Athen – ein Juwel mitten in Europa

Führt euer Weg in die griechische Hauptstadt, wartet eine pulsierende Metropole auf euch. Athen lockt mit einem unvergleichbaren Mix aus Geschichte und Moderne und bringt euch die Antike so nah wie kaum ein anderer Ort auf der Welt. Zahlreiche Sehenswürdigkeiten und Ausflugsziele versprechen einen kurzweiligen Urlaub in Athen.

Urlaubsvorbereitung: Was ihr vor eurer Reise nach Athen wissen müsst

Athen erreicht ihr mit dem Flugzeug am schnellsten. Von Frankfurt am Main aus fliegt ihr mit der Lufthansa oder Aegean Airlines 2 Stunden und 45 Minuten zum Eleftherios-Venizelos-Flughafen. Da Griechenland Mitglied der Europäischen Union ist, reichen euer Personalausweis oder Reisepass für die Einreise aus. In Athen findet ihr dieselben Steckdosen (Typ C sowie F) wie in Deutschland vor. Einen Adapter mitzunehmen, ist also überflüssig. Die beste Reisezeit für Athen sind die Monate von Juni bis September. In diesen klassischen Sommermonaten steigt das Thermometer auf mehr als 30 Grad, während das Wasser bis zu 24 Grad warm wird. Es regnet nahezu kaum.

Das sind die Top 7 Athen Sehenswürdigkeiten

Die Liste an Sehenswürdigkeiten in Athen ist lang. Habt ihr nicht allzu viel Zeit in der 3,7-Millionen-Einwohner-Metropole, beschränkt ihr euch auf die absoluten Highlights. Das sind die Top 7 der Athen Sehenswürdigkeiten:

 

1. Die Akropolis und das Akropolis-Museum

Akropolis-Athen

 
Ihr seid in Athen und besucht die Akropolis nicht? Welche Sünde! Die imponierende Akropolis zu bewundern, ist Pflicht für jeden Athen-Urlauber. Diese Stadtbefestigung war in der Antike das Zentrum Athens und thront auf einem Felsen, der 156 Meter in die Höhe ragt. Im 5. Jahrhundert vor Christus erbaut, bilden das Erechtheion, der Niketempel, der Parthenon sowie die Propyläen dieses griechische Nationaldenkmal. Während die Propyläen als Torbau fungieren, handelt es sich bei den anderen Bauwerken um zu Ehren von Göttern erbaute Tempel. Das wohl populärste Wahrzeichen von Athen gehört übrigens bereits seit 1986 zum UNESCO-Weltkulturerbe. Am südlichen Hang der Akropolis liegt das Dionysos-Theater, wo die griechische Tragödie geboren worden ist. Stattet unbedingt auch dem Akropolis-Museum einen Besuch ab. Es wurde 2009 eröffnet und ist für mehrere Millionen Besucher jährlich Anlaufpunkt. Ihr findet es am Fuß der Akropolis. Hier könnt ihr euch diverse Objekte anschauen, die auf dem Gelände der Akropolis gefunden worden sind.

 

2. Agora

Agora

 

Wenn ihr einen Ort wahrhaftiger Demokratie in Athen sucht, dann macht ihr euch zur Agora auf. Übersetzt bedeutet dieses Wort Marktplatz – und das war die Agora auch. Vom 5. vorchristlichen Jahrhundert bis ins 6. Jahrhundert nach Christus hinein ist die griechische Agora das Zentrum des bürgerlichen Zusammenlebens in der damaligen Polis Athen gewesen. Hier kamen die Bürger zusammen für Volks-, Gerichts- und Heeresversammlungen. Bekannt ist die Agora Athens heute vor allem für zwei Bauwerke. Zum einen dürft ihr mit dem Tempel des Hephaistos einen jener Tempel bewundern, die zu den am besten erhaltenen in ganz Griechenland zählen. Erbaut worden ist das Gebäude in der zweiten Hälfte des 5. Jahrhunderts vor Christus für den Gott des Feuers und der Schmiedekunst Hephaistos. Lasst euch auch nicht die im 2. vorchristlichen Jahrhundert errichtete Stoa des Attalos entgehen. Heute ist sie nach der Heruler-Zerstörung 267 rekonstruiert. Lediglich 150 Meter östlich befindet sich die Römische Agora.

3. Archäologisches Nationalmuseum

Wenn ihr das größte Museum Griechenlands entdecken wollt, dann seid ihr im Archäologischen Nationalmuseum richtig. Mehr als 5 Jahrtausende Geschichte werden hier ausgestellt. Dazu braucht es 8000 m² plus die 2009 hinzu gekommenen 24.000 m². 11.000 Ausstellungsstücke sind auf 52 Räume aufgeteilt und wurden aus allen Teilen des Landes nach Athen gebracht. Seid euch bewusst, dass es Tage dauert, alles zu sehen. Überlegt euch daher bereits vorher, welche der Sammlungen ihr euch anschauen möchtet. Wie wäre es denn mit der Mykenischen Sammlung, die unter die Prähistorische Abteilung fällt? Hier findet ihr unter anderem Agamemnons Goldmaske sowie die auf Santorin gefundenen Wandmalereien aus der minoischen Kultur. Besuchen könnt ihr das Archäologische Museum jeden Tag von 9 bis 16 Uhr. Nur montags weichen die Öffnungszeiten ab (13 bis 20 Uhr). Mit 7 € seid ihr dabei. Ihr habt Interesse an weiteren Museen? Dann nutzt doch das Sammelticket für zwei weitere Museen (12 €).

