Top-Sehenswürdigkeiten auf Lanzarote

Wo genau findet man eigentlich das beste Klima der Welt? Ganz genau, auf den Kanaren. Denn die „Inseln des Frühlings“ bieten sehr milde Winter und nicht zu heiße Sommer. Die landschaftlich raueste Insel ist Lanzarote. Sie ist geprägt von schwarzem Sand und einer wilden Vulkanlandschaft. Zusätzlich bietet sie jede Menge Ausflugsziele. Die schönsten Attraktionen und Sehenswürdigkeiten Lanzarotes verraten wir euch hier.


Inhaltsverzeichnis:


Alle Sehenswürdigkeiten haben wir euch auf dieser Karte markiert. So wisst ihr immer, wie ihr zu eurem nächsten Ziel kommt:

Kulturelle Sehenswürdigkeiten auf Lanzarote



Die meisten Bewohner Lanzarotes sind stolz auf ihre Kultur und lokalen Bräuche. Doch auch der modernen Kunst oder Musik verschließt man sich hier nicht. Durch alten Sitten in Verbindung mit südamerikanischem Einfluss entwickelte sich eine reizvolle und interessante kulturelle Mischung. In Museen und Galerien bestaunt ihr die Werke junger Künstler und moderner Stilrichtungen. Auch Konzerte mit avantgardistischer Musik sind auf der Insel keine Seltenheit und ein fester Bestandteil eines jährlich stattfindenden Festivals.

Unser Tipp: Das Festival „Musica Visual“, erstmals organisiert von Ildefonso Aguilar, findet seit vielen Jahren und in einer spektakulären Location statt. In der Cueva de los Verdes, einer vulkanischen Höhle 53 Meter unter der Erde, genießt ihr die Klänge zeitgenössischer Musik vor spektakulären Kulisse.

Doch auch, wenn ihr nicht gerade zu diesem Termin auf der Kanareninsel seid, gibt es zahlreiche kulturelle Highlights zu entdecken. Auf Lanzarote befinden sich mehr als dreihundert erloschene Vulkane, Architekturdenkmäler aus verschiedenen Epochen sowie einzigartige historische Objekte.

Arrecife

Seit 1853 ist Arrecife die Hauptstadt von Lanzarote. Im Stadtgebiet wohnt fast die Hälfte der gesamten Inselbevölkerung. Neben jeder Menge interessanter Geschäfte lockt der Hafenbezirk zu einem Ausflug. Außerdem solltet ihr euch den Fischmarkt direkt daneben nicht entgehen lassen.

Arrecife auf Lanzarote

Ein beliebtes Denkmal ist das Castillo de San Gabriel, eine Festung, die ursprünglich 1573 erbaut und nach einem starken Brand wieder vollständig renoviert wurde. Heute beherbergt sie das Archäologische Museum.

Ein weiteres historisches Denkmal ist die Festung San José, die aus einer späteren Periode stammt. Unter der Regierung von Carlos III. errichtet, wurde sie während mehr als zweihundert Jahren überhaupt nicht verändert. In ihren Räumen finden sich vielfältige Skulpturen- und Bildersammlungen.

In Arrecife steht auch das Haus-Museum von César Manrique, das 1968 errichtet wurde. Für den Bau wurde hauptsächlich schwarzer Basalt verwendet. Im Inneren entdeckt ihr Antiquitäten und eine sehr künstlerische Innenausstattung.

Sehenswürdigkeiten auf Lanzarote von César Manrique

Der Maler, Bildhauer, Architekt und Künstler wurde auf Lanzarote geboren (1919 – 1992). Sein größtes Projekt bestand darin, die Insel als eine Leinwand zu benutzen, um darauf seine Ideen umzusetzen. Seine Werke und außerordentliche Sichtweise der Beziehung zwischen Mensch und Natur prägen daher viele Winkel der Insel. Manrique wollte das Bewusstsein für Umwelt-Themen wecken und wurde 1978 sogar mit dem Weltpreis für Ökologie und Tourismus ausgezeichnet.

