Meine Rundreise-Tipps für Kuba: In 14 Tagen über die Insel

Ein Karibikurlaub der anderen Art erwartet euch auf Kuba. Das Land versprüht seinen ganz eigenen Reiz, teilweise ticken die Uhren anders. Auch unser Autor Clemens hat sich davon anstecken lassen und Kuba auf einer Rundreise erkundet. Seine besten Tipps lest ihr hier.

Für jeden, der nach Kuba reist, ist es eine ganz besondere Reise. Das liegt vor allen Dingen an dem Ruf, der dem Land vorauseilt. Es liegt an Che Guevara und an Fidel Castro, an Rum und Son, an Palmen und türkisblauem Meer, an den berühmten Zigarren und den atemberaubenden Bilderbuchausblicken. All das und noch viel mehr erwartet einen im wundervollen Kuba. Was aber könnt ihr in rund zwei Wochen alles entdecken? Wie sieht eine gute Reiseroute aus? Und wie viele Tage sollte man wo verbringen? Das sind meine Tipps für eine gelungene Kuba-Rundreise:

1. Havanna: Start jeder Kuba-Rundreise

Den ersten Eindruck von Kuba? Den macht man sich am besten in Havanna. Die Hauptstadt lockt mit einer wunderschönen Altstadt, die zum Flanieren einlädt. Es erwartet einen die altehrwürdige Küstenpromenade El Malécon und natürlich ganze Hundertschaften an alten Oldtimern. Einen Besuch wert ist auch die alte Festung an der Küste und das „Museo de la Revolución“, wo man alles über die bewegende Vergangenheit Kubas erfahren kann.

Oldtimer in Havanna

Mein besonderer Tipp für eure Kuba-Rundreise: Die Rooftopbar des Gran Hotel Manzana Kempinski lädt besonders zum Sonnenuntergang ein – mit atemberaubenden Ausblicken hinunter auf das wilde und bunte Treiben in den Straßen von Havanna. Und danach? Am Abend erlebt man die Magie Kubas am besten in einer der vielen Bars mit Livemusik und natürlich dem berühmten Son.

Wie lange solltet ihr für Havanna einplanen?

Für Havanna sollten man sich ein paar Tage Zeit nehmen, um den so besonderen Flair der kubanischen Hauptstadt mit all ihren Facetten voll und ganz aufzusaugen. Besonders als Start einer Kubareise ist Havanna geradezu perfekt. Wer die Stadt voll auskosten und kennenlernen will, sollte mindestens zwei Tage bleiben. Noch besser sind allerdings drei oder auch vier Tage.

2. Viñales: Die grüne (Raucher-)Lunge Kubas

Die meisten Kubareisenden führt ihre Reise von Havanna ins rund drei Stunden entferne Viñales, das berühmteste Tabakanbaugebiet des Landes. Die Landschaft ist hier geprägt von zerklüfteten Felsen, sogenannten „Mogotes“, die dem Tal etwas Mystisches geben. Teilweise kann die Gegend bewandert werden oder aber auch gut mit dem Fahrrad erkundet werden.

Vinales gehört zu den Tipps für eine Kuba-Rundreise, da die Region bekannt für ihren Tabakanbau ist

Wem das nicht taugt, der kann die Natur ebenfalls auf dem Sattel eines Pferdes entdecken. Touren werden allerorts angeboten. Den besten Ausblick auf die Landschaft hat man übrigens vom Balcón de Valle. Von einem Restaurant aus genießt man den eindrucksvollen Panoramablick auf Viñales. Auch lohnt sich von hier übrigens ein Abstecher nach Pinar del Rio.

Mein besonderer Tipp für eure Kuba-Rundreise: Berühmt ist Viñales für seinen Tabak. Diesen sieht man nicht nur am Wegesrand wachsen. Zahlreiche Tabakfarmen laden Besucher dazu ein, alles über die Herstellung der Zigarren direkt vor Ort zu erfahren. Es wird gezeigt, wie der Tabak angebaut wird, wie die Blätter anschließend getrocknet werden und wie man aus ihnen die perfekte Zigarre dreht – selbstverständlich per Hand.

Einen Besuch auf einer Tabakfarm kann man übrigens prima mit einem Besuch einer Fabrik verbinden. Hier werden die Zigarrenblätter tagein, tagaus von vielen geübten Zigarrendrehern verarbeitet. Eine urige Atmosphäre, die man mit eigenen Augen erleben muss.

Wie lange solltet ihr für Viñales einplanen?

Für diese Region Kubas solltet ihr rund zwei Tage einplanen.

