Die Azoren: Welche Insel ist die richtige für mich?

Die neun bewohnten Inseln der Azoren liegen weit draußen auf dem Atlantik und gehören zu Portugal. Wer auf den Azoren Urlaub machen möchte, trifft auf zahlreiche Möglichkeiten für Entspannung, Aktivitäten und Sehenswürdigkeiten. Wir nehmen euch mit auf eine Reise durch das Archipel und stellen euch die schönsten Seiten der Inseln vor.


Inhaltsverzeichnis


 

 

Wie heißen die Inseln der Azoren?

Die Inselgruppe befindet sich etwa 1.370 Kilometer vom Festland entfernt mitten im Atlantik. Nicht nur die Größe der einzelnen Inseln fällt unterschiedlich aus. Entscheidet selbst, welche Azoren-Insel am besten zu euch passt – denn jede hat ihren eigenen Charme und andere Sehenswürdigkeiten, die euch begeistern werden.

Zur besseren Übersicht haben wir die Inseln auch auf dieser Karte markiert:

Karte der Azoren-Inseln

São Miguel: Insel der Thermalquellen

São Miguel ist mit einer Fläche von fast 747 Quadratkilometern die Hauptinsel der Azoren. Durch Vulkanaktivitäten haben sich hier viele Thermalquellen gebildet, in denen ihr teilweise sogar baden könnt.

Das Eiland präsentiert sich mit viel grüner Landschaft. In den zahlreichen Gewächshäusern werden Ananas angepflanzt. Neben Wein- und Tabakfeldern verfügt São Miguel außerdem über Tee-Plantagen – einzigartig in Europa.

Pico: Wale vor der schwarzen Insel

Der Name der zweitgrößten Azoren-Insel geht auf den Vulkan Pico zurück, dem höchsten Berg Portugals (ca. 2.351 Meter). Früher wurde hier viel Walfang betrieben. Heutzutage habt ihr die Möglichkeit, die Meeressäuger an Bord eines Bootes zu beobachten.

Über 100 kleine Vulkane prägen außerdem mit ihren Kratern das Landschaftsbild der „Ilha Negra“ (auf Deutsch: „schwarze Insel“).

Santa Maria: Die Sonneninsel

Die südlichste, sonnenreichste und zugleich älteste Insel der Azoren verfügt über ein besonders warmes Klima. Der Westen zeigt sich flach und steinig, während im Osten bezaubernde Wälder die Hügel bedecken.

Im Landesinneren stoßt ihr auf die sogenannte „rote Wüste“. Sie besteht aus welligen Lehmablagerungen und leuchtet in zahlreichen Rottönen. Aufgrund ihrer versteckten Buchten ist Santa Maria ein Favorit für Badegäste. Außerdem ist sie der Ausgangspunkt für Tauchexkursionen zu den Formingas.

Faial: Die blaue Insel

Auf Faial wachsen blaue Hortensien in Hülle und Fülle. Das hat ihr den Beinamen „blaue Insel“ verschafft. Beim letzten Vulkanausbruch 1957 / 1958 wurde die 2,4 Quadratkilometer große Halbinsel Ponta dos Capelinhos geschaffen, die heute zu den Hauptattraktionen der Insel gehört.

Ein weiteres Highlight erlebt ihr bei einer Wanderung entlang der Caldera von Faial. In diesem Naturschutzgebiet hat sich seit dem letzten Vulkanausbruch eine besonders artenreiche Vegetation entwickelt.

Flores: Die Blumeninsel der Azoren

Die „Blumeninsel“ Flores ist mit Abstand die hübscheste. Hauptattraktion und Wahrzeichen der Insel sind die Rocha dos Bordôes, mehr als 200 senkrecht aufragende Basaltsäulen. Die Küsten werden von den Wellen des Golfstroms, der hier das erste Mal auf Land trifft, geformt. Steile Klippen mit ins Meer stürzenden Wasserfällen dominieren die Küste.

Ein umfangreiches Netz aus alten Saumpfaden bietet ein abwechslungsreiches Wandergebiet, über das ihr die Insel erkunden könnt.

São Jorge: Die Dracheninsel

São Jorge wartet mit steilen Küsten und reizenden Landschaften auf. Eine Besonderheit sind die Fajãs, kleine fruchtbare Küstenebenen, die am Fuß einer Bergkette im Inselinneren liegen. In den geschützten Tälern dieser Berge entdeckt ihr beim Wandern eindrucksvolle Drachenbäume. „Insel der Drachen“ nennt man São Jorge deshalb – und „Insel des Käses“. Letzteres ist der heimischen Käsespezialität zu verdanken. Anstelle von Drachen findet ihr übrigens sehr viele Kühe vor.

