Unsere Top Island-Reisetipps: Wilde Natur und malerische Landschaften

Kaum ein anderes Land bietet eine derart beeindruckende Natur wie Island: Die Insel im Atlantik bietet raue Küsten, weite Landschaften und heiße Quellen. Hier könnt ihr euch auf eine einmalige Gastfreundschaft, ausgefallene regionale Delikatessen und vieles mehr freuen. Mitten in Island treffen die Kontinentalplatten von Amerika und Europa aufeinander, was sinnbildlich für die Vielfalt der Natur auf der Insel steht. Holt euch hier die besten Reisetipps für Island!


Inhaltsverzeichnis


Polarlichter, Island

Polarlichter sind nur eines von vielen Naturwundern, die euch in Island erwarten.

Wichtige Reisetipps vor eurem Urlaub auf Island

Island ist Mitglied des Schengener Abkommens, sodass ihr ohne Visum und sogar ohne Reisepass einreisen könnt. Ein direkter Flug, wie er aus vielen größeren deutschen Städten angeboten wird, dauert gerade einmal drei bis vier Stunden. 

Generell müsst ihr beachten, dass im Land mit der Isländischen Krone bezahlt wird. Einzelne Geschäfte, vor allem in der Hauptstadt Reykjavík nehmen auch den Euro an, doch überall ist es möglich, mit Debit- oder Kreditkarten zu zahlen. Selbst in den abgelegensten Stellen der Insel kommt ihr mit Kartenzahlung bestens zurecht und müsst somit kein Geld vor der Reise umtauschen.

Die beste Jahreszeit für einen unvergesslichen Island-Urlaub

„Eine“ beste Zeit für euren Island-Urlaub gibt es nicht, da jede Jahreszeit hier ihren ganz besonderen Charme hat. Sehr beeindruckend sind die Polarlichter, die am Winterhimmel tanzen und nur zwischen September und März zu sehen sind. Der Sommer bietet hingegen lange Tage und ein mildes Klima, das zu Wanderungen und anderen Outdoor-Aktivitäten einlädt. Erste Eindrücke von Island bekommt ihr hier im Video:

Aufgrund der nördlichen Lage ist das Klima auf Island das ganze Jahr über sehr kühl. In der Sommerzeit zwischen Juni und September klettert das Thermometer oftmals auf 13 bis 14°C, in der Sonne können sogar Temperaturen von 20°C erreicht werden. In diesen Monaten lohnen sich Touren durch das gesamte Land. Startet im Sommer zu Wanderungen hinauf auf die Gletscher und Vulkane oder besucht einen der Strände und legt euch dort in die Sonne. Schwimmen können im Atlantik nur Hartgesottene, doch neben der Blauen Lagune gibt es noch viele weitere Möglichkeiten, um erholsame Stunden im Wasser zu verbringen. Vor allem der Sandstrand von Nautholsvík ist bei den Einheimischen außerordentlich beliebt. Hier wird das heiße Wasser aus den unterirdischen Quellen in den Ozean geleitet, was für eine angenehme Badetemperatur sorgt. In Kombination mit ordentlich Sonnenschein kommen hier Sommergefühle auf.

Rund um die Jahresmitte könnt ihr hier außerdem Papageientaucher und Blauwale beobachten. Dabei lohnen sich vor allem Bootsfahrten über den Atlantik, um den gigantischen Meeressäugern näher zu kommen. Zwischen November und März sind Temperaturen unter dem Gefrierpunkt möglich, sodass einige Flüsse und Seen komplett zufrieren. Beachtet bei eurer Reiseplanung auch, dass einige Straßen gesperrt werden. Vor allem die Routen im Norden des Landes fernab der Hauptstadt sind oft nur im Sommer zugänglich.

Die Polarlichter lassen die kalten Temperaturen allerdings sofort vergessen. Ihr Leuchten in blauen, grünen und teilweise sogar violetten Farben sorgt für unvergessliche Schauspiele am dunklen Nachthimmel. Das eindrucksvolle Naturphänomen entsteht, wenn Stickstoff- und Sauerstoffatome in der Erdmagnetosphäre auf geladene Teilchen der Sonnenwinde treffen. Die besten Chancen, die Aurora borealis – so der wissenschaftliche Name – zu sehen, habt ihr im Norden und Osten des Landes. Vor allem im September und März ist die Wahrscheinlichkeit besonders hoch, die tanzenden Lichter am Himmel zu sehen. Für spektakuläre Fotos und Videos empfehlen sich übrigens professionelle Kameras mit langen Belichtungszeiten.

