Unsere Favoriten: Die 10 angesagtesten Sehenswürdigkeiten auf Mallorca

Denken wir an Mallorca, denken wir an Badeurlaub, manchmal auch an Party. Doch darüber hinaus hat Mallorca noch einige faszinierende Sehenswürdigkeiten zu bieten. Dazu gehören Naturschutzgebiete, die Lebensraum für zahlreiche Pflanzen und Tiere sind, eine faszinierende Gebirgswelt im Landesinneren, historische Baudenkmäler und vieles mehr. Hier ist unsere Top-10-Liste mit tollen Sehenswürdigkeiten für euren Urlaub auf der Baleareninsel.

1. Es Trenc: Mehr als nur ein Strand 

Da es dort ja sehr schöne Strände gibt, starten wir mit den zwei (oder eigentlich drei) schönsten Stränden der Insel als unsere Favoriten unter den Sehenswürdigkeiten Mallorcas. Einer davon ist Es Trenc im Süden der Insel. Der Naturstrand liegt ca. sieben Kilometer nördlich von Colónia de Sant Jordi, einem ehemaligen Fischerdorf. Es Trenc ist einer der größten und schönsten Naturstände der Insel, eingebettet in eine einzigartige Landschaft aus jahrtausendealten Salinen und ausgedehnten Pinienwäldern.

Es Trenc, Mallorca

Natürlich und malerisch: der Strand von Es Trenc.

Alleine die Anfahrt vorbei an den kilometerweiten Salzseen ist ein absolutes Highlight. Wenn ihr ein Auto habt, könnt ihr bis kurz vor die Dünen fahren und es auf einem kostenpflichtigen Parkplatz abstellen. Shuttlebusse fahren von Colónia de Sant Jordi. Dort könnt ihr euch aber auch Fahrräder ausleihen und Touren durch die Pinienwälder und Salinen machen. Der Strand selbst ist zum größten Teil naturbelassen, nur in der Nähe des Parkplatzes gibt es einige Strandbuden und die Möglichkeit, Liegen und Sonnenschirme zu mieten. Ansonsten: Sand und Meer, soweit das Auge reicht!

2. Von der Cala Agulla zur Cala Mesquida

Im Nordosten Mallorcas könnt ihr den Besuch von zwei wirklich tollen Stränden mit einer schönen Wanderung entlang der Küste verbinden. Am nördlichen Rand des beliebten Badeorts Cala Rajada grenzt der Strand Cala Agulla an, der in eine idyllische Bucht eingebettet ist. Rundherum ist nur Natur, am Strand gibt es aber einige Strandbuden.

Bucht von Cala Agulla, Mallorca

Die Bucht von Cala Agulla.

Cala Agulla ist durchaus ein Strand, an dem man es gut aushalten kann. Trotzdem solltet ihr euch die Wanderung zur Cala Mesquida nicht entgehen lassen. Die Tour lässt sich in verschiedenen Schwierigkeitsgraden bewandern. Je nachdem, welche Route ihr wählt, ist die Strecke zwischen sechs und acht Kilometer lang. Ihr überwindet dabei 180 bis 330 Höhenmeter. Unterwegs gibt es keine Versorgungsmöglichkeit, aber jede Menge spektakuläre Ausblicke auf das Meer. Die Landschaft ist außerdem sehr abwechslungsreich und führt durch einen Pinien- sowie einen Kiefernwald, bis schließlich die beeindruckende Dünenlandschaft der Cala Mesquida auftaucht. An der Cala Mesquida könnt ihr euch dann wieder in die Wellen stürzen.

3. Kloster Lluc

Das Kloster Lluc ist nicht nur eines der interessantesten Baudenkmäler und eine der schönsten Sehenswürdigkeiten Mallorcas, sondern auch ein guter Ausgangspunkt für Wanderungen in die Gebirgswelt der Sierra de Tramuntana. Das Kloster befindet sich im Nordosten der Insel, zwischen Sóller und Pollenca. Der jahrhundertealte Wallfahrtsort liegt auf 500 Metern Höhe und ist mit dem Auto oder mit dem Bus zu erreichen. Neben der berühmten Madonna, die jährlich zahlreiche Pilger anzieht, gibt es ein interessantes Museum zur Geschichte des Klosters. Zu bestimmten Zeiten tritt der Knabenchor des Klosterinternats auf. Übernachten könnt ihr dort auch.

Wenn ihr nur einmal so ein bisschen in der Gegend herumschnuppern wollt, lohnt sich ein Spaziergang zum nahegelegenen Kalvarienberg. Auf dem Weg kommt ihr an einer Reihe von Sonnenuhren vorbei. Bis zum Kalvarienberg ist es nur ein Spaziergang, ihr könnt von Kloster Lluc aus aber auch zu richtigen Abenteuern starten. Beispielsweise zu einer Wanderung durch den „Torrent de Pareis“, einer der tiefsten Schluchten der Insel.

