7 Erlebnisse, die es nur in Hawaii gibt

Beach, surf, repeat – auf diese Weise könnte man in Hawaii ohne Probleme seinen Urlaub verbringen. Doch die Inseln Big Island, Maui und Oahu locken mit zahlreichen spannenden Ecken. Also lasst das Surfbrett heute mal in der Ecke stehen und lest hier sieben Tipps von Blogger Clemens, die ihr euch in Hawaii auf keinen Fall entgehen lassen dürft.

Die Inseln von Hawaii gehören zu den USA und sind doch ganz anders, als alles, was das Festland zu bieten hat. Statt Grand Canyon und Great Lakes warten aktive Vulkane, spielfreudige Wale, einmalige Roadtrips und viele andere Highlights von Hawaii, die ihresgleichen suchen.

1. Erlebe den Vulkan Nationalpark auf Big Island

Die Insel Big Island, eigentlich auch Hawai’i Island genannt, ist vor allen Dingen berühmt für seine vielen Vulkane, die natürlich auf einer Hawaii-Rundreise nicht fehlen dürfen. Im riesigen Vulkan Nationalpark erwarten die Besucher Lavafelder, so weit das Auge reicht. Man kann sogar mit dem Auto in einen Krater hineinfahren. Dort erwarten einen nicht nur dampfende Risse im Boden, sondern sogar feuerspuckende. Je nachdem, wann der letzte größere Ausbruch her ist, sind Teile des Volcano National Parks für Besucher gesperrt. Wie sollte man auch Straßen befahren, über die vor kurzem noch glühende Lava geflossen ist?

Vulkan im Nationalpark auf Big Island, Hawaii

© Clemens Sehi / travellersarchive.de

Ebenfalls ein toller Tipp für Hawaii ist der berüchtigte Mauna Kea. Er gilt, vom Meeresboden zum Gipfel gerechnet, als höchster Berg der Welt. Mit Sicherheit bietet er nicht nur den besten Ausblick über die Big Island, sondern stellt auch den perfekten Ort dar, um den Sonnenaufgang zu genießen. Langsamer und mächtiger als hier auf dem Mauna Kea kann ein Sonnenaufgang nicht sein.

Ein Besuch zum Sonnenuntergang lohnt sich übrigens auch. Vor allem aufgrund dessen, was sich danach über einem entfaltet: Das Sternenzelt von Hawaii gilt als eines der klarsten der ganzen Welt. Der perfekte Ort für Stargazing auf Hawaiianisch.

Sonnenuntergang über Mauna Kea, Hawaii

© Clemens Sehi / travellersarchive.de

2. Fliege mit dem Helikopter über Big Island

Fast noch besser als eine Fahrt mit dem Mietwagen durch die karge Vulkanlandschaft ist ein Flug mit dem Helikopter. Die Flüge dauern rund 20 Minuten bis zu einer halben Stunde und führen einen mitten hinein in dass Herz der Vulkaninsel. Das Highlight eines jeden Heliflugs ist mit Sicherheit das Kreisen über einer gerade aktiven Stelle. Nämlich genau dort, wo die Lava knallrot-orange aus dem Boden sprudelt und die Luft so heiß ist, dass man selbst im Helikopter zu schwitzen beginnt. Zum Glück haben die Helis auf Big Island keine Türen. So fühlt man sich quasi wie im Freien. Das sorgt für die nötige Abkühlung, auch wenn der Flug selbst dadurch nicht weniger abenteuerlicher wird. So nah kommt man einem aktiven Vulkan selten.

3. Gehe Whale Watching auf Maui

Wale in Hawaii? Und wie! Leider war Hawaii noch vor nicht allzu langer Zeit das Zuhause von Walfängern. Der Grund sind die Buckelwale, die sich vor allem in den Monaten von Januar bis März rund um Maui tummeln. Sie nehmen den weiten Weg von Alaska auf sich, um hier, in den ruhigen Gewässern vor Maui, ihre Jungen zu bekommen. 

Kein Wunder also, dass genau diese Jahreszeit bei Besuchern mit die beliebteste darstellt. Das Beste nämlich ist, dass man nicht einmal eine Walbeobachtungstour buchen muss, um die Meeressäuger zu Gesicht zu bekommen. Stattdessen reicht es vollkommen aus, am Ufer zu sitzen und aufs Meer hinaus zu schauen. Von Zeit zu Zeit lassen die Wale ihre riesigen Buckel über die Wasseroberfläche gleiten oder springen sogar aus Jux und Tollerei aus dem Meer, nur um kurz darauf mit großem Getöse wieder im Wasser zu landen. Vom Land aus sieht das unheimlich romantisch aus. Natur pur!