Folgende Sehenswürdigkeiten gibt es von ihm auf Lanzarote:

Jameos del Agua

Das Jameos del Agua zum Beispiel ist das erste Kunst-, Kultur- und Tourismuszentrum, das von César Manrique geschaffen wurde. Es ist ein hervorragendes Beispiel für die Harmonie von Kunst und Natur. Manrique nutzte einen Teil eines Lavaschlotes, um einen außergewöhnlichen, natürlichen Konzertsaal zu schaffen. Daneben befinden sich ein Palmengarten mit künstlichem See sowie das Museum Casa de los Vulcanes, eine weltbekannte Einrichtung zur Erforschung von Vulkanen.

Jameos del Agua, Lanzarote

Eintritt: Erwachsene 9,50 Euro, für Kinder die Hälfte*

Mirador del Río

Eine von Manriques repräsentativsten architektonischen Werken ist der Mirador del Río, ein Aussichtspunkt im äußersten Norden Lanzarotes in einer Höhe von 400 Metern auf dem Risco de Famara. Das Gebäude überragt inmitten der Felsen die Meeresenge El Río, die zwischen Lanzarote und La Graciosa liegt. Von dort seht ihr die übrigen kleinen Inseln des Chinijo-Archipels, während am Fuße des Berges rötliche Salzwerke strahlen. Der Mirador del Río galt zum Zeitpunkt seiner Fertigstellung in den 1970er-Jahren als eines der bedeutendsten zeitgenössischen Bauwerke der Welt.

Eine tolle Sehenswürdigkeit ist der Mirador del Rio auf Lanzarote

Eintritt: Erwachsene 8 Euro, für Kinder die Hälfte*

Fundacion César Manrique

Eine der wichtigsten Sehenswürdigkeiten von Lanzarote ist außerdem die Fundacion César Manrique. Hierbei handelt es sich um das ehemalige Wohnhaus und Atelier des Künstlers, der hier insgesamt 20 Jahre seines Lebens verbrachte.

Nachdem zwei große Vulkanausbrüche auf Lanzarote in den Jahren 1730 und 1736 dafür sorgten, dass in der Ortschaft Tahiche ein riesiges, drei Hektar großes Lavafeld entstand, verwandelte Manrique diesen kargen Landschaftsteil zu einem unvergleichlichen Architektur-Kunstwerk. Das Haus könnt ihr besichtigen und dabei auch die alten Räume sowie einige der Kunstwerke sehen. Auf der 1.200 Quadratmeter großen Gartenfläche befindet sich auch ein aquarellfarbener Pool, der an sein Jameos del Agua erinnert.

Eintritt: Erwachsene 8 Euro, Kinder 1 Euro*

Jardín de Cactus

In der Ortschaft Guatiza findet ihr den letzten Streich des Künstlers auf Lanzarote: Der Kakteengarten Jardín de Cactus liegt in einem alten Steinbruch und beherbergt 4.500 Kakteen von 450 verschiedenen Arten aus aller Welt.

Durch den Kontrast zwischen dem Grün der Pflanzen, dem blauen Himmel und dem Schwarz des Vulkans beeindruckt der Jardín de Cactus mit einer harmonischen Farbexplosion, die jeden Besucher in ihren Bann zieht. Auch die Geräuschkulisse, die lediglich von Singvögeln und dem Summen der Insekten besteht, wirkt zauberhaft friedlich und entspannt.

Eine Sehenswürdigkeiten von Cesar Manrique auf Lanzarote: Jardin de Cactus

Eintritt: Erwachsene 5,50 Euro, Kinder bis 12 Jahre die Hälfte*

Marina Rubicon

Der luxuriöse Hafen liegt im Süden von Lanzarote zwischen den Stränden Playa de Papagayo und Playa Blanca. Die Stege bieten Platz für insgesamt 487 Boote und Schiffe bis zu 70 Metern. Um die Anlegestellen herum gibt es zahlreiche Restaurants und Boutiquen, die zum gemütlichen Bummeln einladen. Mittwochs und samstags findet in der Marina Rubicon außerdem ein Markt statt, auf dem traditionelle Handwerksartikel oder Andenken angeboten werden.

