Berühmte Brücken: Die schönste Verbindung

In einem alten Volkslied werden zwei sich liebende Königskinder besungen, die nicht zueinander kommen, weil das Wasser des Flusses, der sie trennt, zu tief ist. Hätten sie eine Brücke gehabt, wäre die Geschichte anders verlaufen. Seit jeher verbinden Brücken Menschen und verkürzen unsere Wege. Wir möchten euch heute einige der berühmtesten Brücken vorstellen.


Inhaltsverzeichnis

  1. Sydney Harbour Bridge
  2. Hangzhou Wan Daqiao
  3. Göltzschtalbrücke
  4. Öresundbrücke
  5. Rialtobrücke
  6. Ponte Vecchio
  7. Brücke von Avignon
  8. Viaduc de Millau
  9. Tower Bridge
  10. Brooklyn Brige
  11. Golden Gate Bridge

Wir beginnen unsere Reise zu den Brücken im Osten und bewegen uns langsam nach Westen. Zur besseren Übersicht haben wir euch alle elf Bauwerke in dieser Karte markiert:

Manche der Brücken sind schon sehr alt, andere aber sehr modern und beeindrucken durch die Meisterleistung der Ingenieure, die sie gebaut haben.

1. Sydney Harbour Bridge: Australiens riesiger Kleiderbügel

Die Sydney Harbour Bridge ist eine der berühmtesten Brücken der Welt

Eröffnung: 19.03.1932


Länge: 503 Meter

Zusammen mit dem Opernhaus ist diese berühmte Brücke das Wahrzeichen der australischen Metropole und damit eine ihrer Top-Sehenswürdigkeiten. Die Harbour Bridge verbindet Sydneys südliche Stadtteile mit dem Norden. Aufgrund der Bogenform des Stahlaufbaus wird sie von den Einheimischen auch „The Coathanger“ (auf Deutsch: „Kleiderbügel“) genannt. Dabei ist sie aber deutlich massiver als ein Kleiderbügel: Acht Fahrspuren, zwei Gleise, ein Radweg und ein Fußgängerweg machen die Sydney Harbour Bridge zu einer der breitesten Brücken der Welt.

Hättet ihr’s gewusst? Diese gigantische berühmte Brücke muss natürlich auch gewartet werden. Allein das Streichen der mehrerer Hunderttausend Quadratmeter Stahl dauert etwa 10 Jahre. Immerhin ist der Arbeitsplatz der Brückenstreicher auf jeden Fall gesichert: Denn haben sie die Harbour Bridge einmal fertig angemalt, können sie auch schon wieder von vorne beginnen.

Den Stahlbogen zwischen den Pfeilern könnt ihr bei einer geführten Tour, gesichert mit Seilen, besteigen. Da ihr aus Sicherheitsgründen aber nichts mit auf diese Tour nehmen dürft, müsst ihr leider auf eigene Fotos verzichten. Genießt also die Aussicht auf den Hafen und das berühmte Opernhaus. Euer Guide wird Fotos machen, die ihr dann im Anschluss posten könnt.

Unser Tipp: Sydney zum Jahreswechsel einen Besuch abzustatten, lohnt sich. Denn ein ganz besonderes Highlight ist jedes Jahr das Silvesterfeuerwerk, das den Nachthimmel über der Brücke erhellt.

2. Hangzhou Wan Daqiao, China: Eine der längsten Brücken der Welt

Rekordverdächtig lang ist die berühmte Brücke Hangzhou Wan Daqiao

Eröffnung: 01.05.2008


Länge: 36 Kilometer

Hangzhou Wan Daqiao ist knapp am Rekord für die längste Brücke der Welt vorbeigeschrammt. Sie ist nur 2,5 Kilometer kürzer als der Rekordhalter am Lake Pontchartrain Causeway in Louisiana. Doch das Bauwerk, das sich über die Hangzhou Bay schlängelt, kann sich allemal sehen lassen: Denn eigentlich besteht sie aus mehreren Brücken, die sich in neun Abschnitte teilen. Sie verbindet die Städte Cixi und Jiaxing und verkürzt die Strecke zwischen den Handelszentren Shanghai und Ningbo immerhin um 120 Kilometer.

Zwei Schrägseilbrücken mit 448 Metern bzw. 318 Metern Stützweite bilden für den Betrachter den Höhepunkt. Die Pylone dieser beiden Brücken ragen fast 100 Meter in die Höhe.