Graciosa: Bezaubernde Landschaft

Ihre 61 km² machen Graciosa zur zweitkleinsten Insel der Azoren – die mit etwas ganz Großem lockt: Ein gigantischer Krater unter der Erde, zusammen mit einer Schwefelgrotte und einem unterirdischen See, der vor allem in der Mittagszeit, wenn sich das Sonnenlicht auf der Oberfläche spiegelt, Azoren-Urlauber fasziniert.

Außerhalb dieser Unterwelt ist die Landschaft von weißen Windmühlen mit roten Dächern geprägt, die ihr am besten bei einer Wanderung bewundert.

Terceira: Ein Paradies für Wanderer

Die drittgrößte Insel ist von hohen Felsküsten umrahmt, ihr Landesinneres dagegen von wildem Grün überzogen. Die Strände sind nicht so leicht zugänglich, doch dafür gibt es zahlreiche Naturbecken aus Vulkangestein. Die Altstadt von Angra do Heroísmo, dem Hauptort, ist Teil des UNESCO-Weltkulturerbes. Auch Terceira erkundet ihr am besten zu Fuß bei einer Wanderung.

Das Landesinnere der Azoren-Insel Terceira

Corvo: Natur pur

Die kleinste Insel der Azoren ist mit gerade mal 500 Einwohnern sehr still. Sie lässt stattdessen ihre beeindruckende Natur für sich sprechen. Ein gewaltiger, bewachsener Vulkankegel, in dem sich blaue Seen sammeln, lässt Corvo wie ein paradiesisches Tal wirken, das direkt einem Gemälde entsprungen zu sein scheint.

Diese Azoreninsel ist besonders für diejenigen unter euch geeignet, die sehr viel Ruhe suchen, oder aber begeisterte Vogelfreunde sind.

Wie ihr seht, fällt Portugals westlichstes Archipel sehr vielfältig aus und bietet Reisenden aller Art ein Ziel.

Die wichtigsten Fakten für Urlaub auf den Azoren

Was gibt es zu beachten? Wann ist die beste Reisezeit? Im Folgenden ein paar Hinweise zu eurer Azorenreise.

Das Klima auf den Azoren

Die Wetterbedingungen unterscheiden sich nur minimal zwischen den Inseln. Insgesamt erwartet euch ein subtropisches Klima: ein warmer, nicht zu heißer Sommer gefolgt von milden Wintermonaten. Aufgrund der Winde, die vom Atlantik her wehen, herrscht auf den Azoren eine relativ hohe Luftfeuchtigkeit.

Grafik: Klima auf den Azoren

Beste Reisezeit für einen Azoren-Urlaub

Seid ihr vor allem auf Badespaß aus, so sind die Monate Juni bis Oktober die perfekte Zeit für euren Azoren-Urlaub. Dieser Zeitraum ist auch dann der beste, wenn ihr auf den Inseln wandern wollt – trocken und warm, aber nicht zu heiß für lange Touren. Für Naturfreunde gibt es immer etwas zu sehen. In der beeindruckenden Naturschönheit zeigen sich fast das ganze Jahr über seltene und farbenfrohe Pflanzen in ihrer vollen Pracht.

Einreisebestimmungen für die Azoren

Da die Azoren-Inseln zu Portugal und somit zur Europäischen Union gehören, benötigt ihr nur einen gültigen Reisepass oder Personalausweis. Neben den deutschen Standardimpfungen empfiehlt es sich, dass ihr euch zuvor gegen Hepatitis A und B impfen lasst. Solltet ihr zufällig von einem Gebiet mit Gelbfiebergefahr aus auf die Azoren reisen, ist eine Gelbfieberimpfung erforderlich.

Wie gelangt man auf die Azoren-Inseln?

Die bewohnten Inseln verfügen allesamt über einen Flughafen. Anders kommt ihr auch gar nicht hin, denn es gibt zwischen den Azoren und dem Festland keinen Schiffsverkehr für Touristen.

Die größten Inseln werden mehrmals pro Tag angeflogen. Allerdings kann es sein, dass ihr bei einem Start in Deutschland in Porto oder Lissabon umsteigen müsst. Wollt ihr zwischen mehreren Inseln umherreisen, seid ihr auf kleine Propellermaschinen angewiesen.