Wandern und Ausflüge auf Lanzarote



Nationalpark Timanfaya

Schon auf dem Hinweg auf der Straße von Yaiza spürt ihr die unheimliche Faszination der schwarzen Lavafelder. Der Parque Nacional de Timanfaya mit seinen „Feuerbergen“ ist ein Naturereignis, das ihr auf Lanzarote keinesfalls verpassen dürft. Die spektakuläre Landschaft ist einzigartig in Europa und kann bei einer aufregenden Busfahrt durch die Felder und Täler bis zum Rand der offenen Vulkankegel besichtigt werden.

Die Sehenswürdigkeit schlechthin auf Lanzarote: Nationalpark Timanfaya

Die Montañas del Fuego brachen von 1730 bis 1736 mehrmals aus, verwüsteten ganze Dörfer und bedeckten das fruchtbare Land samt Häusern, Feldern, Vieh und Höfen mit glühender Lavamasse. Zurück ließen sie eine bizarre Vulkanlandschaft, die auf jeden Fall ein Foto wert ist. Hier findet ihr auch den oben erwähnten Aussichtspunkt von César Manrique.

Eintritt: Erwachsene 9 Euro, Kinder 4,50 Euro*

Cueva de los Verdes

Ein absolutes Highlight von Lanzarote ist die Höhle Cueva de los Verdes. Sie entstand nach einem der Vulkanausbrüche und zählt zu den Wundern der Insel. Im 16. und 17. Jahrhundert wurde sie während der Angriffe der Piraten aus Nordafrika als Versteck genutzt. Im 19. Jahrhundert dann avancierte sie zum Pflichtprogramm für europäische Reisende, Wissenschaftler und Gelehrte.

Ihren Namen erhielt die Cueva de los Verdes den Erzählungen zufolge von einer Familie, die hier ihr Vieh gehalten haben soll. In den 1960er-Jahren wurde die Höhle vom Künstler Jesus Soto und in Zusammenarbeit mit Manrique erschlossen und gestaltet. Ein Besuch der wundersamen unterirdischen Welt fühlt sich an wie eine Reise zum Mittelpunkt der Erde.

Cueva de los Verdes ist eine sehenswerte Höhle auf Lanzarote

Unser Tipp: Nehmt euch in der Cueva de los Verdes eine geführte Tour. So erfahrt ihr am meisten über die Eigenschaften, Besonderheiten und Geheimnisse der Höhle.
Eintritt: Erwachsene 9 Euro, Kinder 4,50 Euro*

El Golfo

Das kleine Fischerdorf im Südwesten von Lanzarote und südlich des Timanfaya-Nationalparks hat etwas mehr als 120 Einwohner. Trotzdem ist das idyllische Örtchen wegen seiner leckeren Fischgerichte ein beliebter Anlaufpunkt für viele Urlauber. El Golfo ist bisher in seiner ursprünglichen Form erhalten geblieben und wurde erst in den 90er-Jahren an die Zivilisation angebunden. Bis dahin gab es hier weder Strom- noch Wasserleitungen, und auch eine Telefonleitung folgte erst sehr spät.

Heute findet ihr hier moderne Apartmentanlagen oder Ferienwohnungen. Wer nicht unbedingt Highlife und ein wildes Nachtleben braucht, kann sich hier für eine Weile richtig entspannen. Auch ein Ausflug zum Vulkankrater von El Golfo lohnt sich. Nach den Vulkanausbrüchen im 18. Jahrhundert bildeten sich in seinem Innern eine Lagune und der See Lago Verde.

