Essen auf Bali: Unsere Schlemmer-Tipps

Kennt ihr das? Grillparty beim Nachbarn: Gerade dreht sich das Gespräch um den letzten Urlaub. Wo gibt es spannendere Urlaubs-Highlights als auf Bali? Natürlich kommt dann auch das Thema „Essen auf Bali“ zur Sprache. Schließlich haben sich hier einige passionierte Foodies versammelt. So wie sich das anhört, lohnt sich ein Urlaub auf Bali allein schon wegen dem Essen. Lasst uns der Sache doch mal auf den Grund gehen.


Inhaltsverzeichnis:


Essen auf Bali

Was gibt es auf Bali zu essen?

Auf Bali wachsen die leckersten Früchte. Habt ihr schon einmal eine erntefrische Papaya probiert? Die bietet euch einen Geschmackscocktail aus Erdbeer-, Pfirsich- und Melonenaromen, die überhaupt nichts mit den armen halbreifen Papayas im Supermarkt zu tun haben. Das Essen auf Bali duftet und schmeckt einfach viel intensiver als zu Hause.

Zugegeben: Manche indonesische Speisen sind für den europäischen Gaumen erst einmal etwas gewöhnungsbedürftig. Das traditionelle Essen auf Bali wird mit zahlreichen exotischen Gewürzen wie Kurkuma, Kardamom, Chili oder Zimt abgeschmeckt. Wer es nicht gern allzu scharf mag, muss einfach nur bestimmte Saucen weglassen. Hier seht ihr ein paar Beispiele für typisches balinesisches Essen:

Nasi / Bami Goreng: Frittierter Reis oder frittierte Nudeln

Kleiner Crash-Kurs Indonesisch: Goreng bedeutet immer „frittiert“. „Nasi“ steht für Reis und „Bami“ für Nudeln. Diese beiden Klassiker findet ihr an jeder Straßenecke. Unter den Reis oder die Nudeln sind knackige Gemüsestückchen gemischt – oft aber auch Fleisch oder Fisch. Wer das nicht mag, sagt bei der Bestellung einfach „Vegeterian“. Das kennen die Balinesen mittlerweile.

Bebek Betutu: Gefüllte Ente

Nichts für Veggies aber ein Festessen für die Balinesen. Viele Familien backen sie an Feiertagen zusammen mit leckeren Gemüsesorten und servieren sie dann mit Klebereis. Die kräftige Farbe der Kruste kommt von Kurkuma.

Tempeh oder Tahu Goreng: Frittierter Tofu

Eine Alternative zur Ente für Vegetarier: ausgebackener Tofu. Ihr bekommt ihn oft zusammen mit zwei Soßen serviert. Die schwarze nennt sich Kecap Manis und ist eine Art süße Sojasoße. Mit der anderen Soße solltet ihr vorsichtig umgehen. Es ist Sambal, eine höllisch scharfe Chilisoße.

Gado-Gado: Geschmortes Gemüse in Erdnusssoße

Auf Indonesisch bedeutet Gado-Gado einfach „Durcheinander“: alle möglichen Gemüsesorten kunterbunt zusammengemischt und bei wenig Hitze im eigenen Saft gegart. Diesen gesunden Gemüsemix gibt es auch so gut wie überall. Bestellt noch eine Portion Reis dazu und fertig ist euer veganes Mittagessen.

Bakso: Suppe mit Fleischklößchen

Noch ein Klassiker, der an jeder Straßenecke angeboten wird: eine klare Fleischbrühe mit kleinen Klößchen darin. Bakso Ayam schmeckt so in etwa wie eine hausgemachte Hühnersuppe. Ayam bedeutet ja auch „Huhn“. Es gibt aber außerdem noch Bakso aus anderen Fleischsorten.