 4 Traumstrände der Azoren

„Praia“ ist das portugiesische Wort für „Strand“ – und davon gibt es auf den Inseln der Azoren eine ganze Menge unterschiedlicher Art. Wir zeigen euch, welche davon für Badeurlauber besonders empfehlenswert sind.

1. Ribeira Quente auf São Miguel: Der Feuerstrand

„Der warme Fluss”, auch bekannt als „Strand des Feuers” (Praia de Fogo), bietet euch ein besonderes Badeerlebnis. Er befindet sich an der Südküste in einer malerisch grünen Bucht. Aus einem Tal gelangt heißes Thermalwasser ins Meer, sodass dieses stets über eine angenehme Temperatur verfügt. Dementsprechend finden sich viele Gäste auf dem hellen Sandstrand ein.

Der Praia de Fogo gehört zu den schönsten Stränden auf den Inseln der Azoren

Neben sanitären Einrichtungen gibt es Bars und Restaurants in der Nähe. Der Strand ist per Auto und Bus erreichbar.

2. Praia Formosa auf Santa Maria: Der schöne Strand

„Der schöne Strand” – auch dieser Name kommt nicht von ungefähr. Diese Bucht ist eindeutig einer der schönsten Strände der Azoren. Der feine, helle Sand fällt im Meer sehr langsam ab. Vereinzelt findet man Steine am Grund vor. Das seichte, klare Wasser bietet Familien damit geradezu perfekten Badespaß.

 

 
 
 
 
 
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Ihr könnt den Praia Formosa direkt anfahren. Er wird sehr sauber gehalten, verfügt über sanitäre Anlagen und Sonnenschirme. Tatsächlich ist die schöne Bucht nie zu voll – außer im August, wenn das jährliche Musik-Festival vor Ort stattfindet.

3. Praia da Vitória auf Terceira: Für Sportfans

Goldgelber Sand, der sich kilometerweit an die Küste schmiegt, kristallklares Wasser – Schwimmer und Wassersportbegeisterte sind am Praia da Vitória bestens aufgehoben. Der Strand wird von Hotels und Einkaufsmöglichkeiten gesäumt.

Praia da Vitoria auf der Azoren-Insel Terceira

Es ist für Besucher des gleichnamigen Ortes leicht per Fuß zu erreichen. In der Nähe des Hafens findet ihr zusätzlich ein Naturschwimmbecken aus Lavagestein.

4. Fajã de Lopo Vaz auf Flores: Der schwarze Strand

Ein Geheimtipp: Der sogenannte Lavastrand ist eine Augenweide, denn er ist komplett schwarz. Diese malerische Bucht erreicht ihr zu Fuß vom gleichnamigen Dorf aus. Je nach Wetterlage kann der dunkle Sand aber stark bis völlig von Kieselsteinen überzogen sein –  ein bisschen Glück gehört beim Besuch dazu.

 

 
 
 
 
 
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Die 3 schönsten Sehenswürdigkeiten auf den Azoren-Inseln

Die Inselgruppe bietet eine Vielzahl an beeindruckenden Attraktionen. Wir haben die interessantesten Sehenswürdigkeiten für euch herausgesucht.

1. Terra Nostra Park, São Miguel: Botanischer Garten mit Thermalbecken

Macht ihr auf der Hauptinsel der Azoren Urlaub, führt kein Weg am Terra Nostra Park vorbei. Dieser botanische Garten führt euch durch prachtvolle Pflanzenwelten. Das Highlight des Parks ist ein Wasserbecken gefüllt mit Thermalwasser in natürlich brauner Farbe. Umgeben von exotischer Botanik und Steinmetzarbeiten schwimmt ihr hier in 38 °C warmem und stark eisenhaltigem Nass.

Terra Nostra Park auf den Azoren

2. Botanischer Garten José do Canto: Wie im Urwald

Auf São Miguel befindet sich ein weiterer Park, dem ihr einen Besuch abstatten solltet. Die Vegetation im José do Canto Garten gibt euch das Gefühl, mitten im Urwald zu wandern. Echte Hingucker sind ein gewaltiger Mammutbaum und ein prächtiger Wasserfall. Auch an einem Farmgarten und einer Grotte kommt ihr hier vorbei. Der Rundgang durch den Garten führt euch schließlich zu einer wunderschönen Kathedrale.