Etwa auf halber Strecke mitten im Meer gibt es eine Service-Insel mit Raststätte, Restaurants, Hotel und Tagungszentrum. Das Bauwerk wurde so konstruiert, dass es Windgeschwindigkeiten von bis zu 230 Kilometern pro Stunde standhalten kann. Außerdem soll die Brücke die nächsten 100 Jahre halten. Ein wahrhaft faszinierendes Beispiel moderner Ingenieurskunst.

3. Göltzschtalbrücke: Sachsens Wunderwerk aus Ziegelstein

Die Göltzschtalbrücke in Sachsen

Eröffnung: 15.07.1851


Länge: 574 Meter

Die nächste Brücke, die wir euch vorstellen, liegt mitten in unserer Heimat. Im sächsischen Vogtland als Teil der Bahnlinie Leipzig-Hof führt die Göltzschtalbrücke in 78 Metern Höhe über das Tal der Göltzsch zwischen den Orten Reichenbach im Vogtland und Netschkau.

Der beeindruckende Bau ist die größte Ziegelsteinbrücke der Welt. Wenn man bedenkt, dass die erste offizielle Bahnfahrt 1834 stattfand, ist es erstaunlich, dass diese Eisenbahnbrücke keine 20 Jahre später fertig gestellt wurde. Während der Bauzeit wurden täglich ca. 50.000 Ziegel von 20 Ziegeleien gebrannt. Allein für das Baugerüst wurden 23.000 Bäume gefällt.

Entlang der Brücke gibt es beschilderte Wege, über die ihr das Wunderwerk aus der Nähe bestaunen könnt. Von Zeit zu Zeit finden auf der Freifläche vor der Göltzschtalbrücke Open-Air-Konzerte statt. Bei der Gelegenheit könnt ihr sie dann mit ihrer nächtlichen Beleuchtung bewundern.

Unser Tipp: Am Fuß der Brücke gibt es zwei Biergärten, in denen ihr euch nach der Besichtigung stärken könnt.

4. Öresundbrücke, Dänemark und Schweden: Der heimliche Krimistar

Eine berühmte Brücke an der Grenze von Dänemark nach Schweden ist die Öresundbrücke

Eröffnung: 01.07.2000


Länge: 7.845 Meter

Wer mit dem eigenen Auto in den Schweden-Urlaub fährt, hat diese berühmte Brücke wahrscheinlich schon genutzt. Die Öresundbrücke verbindet die dänische Hauptstadt Kopenhagen mit der schwedischen Stadt Malmö. Sie ist die längste Schrägseilbrücke der Welt für kombinierten Straßen- und Bahnverkehr.

Hinweis: Die Überfahrt auf der Öresundbrücke kostet pro Pkw (bis sechs Meter Länge) 53 Euro, für Camper oder Campinganhänger 106 Euro. Auf dem Motorrad zahlt ihr 29 Euro. (Stand: März 2019)

Täglich passieren sie ca. 17.000 Fahrzeuge und ca. 200 Züge. Um den Bau zu ermöglichen wurde sogar eine künstliche Insel in der Meerenge geschaffen, in der die Fahrbahn für vier Kilometer durch einen Tunnel unter der Wasseroberfläche verschwindet. Dies war nötig, damit der Flugverkehr Richtung Kopenhagen oberhalb der Öresundbrücke weiterhin reibungslos ablaufen kann.

Einen besonders tollen Blick auf die Brücke habt ihr von Limhamn in Schweden. Dort gibt es einen Parkplatz, von dem ihr zur Brücke wandern könnt.

Hättet ihr’s gewusst? In der dänisch-schwedischen Krimiserie „Die Brücke – Transit in den Tod“ spielt die Brücke eine Hauptrolle.

5. Rialtobrücke: Venedigs romantischste Verbindung

Die Rialtobrücke in Vebendig ist auf der ganzen Welt berühmt

Eröffnung: 20.03.1591


Länge: 48 Meter

Aus Europas Norden fahren wir nun in den Süden und kommen zu einer historischen berühmten Brücke. Venedig mit seinen vielen Kanälen besitzt ja unzählige Brücken. Die bekannteste, weil optisch herausragende, ist allerdings die Rialtobrücke.

Der Name ist eine Ableitung von dem italienischen Rivo Alto, was so viel wie „hohes Ufer“ bedeutet. Immerhin ist dieses Viertel dasjenige der Stadt, das am höchsten über dem Meeresspiegel liegt.

Bereits im 10. Jahrhundert gab es an dieser Stelle eine hölzerne Brücke. Da das Holz immer wieder verrottete oder die Brücke abbrannte, beschloss man 1588 eine Brücke aus Stein zu bauen. Bis 1854 war sie dann der einzige Fußweg über den Canale Grande. Den Platz an den Seiten der Brücke nutzten die Venezier, indem sie in den Bögen Geschäftsräume einrichteten, die bis heute regen Zulauf erfahren.