Martabak Telur: Gefüllte Pfannkuchen

Das Gute bei diesem Essen: Ihr könnt euch aussuchen, was in euren gefüllten Pfannkuchen eingebacken wird. Gemüse, Fleisch, Ei, aber auch Bananen oder Schokolade. Martabak ist sehr lecker, macht sehr satt und wird zumeist mit einer scharfen Soße serviert.

Kare: Curry

Auf Bali gibt es die unterschiedlichsten Currygerichte: mit Fleisch, mit Fisch, mit Tofu. Euer Curry kommt mit Gemüse wie Pilzen, Paprika, Bohnen und Kartoffeln. Dazu gibt es – wie immer – Reis. Ihr seht schon: Im Gegensatz zu manchen anderen Urlaubsländern ist gesund zu essen auf Bali absolut kein Problem.

Natürlich gibt es noch wesentlich mehr leckere indonesische Gerichte: Spanferkel, Hummer, frische Salate aus exotischen Pflanzen, Fischspezialitäten und viele süße Leckereien. Im nächsten Abschnitt stellen wir euch einige davon vor.

Sweet Bali: Ein Paradies für Naschkatzen

Ihr mögt es süß? Dann gibt es für euch auf Bali so einiges zu entdecken. Hier stellen wir euch schon mal fünf der beliebtesten indonesischen Desserts vor. Die anderen müsst ihr selbst austesten.

Pisang Goreng ist eine leckere Nachspeise auf Bali

Pisang Goreng: Frittierte Bananen im Ausbackteig

Wer Urlaub auf Bali macht und kein Pisang Goreng probiert, ist selber schuld. Dieser Klassiker gehört einfach zum Bali-Urlaub wie die Sonnenuntergänge, die Traumstrände und das Meer. Ihr werdet diese gebackenen Bananen lieben.

Es Buah: Eisfrüchte

Ein ganzer Berg Fruchtstückchen mit Eiswürfeln und sogenannten „Jellys“ – eine Art Geleefrüchte. Als Topping gibt es die süße dicke indonesische Kondensmilch. Ein toller Nachtisch für heiße Tage.

Terang Bulan: Schoko-Nuss-Pfannkuchen

Üppig, kalorienträchtig und unwiderstehlich: Bei Terang Bulan besteht Suchtgefahr. Das Schlimmste daran ist, dass ihr diese einmaligen indonesischen Pfannkuchen fast an jedem Straßenstand kaufen könnt.

Rujak: Fruchtsalat pikant-süß

Rujak gehört zu den lokalen Spezialitäten auf Bali. Stellt euch darunter einen Salat aus nicht ausgereiften Früchten in einer pikanten Soße aus Palmzucker vor. Ein völlig neues Geschmackserlebnis.

Klepon: Kokos-Reisküchlein

Mit flüssigem Kokoszucker gefüllte kleine Reiskuchen, ummantelt von Kokosraspeln: Sie werden zumeist warm serviert und schmecken einfach himmlisch. Ein Must-Eat für alle Bali-Fans.

Auch hier gilt: Es gibt noch viel mehr süße Leckereien auf Bali. Probiert einfach alles aus, was gut aussieht. Bei diesen Preisen könnt ihr euch das in jedem Fall leisten. Übrigens findet ihr die meisten dieser Süßigkeiten preisgünstig in Warungs, an Straßenständen oder auf dem Nachtmarkt.

Was ist eigentlich ein Warung?

Immer, wenn es um Essen auf Bali geht, ist von sogenannten „Warungs“ die Rede. Gehört ihr auch zu den unzähligen Menschen, die gern einmal wüssten, was genau mit dem Ausdruck „Warung“ gemeint ist? Here it comes:

Ein indonesischer Warung ist eine Art Imbiss – aber mit wesentlich besserem Essen, als ihr das von den Imbissen zu Hause her gewöhnt seid. Die Auswahl ist zwar etwas kleiner als in einem Restaurant, dafür sind die Mahlzeiten dort aber auch wesentlich preisgünstiger. Was die Qualität der Gerichte angeht: Auf Bali könnt ihr unbesorgt in jedem Warung essen. Das Essen wird täglich oder sogar vor euren Augen frisch zubereitet und schmeckt nicht weniger lecker als anderswo.