Unser Island-Reisetipp für euch: Verlasst die größeren Orte und sucht euch einen unbeleuchteten Platz in der Natur. Hier lohnt sich schon allein der Blick auf den schier atemberaubenden Sternenhimmel.

Karte von Island

Landschaftliche Vielfalt: Natur-Reisetipps für Island

Die Natur zählt fraglos zu den populärsten Reisetipps für Island. Der Vatnajökull-Nationalpark ist das größte Naturschutzgebiet des Landes und umfasst zahlreiche Vulkane und Gletscher. Die Eisschicht ist hier an manchen Stellen bis zu 950 Meter dick und schiebt sich noch immer durch die umgebenden Berge. Der Gegensatz aus weißem Eis und schwarzem Fels sorgt für beeindruckende Fotomotive und lädt zugleich zu spannenden Expeditionen ein.

Eisberge an Gletscherlagune Jökulsárlón, Vatnajökull Nationalpark, Island

Eisberge an der Gletscherlagune Jökulsárló im Vatnajökull Nationalpark.

Über ganz Island verteilt gibt es zahlreiche atemberaubende Wasserfälle, wie etwa den Gullfoss und den Skógafoss. Mindestens genauso spektakulär sind die Geysire, die regelmäßig ausbrechen und bereits von Weitem zu sehen sind. Auf Island finden sich außerdem zahlreiche Schwefelquellen und heiße Quellen vulkanischen Ursprungs, die sogar in den Wintermonaten zum Baden genutzt werden können und sehr gut für die Haut sind.

Die unglaubliche Vielfalt an Naturwundern setzt sich auch den Küsten des Landes fort. Hier wechseln sich grüne Uferabschnitte mit traumhaften Stränden ab. Einige davon sind sogar komplett schwarz – sie entstanden im Laufe der Jahrmillionen durch Vulkanausbrüche. Der Diamond Beach zählt zu den besten Reisetipps für Island und verbindet gleich zwei landschaftliche Attraktionen. Am schwarzen Strand findet ihr riesige Eisblöcke, die vom nahen Gletscher abgebrochen sind. Sie werden von den Wellen des Atlantiks umspült und erscheinen auch beim näheren Hinsehen noch immer unwirklich.

Diamond Beach in Island

Der Diamond Beach macht seinem Namen wirklich alle Ehre: Die Eisbrocken sehen aus wie riesige Kristalle.

Generell kann man die Landschaft Islands nicht in wenige Worte fassen, da sie zu vielfältig, zu bunt, zu abwechslungsreich und zu spektakulär ist. Im Norden und Osten der Insel gibt es Fjorde, aber auch weite Flächen, die lediglich von Gras bewachsen sind. Im Hochland des Inselinneren fährt man mit dem Auto teilweise stundenlang durch vulkanische Regionen, in denen nichts wächst und die aussehen, als würden sie von einem anderen Planeten stammen.

Die schönsten Ausflugsziele auf Island

Die Blaue Lagune, auf Isländisch als „Bláa Lónið“ bekannt, ist nicht nur für Urlauber, sondern auch für Einheimische eines der beliebtesten Ziele für eine Tagestour. Sie befindet sich auf der Reykjanes-Halbinsel und kann mit dem Auto oder Bussen aus Reykjavík schnell erreicht werden. Sogar vom Flughafen werden Shuttleservices zum Thermalbad angeboten. Die Blaue Lagune wird gespeist durch eine Mischung aus Salz- und Süßwasser, die aus einer Tiefe von etwa 2.000 Metern mit über 200 Grad an die Oberfläche steigt. An der Erdoberfläche angekommen, hat das Wasser eine angenehm warme Temperatur und bietet das ganze Jahr über beste Bedingungen zum Baden und Entspannen. Aufgrund der besonderen Kieselsäure erstrahlt der See hellblau.

Frau entspannt in der Blauen Lagune auf Island

Ein Ausflug zur Blauen Lagune gehört zu den Top-Reisetipps für Island. Bloß Badesachen nicht vergessen!

Unser Island-Reisetipp: Lasst euch am besten auch eine der vielen Gesichtsmasken auftragen, die hier angeboten werden – eine tolle Feuchtigkeitskur für eure Haut!

