Khao Sok Nationalpark: Thailands schönster Regenwald

Der Khao Sok Nationalpark in der Nähe vom paradiesischen Khao Lak gilt nicht umsonst als Thailands schönster Nationalpark. Umgeben von Regenwald taucht ihr dort voll und ganz in die einzigartige Tier- und Pflanzenwelt des Schutzgebietes ein und werdet von der rauen Natur fasziniert sein. So erging es übrigens auch unserem Geschäftsführer – was er dort erlebt hat und was es im Khao Sok Nationalpark alles zu entdecken gibt, erfahrt ihr hier.


Inhaltsverzeichnis


Khao Sok Nationalpark

Wissenswertes über den Khao Sok Nationalpark

Der 739 km² große Khao Sok Nationalpark im äußersten Westen der Provinz Surat Thani im südlichen Thailand beherbergt das größte noch verbleibende Urwaldgebiet in der Region. Dieser einzigartige Rest von Regenwald ist sogar älter und diverser als der Amazonas! Wenn ihr euch für die spezifische Fauna und Flora sowie die atemberaubenden Landschaften dieser weltweit nur noch an sehr wenigen Stellen so zu sehenden Waldart interessiert, solltet ihr diesem wirklich beeindruckenden Nationalpark bei eurem nächsten Thailandurlaub unbedingt einen Besuch abstatten. Der Khao Sok Nationalpark bietet dabei nicht nur eine ganze Reihe imposanter Naturdenkmäler und eine ausgesprochen vielseitige Tier- und Pflanzenwelt, sondern darüber hinaus auch die Möglichkeit zu den unterschiedlichsten sportlichen Freizeitaktivitäten.

Wie erreicht ihr den Khao Sok Nationalpark?

Der 1980 gegründete Khao Sok Nationalpark liegt im Süden Thailands. Die nächstgelegenen Städte sind Khao Lak und Takua Pa etwa 60 bzw. 40 Kilometer in westlicher Richtung. Am besten erreicht ihr den Khao Sok Nationalpark über die regionale Schnellstraße Route 401, die von Takua Pa nach Ban Tha Pae verläuft. Von dieser Straße zweigt eine ausgeschilderte, ca. anderthalb Kilometer lange Stichstraße zum Eingang des Nationalparks ab.

Übrigens zählt der Khao Sok Nationalpark zu den Top-Sehenswürdigkeiten bei einem Urlaub in Khao Lak. Was ihr dort in der Gegend sonst noch entdecken könnt, zeigen wir euch hier!

Gibt es Touren zum Khao Sok Nationalpark?

Im Khao Sok Nationalpark findet ihr malerisch und idyllisch am Fluss Sok gelegene Unterkünfte verschiedener Kategorien und Preisklassen. Auch entlang der Route 401 gibt es einige einfach ausgestattete Camps und Resorts. Anstatt individuell anzureisen, könnt ihr auch gut auf die von der Verwaltung des Nationalparks angebotenen Touren zurückgreifen. Die Anreise erfolgt dann ab Bangkok, Phuket, Krabi, Khao Lak, Koh Samui, Khanorm oder Surat Thani mit dem Zug, Minibus, Fernbus oder der Fähre. Die Abholung für die „Elephant Hills Nature Safari“ (zwei oder vier Tage) oder „Elephant Hills Jungle Lake Safari“ (drei Tage) erfolgt wahlweise am Bahnhof Phun Pin bzw. Busbahnhof in Surat Thani oder am Don Sak Pier (Fährhafen der Boote von Koh Samui und Koh Phangan auf dem Festland). Die genauen Abholstellen in Phuket und Krabi werden euch bei der Buchung mitgeteilt.

Die geführten Touren haben auch den Vorteil, dass ihr die Zeit eures Aufenthalts im Khao Sok Nationalpark optimal nutzen könnt, um möglichst viele der beeindruckenden Landschaften und Naturdenkmäler zu sehen. 

Zu welcher Jahreszeit lohnt sich ein Ausflug ganz besonders?

Eine bekannte Attraktion in unmittelbarer Nähe des Sees ist die Höhle Nam Talu, die jedoch nur in Begleitung von Reiseführern betreten werden sollte, da sie teilweise unter Wasser steht. Das kann bei starken Regenfällen schnell und stark steigen. Während der Monsunzeit ungefähr zwischen Ende April und Dezember ist die Höhle gesperrt.

