Hammām– ein orientalisches Bad zum Entspannen

 

In vielen Wellness und Spa Hotels gibt es ein vielfältiges Programm an Anwendungen zum Entspannen und Wohlfühlen. Unser Tipp, wenn man einen Wellnesstag plant, einmal das berühmte Hammām auszuprobieren. Das Hammām ist ein wichtiger Bestandteil der Wasch- und Körperkultur vor allem im arabischen Raum, in der Türkei und im iranischen Kulturkreis. Dieses Baderitual, welches eigentlich lediglich der Hygiene diente, wurde zum sozialen Treffpunkt sowie zum Rückzugsort für viele Ruhe suchende Menschen.

Hammam - pure Entspannung

Beim ersten Besuch eines Hammāms stellt man fest, dass es zum Ritual zählt, nur ein Pestemal, also ein Tuch zu tragen. An jene Hammām-Robe gewöhnt man sich jedoch sehr schnell, da sie auch sehr bequem ist. Die Meisterin des Hammāms empfängt jeden Gast am Eingang und zeigt die unterschiedlichen Stationen. 

  1. Zu Beginn wird warm geduscht, um den Körper von Schmutz zu säubern und dann geht es mit einer Aluminiumschale und mit einem Peeling-Handschuh ausgerüstet los zur 1. Station, das Sogulkluk – oder auch der Kräuterdampfraum. In ein grünes Licht getaucht spürt man die Wirkung des Kräuterdampfs sofort. Es  gibt hier oft kleine Waschbecken, um sich zwischendurch auch einmal abzukühlen, da der Dampf sehr heiß sein kann. Mit dem Handschuh  reinigt man sich am ganzen Körper.
  2.  Weiter geht es zur Kese – dem Körperpeelingraum.
    Das Kese ist die wunderbare Ergänzung zu dem warmen Dampfbad. Hier reinigt man sich mit Kumas und klarem Wasser sowie dem Peeling Handschuh. Ein Naturpeeling also, um die Haut sanft für die nächsten Schritte vorzubereiten Man sollte darauf achten, sich nicht zu doll mit dem Handschuh abzureiben, da dies die Haut beschädigen kann.
  3. Nach dem Peeling folgt das Sicaklik – das Erholungsbad für Körper und Seele.
    Ein warmes Bad zu nehmen ist auf jeden Fall entspannend, ist jedoch die Umgebung noch wie im Hammām, verfällt man in eine magische Stimmung. Gebadet wird hier ausgiebig, damit sich die Haut wieder erholen und der Körper die Hitze des Dampfbades wieder ausgleichen kann.
  4. Im nächsten Schritt geht es in das Bingül – das heiße Kräuterdampfbad.
    Ein Dampfbad, welches wesentlich spezieller ist als das beginnende Soguklek und zudem sehr gut für die Durchblutung. Der Raum ist recht dunkel und um einiges wärmer. Durch die Dunkelheit und dem speziellen Aroma von verschiedenen Kräutern, wird man schnell müde. Die Hitze hält einen jedoch wach. Allerdings bleibt man im Bingül nicht so sehr lange, wie bei den anderen Stationen.
  5. Lif – der Körperpeeling-Raum mit Seife
    Beinahe gleich wie im Kese, gibt es ein weiteres entspannendes Körperpeeling, jedoch mit kaltem Wasser und schäumender Seife. Der Körper wird also sanft heruntergekühlt und mit der Seife wird die Haut vom Schweiß befreit.
  6. Nach den vielen Wechseln von heiß zu kalt und den verschiedenen Anwendung geht es in das Nabelstein – die Erholungszone für den Körper. Bevor es zum krönenden Abschluss kommt, darf man hier das Erlebte nochmals auf sich einwirken lassen. Nicht selten schläft man auf den warmen Steinen ein, aber dafür ist es auch gedacht.

    Rhassoul

  7. Nach der Ruhephase gibt es zum Schluss noch das bekannte Rhassoul – eine Ganzkörper Schlammmaske bei warmen Dampf. Das Rhassoul kann man auch einzeln als Anwendung buchen, falls man nicht allzu viel Zeit hat. Kosten liegen hier zwischen 30 und 40 Euro pro Person. Die Anwendung selber, wird in einem geschlossenen Raum durchgeführt, wo man sich selbst, oder auch zu zweit mit mineralischem Schlamm einreibt. Dabei wird die kleine Sauna mit warmen Dampf geheizt. 7 bis 10 Minuten soll der Schlamm einwirken, danach wäscht man diesen einfach ab. Dafür gibt es Schläuche oder auch eine separate private Dusche. Schon beim Abwaschen bemerkt man, wie sanft sich die Haut anfühlt. Auch nach diesem Ritual hat man die Möglichkeit in einem Ruheraum zu entspannen.

Wichtig: Während das Hammāms sollte immer viel Getrunken werden, damit der Körper nicht dehydriert. Auch die Zeit spielt eine große Rolle, wenn es um Entspannung geht. Wer den Stress zu Hause lässt, kann das Hammām erst so richtig genießen. Aufgrund der hohen Belastung des Kreislaufes, sollten zusätzlich herzkranke Menschen Ihren Arzt befragen, ob eine solche Anwendung eventuell Folgen haben könnte. Auch eine regelmäßige Anwendung, vor allem zu Herbst oder Wintertagen, bringt Ruhe, Wohlbefinden und einen schönen Körper.

Die Kommentarfunktion ist deaktiviert.