Auch der Gullni hringurinn – zu Deutsch: „der goldene Ring“ – wartet mit zahlreichen Ausflugszielen auf. Hier befinden sich beispielsweise der Wasserfall Öxarárfoss und das Geothermalgebiet Haukadalur. Letzteres ist besonders dank seiner Geysire sehr populär. Vor allem der Strokkur, der ganz zuverlässig alle zehn Minuten ausbricht, ist eine beliebte Attraktion. Das kochend heiße Wasser schießt in einer gigantischen Fontäne bis zu 35 Metern hoch in den Himmel und erwärmt dabei für einen kurzen Augenblick die umstehenden Besucher.

Haukadalur Geysire im Frühling auf Island

Die Geysire entfalten zu jeder Reisezeit eine ganz andere Wirkung.

Der Gullfoss, der bequem von der Hauptstadt Reykjavík aus erreicht und innerhalb eines Tages besichtigt werden kann, befindet sich ebenfalls auf der Route. Der Wasserfall besteht aus zwei Stufen, die jeweils elf und 21 Meter messen und mehr als 200 Meter breit sind. Die besondere Konstellation sorgt dafür, dass sich hier oft Regenbögen bilden. Ein echter Geheimtipp ist ein Besuch im Winter, wenn die Wassermassen zufrieren und mit Schnee bedeckt sind.

Die größten und wichtigsten Städte auf der Insel

Reykjavík ist die mit Abstand bevölkerungsreichste Metropole Islands. In der Hauptstadt leben fast 125.000 Einwohner, was mehr als einem Drittel aller Isländer entspricht. Der Ort liegt im Südwesten der Insel und ist nur knappe 50 Kilometer vom größten internationalen Flughafen des Landes entfernt. Das wirtschaftliche, politische und kulturelle Zentrum von Island bietet zahlreiche Museen, Ausgehmöglichkeiten und Geschäfte, die auch an regnerischen Tagen zu spannenden Stunden einladen. Vor allem, wenn ihr mehr über die Geschichte des Staates erfahren wollt, lohnen sich Besuche im Nationalmuseum und im Museum für das kulturelle Erbe Islands. Hier erfahrt ihr unter anderem, wie die Menschen in den vergangenen Jahrhunderten auf der Insel gelebt und ihren Alltag bewältigt haben.

In der Innenstadt von Reykjavík steht die Hallgrímskirkja, das wohl bekannteste Bauwerk des gesamten Landes. Die Kirche wurde zwischen 1945 und 1948 errichtet und beeindruckt noch heute mit ihrer futuristisch wirkenden Form. Die Kathedralkirche Reykjavíks ist allerdings die kleinere Dómkirkjan, die aus dem 18. Jahrhundert stammt.

Außerhalb der Hauptstadt gibt es in Island einige kleinere Gemeinden, die oftmals den Charme von Dörfern versprühen. Zu unseren Reisetipps für Island zählt aber auf jeden Fall die Kleinstadt Akureyri an der Nordküste. Der Ort besticht mit einer urbanen Atmosphäre. Hier sind etwa 18.500 Menschen zu Hause. Ein beliebter Reisetipp für Island ist ein Ausflug in den Norden der Gemeinde. Entlang des Eyjafjörður-Fjords finden sich etliche malerische Landschaften und abgelegene Plätze, an denen ihr das Fjord und die unberührte Natur bewundern kann.

Einer unserer sonnenklar.TV Urlauber wollte sich die skandinavischen Fjorde auch nicht entgehen lassen – und hat kurzerhand eine Kreuzfahrt nach Norwegen gemacht. Was er dort erleben durfte, verrät er euch in seinem Reisebericht!
Eyjafjörður-Fjord, Island

Ein herrliches Panorama erwartet euch am Eyjafjörður-Fjord.

In den Sommermonaten habt ihr hier außerdem die Möglichkeit, Papageientaucher und Wale zu beobachten oder zu Bootstouren hin zum Polarkreis aufzubrechen. Dieser befindet sich gerade einmal 50 Kilometer entfernt. Vor allem die Insel Grímsey ist bestens für einen Ausflug geeignet und wird regelmäßig von Schiffen aus Akureyri angesteuert.

Kulinarische Köstlichkeiten aus der Region

Zu den Reisetipps für Island zählt natürlich auch das lokale Essen, das für den deutschen Magen zunächst ungewöhnlich scheint. Doch eine Kostprobe lohnt sich in jedem Fall – wer weiß, welche Geschmackswelten eurem Gaumen sonst entgehen würden? Sehr ausgefallen und eigenartig ist beispielsweise der geräucherte Hai Hákarl, der nach dem Fang zunächst einmal für mehrere Monate vergraben wird. Anschließend essen ihn die Isländer meist pur. Wir haben uns sagen lassen, dass das Fleisch nach Käse schmeckt. Für Urlauber empfiehlt sich die Kombination mit dem traditionellen Aquavit Brennivín – das Gericht wird dann fast ein wenig zu einer Mutprobe.

