5 Gründe für eine Reise nach Montenegro

Vom Badeurlaub bis zum Outdoor-Abenteuer – Montenegro ist ein vielseitiges Reiseland. Davon konnte sich Clemens bereits selbst überzeugen. Was ihn an dem Balkanland besonders fasziniert, verrät er euch hier.

Montenegro ist ein unterschätztes Reiseziel. Während besonders Italien und Kroatien an der Adria seit Jahrzehnten die Touristenströme anziehen, ist das kleine Land an der Küste des Balkans noch ein echter Geheimtipp. Auf Besucher wartet vor allen Dingen wahrlich atemberaubende Natur: von zerklüfteten Fjordlandschaften bis zu wilden Gebirgen und Sandstränden aus dem Bilderbuch. Auch kulinarisch hat das Land einiges zu bieten.

Und die Montenegriner selbst? Die machen jeden Urlaub unvergesslich. Dass Osteuropa mehr ist als Badeurlaub in Kroatien und Co., zeigen diese fünf sehr guten Gründe für eine Reise nach Montenegro.

Kirchturm in Budva, Montenegro

1. Montenegro ist ein Paradies für Outdoor-Liebhaber

Wandern, Kajakfahren, Canyoning, Stand-up-Paddling oder einfach nur Baden? Montenegro hält für jeden Geschmack etwas bereit und ist ein echtes Paradies für Naturliebhaber. Kein Wunder, denn das kleine Land an der Adria hat von wilden Bergen bis zu einer traumhaften Küste alles zu bieten, was Outdoor-Herzen höher schlagen lässt. Und das Beste? Vieles ist so nah aneinander, das man sich auf seiner Reise nicht einmal unbedingt für eine Ecke des Landes entscheiden muss.

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Wie wär’s mit einer Runde Bergsteigen am Vormittag gefolgt von einem ausgiebigen Sonnenbad am Nachmittag? In Montenegro ist das absolut kein Problem. Langweilig wird es mit Sicherheit nicht. Im Gegenteil, das Land hat so viel zu bieten, dass es locker in mehrere Reisen passt.

Habe ich schon das türkisfarbene Meer und die romantische Küste erwähnt? Wer es gar nicht so aktiv haben muss, für den kommt der Küstenstreifen entlang der Adria wie gerufen. Und wer behauptet, dass es karibische Farben nur in der Karibik gibt, hat weit gefehlt. Das Meer erscheint in Montenegro häufig in so knallblauen Farben, dass so manche Karibikinsel neidisch werden dürfte. In anderen Worten: 50 Shades of Blue! Selbst die kleinsten Städte am Meer haben mindestens einen Stadtstrand, der zum Faulenzen und Seele-baumeln-lassen einlädt.

Strand in Budva in Montenegro

2. Montenegro bietet perfekte Städte zum Flanieren

Ob Budva oder Kotor, Montenegros alte Städte sind echte Schmuckperlen. In den engen Gassen von Budva lässt es sich stundenlang über das Kopfsteinpflaster flanieren. Und während der Duft des Meeres durch die alten Gemäuer pustet, setzt man sich in eines der vielen Cafés auf der Straße und auf den beschaulichen Plätzen. Zum Leute gucken, Kaffee trinken oder aber auch den ein oder anderen Aperitif. Denn der schmeckt hier, mit dem Blick auf uralte Uhrtürme und verwunschene Innenhöfe umso besser.

Ein Café in Kotor in Montenegro

Wer noch tiefer in die Kultur, Architektur und die Geschichte von Budva eintauchen will, der kann und sollte einfach etwas genauer hinsehen. Denn hinter den historischen Mauern der Budva Old Town verstecken sich auch einige echte Juwele. Das ist auch kein Wunder, denn die Stadt blickt auf eine lange Geschichte von über 2.500 Jahren zurück.

Während die alten Stadtmauern allesamt aus dem Mittelalter stammen, ist vor allem die Zitadelle einen Besuch wert. Hier erwartet einen nicht nur ein fabelhafter Ausblick auf das Meer und die Befestigungsmauern, sondern auch ein hübsches Café für eine kleine Pause vom Sightseeing. Nicht verpassen solltet ihr auch die Kirchen Sveti Ivan und Sveti Marija.

