Hua Hin: Thailands dschungelgrünes Herz

Denken wir an Thailand, denken wir an Bangkok, Koh Samui, Koh Phangan sowie unberührte Inselparadiese. Doch das Festland von Thailand solltet ihr nicht unterschätzen. Wir geben euch die besten Tipp für eine Reise nach Hua Hin im Land des Lächelns.


Inhaltsverzeichnis


Strand von Hua Hin bei Sonnenuntergang.

Der Strand von Hua Hin bei Sonnenuntergang.

Zu einem der überwältigenden Paradiese dieser Welt zählt Thailands Region um Hua Hin zweifellos. Kaum ein Landstrich ist beeindruckender. Das grünblaue Meer glitzert und der unverwechselbare Dschungelsound hallt noch lange in den Ohren nach.

Die grandiose Kinderfreundlichkeit in ganz Thailand macht es vor allem Familien leicht, das Land fest ins Herz zu schließen. Dem Nachwuchs wird viel Aufmerksamkeit geschenkt und er gehört zu den gern gesehenen Gästen. Die Schönheit am Golf von Siam bietet euch alles Erdenkliche für einen gelungenen Traumurlaub: tropisches Klima, erfrischendes Meer, üppig blühende Natur und moderne Städte. Die gelebte Gastfreundlichkeit ist sprichwörtlich und äußerst angenehm.

Das solltet ihr vor eurem Urlaub in Hua Hin wissen

Bevor es aber an die konkreten Tipps geht, hier noch einige wichtige Reiseinformationen für euch.

An- und Weiterkommen im „Land des Lächelns“

Von Deutschland aus erreicht ihr Bangkok direkt ab Frankfurt oder München. In Bangkok habt ihr anschließend die Möglichkeit, die Fahrt per Bahn fortzusetzen. Das Netz ist ausgezeichnet ausgebaut und befördert euch preisgünstig ans Ziel. Wenn ihr individuelle Entdecker seid, empfehle wir euch, ab dem Flughafen Bangkok-Suvarnabhumi einen Mietwagen zu leihen. Im Linksverkehr zu fahren, ist gar nicht so schwer. Dafür ist der nicht geregelte Verkehr am Anfang für uns Deutsche doch gewöhnungsbedürftig. Die Hotels bieten oft auch einen bequemen Flughafenshuttle gegen einen geringen Aufpreis an.

Übernachten in Hua Hin

Ob Appartement oder Luxusherberge, für jeden Geldbeutel gibt es die passende Übernachtungsmöglichkeit in der Region. Das Sheraton Hua Hin als Allroundhotel können wir allerdings uneingeschränkt empfehlen. Es befindet sich zwischen Cha-Am und Hua Hin, ca. 20 Autominuten vom Zentrum Hua Hins entfernt, und ist ruhig gelegen. Es verfügt über eine fantastische Poollandschaft, ist mit allen nur denkbaren Annehmlichkeiten ausgestattet und liegt am Meer.

Unsere Empfehlung ist ein Zimmer mit Poolzugang. So springt ihr direkt von der Terrasse aus ins warme Wasser.

Sheraton Hua Hin Poollandschaft

Die Poollandschaft des Sheraton Hua Hin überzeugt Groß und Klein.

Nützliche Hinweise für euren Thailandurlaub

Praktisch kann für euch der Kauf einer örtlichen Prepaid-Daten-SIM sein. Damit könnt ihr uneingeschränkt und sehr preiswert mobil im Internet surfen. Direkt nach der Ankunft am Flughafen findet ihr diverse Schalter aller wichtigen thailändischen Telefongesellschaften (z.B. AIS, dtac). Das Guthaben wird durch das Verkaufspersonal auf eure Karte geladen und schnell aktiviert.

Ein wertvoller Reisebegleiter ist außerdem eine Kreditkarte. Die Akzeptanz ist hoch und ihr könnt damit fast überall bezahlen und Bargeld abheben.

Der Strand von Hua Hin

Wie ihr gleich sehen werdet, hat Hua Hin eine Vielzahl an Sehenswürdigkeiten zu bieten. Doch was wäre ein Thailand-Urlaub ohne entspannte Tage am Meer? Hua Hin bietet euch genau dafür ein Prachtexemplar an Strand: Der Hua Hin Beach ist bei Ebbe nicht nur breit und feinsanding, sondern auch vier Kilometer lang. Er erstreckt sich vom Zentrum bis nach Khao Takiab – wo allerdngs direkt der nächste Strandabschnitt anschließt. Wenn ihr auf ausgedehnte Strandspaziergänge oder Jogging-Einheiten direkt am Meer steht, seid ihr hier genau richtig.

