Sehenswürdigkeiten in Brighton: Verwunschenes Strandbad mit hippem Flair

Nur eine Stunde mit dem Zug von London entfernt findet ihr das einzigartige Brighton. Der Urlaubsort an der Küste bietet euch einen unschlagbaren Mix aus Kultur, Kuriositäten und herrlichen Strandpromenaden. Clemens von travellersarchive.de war schon dort – und welche Sehenswürdigkeiten es in Brighton zu entdecken gibt, verrät er euch hier.

Kaum einer Stadt in England und ganz Großbritannien geht ein so spezieller Ruf voraus wie Brighton. Ob als legendäres Strandbad und Badewanne Londons, als Rückzugsort von Künstlern und Lebemännern oder aber als Spieleparadies und hippes Pflaster der Neuzeit. Entsprechend viele Highlights und Sehenswürdigkeiten gibt es in Brighton.

Kein Wunder also, das Brighton ein beliebtes Ausflugsziel für die so vielbeschäftigten Londoner ist – und das nicht nur im englischen Sommer. Langeweile? Kennt man in Brighton nicht. Dafür ist die Stadt an der Küste des Ärmelkanals viel zu vielfältig, zu multikulti, zu besonders. Brighton bietet etwas für jeden Geschmack.

Brighton ist alt und neu

Die Stadt ist der perfekte Mix aus Alt und Neu. Für diese Erkenntnis muss man Brighton nicht einmal lange entdecken. Schon an der nie enden wollenden langen Strandpromenade fallen zwei Dinge besonders ins Auge. Zunächst gibt es da den im Jahre 1899 eröffnete Brighton Pier. Die historische Seebrücke steht seit jeher wie eine Eins im Meer und trotzt den Zeiten genauso wie den Gezeiten.

Wenige Hundert Meter weiter an der Küste entlang steht das wuchtige Gegenbild dazu: der British Airways i360. Dabei handelt es sich im einen riesigen Turm, der in seiner Bauart ein wenig an eine Nadel erinnert. Mit einem Unterschied jedoch: Am oberen Ende befindet sich eine riesige Aussichtsplattform, die sich in sich dreht und wiederum ein wenig wie ein Ufo aussieht. Der Blick von oben ist tatsächlich atemberaubend – und das nicht nur aufgrund der enormen Höhe von 173 Metern.

i360, Brighton

© Clemens Sehi / travellersarchive.de

Brighton ist hip und voller Hippies

Zugegeben, der Charme von Brighton kennt am Brighton Pier noch lange kein Ende. Im Gegenteil, die Innenstadt ist superschnuckelig. Unbedingt einen Besuch wert sind die Brighton Lanes, was den ursprünglichen Ortskern des ehemaligen Fischerdorfes Brightelmstone darstellt. Man stelle sich verwinkelte, enge Gassen vor, in denen man sich von einem viktorianischen Prachtbau zum nächsten windet. Darin verstecken sich neben urigen Pubs aber auch immer öfter hippe Boutiquen und Cafés mit erfrischend jungen Konzepten. Dabei erinnert Brighton mit seiner Mischung aus Alt und Neu, sowie der gelungenen Auswahl an angesagten Läden sogar ein wenig an die junge Mode-, Café und Alternativszene in Leipzig und Chemnitz. Zum Beispiel mit dem Saftladen 42 Juice oder dem hübschen Café & Bäckerei The Flour Pot mit einer tollen Auswahl an Backwaren.

Klamotten? Auch die findet man in Brighton zuhauf. Das aber nicht nur in hipper Ausführung, sondern auch in Hippie-Ausführung. Und das hat auch einen Grund …

Im Stadtviertel North Laine trifft Rockabilly auf Hippietum und Bohemien-Style auf Skurrilitäten. Hier, zwischen North Street und Trafalgar Square, findet man alles Verrückte von A bis Z. Ob im Plattenladen mit seltenen Schallplatten aus den 60er- und 70er-Jahren, im Second-Hand-Shop mit skurrilen 70er-Jahre-Outfits oder im Perücken-Laden mit üppiger Haarpracht von White Trash bis Elton John. In North Laine wird es nie langweilig.

North Lane, Brighton

© Clemens Sehi / travellersarchive.de

Brighton ist sportlich und gediegen

Wenn in Brighton nicht gerade geshoppt, gerockt oder gefeiert wird, kann man sich auch dem Sport hingeben. Am besten natürlich auf der langen Strandpromenade, die bis ins Nachbarstädtchen Hove führt. Nicht verpassen sollte man dort übrigens auf keinen Fall die Hove Beach Huts, kleine bunte Strandhütten, die sich entlang des Strandes aufreihen. Ihr wollt am liebsten gleich einziehen? Da seid ihr nicht allein.