Lago Verde

Er ist eine der bedeutendsten Sehenswürdigkeiten von Lanzarote. Die Lagune in dem versunkenen Vulkankrater ist auf unterirdischem Weg mit dem Meer verbunden, sodass ständig frisches Wasser hereinfließt. Doch ist der Salzgehalt hier höher als im Meer, weshalb sich eine spezielle Algenart entwickeln konnte, die den Kratersee in einem geheimnisvollen Grün schimmern lässt. Dieses steht in einem spektakulären Kontrast zum schwarzen Lava-Strand. Damit dieses faszinierende Naturschauspiel noch lange erhalten bleibt, ist der See mit einem Seil umspannt. Dennoch habt ihr eine freie Sicht auf das fantastische Farbspiel.

Playa El Golfo - ein spektakulärer Strand auf Lanzarote

Los Hervideros

Die bizarren Felsformationen und Lavahöhlen an der Südwestküste Lanzarotes entstanden durch das Aufeinandertreffen des Lavaflusses aus dem Timanfaya-Gebirge auf das Meer. Mit dem Auto gelangt ihr bis zur Küste und seht die spektakulären Natur-Kontraste. Hier schiebt das Meer seine hohen Wellen bis an die Felsen, und die weiße Gischt fängt sich im schwarzen Lavagestein.

Auch die Lavahöhlen sind über schmale Felswege und auf ausgebauten Plattformen und Terrassen erreichbar. An ruhigeren Tagen mit wenig Wind und Wellen sehen die Lavahöhlen zwar weniger spektakulär, doch dafür deutlich freundlicher aus.

Die Felsformationen Los Hervideros auf Lanzarote

Montaña Roja

Der Hausvulkan des Ferienortes Playa Blanca ist eine gute Möglichkeit für einen Kurzausflug, denn der Aufstieg auf den nur 194 Meter hohen Berg geht relativ schnell und wird dennoch mit einer guten Aussicht belohnt. Um den Kraterrand gibt es einen Fußpfad, von dem aus ihr Playa Blanca bis zu den Papagayo-Stränden überblickt, während die Sicht im Süden bis nach Fuerteventura reicht.

► Unser Hoteltipp in Playa Blanca: LABRANDA Alyssa

La Geria

Das Weingebiet in den Hügeln bei Puerto del Carmen seht ihr am besten auf der Straße von Uga nach Monumento al Campensino. Mit einer Fläche von 5.255 Hektar ist es das größte Weinanbaugebiet der Kanaren. Der Trockenfeldbau in La Geria wurde über viele Jahre hinweg entwickelt. Heute schützen halbkreisförmige Mauern die Weinstöcke vor zu starkem Wind und zeichnen so ein skurriles Muster in die schwarze Lavalandschaft. Ein einzigartiges, fotogenes Naturerlebnis.

Das Weinanbaugebiet La Geria ist eine Sehenswürdigkeit auf Lanzarote

La Graciosa

Die achte und kleinste bewohnte Kanareninsel mit einer Fläche von 29 Quadratkilometern wird euch mit ihren malerischen Sandstrände und türkisblauem Wasser überzeugen. Da La Graciosa keinen Flughafen hat, ist sie nur per Fähre zu erreichen. Die fährt aber mehrmals täglich. Die einfache Überfahrt kostet 14 Euro und dauert etwa eine halbe Stunde, weshalb sich die Insel prima für einen Tagesausflug anbietet. Viele der traumhaften Strände sind vom Hafen aus bequem zu Fuß oder mit dem Fahrrad erreichbar, das ihr direkt am Hafen mieten könnt.

Unser Tipp: Auf der Insel gibt es nur eine einzige geteerte Straße (am Kühlhaus des Hafens von Caleta del Sebo). Die anderen Wege sind alle aus hellem Sand, der bei Regen schnell sehr schlammig wird. Vor dem Ausflug also besser einen Blick auf die Wettervorhersage werfen. Ansonsten gibt es auch noch recht abenteuerliche Touren mit dem Geländewagen, die von einigen Taxifahrern angeboten werden.

 

*Stand: Juni 2019

Teile diesen Beitrag!

Die Kommentarfunktion ist deaktiviert.