Karkadeh- und Mashi-Rezepte zum Nachkochen: So bewahrt ihr euch das Ägypten-Feeling für Zuhause

Holt euch heute zusammen mit Urlaubs-Checkerin Astrid das Urlaubs-Feeling nach Hause! Und wie sollte das besser gehen als mit leckerer ägyptischer Küche? Lasst es euch schmecken …

Wie wäre es, gerade im Sommer, durch einen ägyptischen Themenabend das Warten auf den nächsten Urlaub zu verkürzen? Die Vorbereitung ist denkbar einfach: Die Galabea aus dem letzten Urlaub rausholen, ein paar Sitzkissen und eine Shisha, arabische Musik und schon könnt ihr noch einmal in den Orient eintauchen. Die passenden Rezepte bekommt ihr von mir!

Chef AsmaaHinweis: Kein Meister ist bisher vom Himmel gefallen: Wir haben einen Kochkurs bei Asmaa besucht, die mit ihrem Unternehmen Sofra Daima (gedeckter Tisch) ägyptische Frauen unterstützt. Diese kochen mit ihr gemeinsam für Catering oder Essen auf Rädern. Asmaa hat lange in Stuttgart gelebt und ist gelernte Köchin. Im Folgenden seht ihr die Bilder dieses tollen Tages.

Karkadeh: Der alkoholfreie Durstlöscher

Habt ihr vielleicht zur Begrüßung im Hotel oder einem Shop einen roten Tee angeboten bekommen? Das ist Karkadeh, ein Getränk aus der Hibiskusblüte. Je weniger die Blüten gebrochen sind, desto besser ist die Qualität. In Ägypten zahlt ihr für das Kilo zwischen zwei und fünf Euro.

Karkadeh-Hibiskusblüten

So sieht gute Qualität aus!

Die Zubereitung der erfrischenden Köstlichkeit ist einfach:

2,5 Liter Wasser mit einer Tasse Zucker (alternativ auch Honig) aufkochen lassen, dann das Wasser von der Kochstelle nehmen und eine gute Handvoll Blüten ins Wasser geben. Etwa 30 Minuten ziehen lassen und schon könnt ihr ihn genießen! Im Sommer erfrischt das leicht säuerliche gekühlte Getränk und im Winter wird daraus mit zusätzlich Anis, Zimt und Kreuzkümmel eine tolle alkoholfreie Alternative zum Glühwein.

Ägyptischer Karkadeh

Heiß und kalt ein Genuss!

Hinweis: Der Verzehr von mehr als drei Tassen am Tag kann sogar blutdrucksenkend wirken.
Tipp: Ich seihe den Tee ab und gieße die Blüten ein zweites Mal auf – das klappt wunderbar und so habt ihr länger etwas von eurem Vorrat!

Mashi: Vielfältig und vegan!

Das Schöne am ägyptischen Essen: Es ist meist vegetarisch bis vegan, daher auch kostengünstig und gesund. Vielleicht könnt ihr mit dem Begriff „Mashi“ jetzt nichts anfangen, ich bin jedoch sicher, ihr habt es schon einmal gegessen.

Mashi-Füllung

So sollte das Mashi zum Schluss aussehen.

Mashi ist eine Füllung, die man in fast alle Gemüsesorten geben kann, die groß genug sind: Paprika, Tomaten, Zwiebeln, Auberginen oder Zucchini. Doch am bekanntesten ist Mashi in Weinblättern oder alternativ, da diese nur saisonal zu erhalten sind, Kohlblättern aus Weiß- oder Spitzkohl.

Die Füllung selbst ist einfach vorzubereiten: Ein Kilogramm (klebrigen, weißen) Reis waschen. Zu diesem rohen Reis ein Kilogramm geschälte Tomaten (Schalen für später aufheben!) und mit einer groben Hobel raspeln. Dann noch ein halbes Kilo weiße Zwiebeln raspeln. Je einen Bund Dill, Petersilie und Koriander kleinhacken und dazugeben.

Alles mit Kreuzkümmel, Salz, schwarzem Pfeffer, Chilli und etwas getrockneter Pfefferminze würzen und vermengen, fertig ist die Füllung.

Tipp: Koriander und Krauspetersilie sehen sehr ähnlich aus. Um den Unterschied zu merken, ein Blatt nehmen, zwischen den Fingern verreiben und daran riechen.

Die meiste Arbeit macht im Anschluss die Vorbereitung vom Gemüse, das gefüllt werden soll. Dabei sind folgende Varianten möglich.

Hinweis: Wie bei den Tomaten gilt: Hebt den Gemüseabfall fürs Garen auf!