Eingang zur Nam Talu Höhle im Khao Sok Nationalpark

Am Eingang zur Nam Talu Höhle im Khao Sok Nationalpark werdet ihr direkt von einem Stalagtiten empfangen.

Generell solltet ihr bei der Planung für euren Besuch im Khao Sok Nationalpark unbedingt auch die dort im Jahresverlauf herrschenden klimatischen Bedingungen berücksichtigen. Durch die steilen Berge und die sich deshalb häufig stauenden Monsunwolken zählt die gesamte Region Khao Sok zu denjenigen mit den meisten Niederschlägen (ca. 3.500 mm / Jahr) in ganz Thailand. Wer Regen gar nicht erträgt, sollte den Park deshalb nach Möglichkeit nicht zwischen Mai und November aufsuchen, sondern eher die Monate zwischen Dezember und April als beste Reisezeit wählen. Zwar kann es dann auch mitunter regnen, aber die Wahrscheinlichkeit, trocken zu bleiben, ist ungemein höher. Schön warm ist es hingegen das ganze Jahr über im Nationalpark, die Temperaturen liegen zwischen maximal 29 bis 33 und mindestens 20 bis 23 Grad Celsius.

Welche Tiere gibt es im Khao Sok Nationalpark?

Von den gleichbleibenden und zuverlässigen tropischen Bedingungen profitiert natürlich auch die faszinierende Fauna und Flora im Khao Sok Nationalpark. Die Biodiversität vor Ort gehört zu den Höchsten weltweit. Auf dem Gebiet des Parks leben 48 Arten Säugetiere, über 300 verschiedene Vogelarten, mehr als 30 Fledermausarten sowie unzählige Arten von Insekten und Reptilien.

Typische Tiere im Khao Sok Nationalpark sind zum Beispiel Schabrackentapire, Elefanten, Tiger, Leoparden, Malaienbären, Muntjakhirsche, Gaur-Rinder, Sunda-Ochsen, Wildschweine, Schweins-, Schlank- und Stummelaffen, Weißhandgibbons, diverse Schuppentiere sowie Hörnchen und Zwergböckchen.

Mit der im Jahr 2001 an einem Wasserfall gefundenen Art Scolopendra cataracta beherbergt der Khao Sok Nationalpark übrigens den einzigen weltweit bekannten amphibisch lebenden Hundertfüßler. Der dürfte allerdings aufgrund seiner Optik nicht jedermanns Fall sein.

Gäste des Parks berichten auch immer wieder von den allgegenwärtigen bunten Libellen und Schmetterlingen, unter denen die Ritterfalter bzw. Schwalbenschwänze die größten Vertreter darstellen. In der Khang-Khao-Höhle am Ratchaprapha-See können außer imposanten Stalagmiten sowie Stalaktiten zusätzlich Tausende von Fledermäusen besichtigt werden.

Baum im Khao Sok Nationalpark

Bei euren Wanderungen durch den Nationalpark erwartet euch eine einzigartige Pflanzenwelt.

Die Flora im Khao Sok Nationalpark: Ein ganzjährig blühender Garten Eden

Ebenso erstaunlich vielfältig präsentiert sich die exotische Pflanzenwelt im gesamten Khao Sok Nationalpark. Durch die hohen Temperaturen und die gleichermaßen hohe Luftfeuchtigkeit das ganze Jahr über wächst und gedeiht hier eine einzigartige Flora. Im immergrünen Regenwald dominiert an vielen Stellen die Familie der Flügelnussgewächse. Unter diesen malvenartigen und bedecktsamigen Pflanzen sind die erst in den 1990er-Jahren vor Ort entdeckten, für ganz Südostasien charakteristischen, aber seltenen Rafflesiengewächse hervorzuheben. Das zähe Harz der Gewächse ist ein regional weitverbreitetes Färbemittel und dient auch als Rohstoff für Parfüm. Das Hartholz („Keruing“) ist ein begehrter Baustoff, die Abholzung wird aber seit einiger Zeit gesetzlich stark eingeschränkt.