Die einzigartige Architektur macht die Rialtobrücke bis heute zu einem der Wahrzeichen Venedigs. Ihr könnt sie bestaunen, wenn ihr sie zu Fuß überquert, oder aber auf die romantische Tour bei einer Gondelfahrt, bei der ihr gemächlich unter ihr durchgleitet.

Tipp: Da Venedig gerade im Sommer oft überlaufen ist, empfehlen wir euch die Stadt im Winter zu besuchen. Dann könnt ihr euch die Sehenswürdigkeiten in Ruhe ansehen und habt diesen traumhaft schönen Ort fast für euch alleine.
Hinweis: Ab Mai 2019 erhebt die Stadt Venedig eine Eintrittsgebühr für Tagesgäste. In 2019 soll diese Gebühr bei 3 Euro pro Person liegen. Ab 2020 dann zwischen 6 Euro und 10 Euro pro Person.

6. Ponte Vecchio: Das Schmuckstück von Florenz

Die berühmte Brücke Ponte Vecchio gehört zu den Top-Sehenswürdigkeiten in Florenz

Eröffnung: 1345


Länge: 95 Meter

Auch die nächste berühmte Brücke, die wir euch vorstellen möchten, bringt einiges historisches Gewicht mit sich. In der Renaissance-Stadt Florenz führt die Ponte Vecchio, die „alte Brücke“, über den Fluss Arno. Sie ist nicht nur die älteste Brücke der Stadt, sondern auch die älteste Segmentbogenbrücke der Welt.

An der gleichen Stelle gab es schon zu Zeiten der Etrusker in vorrömischer Zeit einen Übergang. Im Jahr 1333 wurde die damalige Holzbrücke bei einem Hochwasser weggespült, und so wurde beschlossen eine steinerne Brücke zu errichten. Ursprünglich waren in den Läden auf der Brücke Schlachter und Gerber untergebracht, die ihre Abfälle ins Wasser kippten. Seit 1565 durften sich dann aber nur noch Goldschmiede und Juweliere hier ansiedeln. Noch heute könnt ihr in den kleinen Läden Schmuck kaufen. Vielleicht eine Idee für ein besonderes Souvenir?

In der Oper „Gianni Schicchi“ von Puccini droht Lauretta in einer Arie sich von der Ponte Vecchio Brücke zu stürzen – sie kann nämlich nicht mit ihrem Geliebten zusammen sein, weil ihre Familien zerstritten sind. Das kommt uns doch irgendwie bekannt vor, auch wenn Romeo und Julia in Verona lebten.

Auf alle Fälle zählt die Ponte Vecchio zu den Wahrzeichen der Stadt und ihr solltet sie bei einer Städtereise nach Florenz unbedingt anschauen.

2. Brücke von Avignon, Frankreich: Eine Brücke, die keine ist

Die Brücke von Avignon ist zwar sehr berühmt - aber eigentlich keine richtige Brücke

Eröffnung: 1355


Länge: 915 Meter (ursprünglich), 120 Meter (heute)

Unsere Brückenreise führt uns von Italien nach Frankreich zu einer anderen historischen Brücke, die ein Kuriosum darstellt. Denn die Pont Saint-Bénézet, bekannter als Brücke von Avignon, endet mitten im Fluss. Vielleicht kennt ihr ja das Kinderlied „Sur le Pont d’Avignon“, in dem besungen wird, dass man auf dieser Brücke tanzen kann. Zu viel mehr taugt diese Brücke ja auch nicht mehr.

Hättet ihr’s gewusst? Der Legende nach wurde dem Hirtenjungen Bénézet durch eine himmlische Stimme der Auftrag erteilt an eben dieser Stelle eine Brücke zu bauen. Nachdem die Stadtoberen ihn ausgelacht hatten, nahm er einen schweren Felsbrocken und schleuderte ihn an diese Stelle. Somit war der Grundstein gelegt.

Ursprünglich war die Pont Saint-Bénézet komplett und galt damals sogar als längste Brücke Europas. Aber nach mehreren Zerstörungen und Hochwassern wurde sie 1660 aufgegeben. Heute könnt ihr auf der Brücke nicht nur tanzen sondern auch eine Doppelkapelle besichtigen. Der obere Teil dieser Kapelle ist dem Heiligen Nikolaus von Myra, den ihr als Nikolaus aus der Vorweihnachtszeit kennt, gewidmet. Der unter Teil dem Hirtenjungen Bénézet, der nach seiner Heiligsprechung hier beigesetzt wurde.