3. Jardim Duque da Terceira: Pflanzenvielfalt entdecken

Eine prächtige Parkanlage, angefüllt mit Blumen und Pflanzen aus aller Welt. Hübsch angelegte Wege führen an der einzigartigen Flora, Teichen und Brunnen vorbei. Eine solche Vielfalt an Botanik bekommt ihr selten in einem einzigen Garten zu sehen.

Wandern auf den Azoren-Inseln – Urlaub auf prachtvollen Naturpfaden

Durchgehend angenehmes Klima, vielfältige Landschaften und Naturschauspiele: Auf den Azoren befindet ihr euch in einem Paradies für Wanderungen. Wir haben für euch die schönsten Routen der Inselgruppe herausgesucht, von gemütlich bis anspruchsvoll.

São Miguel: Rundweg von Caldeiras zum Salto do Cabrito

Dieser Rundkurs beginnt bei den heißen Quellen von Caldeiras da Ribeira Grande. In etwa zweieinhalb Stunden passiert ihr auf weitgehend festen, geraden Wegen grüne Landschaften, in denen Wasser eine große Rolle spielt. Ihr passiert einen Stausee, gefolgt von zwei Wasserkraftwerken. Schließlich erreicht ihr den Salto do Cabrito: ein Wasserfall, der zwischen den Felsformationen versteckt liegt. Der Weg führt schließlich wieder nach Caldeiras zurück, wo ihr euch zum Abschluss ein Bad in der Therme gönnen könnt.

Wasserfall Salto do Cabrito auf der Azoren-Insel Sao Miguel

Schwierigkeit: leicht


Länge: 7,5 Kilometer


Dauer: 2:30 Std.

Flores: Von Lajedo zur Fajã Grande

Von allen schönen Fleckchen auf der blumigen Insel führt dieser Wanderweg an einem besonderen Highlight vorbei. Ihr beginnt nahe der Kirche in Lajedo und wandert ca. dreieinhalb Stunden die Westküste entlang bis nach Fajã Grande. Die Wege sind größtenteils befestigt.

Heimische Baumarten umgeben den Pfad, der euch über mehrere Wasserläufe hinweg schließlich zum Poço da Alagoinha führt: Ein See, der zwischen grünen Steilwänden eingebettet liegt. Aus deren Höhe ergießen sich mehrere Wasserfälle in den See. Ein wunderschönes Naturschauspiel.

Schwierigkeit: mittel


Länge: 13,5 Kilometer


Dauer: 3:30 Std

Pico: Ab Lajes do Pico hinauf auf Portugals höchsten Berg

Reizt euch eine anspruchsvolle Strecke, die euch mit herrlichen Ausblicken belohnt, so solltet ihr die Tour hinauf auf den Pico vornehmen. Ihr besteigt zusammen mit einem Guide den Pico, den höchsten Berg Portugals. Die Pfade sind zum Teil unbefestigt und steil. Je nach Kondition dauert diese Wanderung sechs bis acht Stunden. Die Aussicht wird dabei immer schöner und gipfelt (bei gutem Wetter) in einem Blick auf die gesamte Inselkette.

Der Pico auf der gleichnamigen Azoren-Insel ist der höchste Berg Portugals

Schwierigkeit: fordernd


Länge: 9,4 Kilometer


Dauer: 6 bis 8 Stunden

Heiße Quellen auf den Azoren: Urlaub mit Wohlfühloasen

Portugals Azoren sind für ihre vielseitigen heißen Quellen bekannt. Die heilenden Bäder helfen außerdem so manches Leiden zu lindern, wie etwa Rheuma und Hautprobleme. Wohlbefinden für Körper und Geist, dazu in malerischen und exotischen Umgebungen – kein Wunder, dass sich einige Teile der Azoren-Insel einen Namen als Kurort verschafft haben. Gerade auf der Hauptinsel solltet ihr eintauchen in die Thermalwelt:

Besonders berühmt dafür ist das Tal Furnas auf São Miguel. Hier liegen nicht nur ein wunderschöner Kratersee, sondern auch über 20 schwefelhaltige Quellen. Das heiße Wasser wird direkt zu ansässigen Badehäusern weitergeleitet und auch der Schlamm der Quellen wird von diesen als Heilerde genutzt.

Richtig warm ums Herz wird es euch in der nahegelegenen Poça da Dona Beija. Der unspektakuläre Name Poça, was übersetzt „Pfütze“ bedeutet, gibt wenig Aufschluss über dieses Idyll inmitten der Natur. Das Thermalbad umfasst mehrere Pools in kupferfarbenen Steinbecken, die durch kleine Wasserfälle ineinander überlaufen. Die Wassertemperatur beträgt hier stets 39 °C, weshalb diese Quellen auch an kühleren Tagen ein magischer Anziehungspunkt sind.