Weitere im Park vielfach zu sehende Pflanzen sind diverse Bambusarten und Kletterpflanzen (Lianen). Typisch sind darüber hinaus der Jackfruchtbaum, Mangostane, Durian- oder Zibetbaum, der mit den Litschis verwandte Rambutan, die Chinesische Dattel (Jujube) sowie die Pampelmuse (Pomelo). Diese und viele weitere Früchte und Pflanzen wie zum Beispiel Feigen und wilde Bananen dienen der Tierwelt als Nahrung und finden auch in der thailändischen Küche traditionellerweise oftmals Verwendung.

Langschwanzboote im Khao Sok Nationalpark

Aktivitäten im Khao Sok Nationalpark

Fester und von vielen Gästen als Höhepunkt empfundene Bestandteil aller Touren ist eine mehrstündige Kanutour auf den Nebenflüssen des Ratchaprapha-Sees, bei denen ihr den bis zu 160 Millionen alten Regenwald entlang der Ufer sowie die bis zu 900 Meter hohen Gipfel der angrenzenden Karst- und Kalksteinberge zu Gesicht bekommt.

Wenn ihr euch für die drei- oder viertägige Tour entscheidet, kommt ihr außerdem in den Genuss eines Ausflugs zum 165 km² großen Ratchaprapha-See. Der 1982 durch den Bau des Rajjaphapa-Staudamms entstandene See dient seither der regionalen Stromerzeugung aus Wasserkraft. Neben den über 100 kleinen Inseln befinden sich auf dem großen Gewässer auch über ein Dutzend schwimmende Hütten („Floating Rafthouse Resorts“), die mit den typischen thailändischen Langschwanzbooten bestens erreicht sowie zum Übernachten genutzt werden können. 

Tipp vom sonnenklar.TV Geschäftsführer Andreas Lammbeck:


sonnenklar.TV Geschäftsführer Andreas LambeckAuch Andreas hat auf solch einer schwimmenden Plattform übernachtet. Insgesamt hat er drei Tage im Khao Sok Nationalpark verbracht. Er berichtet:


„Zu den einzelnen ‚Wasserzelten‘ gab es noch eine richtige Versorgungsplattform, auf der man dann essen konnte. Jedes Zelt hatte sein eigenes Kajak – das war auch dringend nötig, denn das war das einzige Fortbewegungsmittel, so mitten auf dem See. Vom Camp aus konnten wir die Umgebung erkunden. Die Fahrt mit dem Kajak war auch gar nicht anstrengend, vielmehr sehr angenehm. Wenn man in der Gruppe losgefahren ist, kam noch ein Guide mit.“


„Beeindruckt hat mich bei unseren Ausflügen vor allem die unheimlich schöne Geräuschkulisse – und wir haben wirklich viele Affen unterwegs gesehen!“

Wandern im Khao Sok Nationalpark

Mögliche Wandertouren

Die reichhaltige Fauna und Flora bekommt ihr am besten bei ausgedehnten Wanderungen durch den Khao Sok Nationalpark zu sehen. Besonders gut besucht werden die überaus eindrucksvollen Wasserfälle in dem Gebiet, die teilweise auch für Rafting genutzt werden können. Der bekannteste Wasserfall ist der Bang Hua Rat in unmittelbarer Nachbarschaft der Stromschnellen Lum Khlong Sok. Die einzelnen Felsstufen bilden fast eine Treppe, auf der man rasant mit dem Schlauchboot fahren kann.

Ein populäres Fotomotiv vor allem in der Regenzeit zwischen Juni und Oktober ist der gut mit dem Auto zu erreichende Wasserfall Mai Yai an der Straße von Surat Thani nach Takuapa in rund fünf Kilometern Entfernung vom Park-Hauptquartier. Über elf Stufen verfügt der Sip Et Chan Wasserfall – und liegt ebenfalls nur wenige Kilometer von der Parkverwaltung entfernt. Von der letzten Stufe könnt ihr in einen natürlichen und wunderbar kühlen Pool springen.

Mai Yai Wasserfall im Khao Sok Nationalpark, Khao Lak, Thailand

Ein imposanter Anblick: der Mai Yai Wasserfall im Khao Sok Nationalpark.