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4. Diese Landschaft ist eine Sehenswürdigkeit: Torrent de Pareis

Vorab: Die Schlucht mit bis zu 400 Meter hohen Felswänden ist ein einzigartiges Erlebnis. Allerdings muss man sich das auch erarbeiten. Die Wanderung durch die Schlucht braucht schon ein bisschen Kondition und vor allem festes Schuhwerk.

Torrent de Pareis, Mallorca

Der Torrent de Pareis, der Canyon Mallorcas, ist ein tolles Gebiet zum Wandern und Spazieren.

Die Strecke hin und zurück ist ca. sechs Kilometer lang und beginnt bei Sa Calobra, ca. 20 Kilometer nördlich vom Kloster Lluc. Der Weg ist gut ausgeschildert und führt an bizarren Felsformationen, zahlreichen Wasserbecken und sogar an Tropfsteinhöhlen vorbei. Ein absoluter Höhepunkt ist ein Bad an dem kleinen Strand Cala de sa Cobra, der an der Mündung der Schlucht ins Meer liegt. Wenn ihr auf Nummer sicher gehen wollt, könnt ihr auch eine geführte Tour buchen. Vielleicht reicht euch aber auch schon die spektakuläre Fahrt von Kloster Lluc nach Sa Calobra. Auf 14 Kilometern Strecke werden hier über 800 Höhenmeter überwunden mit entsprechend vielen Kurven und Kehren.

Torrent de Pareis, Mallorca

Bei dem Anblick versteht man, warum man hier unbedingt ins Wasser springen sollte.

5. Fornalutx: Das schönste Dorf Spaniens

Etwas geruhsamer als die Durchquerung des Torrent de Pareis ist ein Spaziergang durch das malerische Bergdorf Fornalutx, nur ein paar Kilometer von Sóller entfernt. Bereits zwei Mal gewann Fornalutx den Schönheitswettbewerb der spanischen Dörfer und taucht damit zurecht in unserer Top-Ten-Liste der besten Sehenswürdigkeiten Mallorcas auf. Das glaubt man sofort, wenn man durch die engen Gassen schlendert, links und rechts Steinhäuser mit roten Dächern und farbenprächtigen Pflanzen. Es ist tatsächlich wie ein Dorf aus dem Bilderbuch. Und dann hat es auch noch eine unglaubliche Lage. Hinter dem Dorf erhebt sich der höchste Berg Mallorcas, der Puig Major, mit einer Höhe von fast 1.500 Metern. Grandios! Und von vielen Stellen aus habt ihr einen fantastischen Blick über das Tal Richtung Sóller. Dort gibt es ein Meer von Orangen- und Zitronenhainen. Der etwa einstündige Weg nach Sóller durch die Obstgärten lohnt sich gleich aus mehreren Gründen.

Fornalutx, Mallorca

An Fornalutx kann man sich kaum satt sehen.

6. Tren de Sóller: Gemächlich durch das Tramuntana-Gebirge

Sóller ist eine hübsche Stadt im Nordosten Mallorcas. Ganz besonders reizvoll macht Sóller jedoch, dass es, je nach Fahrtrichtung, End- oder Starthaltestelle des Tren de Sóller ist. Die Fahrt mit der historischen Schmalspurbahn, die seit 1912 zwischen Palma und Sóller verkehrt, ist die bequemste Art und Weise, das Tramuntana-Gebirge zu durchqueren. Ihr könnt einfach auf den Holzsitzen Platz nehmen, die Schiebefenster herunterkurbeln und die atemberaubende Landschaft an euch vorbeiziehen lassen. Auf der 28 Kilometer langen Strecke überwindet der Zug 400 Höhenmeter, passiert zahlreiche Brücken, schlängelt sich um enge Kurven und bietet grandiose Ausblicke auf das Gebirge und das Meer. Die Fahrt dauert eine Stunde.

Tren de Sóller auf Mallorca

Fährt jetzt schon seit über 100 Jahren: der Tren de Sóller.

Am Bahnhofsvorplatz gibt es dann gleich Anschluss an die Tramvia de Sóller, eine ebenfalls historische Bahn, die euch nach Port de Sóller bringt. An selber Stelle findet ihr übrigens zahlreiche Cafés und Restaurants direkt am Wasser und einen kleinen Strand – für die kleine Pause zwischendurch, bevor eure Tour weitergeht.

7. Mallorcas Unterwelt: Mehr Abenteuer als Sehenswürdigkeit

Mallorca hat aber auch unterhalb der Erdoberfläche einiges zu bieten. Aufgrund des vorherrschenden Kalkgesteins sind im Laufe der Jahrtausende über 4.000 Grotten und Höhlen entstanden. Darunter sind um die 200 Tropfsteinhöhlen, von denen einige zu den schönsten der Welt zählen. Wirklich beeindruckend sind die Höhlen von Porto Christo (Cuevas del Drach) an der Ostküste. In dem über 1.000 Meter langen Höhlensystem befindet sich eine ganz besondere Sehenswürdigkeit: der größte unterirdische See Europas. Darin spiegeln sich die imposanten Tropfsteinsäulen wie aus einer Märchenwelt. Der kleine Hafenort Porto Christo liegt nur ca. 500 Meter entfernt und eignet sich gut für einen gemütlichen Café mit Blick aufs Meer.

