Erawan Nationalpark: FAQs zu Thailands Natur-Juwel

Thailand ist bei Urlaubern vor allem für seine paradiesischen und unberührten Strände beliebt, vor denen das Wasser in sattem Türkis schimmert. Doch auch abseits der Küsten hat das südostasiatische Land sehenswerte Naturwunder zu bieten. Auf besonders schöne Art und Weise beweist das der Erawan-Nationalpark, der mit seinem großen natürlichen Reichtum verzaubert und seine Besucher in eine märchenhafte Welt entführt.


Inhaltsverzeichnis:


Der Erawan Nationalpark im Porträt

Der Nationalpark ist nach dem dreiköpfigen Elefant Erawan benannt, der seinen Ursprung in der hinduistischen Mythologie hat. Dort gilt er als Regen- und Wasserbringer – ein passend gewählter Name für den „Park des Wasserfalls“.

Erawan Wasserfall im Nationalpark

In dem 550 Quadratkilometer großen Naturpark haben zahlreiche Tiere ihr Zuhause. Faszinierend sind vor allem die bunten Schmetterlinge und die fliegenden Eichhörnchen, die ihre Flugkünste gerne zeigen. Mit etwas Glück könnt ihr auch Pfauen, Äffchen und Pferdehirsche entdecken.

Es gibt im Erawan Nationalpark einen kurzen Wanderweg, der entlang des Erawan Wasserfalls führt. Festes Schuhwerk kann trotzdem nicht schaden, da es sich in Flip-Flops oder Adiletten meist schlecht gehen lässt und der Boden mitunter etwas unwegsam ist.

FAQs zum Erawan Nationalpark



Wann ist die beste Reisezeit für einen Besuch im Erawan Nationalpark

Da der Erawan Nationalpark in den Bergen liegt, hat er einige klimatische Vorteile: Zum einen fällt die für Thailand obligatorische Regenzeit zwischen Mai und Oktober hier nicht so ausgiebig aus – selbst der regenreichste Monat Mai hat durchschnittlich nur elf Regentage.

Der andere Vorteil ist die angenehme Temperatur während der Monate November bis Februar. Hier habt ihr urlaubsmäßige 30 Grad und könnt euch nach Herzenslust in den Wasserfällen des Erawan Nationalparks erfrischen. Unangenehm heiß wird es nur im April, wenn das Thermometer auf über 40 Grad klettert.

Wasserfall im Erawan Nationalpark

© Tourism Authority of Thailand

Wann ist die beste Besuchszeit und wie viel kostet der Eintritt?

Ihr kennt ja das Paradoxon: Überall, wo es schön ist, sind viele Menschen und Besucher, die wiederum zeigen, dass es wirklich schön ist. Das ist im Erawan Nationalpark natürlich nicht anders. Wenn ihr die ursprüngliche Idylle und die Ruhe des Parks voll ausschöpfen und genießen wollt, solltet ihr schauen, dass ihr so früh wie möglich da seid. Die meisten Tagesbesucher treffen ab 11 Uhr ein.

Eine weitere Möglichkeit ist, euch eine Jahreszeit auszusuchen, die nicht in den großen internationalen Ferienverkehr fällt.

Öffnungszeiten Erawan Nationalpark: ganzjährig von 7:00 bis 17:00 Uhr
Eintrittspreise: Erwachsene 300 Baht (etwa 9 Euro) / Kinder 200 Baht (etwa 6 Euro)
(Stand: Oktober 2019)

Angesichts des Paradieses, das euch im Erawan Nationalpark erwartet, ein mehr als fairer Preis.

Wie kommt man am besten zum Erawan Nationalpark?

Auch mit seiner geografischen Lage weiß der Erawan Nationalpark zu punkten. Er liegt gut 200 Kilometer nördlich von Thailands Hauptstadt Bangkok und eignet sich sogar für einen Tagesausflug, auch wenn ihr zugegebenermaßen früh los müsst. Doch schlafen könnt ihr während der Fahrt im Bus.

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Von Bangkoks südlicher Busstation Sai Tai Taling fahren die alle 15 Minuten abfahrenden Busse der Linie 81 nach Kanchanaburi, von wo aus ihr mit einem weiteren Bus (8170) direkt zum Erawan Nationalpark gebracht werdet. Für beide Busse zahlt ihr zusammen umgerechnet circa 4,50 Euro.