3. Cienfuegos: Kuba pur

Im Schatten von Havanna und Viñales steht eine anderer Ort: Cienfuegos. Der ruhige Ort ist wenig touristisch und wird von vielen links liegen gelassen. Umso mehr lohnt sich ein Besuch. Verbringt mindestens einen Tag hier und taucht ins kubanische Leben ein. Spaziert durchs Stadtzentrum, besteigt den höchsten Kirchturm am Hauptplatz und schlendert an der beschaulichen Küste entlang. Wer ein anderes Kuba erleben will, ist hier genau richtig.

Cienfuegos ist eine empfehlenswerter Tipp während einer Kuba-Rundreise

Wie lange solltet ihr für Cienfuegos einplanen?

Ich empfehle euch am besten zwei Tage.

4. Trinidad

Die Stadt Trinidad fehlt wohl auf keiner Kubareise. Es warten jede Menge koloniale Architektur, uriges Kopfsteinpflaster, wundervoll erhaltene Kirchen und eine ganz besondere, kleinstädtische Atmosphäre. Nicht verpassen sollte man den Palacio Cantero inklusive des Geschichtsmuseums. Von hier hat man übrigens auch die allerbeste Aussicht auf die Stadt.

Abends, wenn es dunkel wird, tummelt sich die Stadt übrigens am liebsten auf den kleinen Plätzen – und zwar bei jede Menge Mojito, dem kubanischen National-Longdrink.

Mein besonderer Tipp für eure Kuba-Rundreise: Von Trinidad aus lohnt sich ebenfalls ein Besuch des Playa Ancon. Der Strand am karibischen Meer gilt als einer der schönsten Strände der Region.

Nur ein Katzensprung von Trinidad entfernt versteckt sich der schöne Strand Playa Ancon

Wie lange solltet ihr für Trinidad einplanen?

Wer Trinidad und die Umgebung voll und ganz erleben will, der sollte drei Tage Zeit mitbringen. Schöne Übernachtungsmöglichkeiten findet ihr hier.

5. Santa Clara

Tauche ein in die Geschichte Che Guevaras: in Santa Clara. Wer die revolutionäre Geschichte Kubas verstehen will, sollte dem am Fuße des Escambray-Gebirges liegenden Kolonialstädtchens einen Besuch abstatten. Es warten dort nicht nur kleine Gassen, sondern das Che Guevara Museum und Mausoleum. Hier reist ihr gewissermaßen zurück in die Zeit der kubanischen Revolution und lernt anhand von Briefen und persönlichen Gegenständen des Revolutionsführers alles über die damalige Zeit. Außerdem erfahrt ihr, wie aus Kuba das wurde, was es heute ist.

Ebenfalls einen Besuch wert ist der Platz daneben, der Plaza de la Revolution mit dem riesigen Monument des Che Guevara.

Kuba-Rundreise Tipp: Besucht in Santa Clara das Monumente Memorial Che Guevara

Wie lange solltet ihr für Santa Clara einplanen?

Ein Tag reicht aus, um Santa Clara zu entdecken.

6. Sancti Spiritus

Weiter östlich befindet sich eine Stadt, die auf wenigen Touristenplänen steht: Sancti Spiritus. Dabei handelt es sich um eine der ältesten Kolonialstädte in Kuba. Sie erlangte einst ihren Reichtum durch den reichlichen Anbau von Zuckerrohr.

Auch heute noch befindet sich Sancti Spiritus mitten in Zuckerrohrplantagen. Der Stadtkern wiederum lockt mit vielen Gebäuden, die gerade aus architektonischer Sicht sehr beeindruckend sind.  Hier findet man unter anderem die älteste Kirche Kubas namens „Iglesia Parroquia del Espíritu Santo“ sowie auch das Wahrzeichen von Sancti Spiritus: den „Puente Yayabo“. Ebenfalls lohnt sich ein Besuch der Bibliothek, des Theaters und des Canonazo.

Wie lange solltet ihr für Sancti Spiritus einplanen?

Auch hier reicht ein Tag aus, um die Stadt zu entdecken.

7. Varadero

Der Inbegriff von Strandurlaub in Kuba ist Varadero. Hier gibt es viele Hotels. Absolute Abgeschiedenheit dürft ihr also nicht erwarten. Und doch bietet Varadero viele schöne Ecken, um die Seele baumeln zu lassen. Euch erwartet ein weißer Strand mit sehr weichem Sand, glasklares, türkisblaues Wasser und die wohl schönsten Sonnenuntergänge der Insel. Und abends? Da gibt es an jeder dritten Ecke kubanische Livemusik. Der perfekte Ausklang einer jeden Kubareise.

Sonne, Strand, Liegen, Schirme und Drinks: Am Playa Varadero sind Strandurlauber auf Kuba bestens versorgt

Wie lange solltet ihr für Varadero einplanen?

Das bleibt jedem selbst überlassen. Zwei Tage Entspannung am Strand kann man sich nach der Kubareise aber sicher gönnen.

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