Auf geht’s auf d’Wiesn – eine Expedition auf das größte Volksfest der Welt in vier Teilen. Heute: In voller Fahrt.

HdS Dennis Merle Screenshot Teil 1

Die Wiesn geht weiter, das zweite Wochenende steht vor der Tür. Traditionell kommen an diesem Wochenende sehr viele Besucher aus Italien auf die Wiesn, weswegen es auch Italiener-Wochenende genannt wird. Und auch Dennis Wurmdobler & Merle Bork sind wieder für uns unterwegs.

 

Helden der Sonne

Diesmal steigen die beiden sonnenklar-Redakteure in den Olympia-Looping. Bei einem Wiesn-Quiz –während der Achterbahnfahrt versteht sich- testet Dennis außerdem, ob Neu-Bayerin Merle schon am zweiten Tag wiesnfest ist.

 

Der Fünfer- oder offiziell Olympia-Looping mag die beeindruckendste Achterbahn auf der Wiesn sein, aber er ist nicht die Einzige: Da gibt es auch noch die Alpinabahn, die seit ein paar Jahren wieder auf die Wiesn zurückgekehrt ist. Der Alpina fehlt zwar der Looping, sie ist also eigentlich nur eine Berg- und Talbahn – aber glaubt uns, sie ist auch ohne Looping atemberaubend! Und natürlich ist da noch die Wilde Maus. Bei dieser Bahn ist der Name Programm, sie ist nicht sonderlich hoch, aber die Wagen rasen auf den Schienen hektisch und geschwind wie eine Maus, die vor der Katze Haken schlägt. Ganz ohne Looping werdet ihr da durchgeschüttelt und gerüttelt, dass es eine Freude ist.

Action auf dem Oktoberfest in München

Rechts erkennt ihr die Trommel des Rotors, im Hintergrund der Fünfer-Looping.

Dann gibt es auch noch die verschiendsten Schaukeln und Karusselle; von ganz harmlos bis „Hilfe, ich sterbe!“ ist für jeden Charakter, für jede Nervenstärke etwas dabei. Doch ein Fahrgeschäft wollen wir euch noch besonders ans Herz legen, denn es gehört zu den traditionsreichen und es scheint ganz unspektakulär – aber es ist einfach großartig! Der Rotor nämlich. Der Rotor ist ist so etwas wie eine große Wäschetrommel. Ihr betretet die Trommel, stellt euch an die Wand, der Rotor nimmt langsam Fahrt auf und ihr denkt euch: „Und was soll das jetzt?“ Der Rotor wird schnell und schneller, ihr werdet gegen die Wand gepresst wie ein Stück Wäsche in der Schleuder, ihr könnt euch kaum mehr rühren – und dann senkt sich der Boden, auf dem ihr steht, langsam ab und ihr klebt an der Wand. Müsst ihr machen! Unbedingt! Aber bitte trinkt davor nicht zu viel, denn ehrlich: Schlecht sollte einem nicht werden im Rotor, was man da von sich gibt, kommt schneller zurück als einem lieb sein kann…

Bavaria Theresienwiese München

Die Standhaftigkeit der Dame dort hinten braucht es, sucht man nach einem ausgiebigen Zeltbesuch noch sein Vergnügen in den Fahrgeschäften.

Überhaupt solltet ihr aufpassen mit den Fahrgeschäften, wenn es schon etwas später und das Bier schon eine ganze Menge geworden ist. Eine volle Fahrt (dergestalt, dass der Passagier voll ist) wird nämlich nur für starke Mägen ein Vergnügen, alle anderen leiden dann schon sehr – und für Unbeteiligte kann es auch unangenehm werden. Deshalb werden auch nicht alle Wartenden in jedes Fahrgeschäft hineingelassen – stocknüchtern muss zwar keiner sein, aber sturzbetrunken ist eben keine gute Idee, wollt ihr euren Spaß in den Fahrgeschäften haben. Wobei es am Italiener-Wochenende auch gar nicht so einfach ist, sturzbetrunken zu werden. Schließlich sind die Zelte meist arg früh schon geschlossen und machen selten wieder auf.

Und also: Viel Spaß bei voller (also rasanter) Fahrt wünschen wir!

 

Die Kommentarfunktion ist deaktiviert.