Hinweis: Der Strand von Hua Hin ist vor allem bei Familien sehr beliebt, da er flach abfällt und es keine gefährlichen Meeresströmungen gibt. Allerdings solltet ihr auf größere Felsen achten, die sich gerade bei Flut gerne knapp unter der Meeresoberfläche verstecken und schlimme Verletzungen verursachen können. Sicherheitshalber raten wir auch zu Badeschuhen zum Schutz vor scharfen Muschelschalen.

Übrigens kommen nicht nur Urlauber gerne hierher, sondern auch die Thais selbst. Deshalb kann es an Feiertagen und am Wochenende manchmal recht voll werden. Doch wer bereit ist, für etwas mehr Platz ein paar Meter zu laufen, wird dennoch schnell fündig.

Tipp: Am Strand von Hua Hin lohnt es sich, zumindest einmal den Wecker auf 5 Uhr zu stellen. Denn zur Morgendämmerung erwartet euch nicht nur ein spektakuläres Farbenspiel am Wasser. Mönche nutzen die frühe Stunde gerne für einen Spaziergang am Wasser.

Am südlichen Ende des Hua Hin Strands seht ihr einen großen Felsen, der übrigens namensgebend für die Stadt war. Hua Hin heißt nämlich übersetzt „Steinkopf“. Dieser Felsen kann über eine Treppe bestiegen werden. Oben gibt es einen Tempel, der Besuchern offen steht. Die meisten kommen aber sicherlich wegen der Aussicht her.

Der Strand von Hua Hin in Thailand

Am südlichen Ende des Hua Hin Strands seht ihr schon von Weitem den Affenberg.

Hinweis: Übrigens wird die Anhöhe „Affenberg“ genannt. Und der Name kommt nicht von Ungefähr. Denn die intelligenten Racker tummeln sich dort überall. 

Der Strand von Hua Hin wartet außerdem mit einer großartigen Infrastruktur auf. Für den kleinen oder großen Hunger gibt es ausreichend Restaurants in der Nähe. Ebenso stehen euch Sonnenliegen und Schirme sowie ein Wassersportverleih zur Verfügung. 

Hua Hins Schätze: Die schönsten Sehenswürdigkeiten und Ausflüge

Im ältesten Seebad Thailands gibt es für euch eine Menge zu entdecken. Neben dem traumhaften weißen Badestrand bietet die kaum überlaufene Region ein lebendiges Nachtleben und fabelhafte Ausflugsziele. Die Aussichtsplattform Khao Hin Lek Fai erreicht ihr nach einem kurzen Spaziergang durch einen blühenden Park. Von der schicken Holzterrasse hoch in den Baumkronen ist der weite Ausblick auf die Stadt zauberhaft.

Blick von der Aussichtsplattform Khao Hin Lek Fai in Hua Hin

Diese Aussicht erwartet euch auf der Plattform Khao Hin Lek Fai – atemberaubend!

Wat Khao Takiap Hua Hin ist eine Tempelanlage auf dem Berg, der auch als Monkey Hill bekannt ist. Ihr werdet hier von vielen frechen Affen empfangen. Die gigantische Aussicht auf den Strand und die Küste ist ein Genuss. Rund um den Tempel gibt es zahlreiche Andenkenstände. Etwa fünf Kilometer entfernt stehen auf dem ausgedehnten Areal des Rajabhakti-Parks die sieben Kings-of-Siam-Statuen. Die knapp 15 Meter hohen Figuren wurden zu Ehren der früheren Könige Thailands von der thailändischen Armee erbaut. Man muss hier keinen Eintritt bezahlen. Ein Fotostopp lohnt sich in jedem Fall, denn das ist echte Thaigeschichte.

In diesem Reisebericht kann ich euch den Wat Khao Takiap Hua Hin nur empfehlen

Eine Wanderung zum Wat Khao Takiap Hua Hin verspricht nicht nur die Gelegenheit, die reiche Kulturgeschichte Thailands zu bewundern, sondern auch die herrliche Aussicht zu genießen.

Zu Thailand gehören auch die duftend-dampfenden Garküchen und allerhand Souvenirstände, die ihr auf dem Hua-Hin-Nachtmarkt bewundert. Nur 550 Meter weiter kommt ihr zum Bahnhof der Stadt. Er soll der älteste und der schönste Bahnhof des Landes sein. Mit seiner besonderen Architektur und dem königlichen Warteraum zählt er zu einem der bekanntesten Wahrzeichen der Stadt und ist ein tolles Fotomotiv.