Sehr lecker ist auch der Frischkäse Skyr, der in den letzten Jahren zunehmend in die gesamte Welt exportiert wird. Er wird aus Magermilch hergestellt und oftmals zum Nachtisch gemeinsam mit Milch, Sahne oder braunem Zucker gegessen. Inzwischen gibt es Skyr auch in vielen verschiedenen Geschmacksrichtungen in den Supermärkten des Landes zu kaufen, wobei gerade die Shakes ideal als Snack für zwischendurch geeignet sind.

Empfehlenswert sind zudem die Fischsuppen, die oftmals frisch zubereitet werden. In der Herstellung wird alles verwendet, was gerade gefangen wurde, sodass sich die Rezeptur von Tag zu Tag ändern kann. Immer gleich ist hingegen der Eintopf Plokkfískur, der aus Kartoffeln, Zwiebeln und Fisch besteht.

Besonders in der kalten Winterzeit sind Suppen und Eintöpfe sehr beliebt. Neben Fisch und Milchprodukten ist die isländische Küche vor allem für die vielen Lammgerichte bekannt. Auf der Speisekarte findet ihr etwa die Delikatesse Hangikjöt. Diese besteht aus geräuchertem Lammfleisch, das zusammen mit Kartoffeln, grünen Erbsen und Béchamelsoße gekocht wird. Alternativ essen die Isländer Hangikjöt auch einfach als Aufschnitt.

Auch das dunkle Brot Rúgbrauð solltet ihr unbedingt probieren. Dieses wird traditionell für mehrere Stunden in den heißen Quellen gegart und zeichnet sich durch einen leicht süßlichen Geschmack aus. Pur oder mit ein wenig Butter schmeckt es oft am besten. Darüber hinaus ist es auch sehr lange haltbar und leicht zu transportieren, sodass es sich ideal als Mitbringsel für die Freunde und Verwandten zu Hause eignet. Zu jeder Mahlzeit gibt es in den Restaurants in Island übrigens kostenloses Leitungswasser, das direkt aus den Quellen des Landes stammt und sehr frisch schmeckt.

Alles Wissenswerte rund um Islandpferde

Das Islandpferd ist etwa 125 bis 150 cm hoch und damit etwas kleiner als die Pferde, die man beispielsweise aus Deutschland kennt. Dank des stämmigen Körperbaus können aber sowohl Kinder als auch Erwachsene auf ihnen reiten. Doch nicht nur in ihrer Statur unterscheiden sich die Islandpferde von den in Europa verbreiteten Tieren. Ihre dichte Mähne ist oftmals hellblond und weht im Wind, was den Pferden ihr ganz besonderes Aussehen verleiht. Auch ihr Wesen ist außergewöhnlich, da sie sich Besuchern und Fremden gerne nähern und sich auch von diesen streicheln lassen.

Galoppierende Islandpferde

Klein, aber oho: Die Persönlichkeit der Islandpferde wird euch beeindrucken.

Überall auf der Insel habt ihr die Möglichkeit, die Tiere zu beobachten, die oftmals in kleinen Gruppen zusammenstehen. Ein ganz besonderer Island-Reisetipp also für alle Tierfreunde! Dabei könnt ihr meist einfach mit dem Auto am Straßenrand anhalten und eure Hand nach den Pferden ausstrecken, die sich euch dann nähern werden. Wer auf den Islandpferden reiten will, sollte hierfür am besten eine der Touren buchen, die in jeder größeren Gemeinde angeboten werden. Bei einem Ausritt entlang der Küste gelangt ihr so auch an Orte, die mit dem Auto oder zu Fuß nur schwer erreicht werden können.

Dank ihres freundlichen Wesens lassen sich die Tiere sehr einfach dressieren. Vor allem die Gangarten Tölt und Rennpass machen das Reiten auf den Islandpferden so faszinierend. Aufgrund ihrer großen Ausdauer lassen sich übrigens auch längere Ausflüge unternehmen. In einigen Schulen werden sogar mehrtägige Touren mit den Pferden angeboten, bei denen man auch mit den Tieren nächtigt. Vor allem in Reykjavik und der Umgebung findet ihr darüber hinaus einige Shows, bei denen die Islandpferde besichtigt werden können.

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