Grotte Guevas del Drach, Mallorca

Mystisch: der unterirdische See in den Cuevas del Drach.

Nur ca. ein Kilometer weiter liegen die Cuevas dels Hams, die nicht ganz so groß, aber dennoch nicht weniger beeindruckend sind. Die Tropfsteingebilde sind harmonisch ausgeleuchtet, sodass sie noch faszinierender wirken. Auch in den Cuevas dels Hams gibt es einen unterirdischen See, an dem während der Führungen ein kleines Konzert erklingt.

Zwei Höhlen, die vor allem Familienurlauber begeistern werden. Was es auf Mallorca für Groß und Klein sonst noch zu entdecken gibt, lest ihr hier!

8. Palma Aquarium

Nicht ganz so weit in die Tiefe führt der Weg in das Palma Aquarium, das an der Playa de Palma in der Nähe des Flughafens von Palma de Mallorca liegt. In 55 Aquarien könnt ihr hier über 8.000 Meeresbewohner beobachten. Die verschiedenen Lebensräume sind erstaunlich echt nachgebildet. Sogar Korallenriffe sind zu sehen. Das absolute Highlight dieser Sehenswürdigkeit auf Mallorca ist jedoch das Haifisch-Aquarium. Hier habt ihr sogar die Möglichkeit für einen Tauchgang. Wenn euch das zu abenteuerlich ist, kommt vielleicht das „Dinner mit den Haien“ eher in Betracht. Dieses Abendessen bei Kerzenschein vor dem Haifischbecken ist sicher ein Erlebnis, das ihr nicht mehr so schnell vergessen werdet.

Nach so viel Unterwasserwelt bietet der Dachgarten des Aquariums einen kleinen Ausflug in den Dschungel. Sobald ihr oben angekommen seid, fühlt ihr euch wie im Amazonas. Ein Wasserfall stürzt sieben Meter in die Tiefe und überall sind tropische Geräusche zu hören.

9. Über den Dächern von Palma de Mallorca

Nicht nur der Dachgarten des Palma Aquariums bietet tolle Ausblicke über die Stadt und das Meer. Das Castell de Bellver („Schloss zur schönen Aussicht“) und die Kathedrale von Palma gehören ebenfalls zu den lohnenswerten Sehenswürdigkeiten und Aussichtpunkten in Palma. Das Castell de Bellver, ca. drei Kilometer westlich vom Stadtzentrum, liegt 112,6 Meter über dem Meeresspiegel. Der imposante Rundbau mit seinen vier Wehrtürmen ist schon von Weitem sichtbar. Den besten Blick habt ihr vom Torre de l’Homentage, der außerhalb der Festung liegt.

Castell de Bellver, Palma, Mallorca

Schon einmal ein komplett rundes Kastell gesehen?

Die Kathedrale La Seu müsst ihr ebenfalls nicht lange suchen. Ihre über 20 Meter hohen Türme ragen weit über die Dächer von Palma hinaus. Sie liegt oberhalb des Hafens von Palma und ist das Wahrzeichen der Stadt. La Seu trägt auch den Beinamen „Kathedrale des Lichts“. Wenn ihr gleich nach Öffnung um 10 Uhr kommt, wisst ihr warum. Dann wird nämlich der gesamte Innenraum der Kathedrale durch den Lichteinfall in ein gigantisches Farbenmeer getaucht. Vom Haupteingang (Portal Major) blickt ihr direkt auf den königlichen Palast Almudaina. Die Terrasse vor dem Südportal bietet dagegen einen schönen Blick über die Stadt und die Bucht von Palma.

10. Sehenswürdigkeiten zum Essen: Kulinarisches Mallorca

Die mallorquinische Küche ist äußerst vielseitig und absolut köstlich. Eine kulinarische Reise durch die traditionellen Gerichte könnt ihr am besten im Mercado Gastronómico San Juan machen. Der Feinschmecker-Markt liegt ca. zehn Minuten zu Fuß von der Placa d’Espanya entfernt und befindet sich in einer schönen Jugendstil-Markthalle (Carrer de l’Emperadriu Eugènia, 6). Es gibt viele kleine Stände mit mallorquinischen Spezialitäten. Dazu schmeckt am besten ein lokaler Wein. Gegessen wird an langen Tischen oder direkt am Tresen. Auch Einheimische kommen hier gerne hin. Geöffnet ist die Markthalle täglich von 12 bis 24 Uhr.

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