Den kleinen und einstufigen Wasserfall Ton Kloi am Sok-Kanal erreicht ihr nach einer etwa dreistündigen Wanderung über sieben Kilometer Entfernung vom Park-Hauptquartier. Der Wasserfall Sawan Tharn liegt ebenfalls am Fluss Sok, um zu ihm zu gelangen, müsst ihr jedoch einen Kilometer durch das etwa hüfthohe Wasser waten. Einfacher macht es euch der Wasserfall Wing Hin an der Flussfurt Bang Wing Hin (Narrow Running Rocks), der lediglich ca. 2,5 Kilometer von der Parkverwaltung entfernt liegt. 

Geführte Kanutouren

Solltet ihr Freunde des nassen Elements sein, kommt ihr auch bei den Kanutouren auf dem Fluss Sok oder dem weiter oben schon erwähnten Ratchaprapha-See ganz sicher voll auf eure Kosten. Bei Fahrten auf den beiden Gewässern könnt ihr selber paddeln oder euch auf die diesbezüglichen Fertigkeiten eines Bootsmanns verlassen. Dieser erklärt euch gerne auf Englisch die zahlreichen Vögel, Schlangen, Frösche und Affen, die ihr bei dem Ausflug sehen werdet. Auch an manchen idyllischen Fischerdörfchen werdet ihr gemütlich vorbei gleiten. Wenn die freundlichen Einheimischen euch zuwinken, könnt ihr den Gruß natürlich gerne erwidern. 

Andreas Lambeck ließ sich diese Chance auch nicht entgehen und wurde auf einer vierstündigen Tour von den Geräuschen und der tollen Landschaft um ihn herum verzaubert. Was er dort gesehen – und gehört – hat, zeigt er euch in diesem Video:

Über den Ratchaprapha-See verkehren auch größere und motorisierte sowie überdachte Fahrgastschiffe, aus denen ihr die zauberhafte Umgebung bestens bewundern könnt. Der See und dessen dicht und grün bewachsene Ufer sind auch eine wahre Fundgrube für Hobbyornithologen. Hier leben noch unzählige Eisvögel, Nashornvögel, Spechte, Segler, Karmesinnektarvögel, Drongos, Bülbüls (Haarvögel), Pittas (Sperlingsvögel) sowie Reiher und Adler in freier Wildbahn.

Bootstour im Khao Sok Nationalpark

Zu Lande wie zu Wasser ein purer Genuss.

Die Flitterwochen im Khao Sok Nationalpark: Romantik pur zu zweit

Ein besonderes Angebot für Frischvermählte ist der Aufenthalt im Naturparadies in den Flitterwochen. Die Unterkunft erfolgt in ausgesprochen luxuriös mit Elektrizität, Holzböden, Badezimmer und sehr großen Betten ausgestatteten Zelten („Honeymoon Glamping“), die optional sogar auf dem Ratchaprapha-See bewegt werden können. Als Paar steht euch auch ein privates Kanu zur Verfügung, mit dem ihr auf eigene Faust und ganz so wie es euch beliebt, die Wasserwege des Parks erkunden könnt.

Obwohl der Khao Sok Nationalpark für Besucher das ganze Jahr über geöffnet ist, wird Jungverheirateten der Aufenthalt nach Möglichkeit der Aufenthalt außerhalb der Schulferien in Thailand empfohlen, da es zu dieser Zeit durchaus etwas voller werden kann.

Nach seinem Ausflug zum Park haben wir Andreas nach seiner Meinung gefragt:


Was hat dir am besten gefallen?


„Eigentlich war die ganze Erfahrung wirklich toll. Aber am besten hat mir die Geräuschkulisse gefallen. Der Khao Sok Nationalpark ist ein unglaubliches und unverwechselbares Naturerlebnis, das mir noch lange in Erinnerung bleiben wird.“


Wem würdest du diesen Ausflug empfehlen?


„Wirklich jeder kann dorthin fahren. Die Touren sind für absolute Normalos gemacht, man muss keine besondere Fitness mitbringen und kann trotzdem die spektakuläre Natur genießen.“


Hast du Tipps für unsere Leser?


„Macht unbedingt eine Tour zum Nationalpark! Es ist wirklich unvergesslich und man lebt ein paar Tage vollkommen im Einklang mit der Natur.“

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