Hättet ihr es gewusst?


☼ Athen ist die älteste Stadt der Welt

☼ Es gibt knapp 250 Sonnentage im Jahr

☼ Die blaue Farbe auf vielen Kuppeln soll böse Geister abhalten

☼ Die Olympischen Spiele stammen aus Griechenland

4. Das Athener Olympiastadion

Habt ihr das Dionysos-Theater in der Nähe der Akropolis besucht, dann wart ihr an einem Ort antiker Unterhaltung. Das moderne Pendant besichtigt ihr, wenn ihr das Olympiastadion Athen ansteuert. Es befindet sich etwas außerhalb in Marousi. Diese 72.000-Einwohner-Stadt ist ein Vorort von Athen und daher schnell zu erreichen. Das 1982 eröffnete Stadion wurde zwischen 2002 und 2004 für die Olympischen Spiele von 2004 renoviert. Knapp 70.000 Menschen finden in dieser Arena statt, die ihr zum Beispiel im Rahmen einer offiziellen Stadiontour bestaunen könnt. Es gibt allerdings auch die Möglichkeit, ein Fußballspiel zu verfolgen. Als einziger Klub trägt AEK Athen seine Heimauftritte in diesem Stadion aus. Sichert euch Tickets für diesen griechischen Traditionsverein und bestaunt das Olympiastadion, wenn es mit zahlreichen Fans gefüllt ist. Zudem organisieren Veranstalter hier oft Konzerte. Ein echter Blickfang ist das im Rahmen der Renovierung aufgesetzte Dach. Der Architekt Santiago Calatrava hatte die Federführung. Das Olympiastadion ist heute ein modernes Wahrzeichen Athens!

5. Das Hadrianstor

Hadrianstor

 

Das Hadrianstor ist im Gegensatz zum Olympiastadion wieder ein durch und durch antikes Highlight. Im Jahr 132 war der 14. römische Kaiser Hadrian in Athen zu Besuch. Dies war der Anlass, das Hadrianstor zu errichten. Es ist demnach kein klassisches Stadttor, sondern eher ein Monument zu Ehren des Kaisers. Das Tor entstammt also auch der römischen Geschichte der Stadt. Es grenzt das griechische Viertel vom römischen ab. Letzteres wurde am Ilissos erbaut, der heute allerdings überbaut ist. Imposant ist die Kombination von römischem Bogen und griechischem Architrav. Während der Bogen als Sockel fungiert, liegt der Balken auf den Stützen auf. Lest euch doch auch ruhig die Inschriften durch, die in Richtung der Altstadt beziehungsweise der Neustadt eingraviert sind. Während die erste mit „Dies ist Hadrians, nicht Theseus’ Stadt“ übersetzt werden kann, lautet die zweite „Dies ist Athen, einst Theseus’ Stadt“. Seid ihr des Griechischen mächtig?

6. Der Nationalgarten

Jetzt habt ihr so viele antike Bauwerke gesehen. Da ist es verständlich, wenn ihr auch mal etwas entspannen und die Natur Athens genießen wollt. Ja, die gibt es. Und zwar im Nationalgarten! Auf ungefähr 16 Hektar ist der Park mit seinen Bäumen, Büschen, Grasflächen und Blumen der perfekte Ort, um euch zu erholen. Der Nationalgarten wurde bereits in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts errichtet, war damals aber noch nicht öffentlich zugänglich. Ursprünglich fungierte die Parkanlage nämlich als privater Rückzugsort für die Königin. Wenig überraschend, dass das heute als Parlament genutzte damalige Stadtschloss nicht weit entfernt liegt. Der Nationalgarten ist ideal für Familien – nicht zuletzt auf Grund des Cafés und der Kinderbibliothek. Das Museum vor Ort informiert euch über den Park und seine Geschichte. Übrigens: In der Nähe befindet sich auch das 1888 fertig gestellte klassizistische Zappeion, wo ebenfalls schöne Gärten zum Verweilen einladen.