Am Ende des Tages fehlt nur noch eines: der Sonnenuntergang am Hafen von Budva. Einfach auf eine der vielen Bänke setzen und den Blick aufs Meer schweifen lassen, wo die Sonne andächtig im Meer versinkt. Natürlich tiefrot und superkitschig, ist klar! So können Tage in Montenegro enden.

3. Montenegros Küche ist außergewöhnlich

Die Küche des Balkans ist vor allen Dingen deftig? Das mag sein. In Montenegro gesellen sich zu den oft herzhaften Speisen aber sehr viele Fischgerichte. Vor allem entlang der Küste des kleinen Balkanstaats wissen die Einheimischen genau, wie sie ihre Meeresfrüchte am besten zubereiten: auf dem offenen Grill. So ist es in den größeren Städten wie zum Beispiel Kotor nicht gerade einfach, sich für ein Restaurant zu entscheiden. Man hat die Qual der Wahl. Lust auf Lobster mit Blick auf die Küste? Kein Problem!

Meist wird der Fisch hier traditionell mit viel Olivenöl und zahlreichen anderen Gewürzen des Mittelmeerraums zubereitet. Gerne wird er schon während dem Grillen mit frischen Kräutern gewürzt, zum Beispiel mit Rosmarin aus dem eigenen Garten. Und als Beilagen dürfen Gemüse und Salat nicht fehlen, ebenso wie die so balkantypische Knoblauchmarinade.

Lust auf andere Meeresfrüchte? Dann findet ihr fast überall auch Garnelen, Muscheln und andere Krusten- und Schalentiere.

Selbstverständlich ist die klassische Balkanküche auch in Montenegro zu Hause. Wer also Lust auf Ćevapi, Pljeskavica und andere deftigen Hackfleischgerichte hat, der wird immer fündig werden.

4. Montenegro hat die schönsten Fjorde der Adria

Bei Fjorden denkt man sicher zuerst an Norwegen oder Kanada, richtig? Dabei kann Montenegro mit den Meeresarmen in Skandinavien und Co. sehr gut mithalten. Am berühmtesten ist mit Sicherheit die Bucht von Kotor, die sogenannte Boka Kotorska. Sie liegt an der südöstlichen Adriaküste. Die wirklich atemberaubende Meeresschlucht wird auch als das südlichste Fjord Europas bezeichnet.

Die Bucht von Kotor in Montenegro

Sie beeindruckt mit ihren schroffen Steilhängen, urigen Siedlungen zu ihren Füßen und natürlich der glitzernden Adria. Auf einer Strecke von knapp 30 Kilometern schlängelt sich der Fjord ins Landesinnere und ist dabei vom Meer aus gar nicht zu sehen. Die Kotorer Bucht besteht aus vier Becken, die durch enge Stellen miteinander verbunden sind. Sie gehört nicht ohne Grund zu den schönsten Sehenswürdigkeiten des Landes und seit 1979 übrigens auch zum Weltnaturerbe der UNESCO. Auch viele Kreuzfahrtschiffe fahren das kleine Kotor an.

5. Die Montenegriner sind super gastfreundlich

Wie in vielen Ländern Osteuropas werden Herzlichkeit und Gastfreundlichkeit in Montenegro groß geschrieben – und das gilt nicht nur für die touristischen Gebiete entlang der Küste. Gerade im Landesinneren, also fernab von der großen Hoteldichte, sind die Einwohner nicht selten sehr neugierig und offen für Besucher. So ist es gar nicht unwahrscheinlich, dass man auf der Straße von Montenegrinern einfach angesprochen wird. Mit Glück wird man sogar auf ein Glas lokalen Wein oder einen Pflaumenschnaps eingeladen, einen sogenannten Šljivovica. Der ist oft selbstgebrannt und schmeckt dann umso mehr.

Eins kann ich euch verraten: Spätestens nach dem ersten Schluck läuft das Kennenlernen wie am Schnürchen. Vorsicht ist dennoch geboten. Denn der Schnaps ist sehr stark und die Nächte können in Montenegro sehr lang werden, vor allem wenn es sich um lauwarme Sommernächte handelt. Von denen gibt es im kleinsten Balkanstaat mehr als genug.

Neugierig geworden? Dann besucht Clemens‘ Blog „Travellers Archive“ für weitere Reisetipps!

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