sich die Ausgrabungsstätte eines antiken Gebäudes. Athen versprüht einen ganz eigenen und aufregenden Charme. Das Viertel Monastiraki, das mit seinen unzähligen kleinen Läden und verwinkelten Gassen wie ein einziger großer Flohmarkt wirkt, hat es uns besonders angetan.

Unweit der Akropolis liegt Kerameikos. Hier befindet sich die Ausgrabungsstätte eines der bedeutendsten Friedhöfe Athens. Früher war Kerameikos das Zentrum der attischen Keramikkunst, heute ist dieses Viertel im Aufbruch. Viele kreative Köpfe hat es hierher gezogen und sie haben den zerfallenden, leer stehenden Häusern wieder Leben eingehaucht. Kerameikos entwickelt sich zu einem angesagten Stadtteil mit Kunstgalerien und gemütlichen Cafés.

Ausgrabungsstätte Kerameikos in Athen

Nachdem wir stundenlang durch die Stadt gelaufen sind, besuchen wir den Nationalgarten. Der einstige Privatgarten der Königsfamilie ist heute eine öffentliche Oase inmitten der pulsierenden Metropole. Zum Park gehören ein idyllisches Café, ein kleiner Tiergarten und ein botanisches Museum.

Am nächsten Tag folgen wir den Spuren Aristoteles und all der großen Philosophen und wagen bei 38 Grad im Schatten den Aufstieg auf die Akropolis. Der Eintritt kostet 20 Euro, ein Kombiticket für weitere Museen könnt ihr für 30 Euro erwerben. Je höher wir steigen, desto beeindruckender ist die Aussicht über Athen. Die Sonne brennt und lässt die Luft über den Dächern der Stadt flirren.

Auf dem 156 Meter hohen Felsplateau stehen der berühmte Parthenon, der Tempel der Athener Nike und das Erechtheion. Nach einer kurzen Pause führt uns ein Pfad hinab auf die Agora, den antiken Marktplatz. In der einstigen Markthalle ist heute das Archäologische Museum untergebracht. Bei einem Glas Rotwein lassen wir den Tag im angesagten Stadtviertel Plaka ausklingen.

Die Akropolis von Athen

Tolle Ausflugsziele an der Athener Riviera: Exklusive Boutiquen, Strände und göttliche Orte

Wieder zurück in unserem Ferienhaus planen wir unsere weiteren Tagestrips. Es soll auf jeden Fall noch nach Glyfada gehen, einem luxuriöser Vorort an der Küste Athens, der gerne als Hauptstadt der Riviera bezeichnet wird. Einst lag hier ein amerikanischer Luftwaffenstützpunkt, was Geld in die Stadt brachte und ein amerikanisches Flair zurückließ. In Glyfada trifft sich die High Society in hochpreisigen Cafés und Restaurants und flaniert durch die Gassen mit ihren exquisiten Boutiquen. Entsprechend viele exklusive Beach Resorts sind hier zu finden.

Nach einem kurzen Stopp fahren wir weiter nach Vouliagmeni. Der gleichnamige See wurde uns eindrücklich empfohlen. Seinem Wasser wird eine heilende und verjüngende Wirkung nachgesagt. Blau-grün schimmert dieses Naturdenkmal umgeben von imposanten Felsformationen. Abends wird das Ganze hübsch ausgeleuchtet. Viele Strände in Vouliagmeni sind privatisiert und kosten Eintritt. Wenn ihr die freien Plätze sucht, orientiert euch am besten an den Athenern.

Strand von Vouliagmeni an der Riviera Athens

Ein weiterer Ausflug führt uns nach Lavrio, der für uns schönste Ort der Riviera. Im Altertum brachten hier die Silberminen den Reichtum nach Athen. Nachdem starke Abwanderung der Stadt zusetzte, siedelten sich im 20. Jahrhundert wieder verschiedene Zuwanderer an. Da die sich aber auf keine einheitliche Glaubensrichtung einigen konnten, ist Lavrio die einzige Stadt Griechenlands, auf deren Hauptplatz kein Gotteshaus steht.

Die neoklassizistische Architektur des frühen 20. Jahrhunderts hat Lavrio ein ganz besonderes und für diese Region ungewöhnliches Äußeres gegeben. Die Stadt gefällt uns sehr und es gibt neben herrschaftlichen Gebäuden und einer ausgedienten Eisenbahnstrecke vieles mehr zu sehen. Ich kann euch den Ort wirklich nur empfehlen!

Für die letzten Tage unserer Reise haben wir uns Sounio aufgespart. Der Tempel des Poseidons an der Spitze des Kap Sounion ist eines der bedeutendsten Monumente der Antike. Seit jeher ist der Tempel des Meeresgottes End- und Ankunftspunkt der Seeleute und ein sagenumwobener, energetischer Ort, der mit seiner Lage und einem ganz besonders scheinenden Licht schon viele Mythen hervorgebracht hat.

Poseidon-Tempel bei Sounio

Direkt unterhalb des Kaps befindet sich der Strand von Sounio mit glasklarem Wasser und feinem Sand. Der Ausblick ist einmalig und in der geschützten Bucht genießen wir das warme Meer. Ringsherum gibt es einige kleine Tavernen und Cafés, die teilweise am Strand bedienen.

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