7. Kerameikos-Friedhof und -Museum

Keramaikos-friedhof-athen

 

Im Athener Stadtteil Kerameikos findet ihr den wohl bekanntesten antiken Friedhof der Metropole. Seit 1913 wird hier unter deutscher Leitung fleißig gegraben. Was gefunden worden ist, stammt zu einem großen Teil aus dem 3. vorchristlichen Jahrhundert. Doch auch ein ganz besonderes Highlight aus dem 6. vorchristlichen Jahrhundert holten die Archäologen in Form der Kouros-Statue ans Tageslicht. Die Ausgrabungsstücke warten im Archäologischen Nationalmuseum auf euch oder befinden sich im Kerameikos-Museum. Letzteres wurde direkt am antiken Friedhof erbaut, so dass ihr es nicht weit habt. Verschafft euch vorher oder danach aber ganz in Ruhe einen Überblick über die Ruine, wo übrigens Denkmäler in Nachbildung aufgebaut sind. In Kerameikos war zudem der Mittelpunkt der antiken Herstellung von Keramik. So kommt es auch zum Namen dieses Ortes. Südöstlich, nicht weit weg, thront auch schon die Akropolis von ihrem Fels. Ihr könnt hier also mehrere Sehenswürdigkeiten miteinander verbinden.

Ausflüge rund um Athen: Das ist die Top 3

Wollt ihr Athen für einen Ausflug verlassen, bieten sich in der Umgebung diverse Ziele an. Hier kommt die Top 3 der lohnenswertesten Ausflüge rund um Athen:

1. Árgolis

Auf dem Peloponnes gibt es eine Landschaft, die den Namen Árgolis trägt. Mit dem Mietwagen legt ihr auf dieser Tagestour in etwa 290 Kilometer zurück und seht populäre griechische Stätten längst vergangener Zeiten. Dabei handelt es sich um das seit 1988 zum UNESCO-Weltkulturerbe gehörende Epidauros, seit 1999 zum UNESCO-Weltkulturerbe zählende Mykene sowie Alt-Korinth. Aus Athen kommend steuert ihr zuerst Korinth an, wobei allerdings das etwas außerhalb liegende Alt-Korinth die Highlights zu bieten hat. Die sieben Säulen des Apollon-Tempels sowie einige Ruinen von Bauwerken der Agorá lohnen wie das Museum einen Besuch. Nutzt die Landstraße und fahrt Richtung Mykene. Hier ist der Burgberg eine Besteigung wert, denn ganz oben warten die Grundmauern des königlichen Palastes auf euch. Schließlich geht es nach Epidauros weiter, wo ein ehemals für 14.000 Zuschauern geeignetes Theater imponiert. Diverse Ausgrabungen wie jene eines Asklepios-Tempels, römischer Thermen oder eines Musiktheaters müsst ihr einfach sehen. Via die Nationalstraße N 70 und die Autobahn erreicht ihr Athen.

2. Délfi

Delphi-athen

Délfi liegt nur 182 Kilometer von Athen entfernt. Mit dem Mietwagen erreicht ihr diesen Ort schnell und unkompliziert und gestaltet die Tour als Tagesausflug. Falls ihr euch für einen Ausflug mit dem Bus entscheidet, profitiert ihr von einem professionellen Guide. Allerdings haltet ihr euch dann nur ungefähr sieben Stunden in Délfi auf. In Délfi gibt es etliche Ausgrabungen zu bestaunen. Lasst euch nicht die Ruinen der Tempel entgehen und gönnt euch auch auf jeden Fall einen Blick vom Gebirge hinab: In 600 Metern Höhe befinden sich das Theater und Stadion. Der Korinthische Golf und ein Meer aus grünen Olivenbäumen sind der Lohn für einen Blick nach unten. Am bekanntesten war und ist Délfi aber für das Heiligtum des Apollon. Der Gott der Künste und des Lichtes wurde hier geehrt. Vor allem das sich niemals irrende Orakel ist weltberühmt. Schatzhäuser oder das Museum, das viele Geschenke zur Weihe beherbergt, sind bei Besuchern sehr beliebt.

3. Kap Soúnion

Attika ist eine bekannte Region in Griechenland. Doch ihre südlichste Spitze ist noch weitaus populärer! Das Kap Soúnion ist nämlich für zahlreiche Urlauber eine Anlaufstelle, da es dort die Ruinen eines Marmortempels zu bestaunen gibt. Es handelt sich um den antiken Tempel, der zu Ehren des Gottes des Meeres Poseidon dort errichtet worden ist – und zwar bereits im 5. Jahrhundert vor Christus. Von den 16 Säulen dorischen Stils sind einige sogar noch erhalten, andere mussten nachgebildet werden. Es liegt nahe, sich den Sonnenuntergang anzuschauen. Nehmt vorher aber noch ein schönes Bad im Saronischen Golf. Der Strand ist nämlich nicht weit weg. Ihr könnt diesen Trip als Tagesausflug gestalten, ihn aber auch kürzer machen. Bis Athen sind es nur etwas mehr als 60 Kilometer.


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Unsere Kollegin Anna hat sich schon längst in die griechische Stadt verliebt und schwärmt regelmäßig von ihrer Zeit in Athen. Grund genug, ihre Erfahrungen und Liebligsorte mit euch zu teilen:
Athen, meine Liebe! Αθήνα, η αγάπη μου!

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