Neben dem Papstpalast ist diese Brücke das zweite Wahrzeichen dieser wunderschönen historischen Stadt mit ihrem provenzalischen Charme, die ihr unbedingt einmal besuchen solltet.

8. Viaduc de Millau, Frankreich: Brücke mit Starqualitäten

Die berühmte Brücke Viaduc de Millau

Eröffnung: 14.12. 2004


Länge: 2.460 Meter

Die nächste Brücke liegt auch in Frankreich und ist ein Meisterwerk moderner Architektur. Immerhin hat der Stararchitekt Sir Norman Foster an den Plänen mitgearbeitet. Das Viaduc de Millau ist die längste Schrägseilbrücke der Welt und mit einer maximalen Pfeilerhöhe von 343 Metern gleichzeitig das höchste Bauwerk Frankreichs.

Wenn ihr vorhabt mit dem Auto nach Perpignan oder gar weiter nach Spanien zu fahren, könnt ihr eure Route so planen, dass ihr über das Zentralmassiv fahrt und hier das Tal des Flusses Tarn überquert. Die Baufirma hat bis 2079 das Recht für die Überfahrt Mautgebühren zu kassieren, muss die berühmte Brücke dafür aber in Stand halten.

Die Konstruktion und Montage des Viaduc de Millau waren revolutionär und ermöglichten den Bauarbeitern 95 Prozent ihrer Tätigkeiten auf festem Grund zu verbringen, was die Unfallrisiken erheblich senkte.

Von Norden kommend solltet ihr einen Stopp am Rastplatz Brocuéjouls machen. Hier befindet sich ein Besucherzentrum mit einer Ausstellung zum Bau der Brücke, ein Souvenirshop und in der Nähe ein Aussichtspunkt, der euch einen Panoramablick auf das Bauwerk ermöglicht.

An diesem Rastplatz wurde außerdem ein altes, für die Gegend typisches Bauernhaus restauriert. Zusätzlich habt ihr hier die Möglichkeit euch über Sehenswürdigkeiten in der Region Aveyron zu informieren. Eventuell habt ihr ja Lust, gleich die ganze Umgebung zu erkunden? Besagten Rastplatz erreicht ihr übrigens sowohl von der Autobahn als auch von der Landstraße aus.

Unser Tipp: Von April bis Anfang November könnt ihr an einem Snackshop Waffeln nach den Rezepten von Michel Bras probieren. Der ist immerhin mit drei Michelinsternen ausgezeichnet worden. Es könnte also sein, dass eure Pause an dieser berühmten Brücke etwas länger ausfallen könnte als gedacht.

9. Tower Bridge, London: Klappe auf für die Queen

Londons berühmteste Brücke: die Tower Bridge

Eröffnung: 30.06.1894


Länge: 244 Meter

Vom ländlichen Südfrankreich fahren wir nun nach Norden in eine Weltmetropole. Die Tower Bridge ist eines der Wahrzeichen von London. Neben der eindrucksvollen neugotischen Architektur beeindruckt sie mit der Tatsache, dass sie eine Klappbrücke ist.

Jedes Mal, wenn ein größeres Schiff unter der Brücke durchfahren muss, könnt ihr zusehen, wie der Mittelteil der Brücke in zwei Teilen nach oben gefahren wird. Das passiert relativ häufig, da die Fahrbahn nur neun Meter über dem Wasser liegt. Dank dieser Brücke kommt ihr schnell vom Tower of London am Nordufer zur City Hall auf dem Südufer.

Zu besonderen Anlässen wird sie als Zeichen der Ehrung geöffnet. So zum Beispiel zur Parade von Queen Elisabeth II. anlässlich ihres 60. Thronjubiläums am 03.06.2012.

Übrigens könnt ihr als Fußgänger die aufgeklappte Brücke auch in schwindelnder Höhe überqueren. Dazu gilt es aber eine Treppe und 34 Höhenmeter zu überwinden. Auf den Fußgängerwegen, die übrigens einen Glasboden haben, gibt es dann aber auch ein interessantes Museum mit Bildern und Modellen zu Bau und Geschichte der Brücke. Diese Tour ist ein echtes Highlight eines jeden London-Besuches.