Rund 70 Kilometer nördlich von Hua Hin ist der Besuch der Tropfsteinhöhle Tham Khao Luang Cave in Phetchaburi ein spannendes Ausflugsziel. Über eine große abfällige Steintreppe geht es hinab in die Grotte. Zahllose goldene Buddhafiguren und Schreine gibt es in diesem Tempelheiligtum zu bestaunen. Durch das Loch in der Decke erscheinen die Statuen durch das einfallende Licht teils mystisch und magisch. Bewacht wird die unterirdische Tempelanlage von neugierigen Affen, die wohl gern in die Taschen der Besucher schauen.

Tham Khao Luang Cave gehört zu den absoluten Geheimtipps in meinem Thailand-Reisebericht!

Euch erwarten in der Höhle mystische Augenblicke.

Ein Stopp mit Wow-Potenzial erwartet euch im Wat Phra Nakhon Khiri Phetchaburi (Khao Wang). Per kurzer Zahnradbahnfahrt gelangt ihr auf den 90 Meter hohen Palasthügel. In dem geschmackvoll angelegten und historischen Park geht ihr wunderbar spazieren. Hier blühen unter anderem üppige Frangipani-Bäume mit ihren bezaubernden Blüten in unzähligen Farbnuancen und anmutige Orchideen in leuchtenden Farben. Von Phetchaburis Hausberg werdet ihr mit einem schier endlosen Ausblick auf die Stadt belohnt.

Wat Phra Nakhon Khiri Phetchaburi bei Nacht

Die Anlage des Wat Phra Nakhon Khiri Phetchaburi ist übrigens auch nachts sehenswert.

Kunstgegenstände wie z.B. handgemalte Bilder oder Holzschnitzereien sind besonders als Mitbringsel beliebt. Sie werden liebevoll hergestellt und auf Wunsch als Auftragsarbeit durchgeführt. Im Künstlerdorf Baan Sillapin Art Village Hua Hin findet ihr sowohl Gemälde als auch ungewöhnliche Souvenirs. Es macht riesigen Spaß durch die urigen Häuschen zu schlendern und den Künstlern bei der Arbeit zuzusehen.

Ein herrlicher Zeitvertreib ist ein Besuch des 4D-Museums For Art’s Sake, das bislang einmalig in Thailand ist. Die unglaublich schön und farbenfroh gezeichneten Wandbilder mit verschiedenen Themen wirken sehr plastisch und sorgen für ein unterhaltsames Fotovergnügen. Nehmt eure Position vor den Bildern ein, das Personal hilft euch übrigens dabei, euch richtig in Szene zu setzen, und macht euer Bild. Das Ergebnis sind lustige und täuschend echt wirkende Fotos.

Kinder sind in der Regel hin und weg von dem erstklassig und brandneu angelegten Vana Nava Water Park direkt in Hua Hin. Erwachsene reiten die Wellen in der Surfzone oder testen ihre Geschicklichkeit im Hochseilgarten und an der Kletterwand. Den Adrenalinkick holt ihr euch auf den größten und rasantesten Wasserrutschen Thailands. Pure Entspannung findet ihr z.B. am Coconut Beach in einem Wellenpool. Kinder erstürmen die abenteuerliche Regenfestung mit speziellen Rutschen und einem flachen Pool. An einem Wochentag ist der Wasserpark nicht überfüllt, sodass ihr auf einer Liege im Schatten entspannt.

Jungle Poetry: Hu Hins Nationalparks erleben

Thailands Nationalparks sind einzigartig und urwüchsig. Bestes Beispiel dafür ist sicherlich der Khao Sok Nationalpark in der Nähe von Khao Lak. Wildnistouren sind wahrlich immer etwas Besonderes, denn der Klang und das Gefühl darin sind unverwechselbar und geheimnisvoll. Unüberhörbar zirpen Zikadengrillen, Geckos rascheln im Gebüsch und Affen kreischen. Dazwischen keckert der lustige Singvogel Hirtenmaina lauthals sein Lied. Das Gewirr der Naturgeräusche im Regenwald wirkt angenehm beruhigend und entspannend.

Die meisten Parkwege sind gut ausgebaut und ihr werdet während der Wanderung in sommerlichen Temperaturen mit dem entwaffnenden Charme der Wildnis belohnt. Da die Luftfeuchtigkeit recht hoch ist, sind gute Wanderschuhe empfehlenswert. So könnt ihr nicht den Halt verlieren, wenn der Boden etwas feuchter ist.