Whale Watching auf Maui

© Clemens Sehi / travellersarchive.de

Wer möchte, kann natürlich auch an einer Whale Watching Tour teilnehmen, die allerorts angeboten werden. Die ein- bis zweistündigen Bootstouren führen hinaus vor die Küste von Maui und hin zu den Walen. Diese werden erst mit gut geschultem Auge aufgespürt und dann aus mindestens Hunderten Metern Entfernung beobachtet. Wer dabei mehr über die Tiere erfahren will, ist auf einer Waltour genau richtig. Denn die Besatzung an Bord der Touren kennt sich meist wirklich hervorragend mit den Buckelwalen aus.

4. Starte einen Roadtrip auf der Road to Hana

Die Road to Hana ist eine der berühmtesten Küstenstraßen der Welt und fällt vor allem dadurch aus dem gängigen Hawaii-Konzept, dass es in dieser Ecke von Maui irgendwie noch grüner und noch dschungelartiger zugeht, als anderswo. So fährt man durch dicht bewachsenes Geäst und vorbei an zauberhaften Wasserfällen. Die Ausblicke auf das Meer sind unbeschreiblich. Und am Ende der Straße? Da würde man eigentlich am liebsten nochmal zurückfahren.

5. Atme Surfervibes am North Shore von Oahu

Oahu ist vor allem berühmt für die Hauptstadt von Hawaii, Honolulu. Während die Stadt erstaunlich großstädtisch ist und neben dem berühmtem Waikiki Beach auch mit einem tollen Chinatown daher kommt, wartet im Norden der Insel jedoch das eigentliche Juwel des Eilands: der North Shore.

Panorama auf Oahu auf Honolulu, Hawaii

© Clemens Sehi / travellersarchive.de

Die raue Nordküste ist prädestiniert für einen Roadtrip und vor allem berühmt für seine guten Wellen, die Surfer aus aller Welt anziehen. Hier findet ständig ein Surf-Wettbewerb statt. Verpassen kann man diese eigentlich kaum. Denn wenn sich die Jungs und Mädels in die viele Meter hohen Wellen trauen, kommt es entlang der North Shore regelmäßig zu Staus. Hunderte Schaulustige halten kurzerhand am Straßenrand irgendwo am Kliff, um den Surfern beim Spiel mit den Wellen zuzuschauen. Immerhin tummeln sich unten den einheimischen Surfern auch einige der besten und berühmtesten der Welt: die Local Heros John John Florence und Kelly Slater.

Hawaii Rundreise Banner

6. Mache Picknick über Honolulu

Den besten Blick auf Honolulu hat man vom Tantalus Lookout. Der beste Tipp ist es, sich vorher unter in der Stadt eine Poke-Bowl und oben ein kleines Picknick einzulegen. Bei Poke handelt es sich um eine klassische hawaiianische Mahlzeit bestehend aus Reis und eingelegtem Lachs oder Tunfisch. Eine erfrischend leichte Mahlzeit in dem vor allem klassisch-amerikanisch geprägten Foodmekka von Honolulu. Die schmeckt sogar von hier oben, mit Blick auf das Treiben weit unten, noch besser, versprochen!

Poke Bowl auf Hawaii

© Clemens Sehi / travellersarchive.de

Ein kleiner Geheimtipp ist übrigens ein Besuch bei Fred Kamaka, einem über Neunzig Jahre alten Mann, der kein geringerer ist, als der Erfinder der Ukulele. Und die stammt ja bekanntlich aus Hawaii. Wer die ganze Geschichte hören will, kann an einer Tour mit ihm persönlich in der Werkstatt machen. Im Travellers Archive gibt es einen spannenden Einblick und die bewegende Geschichte von Kamaka Ukulele in Hawaii.

7. Erlebe Geschichtsunterricht am Pearl Harbour

Den Pearl Harbour kennen wir alle entweder aus dem Geschichtsunterricht oder aus dem Kino. Dabei ist der Besuch des echten Perlenhafens auf der Insel Oahu viel echter und einprägsamer als der Hollywood-Film mit Ben Affleck.

Pearl Harbour, Hawaii

© Clemens Sehi / travellersarchive.de

Die Stelle, die im zweiten Weltkrieg in die Geschichtsbücher einging, ist heute ein Museum. Die von der japanischen Luftwaffe am 7. Dezember 1941 versenkten Kriegsschiffe am US-Militärstützpunt liegen noch immer im Hafenbecken des Pearl Harbours – und verlieren sogar noch heute Motoröl. Der Pearl Harbour ist heute nicht nur ein Museum, sondern auch ein Ort des Gedenkens an die Toten der Schlacht und an das Grauen des zweien Weltkriegs. Der Besuch ist multimedial gestaltet und für Groß und Klein ein echtes Erlebnis. Ein Ort zum Innehalten auf einer der schönsten Inseln im Pazifik.

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