Auf geht’s auf d’Wiesn – eine Expedition auf das größte Volksfest der Welt in vier Teilen. Heute: Von Zahlen und Düften.

Die Wiesn – oder wie es offiziell und auf Hochdeutsch heißt: das Oktoberfest – hat begonnen. Und weil sonnenklar seine Büros in München und da nur einen Steinwurf von der Theresienwiese entfernt hat, ist es für uns natürlich sonnenklar, dass auch wir einmal (oder zwei-, drei-, vielemal) auf der Wiesn vorbeischauen. Aber das Beste: Ihr könnt mit uns vorbeischauen, wir haben extra für euch zwei unserer Redakteure losgeschickt, die bestens geeignet sind, euch alles Wichtige zu zeigen.

Unsere Redakteure auf der Wiesn

Unsere Redakteure auf der Wiesn

 

Denn Dennis Wurmdobler ist ein echter Bayer und seit Jahren schon auf der Wiesn zuhause; Merle Bork dagegen ist aufgewachsen im Schatten der Schalke-Arena (zumindest fast), ganz neu in München und war noch nie auf dem Oktoberfest. Außderm hält Merle schon eine Halbe für ein großes Bier, Dennis hingegen weiß: Das ist ein kleines Bier, denn Bier wird in Mass gezählt. Seid also gespannt, was die Beiden so alles auf der Wiesn erleben!

Helden der Sonne

 

Wir wünschen Euch viel Spaß mit unserem neuen Video-Blog „Helden der Sonne“!

 


 

Verlassen wir Merle und Dennis erst einmal, sie melden sich am Freitag wieder, und schauen wir uns an, was die Wiesn eigentlich in nackten Zahlen bedeutet. Das geht jetzt schon ganz gut, denn immerhin sind ja die ersten Tage schon gelaufen, da können wir schon ein bisschen was aufzählen – und ihr könnt dann vielleicht erahnen, warum die Wiesn so ein großes Ereignis ist und warum es wirklich praktisch sein kann, von einem orts- und umgangskundigen Menschen bei der Hand genommen zu werden, wenn es das erste Mal auf die Wiesn geht. Denn auch wenn die Wiesn für Münchner ganz normal ist, für Neulinge ist sie sehr imposant.

 

Eingang

Wer durch dieses Tor hindurch schreitet, der landet…

Dieses Jahr war das erste Wochenende eines der besseren Art, was den Bierkonsum und die Besucherzahlen, aber auch was die Polizeieinsätze und Alkoholleichen angeht. Soll heißen: Die Wiesn hatte in den ersten Tagen eher viele Besucher, ca. eine Million nämlich (zum Vergleich: München hat 1,4 Millionen Einwohner). Diese Besucher tranken im Schnitt jeder eine Mass Bier, was dann in etwa einer Millionen Liter Bier entspricht – wer jemals schon auf der Wiesn seine Mass getrunken hat, der weiß: eine Million Mass sind eben nicht so ganz eine Million Liter Bier, auch wenn es so sein sollte. Die Polizei musste zu 167 Einsätzen ausrücken, was eine freudige, weil doch recht niedrige Zahl ist. Und auch der Bierleichen gab es in den vergangenen Jahren schon mehr als die am Wochenende 19 gezählten. Ein guter Start also für die Wiesn – aber kein außergewöhnlicher.

 

... in einem eigenen Universum!

… in einem eigenen Universum!

Wirklich, das ist normal. Eine Million Besucher, eine Million Mass Bier, 167 Polizeieinsätze, 19 Alkoholvergiftungen – alles völlig normal. Wenn ihr das auch so seht, dann seid ihr wahrscheinlich echte Münchner oder ihr wohnt zumindest schon lange in dieser Stadt oder ihr seid wenigstens Stammgäste auf dem Oktoberfest. Wenn ihr aber erstaunt seid über diese Zahlen, dann kennt ihr die Wiesn nicht oder nur flüchtig – und dann solltet ihr in den nächsten zwei Wochen unser Blog verfolgen, denn da könnt ihr dann lernen, wie es so zugeht auf der Wiesn. Da könnt ihr euch dann auch ein bisschen vorbereiten auf die Wiesn. Denn vorbeischauen sollte man mal auf diesem größten aller Volksfeste – wenn nicht in diesem Jahr, dann halt im nächsten.

 

Herzen_klein

Ob sich hier die Madln wohl auch über „Wies’n Hex“ freuen?

Natürlich gibt es auf der Wiesn noch viel mehr als Bier und Menschenmassen: Die ungezählten Mengen an gebrannten Mandeln, die vernascht werden, die Brezen und Hendl, die in Massen in den Mägen verschwinden, die Lebkuchenherzen, die den Madeln von den Buam um den Hals gehängt werden, die Schokofrüchte und und und… All das zusammen bildet über der Wiesn eine Duftwolke, die vom Wind in die angrenzenden Viertel getragen wird, eine Wolke, die dem echten Münchner ein seliges Lächeln in das Gesicht zaubert, wenn er sie in seinem Büro erschnuppert: „Ah, es riecht nach Wiesn!“ Und dann will keiner mehr arbeiten, dann zieht es einen hin auf d’Wiesn – denn mag sie in Zahlen auch ein wenig Wahnsinn sein: Schee is sie scho, die Wiesn!

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