Caldeira Velha sieht aus wie dem Garten Eden entsprungen. Ein blaues Naturschwimmbecken, umgeben von Felsen, exotischen Pflanzen und einem Wasserfall, der das Bad mit warmen Thermalwasser speist.

Die Caldeira Velha ist eine wunderschöne Thermalquelle auf der Azoren-Insel Sao Miguel

Whale Watching – ein Highlight der Inseln

Nicht nur an Land gibt es unglaublich viel zu sehen. Bei den Azoren handelt es sich auch um einen beliebten Ort für Whale Watching. Rund 30 Prozent aller Walarten der Welt sind entweder in den Gewässern hier beheimatet oder passieren sie auf ihren Wanderungen. Diverse Delfinarten tollen ebenfalls durch die Wellen.

Vor allem die gigantischen Pottwale lassen sich gerne alljährlich rund um die Inseln blicken. Mit etwas Glück erwischt ihr auch Blauwale, die größten lebenden Säugetiere unserer Erde. Zwischen April und Mai sowie September und Oktober stehen eure Chancen besonders gut.

Mit Schwimmwesten ausgestattet werdet ihr per Schlauchboot oder Katamaran auf das offene Meer hinausgetragen. Jede Fahrt ist ein ganz eigenes Erlebnis. Die Fahrer werden per Funk über die Stellen informiert, an denen sich die Wale gerade zeigen und steuern diese dann rasch an.

Pico ist die beliebteste Insel für Walbeobachtungen. Hier zeigen sich besonders viele der großen Meeresbewohner und die Ausfahrten werden an zahlreichen Stellen angeboten. Von Faials Hauptstadt Horta aus starten ebenfalls viele Touren.

 

 

Darf es noch etwas Meer sein? An einigen Stellen könnt ihr sogar mit Delfinen und Mantarochen in deren natürlichem Lebensraum schwimmen und schnorcheln gehen. Ein unvergessliches Ereignis.

Die Küche der Azoren: Ein Urlaub voller kulinarischer Genüsse

Zum Abschluss werfen wir noch einen Blick in die Kochtöpfe. Natürlich gibt es auf den Azoren-Inseln köstliche Fischgerichte, aber die Küche ist auch für ihre deftigen Fleischgerichte bekannt. Wir zeigen euch, welche kulinarischen Highlights ihr auf jeden Fall probieren solltet.

Cozido das Furnas

Dieser reichhaltige Eintopf schmeckt nicht nur lecker, er hier wird auch auf ganz außergewöhnliche Art zubereitet. Kartoffeln, Kohl, Paprika- und Blutwurst sowie Rind, Geflügel und Schwein werden in einen Topf gegeben und dann frühmorgens in der Nähe einer heißen Quellen vergraben. Dort schmoren die Zutaten zu einem köstlichen Gericht, bis die Töpfe zur Mittagszeit wieder ausgegraben und serviert werden.

Polvo

Zu den köstlichsten Meeresfrüchten zählt der Oktopus. Polvo serviert man auf den Azoren besonders gerne in vinho de cheiro, bekannt als Isabella-Rotwein, geschmort.

Queijo São Jorge

Der Hartkäse São Jorge wurde schon von den frühen Siedlern der Insel herstellt und genießt heute Kultstatus. Es handelt sich um einen Hartkäse von pikant-würzigem Geschmack.

Ananas

An der großen Frucht kommt man auf den Azoren fast nicht vorbei. Die auf den Inseln wachsende Frucht wird zu vielen Leckereien verarbeitet. Probiert unbedingt die Likörversion. Nicht zu verachten ist auf São Miguel heiße Blutwurst mit Ananas.

Die Inseln der Azoren – das unbekannte Paradies

Traumhafte exotische Landschaften, bombastische Naturschauspiele, angenehmes Klima und Essen: Die Azoren bieten einmalige Erlebnisse. Sie sind die perfekte Mischung aus natürlichem Kurort und Abenteuerurlaub, bei dem ihr euch kaum satt sehen werdet. Die Inseln der Azoren bieten euch perfekte Urlaubsmöglichkeiten und wir hoffen, unsere Reisetipps haben euch bei der Entscheidung für eines der Eilande geholfen.

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