In puncto Lage und Einrichtung müsst ihr bei einem Warung natürlich Abstriche machen: Oft liegen die besten Warungs in Seitenstraßen und werden fast ausschließlich von Einheimischen frequentiert. Es stört die Balinesen nicht, dass sie ihr Essen auf Plastikstühlen verzehren – Hauptsache es schmeckt und kostet nicht zu viel. Wie ihr in so einem Einheimischen-Club bestellt? Ihr zeigt einfach auf das, was ihr haben möchtet. Berechnet wird euer Menü nach Art und Menge der ausgewählten Speisen.

Also traut euch und setzt mindestens einen Besuch in einem authentischen Warung auf eure Bucket-List. Macht es euch auf den Plastikstühlen bequem, genießt echtes Lokalambiente und probiert das Menü des einfachen Mannes. Ihr werdet euch wundern, wie gut die Arbeiter auf Bali essen. Noch dazu zahlt ihr dort auf keinen Fall mehr als fünf Euro pro Nase, selbst wenn ihr die Speisekarte rauf und runter esst.

Frühstücken auf Bali

Euch sind da schreckliche Gerüchte über das Frühstück in Indonesien zu Ohren gekommen? Die sind völlig richtig: Auf den indonesischen Inseln ist es üblich, den Tag mit einem Teller scharf gewürztem Reis zu beginnen. Ihr habt da keine Lust drauf? Dann ist es ja gut, dass ihr Bali als Urlaubsziel ausgesucht habt. Die Balinesen haben schon längst verstanden, dass die multikulturellen Besucher ihrer Insel andere Bedürfnisse in puncto Frühstück haben.

Frühstück auf Bali

Auf Bali findet ihr so ziemlich alle Frühstücks-Varianten: von kontinentalem über englisches Frühstück bis hin zum kompletten Frühstücksbuffet. Müsli mit Haferflocken ist allerdings nicht so ohne weiteres aufzutreiben. Dem Hafer ist es in den Tropen zu warm. Aber wie wäre es stattdessen mit einer regionalen Porridge-Alternative? Bubur Hitam ist schwarzer Klebreis, der mit Kokosmilch gekocht wird. Wenn ihr Bubur Hitam mit Fruchtstückchen mischt, erhaltet ihr eine Art exotische Alternative zum gewohnten Frühstücksmüsli.

Internationale Küche auf Bali

„Ich will aber Pizza!“ Auch wenn ihr nicht mit euren Kids auf Bali unterwegs seid, bekommt ihr vielleicht ab und zu mal Heimweh nach Pommes oder Spaghetti Bolognese. Macht euch keine Sorgen: Das traditionelle Essen auf Bali ist so lecker, dass kaum jemand widerstehen kann. Trotzdem haben sich mittlerweile – wie überall auf der Welt – zahlreiche Fast-Food-Ketten auf der Insel etabliert, bei denen ihr problemlos Hamburger oder Pizza bestellen könnt.

Viele der besseren Restaurants auf Bali haben Gerichte der internationalen Küche in ihre Menü-Auswahl aufgenommen. Neben Sate Ayam steht vielleicht ein Cordon Bleu auf der Speisenkarte und Martabak Telur wird über den Crêpes gelistet. Die meisten Restaurants auf Bali sind allerdings auf bestimmte Gerichte spezialisiert. Im Web steht dann beispielsweise: „Meeresfrüchte, regional, europäisch“. Wer sich also noch nicht mit dem landestypischen Essen auf Bali anfreunden kann, findet hier in jedem Fall Alternativen.

Was kostet Trinken und Essen auf Bali?