Natürlich könnt ihr auch ein Taxi in Anspruch nehmen, was bis zu 4.000 Baht kosten dürfte, was ungefähr 110 Euro sind (Stand: Oktober 2019). Legt die Preise mit dem Fahrer aber unbedingt vor der Fahrt fest.

Anfahrt zum Erawan Nationalpark

Wenn ihr mit dem Gedanken spielt, euch einen Mietwagen zu nehmen, denkt bitte daran, dass ihr ohne internationalen Führerschein richtig Ärger bekommen könnt, da ein normaler deutscher Führerschein bei Kontrollen nicht anerkannt wird. Im Falle eines Unfalls droht sogar Haft!

Unser Tipp: Kümmert euch frühzeitig bei eurer örtlichen Verwaltungsbehörde um einen internationalen Führerschein. Der kostet circa 20 Euro und benötigt bis zu drei Wochen Bearbeitungszeit.

Das erwartet euch im Erawan Nationalpark

Der Erawan Nationalpark ist unbeschreiblich idyllisch. Hier findet ihr grüne Bäume, raue Felswände und exotische Flora, soweit das Auge reicht. Wenn ihr entlang des Pfades durch die Natur wandert, werdet ihr es immer mal wieder fröhlich plätschern und rauschen hören.

Erawan Wasserfall: Ein einmaliges „Wasserspiel“

Diese beruhigende Akustik entstammt dem Highlight des Erawan Nationalparks! Der 7-Stufen-Wasserfall zieht sich bergabwärts durch das gesamte waldige Gelände entlang des Hauptweges.

Kaskaden im Erawan Nationalpark

Ihr startet euren Weg beim sogenannten „Headquarter Office“, das gleichermaßen Sammel-, Treff- und Startpunkt für Touren ist. Hier könnt ihr euch einer Gruppe anschließen und mit den Guides des Parks aufbrechen oder natürlich auf eigene Faust losziehen.

Wenn ihr die ersten beiden Stufen des Erawan Wasserfalls bewundert, werden euch auch einige Restaurants auffallen, in denen ihr eine kleine Pause machen könnt. Auch ein Picknick in der unberührten Natur ist möglich, wenn ihr euren eigenen Proviant mitgebracht habt.

Das ändert sich aber, wenn ihr die zweite Stufe passiert habt. Hier gibt es einen Checkpoint, an dem Parkranger darauf achten, dass ihr keine Flaschen und Plastikverpackungen dabei habt – schließlich soll dieses Naturwunder nicht verschmutzt werden.

Entlang des Pfades werdet ihr in der Folge die anderen Stufen des Erawan Wasserfalls entdecken. Eingebettet zwischen unberührter Natur und urigen Felsen werden euch die Becken bestimmt auch verzaubern und in eine surreale Welt entführen. Teilweise ist das Wasser so klar, dass ihr die darin schwimmenden Fische auch von großer Entfernung sehen könnt.

Wasserfall im Erawan Nationalpark

Hinweis: Nicht in allen Becken ist Schwimmen erlaubt. Schaut deshalb genau auf die Hinweisschilder an jeder Stufe oder fragt einen Guide.

Auf dem befestigten Wanderweg entlang des Wassers benötigt ihr circa 25 Minuten, bis ihr die oberste Stufe erreicht, die allgemein auch als die schönste gilt. Hier leuchtet das Wasser in einmaligem Blau und ihr könnt euch unter dem Wasserfall erfrischen oder die Felsen erkunden.

Es schwimmen sogar besonders viele Fische herum, die an euren Füßen knabbern, wenn ihr sie ins Wasser haltet. Das tut nicht weh, sondern kitzelt sogar etwas. So kann der Erawan Wasserfall sogar mit einem gratis Spa-Angebot aufwarten …

Höhlen im Erawan Nationalpark: Imposanter „Untergrund“

Obwohl man sich an den traumhaften Becken des Erawan Wasserfalls und der idyllischen Umgebung des Nationalparks gar nicht sattsehen kann, ist dieser nicht das einzige Highlight. Sehenswert sind vor allem die vier mystischen Höhlen, die sich auf dem riesigen Parkgebiet befinden und die klangvollen Namen Tham Mi, Tham Ruea, Tham Ta Duang, Tham Phartat tragen. Die Höhlen liegen mitunter weit auseinander und auch nicht in direkter Nachbarschaft des Erawan Wasserfalls.