Mashi in Wein- oder Weißkrautblättern

Beim Einkauf der frischen Weinblätter darauf achten, dass sie weich sind. Diese kurz blanchieren. Gefüllt werden sie auf der rauen Seite mit etwa einem Teelöffel Mashi. Beginnend an der Stilseite, der vorher entfernt wurde, das Mashi auf die Mitte an den Rand legen und mit den Blättern rechts und links ein kleines Paket machen, dann rollen.

Vom Krautkopf den Strunk entfernen, dann die Blätter einzeln abnehmen. Diese blanchieren, bis sie geschmeidig sind. Am Mittelstrunk zusammenfalten, diesen wegschneiden und dann Rechtecke daraus schneiden, etwa 10×5 cm. Diese dann mit der Füllung fest einrollen.

Mashi in Zwiebel

Große Zwiebel schälen, in der Hälfte einschneiden und etwa fünf Minuten blanchieren. Dann die Zwiebel von außen nach innen häuten, so dass die einzelnen Häute nicht kaputt gehen. Diese dann mit der Füllung rollen. Die Mashis sehen dann aus wie kleine Zwiebeln.

Mashi in Zwiebel

Gefüllte Zwiebeln – so köstlich!

Mashi in Zucchini oder Auberginen

Beim Kauf achtet bitte darauf, das kleines, junges Gemüse gekauft wird. Die jungen Auberginen sind weiß-lila, die Zucchini sollten nicht größer sein als Gewürzgurken.

Um das Gemüse weich zu bekommen, ist es am einfachsten, wenn ihr es vorher rollt, um das Fruchtfleisch zu lockern. Es gibt spezielle Messer, um Früchte auszuhöhlen, alternativ nehmt ihr einfach einen Apfelentkerner. Die Früchte so aushöhlen, dass ein Rand von etwa zwei Millimetern bei den Auberginen sowie drei bis vier Millimetern bei den Zucchinis übrig bleibt.

Die Hohlräume werden dann mit dem Mashi gefüllt. Ihr solltet aber zum Rand etwa einen Zentimeter Platz lassen, da der Reis beim garen an Volumen zunimmt.

Garen der Mashi-Varianten

Den kompletten „Abfall“ des Gemüses mischen und den Boden des Topfes damit auslegen. Lediglich das Fruchtfleisch der Aubergine müsst ihr weglassen, da es sehr bitter ist. Einerseits gibt das einen guten Geschmack, andererseits verhindert es das Anbrennen unseres gefüllten Gemüses.

Mashi aus Kohl sollten immer separat gekocht werden. Die Röllchen werden auf dem Boden des Topfes drapiert. Den Boden mit Gemüsebrühe oder Wasser aufgießen und etwa fünf Minuten aufkochen, dann 20 bis 30 Minuten ziehen lassen.

Mashi aus Weinblättern brauchen länger, auf diesen kann man auch die bereits vorgegarten Zwiebel mitkochen.

Mashi aus Zucchini oder Auberginen werden im Topf stehend gegart.

Das Schöne an Mashi ist: Ihr könnt sie warm und kalt essen, sodass diese Speise wunderbar vorbereitet werden kann. Es bietet sich damit herrlich als Fingerfood für eure nächste Party an!

Mashi

So lecker sieht das Ergebnis dann aus.

Tipp: Weitere Rezepte gefällig? Dann schaut doch hier in unseren Blogbeitrag über die ägyptische Küche rein!

Shisha: Ein gut riechender Duft

ShishaWas wäre der Orient ohne den Duft einer Shisha? Andreas hat früher am liebsten rote Traube geraucht. Jetzt ist sein favorisierter Geschmack Orange mit Minze. Wir hoffen doch, ihr habt aus dem letzten Urlaub eine Shisha als Andenken mitgebracht und habt an eurem orientalischen Abend die Möglichkeit, sie auch einzuweihen!

Doch die Vorbereitung einer guten Shisha nimmt etwas Zeit in Anspruch. Seht es als kleine Zeremonie:

Den Wasserbehälter zu etwa drei Vierteln mit frischem Wasser auffüllen. Die Rauchsäule dann mit dem Dichtungsring befestigen. Er sollte so festgeschraubt sein, dass ihr die Shisha an der Rauchsäule greifen und komplett anheben könnt. Der Tabakkopf wird mit Tabak locker gefüllt dann mit einer Alufolie abgedeckt. Die spickt ihr dann mit Löchern. Darauf kommt schließlich die brennende Kohle.

Tipp: Am besten kauft ihr Tabakkohle aus Kokosnuss. Die hat eine lange Brenndauer.
Hinweis: Shisha rauchen ist unter 18 Jahren nicht erlaubt und ist nicht gesund!

Fazit

Es ist wirklich einfach, einen orientalischen Abend mit Freunden zu feiern. Und beim nächsten Urlaub macht die Augen auf, was ihr dafür als Andenken einkaufen könnt!

Eure UrlaubsChecker

Astrid und Andreas

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