Gleich vorab gesagt: Auf Bali lohnt es sich nicht, selbst zu kochen. Hier ein paar Beispiele für die durchschnittlichen Preise im Supermarkt (Stand Oktober 2019):

1 l Milch: 1,20 Euro
12 Eier: 1,39 Euro
500 gr Weißbrot: 0,70 Euro
250 gr Käse: 2,00 Euro
0,5 l einheimisches Bier: 1,20 Euro
0,33 l Importbier: 2,40 Euro
1 Flasche Mittelklasse-Wein: 14Euro
1 Pck Marlboro: 1,20 Euro

Frischte Früchte auf Bali

Jetzt seht euch die Preise der Restaurants auf Bali an und ihr versteht, weshalb ihr problemlos drei Mal am Tag auswärts essen könnt:

einfache Mahlzeit in einem Warung: etwa 1,50 Euro
westliches Essen in einfachem Restaurant: etwa 4 Euro
2-Personen-Menü mit drei Gängen, mittleres Preislevel: etwa 15 Euro
0,5 l einheimisches Bier: 1,80 Euro
0,33 l Importbier: 2,60 Euro
0,33 l Softdrink: 0,80 Euro
0,33 l Wasser: 0,40 Euro

Den Preisen für das Essen auf Bali sind nach oben hin natürlich keine Grenzen gesetzt. In Mittelklasse-Restaurants, die auch westliches Essen anbieten, bekommt ihr für fünf Euro schon eine komplette Mahlzeit – ohne Getränke. Wenn ihr euch allerdings etwas ganz Besonderes gönnen möchtet und in den angesagtesten Locations der Insel dinieren wollt, müsst ihr schon einiges mehr hinlegen. Trotzdem ist das Preis-Leistungsverhältnis der Restaurants auf Bali um Längen besser als bei vergleichbaren Etablissements in Westeuropa.

Top-Locations zum Essen gehen auf Bali

Hier haben wir für euch eine ganze Palette verschiedener Restaurants auf Bali zusammengestellt. Jedes davon ist einzigartig – entweder wegen preisgünstigem und gutem Essen, wegen der Lage oder wegen dem tollen Design der Location. Warungs müsst ihr allerdings selbst ausfindig machen: Es gibt einfach zu viele davon auf Bali, um sie miteinander zu vergleichen.

In Ubud können wir euch das Uname Ubud by Pramana empfehlen. Hier serviert man euch gesundes balinesisches und kaukasisches Essen zum kleinen Preis. Das Jaring Kitchen & Drinks am Lovina Beach ist auch dafür bekannt, dass man dort leckere indonesische und internationale Gerichte für wenig Geld bekommt. Im Secret Garden am Lovina Beach bewegen sich die Preise dann schon eher auf Mittelklasse-Niveau – aber dafür bekommt ihr dort auch fangfrische Meeresfrüchte.

Meeresfrüchte auf Bali

Wer Lust auf Gegrilltes hat, ist im Mittelklasse-Restaurant Tagine Bali in Seminyak an der richtigen Adresse. Im Tagine gibt es ausgezeichnetes arabisches Essen zu vernünftigen Preisen und prickelndes orientalisches Ambiente. Jimbaran bei Kuta ist der absolute Hotspot für Seafood.

Unser Favorit in Jimbaran ist das Oceana Restaurant & Bar direkt am Strand: Gerichte für jeden Geldbeutel, riesige Auswahl und jeden Abend ein Seafood-Barbecue. Für Romantiker lohnt sich ein Abstecher von Kuta in das 10 km entfernte Canggu: Im Wantilan Agung, einem Ableger des Tugu Hotels, speist ihr am Strand in eurer kleinen privaten Bali-Hütte auf Stelzen.

Lest jetzt hier unsere Reisetipps für Bali: Alle Highlights der Trauminsel!

Was habt ihr auf Bali schon einmal gegessen, das super geschmeckt hat? Schreibt es uns in die Kommentare!

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