Strandhütten, Hove, Brighton

© Clemens Sehi / travellersarchive.de

Brighton kann aber auch gediegen sein. Kein Wunder, denn der Brighton Beach gilt als die „Badewanne von London“. Legendär sind hier die Sommer, in denen der breite Stand über und über mit Badegästen gefüllt ist. Den Pint Bier für die Erfrischung gibt es übrigens direkt am Wasser in einem der vielen Pubs und Bars.

Der berühmte DJ Fatboy Slim hat hier mal direkt auf dem Sand aufgelegt. Bis zu einer Million Menschen sollen an diesem Tag am Brighton Beach zu seiner Musik getanzt haben. Das Video davon erfreut sich im Internet noch immer reger Beliebtheit. Typisch Brighton eben!

Brighton ist verspielt und verfressen

Die Stadt ist ein beliebtes Spielerparadies in Südengland. Besonders berühmt sind dabei die Spielautomaten auf dem Brighton Pier. Das ehemalige Veranstaltungsgelände wartet mit einem richtigen Vergnügungspark auf, inklusive Achterbahn, Wilde Maus und vielen weiteren Attraktionen. Noch beliebter sind allerdings die Spielhallen, in denen es sich prima die letzten paar Pfund verzocken lassen Auch das ist „very british“. Langweilig wird es auf jeden Fall nie.

Brighton Pier, Brighton

© Clemens Sehi / travellersarchive.de

Wer vom ganzen Vergnügen hungrig wird, dem stehen in Brighton extrem viele Möglichkeiten offen. Denn wenn die Engländer eines mögen, dann ganz gediegen Essen zu gehen. Ob Fish and Chips in einem der kleinen Läden am Meer, echtes Pub Food in einem der zahlreichen Pubs der Stadt oder aber im hippen Ambiente der jungen Caférestaurants wie dem entspannten Redroaster Café in der St. James’s Street. Satt wird man in Brighton an fast jeder Ecke. Und das nächste Bier zum Runterspülen ist meist auch leicht zu finden.

Brighton ist very British und very Indian

Brighton ist eine typisch englische Stadt. Soll heißen, sie ist wirklich „very british“. Ausgehviertel und moderne Shoppingmeile sind schon rein örtlich gesehen gut voneinander getrennt. Und jeder Stadtteil für sich ist eigen und etwas Besonderes.

So wie zum Beispiel Kemptown. Dabei handelt es sich um eine kleine Gemeinde, die entlang des King’s Cliff bis nach Black Rock im Osten der Stadt liegt. Kemptown hat einen Ruf als Künstlerviertel und das trifft es ganz gut. Nach einem Besuch im quirligen North Laine lässt es sich hier prima umherbummeln.

Kleiner Tipp: Wer hier einmal in eine der kleinen Seitenstraßen bis zum Ufer läuft, der wird mit einem ungewohnten Blick auf die Promenade und den Brighton Pier belohnt.
Euch fehlt noch eine Übernachtungsmöglichkeiten? Dann hier entlang zu unseren Angeboten für Brighton!

Das ungewöhnlichste Gebäude in ganz Brighton ist mit Sicherheit der Royal Pavillion. Ein Gebäude, das mit seinen riesigen indischen Kuppeln, genauso in Neu-Delhi oder Mumbai stehen könnte. Dabei handelt es sich dabei keineswegs um das Kunstwerk eines abgedrehten Künstlers oder Architekten.

Stattdessen verbirgt sich hinter dem monumentalen Bau eine Geschichte aus dem 18. Jahrhundert. Damals kaufte sich George IV., der damalige Prinz von Wales, hier ein Landhaus und beauftragte den Architekten John Nash damit, den einfachen Bau in einen echten Palast zu verwandeln. Dieser nahm sich dieser Aufgabe an und übertraf sich offenbar selbst. Entstanden ist ein Bauwerk das bis heute nicht so recht hier her gehören will und es doch eben genau deshalb tut. Eben das ist Brighton!

Royal Pavillion, Brighton

© Clemens Sehi / travellersarchive.de

Noch ein Tipp: Ein Besuch im Inneren des Royal Pavillion lohnt sich, denn alle Zimmer des Palastes stehen Besuchern offen, vom gemütlichen Schlafgemach zum pompösen Essenssaal.

Ihr wollt noch mehr Brighton Geheimtipps? Dann schaut mal bei den Brighton Insidertipps im Travellers Archive vorbei. Hier findet ihr ausführliche Reisetipps zu Sehenswürdigkeiten, schöne Cafés, tolle Unterkünfte und vieles mehr.

Die Kommentarfunktion ist deaktiviert.