1. Pranburi-Forest-Park

Durch den wilden Mangrovenwald des Pranburi-Forest-Parks führt ein holzbeplankter Rundweg. Unter ihm und den dicht verwachsenen Mangroven befindet sich das Wasser. Allerlei kleine Krebse könnt ihr beim Schlammbad entdecken, wenn ihr euch ein wenig Zeit nehmt. Wenn das Sumpfwasser hoch genug steht, gibt es zudem die Möglichkeit, mit Booten von einheimischen Fischern durch die Mangroven zu steuern. Angesichts des tropischen Klimas ist es ein wahrer Genuss, unter dem Blätterdach sonnengeschützt zu spazieren. Von der Aussichtsplattform ist der Anblick über den grünen Wald mit seinen sonnigen Lichtspielen spektakulär.

Im Reisebericht geht es auch um den Panburi Forest Park

Das einzigartige Farbenspiel in dem Waldschutzgebiet werdet ihr nicht so schnell vergessen.

2. Kaeng-Krachan-Nationalpark

Der Weg zum Kaeng-Krachan-Nationalpark verläuft direkt durch ein Gebiet, in dem Elefanten frei leben. Die Straße schlängelt sich quer durch die Wildnis und das Elefantenterritorium. Zahlreiche Schilder weisen Autofahrer unmissverständlich darauf hin, dass hier die Dickhäuter das Sagen haben. Der Park ist der größte Nationalpark Thailands und besonders bekannt wegen seiner reichen Tierwelt. Exotische Vogelarten, bunte Schmetterlinge, Leoparden, Bären und mehrere Affenarten tummeln sich im Schutz des Regenwaldes.

Kaeng Krachan Nationalpark

Im Kaeng Krachan Nationalpark könnt ihr freilebenden Elefanten begegnen.

3. Pala-U-Wasserfall

Unmittelbar an der Grenze zu Myanmar befindet sich der Pala-U-Wasserfall. Er ist ca. 65 Kilometer westlich von Hua Hin entfernt. Der Wanderweg dorthin ist in 16 verschiedene Ebenen unterteilt. Die Pfade sind spannend angelegt und führen teils unter mit Lianen behangenen Bäumen hindurch, an Rinnsalen vorbei oder quer über alte Holzbrücken. Festes Schuhwerk ist auch hier wieder ein Muss, genauso wie ein Mückenmittel mit dem Wirkstoff DEET oder Icaridin. Die stechenden Insekten fühlen sich nämlich pudelwohl in der feuchten Umgebung und finden mit Freude eure ungeschützte Hautstellen. In Kombination mit locker geschnittener Kleidung seid ihr aber für jede Wandertour bestens ausgerüstet.

Der Pala-U-Wasserfall gehört in jeden Reisebericht über Hua Hin

Der Pala-U-Wasserfall ist so schön, dass er fast schon mystisch wirkt.

4. Huaiyang Nationalpark

Im 15 km² großen Huaiyang Nationalpark an der Grenze zu Myanmar stürzt sich ein Wasserfall auf fünf Ebenen hinab. Es erwartet euch ein wundervoll angelegter, sauberer Nationalpark mit leicht begehbaren Wegen. Die Wanderung ist unter dem hoch bewaldeten grünen Dach sehr angenehm, wenn die Sonne für hohe Temperaturen sorgt. An vielen Stellen sind gepflegte Picknickplätze vorhanden. Wenn ihr Glück habt, lauft ihr durch Schwärme gelb leuchtender Schmetterlinge hindurch.

Der Huaiyang Nationalpark ist absolut empfehlenswert

Der Huaiyang Nationalpark lohnt sich vor allem für Spaziergänger.

Restauranttipps in Hua Hin

Die thailändische Küche ist ausgesprochen vielseitig und reicht von althergebrachten Gerichten bis hin zu modernen, exquisit gewürzten Kreationen. Zubereitet werden gern und oft Mahlzeiten mit Fisch. Einige Seafood-Restaurants im Zentrum Hua Hins befinden sich in traditionellen Pfahlhäusern. Ihr geht einen kleinen Durchgang entlang und kommt auf eine holzgedeckte Terrasse über dem Meer. Romantiker werden diesen Ort lieben.

Im Restaurant Ketsarin zum Beispiel serviert man euch Fisch oder Meeresfrüchte fangfrisch und butterzart. Dabei hüllt euch der sinnliche Duft von Curry und Chili ein.

Beispiele für Thai-Essen

Traditionell gewürzte Garnelen oder fancy Vermicelli – die Thai-Küche wird euch einen Gaumenschmaus nach dem anderen liefern.

Ihr wollt noch mehr über Thailand erfahren? Lest hier den Reisebericht über Thailands unbekannte Inselparadiese!
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