In der Nähe der Parkverwaltung am Fuße des Wasserfalls bieten allerdings Fahrer ihre Dienste ebenso an, wie Anbieter die Touren zu den Höhlen durchführen. Alle Höhlen des Parks verfügen über beeindruckende Tropfsteinformationen, die mal skurril, mal sanft geschwungen und auch mal unheimlich geformt sind.

Die Phartat Höhle (12 Kilometer vom Headquarter entfernt) beeindruckt mit ihren markanten und rauen Felsformationen, während es in der Ta Duang Höhle (30 Kilometer vom Headquarter entfernt) Historisches zu sehen gibt. Hier entführen euch Wandmalereien, die Menschen und Bäume zeigen, in eine Zeit, als unsere Vorfahren noch in Höhlen hausten.

Ungefähr 40 Kilometer südlich des Headquarters des Erawan Nationalpark könnt ihr nahe des Dorfes Ban Thap Sila die Mi Höhle besichtigen und habt es von hier aus nicht mehr weit zur letzten der vier berühmten Höhlen: In der Ruea Höhle warten neben faszinierenden Naturwundern auch noch Sagen und Legenden auf euch.

Einst fand man in dieser Höhle sehr alte Särge, die auf eine frühzeitliche Besiedlung der Höhle hindeuten. Die Einheimischen glauben, dass die Geister der Verstorbenen noch heute in der Höhlen umherspuken. Ihr seht also, dass es im Erawan Nationalpark bestimmt nicht langweilig wird …

Wie lange sollte man im Erawan Nationalpark bleiben?

Wie eingangs erwähnt ist der Erawan Nationalpark ein tolles Ziel für einen Tagesausflug, obgleich die Anreise nicht Ohne ist. Solltet ihr es aber nicht ganz so „gehetzt“ mögen und vielleicht versteckte Schätze des Parks entdecken wollen, empfehlen wir euch länger zu bleiben. Sonst ist es unmöglich, die Anreise, den Wasserfall, die Natur oder eine der Höhlen in einen Tag zu quetschen.

Wanderweg am Erawan Wasserfall im Nationalpark

Außerdem verführt der Erawan Wasserfall stets aufs Neue zum Baden und ist gerade in warmen Monaten bei längeren Aufenthalten tagtäglich eine tolle Erfrischung.

Übernachtungsmöglichkeiten und Hotels

Wie bereits angeklungen, spielt sich das „öffentliche Leben“ rund um das Headquarter ab. Hier gibt es Restaurants, Läden – und Übernachtungsmöglichkeiten. Der Erawan Nationalpark verfügt über einen eigenen Campingplatz, wo ihr Zelte, Schlafsäcke und Campingutensilien für wenige Euro ausleihen könnt.

Eine weitere Möglichkeit sind die benachbarten Bungalows, die in ihrem Fassungsvermögen zwischen zwei und 50 Personen variieren und 800 bis 4.000 Baht (23 Euro bis 120 Euro) kosten.

Hotels hat der Park nicht, dafür gibt es entlang des benachbarten Flusses Khwae Yai einige. Das Mida Resort Kanchanaburi besticht beispielsweise mit komfortabler Einrichtung, einem Swimming-Pool und erholsamer Lage in grüner Umgebung. Ihr seid schnell im Erawan Nationalpark und könnt die natürliche Schönheit und den unvergleichlichen Reichtum Thailands bewundern.

Wenn ihr tropische Natur im Überfluss erleben wollt, solltet ihr euch die Zeit nehmen und diesen Park in aller Ruhe erkunden. Ein traumhaftes Erlebnis. Vor allem abends, wenn die Tagesausflügler weg sind. Hier findet ihr dann Ruhe und Entspannung.

Wart ihr schon mal da und habt vielleicht noch Tipps, die ihr gerne teilen möchtet?

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