10. Brooklyn Bridge, New York: Die Brücke zu Ruhm und Reichtum

Eine sehr berühmte Brücke ist die Brooklyn Bridge in New York

Eröffnung: 24.05.1883


Länge: 485 Meter

Um zur nächsten Brücke zu gelangen müssen wir den Atlantik überqueren. Auch die Brooklyn Bridge ist ein Wahrzeichen ihrer Heimatstadt. Sie verbindet die New Yorker Stadtteile Brooklyn und Manhattan. Bei einer Fahrt über die Brücke überquert ihr den East River, der eigentlich kein Fluss, sondern ein Meeresarm ist.

Bei ihrer Eröffnung war die Brooklyn Bridge die längste Hängebrücke der Welt. Damals galt sie als „Sehnsuchtsbrücke“, da sie für die Einwohner Brooklyns den Traum von einem besseren Leben auf der „anderen Seite“ symbolisierte. Geplant und entwickelt wurde sie übrigens von einem Ingenieur, der aus Thüringen stammte.

Einer Legende nach soll vor der Eröffnung eine Belastungsprobe durchgeführt worden sein, indem man 21 Zirkuselefanten über die Brücke gehen ließ. Ganz offensichtlich glückte der Test. Seither ist sie Anziehungspunkt für Spaziergänger, Pendler und Besucher – und darüber hinaus ein sehr beliebtes Fotomotiv. Seit 1977 ist die Brücke im Register of Historic Places registriert.

Die Brücke mit ihren markanten Stützpfeilern ist zweistöckig. Durch die untere Ebene führt eine sechsspurige Straße, die täglich von ca. 120.000 Fahrzeugen passiert wird. Darüber gibt es einen Fuß- und Radweg, den täglich 4.000 Fußgänger und 3.100 Radfahrer nutzen.

Am Fuß der Brücke wurde ab 2009 ein zwei Kilometer langer Park errichtet, von dem aus ihr tolle Blicke auf die Skyline von Manhattan und die Brücke habt. Der ideale Ort für ein Picknick abseits des Trubels von Downtown Manhattan. Ein wirklich idyllisches Plätzchen mitten in New York.

11. Golden Gate Bridge, San Francisco: Der Star unter den Brücken

Die Golden Gate Bridge ist sicherlich bei den berühmtesten Brücken der Welt ganz vorne mit dabei

Eröffnung: 27.05.1937


Länge: 2.737 Meter

Zum Abschluss reisen wir mit euch an die US-Westküste zu einer der bekanntesten Brücken der Welt. Immerhin darf sich die Golden Gate Bridge seit 1995 als modernes Weltwunder bezeichnen. 27 Jahre lang war sie die längste Hängebrücke der Welt.

Bei ihrem Bau wurden mehrere Rekorde gebrochen. Es wurden die damals höchsten Pylone (227 Meter) errichtet und die dicksten und längsten Kabelstränge (92 Zentimer, 2.332 Meter) verwendet. Die größte Herausforderung bei der Planung war eine Brücke zu entwerfen, die den starken Meeresströmungen in der Bucht ebenso standhielt wie den häufigen Erdbeben in der Region.

Die orange Farbe, die sie so unverwechselbar macht, war ursprünglich nur ein Rostschutzmittel, das man noch mit langweiligem Grau übermalen wollte. Dagegen liefen aber die Einwohner San Franciscos Sturm. So leuchtet die Brücke bis heute in dieser markanten Farbe.

Ihr könnt das Weltwunder mit dem Auto oder zu Fuß überqueren. Ein besonderes Erlebnis ist es aber, wenn ihr sie mit dem Fahrrad befahrt und anschließend noch ein Picknick im Golden Gate National Recreation Area Park macht. Von dort genießt ihr einen fantastischen Ausblick auf die Brücke und das Zentrum von San Francisco.

Unser Tipp: Im Anschluss lohnt noch ein Bummel im Städtchen Sausalito. Hier gibt es eine schöne Hafenpromenade und viele Restaurants. Wenn ihr danach nicht zurück radeln wollt, könnt ihr die Bucht auch mit einer Fähre überqueren.

Allerdings müsst ihr vor allem im Sommer damit rechnen, dass die Brücke von Nebel umhüllt ist. Die besten Chancen auf freie Sicht habt ihr im Herbst, wenn sich die Temperaturen an Land wieder an die des Pazifiks annähern.

Damit endet unsere Reise zu den berühmtesten Brücken dieser Welt. Diese verbinden nicht nur, sie bieten auch einen Schatz an Geschichten, die es zu erzählen gibt. Es wäre schade diese Bauwerke nur als einfache Verbindung zwischen zwei Orten anzusehen. Also haltet eure Augen offen und nehmt euch Zeit diese architektonischen Wunderwerke zu bestaunen. Es lohnt sich.




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